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Trollfest - Uraltes Elemente


Hotel666 Redaktion

30. September 2009

Das Folk Metal als Genre vollkommen überlaufen ist brauche ich hier nicht noch einmal groß aufzuwärmen. Ebensowenig muss ich wieder mal ob des gigantischen Haufens an musikalischem Sondermüll, der sich in dieser Szene ansammelt, herumgreinen. Fest steht: mit der Verbindung aus saufseligen Melodien, Geschrei über heidnische Ahnen und ein paar Riffs lässt sich richtig Asche machen, das beweisen gut besuchte Festivaltouren wie „Heidenfest“, „Paganfest“ und wie sie noch so heißen.

Gut das es auch noch Bands wie TROLLFEST gibt, die mit sich und ihren Fans gleich absolut ehrlich sind. Zumindest haben die Norweger nie auch nur den Anschein von Ernsthaftigkeit zu erwecken versucht, sondern von Anfang an auf irrwitzigen Spaß gesetzt. Das galt für das durchwachsene Debüt „Willkommen Folk Till Drekka Fest“, das galt für das mit genial lustigem Cover und Konzept versehene „Brakebein“ und das galt auch für die letzte Irrsinnstat und Henrik-Ibsen-Schändung „Villanden“. Und genau das gilt auch für die neue Ep „Uraltes Elemente“. Alles, was TROLLFEST ausmacht, ist da: die Humppa-Metal-Mische, die sich von FINNTROLL zunehmend dadurch unterscheidet, dass hier einfach gar nicht mehr wählerisch in den Folk-Topf gegriffen wird. Dazu die beknackten Texte im sprachlichen Grenzland von Norwegisch und Deutsch. Streng genommen natürlich alles unnötiger Blödsinn, aber was ich an TROLLFEST so liebe, ist ihre einzigartige Mischung aus übelstem, betrunkenen Klamauk und höchster Musikalität. Die Jungs haben es einfach tierisch drauf, ziehen es aber ab einem bestimmten Zeitpunkt vor, die Percussion mit Bierdosen zu bewerfen – schön anzusehen in der auf der Ep enthaltenen Dokumentation zur Enstehung von „Villanden“.

Und wo wir bei „Villanden“ sind, lässt sich leider eines nicht abstreiten: auf „Uraltes Elemente“ überwiegt der Klamauk über die coolen, saufseligen Folk-Mosher. Das Titelstück „Uraltes Elemente“ befindet sich bereits auf „Villanden“, „Byttedyr“ und „Grublegjøken“ haben eher B-Seiten-Charakter und „Prost der Welt“ ist zwar eine nette Idee, kommt aber an die Hits vom Vorgängeralbum ebenfalls nicht heran. „Ich liebe Zug (Zug über alles)“ ist wohl die debilste Ode ans Bahnfahren seit Erfindung desselben und „Bassen till Tor“ ebenfalls nur hanebüchener Unsinn. Und so sympathisch mir die vier Osloer Freaks sind: das reicht mir für eine Kaufempfehlung nicht aus, trotz der Doku (die auch auf Youtube zu bewundern ist) und der Livevideos. Hört unbedingt TROLLFEST wenn ihr auf Folk Metal steht, aber kauft lieber „Brakebein“ und „Villanden“ - zwei Alben, die bei aller Liebe zum Blödsinn auch musikalisch absolut was hermachen.
Das Folk Metal als Genre vollkommen überlaufen ist brauche ich hier nicht noch einmal groß aufzuwärmen. Ebensowenig muss ich wieder mal ob des gigantischen Haufens an musikalischem Sondermüll, der sich in dieser Szene ansammelt, herumgreinen. Fest steht: mit der Verbindung aus saufseligen Melodien, Geschrei über heidnische Ahnen und ein paar Riffs lässt sich richtig Asche machen, das beweisen gut besuchte Festivaltouren wie „Heidenfest“, „Paganfest“ und wie sie noch so heißen.

Gut das es auch noch Bands wie TROLLFEST gibt, die mit sich und ihren Fans gleich absolut ehrlich sind. Zumindest haben die Norweger nie auch nur den Anschein von Ernsthaftigkeit zu erwecken versucht, sondern von Anfang an auf irrwitzigen Spaß gesetzt. Das galt für das durchwachsene Debüt „Willkommen Folk Till Drekka Fest“, das galt für das mit genial lustigem Cover und Konzept versehene „Brakebein“ und das galt auch für die letzte Irrsinnstat und Henrik-Ibsen-Schändung „Villanden“. Und genau das gilt auch für die neue Ep „Uraltes Elemente“. Alles, was TROLLFEST ausmacht, ist da: die Humppa-Metal-Mische, die sich von FINNTROLL zunehmend dadurch unterscheidet, dass hier einfach gar nicht mehr wählerisch in den Folk-Topf gegriffen wird. Dazu die beknackten Texte im sprachlichen Grenzland von Norwegisch und Deutsch. Streng genommen natürlich alles unnötiger Blödsinn, aber was ich an TROLLFEST so liebe, ist ihre einzigartige Mischung aus übelstem, betrunkenen Klamauk und höchster Musikalität. Die Jungs haben es einfach tierisch drauf, ziehen es aber ab einem bestimmten Zeitpunkt vor, die Percussion mit Bierdosen zu bewerfen – schön anzusehen in der auf der Ep enthaltenen Dokumentation zur Enstehung von „Villanden“.

Und wo wir bei „Villanden“ sind, lässt sich leider eines nicht abstreiten: auf „Uraltes Elemente“ überwiegt der Klamauk über die coolen, saufseligen Folk-Mosher. Das Titelstück „Uraltes Elemente“ befindet sich bereits auf „Villanden“, „Byttedyr“ und „Grublegjøken“ haben eher B-Seiten-Charakter und „Prost der Welt“ ist zwar eine nette Idee, kommt aber an die Hits vom Vorgängeralbum ebenfalls nicht heran. „Ich liebe Zug (Zug über alles)“ ist wohl die debilste Ode ans Bahnfahren seit Erfindung desselben und „Bassen till Tor“ ebenfalls nur hanebüchener Unsinn. Und so sympathisch mir die vier Osloer Freaks sind: das reicht mir für eine Kaufempfehlung nicht aus, trotz der Doku (die auch auf Youtube zu bewundern ist) und der Livevideos. Hört unbedingt TROLLFEST wenn ihr auf Folk Metal steht, aber kauft lieber „Brakebein“ und „Villanden“ - zwei Alben, die bei aller Liebe zum Blödsinn auch musikalisch absolut was hermachen.

V.Ö.
14. Juli 2009
Laufzeit
17:17

4
10

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