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Terminal Carnage - Feast Upon The River Styx


Hier noch ein Nachzügler aus dem Jahr 2023, der es absolut in sich hat und den ich euch nicht vorenthalten möchte :). Terminal Carnage heißt die aus Bayern stammende und seit 2019 existierende Band, welche Ende des Jahres nach dem Debüt und einer EP (beides 2021) ihren zweiten Longplayer namens "Feast Upon The River Styx" veröffentlicht hat, um den es in diesem Review dann auch geht. Band- und Albumname sind ja schon mal vielversprechend und dann ist die Scheibe auch noch über das vom Maniac Martin Quast geführte Herzblut-Label Neckbreaker Records herausgekommen... ihr wisst ja sicherlich, was das bedeutet :). Genau, qualitativ hochwertiger Death Metal, denn eher friert die Hölle zu, als dass der Dachdecker des Todes eine schlechte Scheibe rausbringt :). Bevor es ans Eingemachte geht, noch ein paar Infos zur Band. Ursprünglich von Stefan Walter (Gesang/Gitarre/Bass) und Markus Zillig (Drums) als Duo gestartet, hat sich die Band, nachdem "Feast Upon The River Styx" fast schon komplett aufgenommen war, zum Quartett erweitert. Vom Zuwachs ist noch Markus Wingert (Gitarre) mit an Bord und seit 2023 zupft Michael Hauber die Basssaiten.

Dann kommen wir mal fix zur muSICK, denn diese dürfte euch nimmersatte Death Metal-Freaks sehr entzücken :). Nach einem kurzen Sprachsample geht es auch schon schön heftig los und die Riffs und die Drums ballern mir nur so um die Ohren :). Die Jungs scheinen anscheinend nicht lange zu fackeln, sondern setzen über das ganze Album hinweg auf Frontalangriff, welcher sehr schnell und vor allem derbe in euren Hirnen zünden dürfte. Das ist wirklich geiles Geschredder, welches Terminal Carnage uns hier servieren. Martin hat mal wieder den richtigen Riecher gehabt und sich geilen und feurigen Death Metal ins Haus geholt :). Der Mann ist halt ein Todesblei-Maniac und die Jungs von Terminal Carnage stehen ihm diesbezüglich in nichts nach. Unser Glück, denn so kann unsere Gier nach fetter und qualitativ hochwertiger muSICK mal wieder gestillt werden. Die Band geht sehr gerne und gnadenlos straight forward los, ist dabei so richtig schön heavy, angepisst und brutal, gleitet dabei aber nie ins Stumpfe ab, sondern hackt sich doch sehr abwechslungsreich durch die Friedhofserde. Dieses geile, leicht abgehackte, technische Geballerriffing hat es aber auch echt in sich und wirkt wie ein akkurater Tritt in den Bauch. Genauso wie diese immer wieder auftauchenden knackigen Thrash-Riffs, die wie die ebenso reichlich vorhandenen straight-simplen Old School Death Metal-Rhythmen tief in euch ansetzen, auf dass ihr elektrisiert abgehen werdet. Dazu gibt es immer wieder coole und schön groovige Momente, die sofort ins Gebein gehen. Ich denke mal, dass ich mit der Nennung von Namen wie Sinister, Deicide, Death, Malevolent Creation, Monstrosity, Vader, Luciferion, Immolation, Morbid Angel, Obituary und Asphyx nicht so sehr daneben liege, um euch eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, was euch erwartet. Richtig klasse sind auch die an Bolt Thrower erinnernden epischen Riffwalzen, bei denen euch der Sabber massiv aus dem Munde laufen wird. Knaller! Was ich dann aber auch noch so richtig geil finde, sind diese teils melancholischen, sehr schwedischen Melodien, die ein herrliches Feuerwerk in meinem Herzen entzünden und das eh schon breite Grinsen in meinem Gesicht noch breiter werden lassen. Einfach nur genial und gerechnet habe ich auch nicht damit, dass während dieser Vollattacke solche Momente auftauchen. Davon bitte beim nächsten Mal noch mehr, denn Terminal Carnage haben da echt den Dreh raus. Es lässt ihre eh schon geile und intensive Musik noch mehr glühen als so schon :). Ihr merkt schon, dass Terminal Carnage die Abwechslung in ihren Songs mögen und diese setzen sie auch sehr gekonnt ein, auf dass die Spannung und die Energie ihrer Songs auch so richtig schön permanent hoch bleiben :). Dass das Ganze dabei auch immer brutal und heavy ist, könnt ihr euch ja sicherlich schon denken. Auf den Punkt gebrachtes, präzises, feuriges und mitreißendes Songwriting, welches von Stefan Walter und Markus Zillig mit genauso viel Passion für Death Metal komponiert wie es auch eingespielt wurde. Geile Sache :). Und ich gehe mal stark davon aus, dass Markus Wingert und Michael Hauber live nicht minder motiviert bei Sache sind.

Motiviert ist Stefan auch beim Gesang, denn er serviert uns so richtig schön old schooliges Gegrunze und Gebelle, ohne dabei aber zu derbe und breiig zu sein. Das Ganze klingt schön roh, knurrig, düster und vor allem brutal. Also genau das, was die Instrumente an Unterstützung gebrauchen können :). Seine Stimme ist zusätzlich noch geil kratzig-kehlig und hat dadurch auch einen gewissen derben Thrash-Touch, was nicht nur noch mehr Varianz in seinen eh schon abwechslungsreichen Gesang bringt, sondern auch echt gut zur muSICK passt. Als grobe Orientierung möchte ich hier jetzt mal eine Mischung aus David Vincent, Vader-Piotr, Martin Schirenc, Chris Reifert, Mike Browning, Vincent Crowley und Hendrik Vanegrow (Lemming Project) nennen, damit ihr wisst was für Stimmenbänderbrand euch so entgegenröhrt. Da steckt wirklich eine Menge Power, Feuer und Intensität in seinem Gesang, welchen er voller Inbrunst, im Einklang mit den Songs, zelebriert. Zusätzlich singt er auch sehr akzentuiert, so dass er trotz aller Heftigkeit doch recht gut zu verstehen ist. Wäre sonst auch schade, denn seine Texte sind echt gelungen und durchforsten gerne die Abgründe der menschlichen Psyche, ohne dabei zu sehr ins Death Metal-Klischee zu rutschen :).

So ein todesbleiernes Feuer, das aus all diesen feinen Zutaten entsteht, kann natürlich schnell zu einem kleinen Flämmchen verkommen, wenn der Sound nicht stimmt, aber die Produktion von "Feast Upon The River Styx" ist zum Glück ein Brett und so wird aus dem Feuer ein herrliches Hölleninferno :). Dafür braucht es auch nicht unbedingt große Namen, denn die Drums hat Markus selber aufgenommen und Stefan kümmerte sich im Warhead Production Studio um die Saiteninstrumente und seinen Gesang ebenfalls selber. Mix und Mastering fanden dann im Rebound Studio durch Simon Hammer statt und sein Familienname ist wahrlich Programm für die sehr gelungene Produktion der Scheibe :). Kratzig, erdig, knochentrocken, wuchtig, natürlich und voller Kraft und Energie wird euch euch ein zeitgemäßer Old School-Sound um eure Ohren geballert, der sich wirklich nicht zu verstecken braucht. Das Ganze zimmert echt knackig, düster, heavy und voluminös aus den Boxen, alle Instrumente und der Gesang sind gut und gleichwertig zu vernehmen und verschmelzen zu einem mitreißenden und intensiven Sound, der es echt in sich hat.

Optisch kann "Feast Upon The River Styx" auch sehr überzeugen, denn das Artwork von Jens Reinhold (Zenz-Art), basierend auf Stefans Konzept, ist echt ein herrlich düsterer und stimmungsvoller Hingucker. Zu sehen ist eine sich auftürmende Metropole (oder ist es eine Nekropole?) hoch über dem Fluss Styx. Diese Stadt wirkt sehr lebensfeindlich und erdrückend. Lediglich ein paar rote, orange und gelbe Lichtflecken sind auszumachen, die aber nicht wirklich einladend wirken. Über den Styx spannen sich zwei Brücken, auf denen mit Fackeln bestückte Gestalten den Fluss zu einem turmartigen Berg überqueren. Wollen sie eventuell ein Ritual abhalten? Auf den ersten Blick erscheint der Fluss harmlos, aber die Brandung am Fels ist schon heftiger und das nicht mehr ganz so rüstige Segelschiff scheint das gleiche Schicksal wie den Booten zuvor zu ereilen. Die schroffe Landschaft, das trübe Wetter und vor allem die dunkle Farbgestaltung lassen erahnen, dass das hier kein guter Ort ist. Klappt ihr das Booklet auf, eröffnet sich euch auf der Rückseite die Fortsetzung des Covers, welche sich schon am linken Rand durch Schädel anbahnte. Hier regiert definitiv der Schnitter und die Stimmung ist wirklich keinen Deut zuversichtlicher als auf der Frontseite. Schädel und Wirbelsäulen, aus denen Wasserfälle quellen, tun davon Kund. Mir gefällt das Ganze echt gut, da es gekonnt und ohne zu sehr auf große Death Metal-Klischees zu setzen, eine erschlagende und unheilvolle Stimmung erzeugt :). Öffnet ihr die Hülle, erblickt ihr nochmal die Bookletrückseite auf der CD direkt. Darunter gibt es eine Variation dessen, denn Stefan und Markus gucken uns auf zwei Photos grimmig entgegen. Die Szenerie des Artworks wird übrigens auf der Hüllenrückseite fortgesetzt. Dort blickt ihr, anscheinend vom beschriebenen Schiff aus blickend, weiter das schroffe Tal den Fluss hinab und neben aus der Gischt entstehenden, fast schon lebendig wirkenden Schädeln, welche Schiffe in die Ewigkeit hinabreißen, könnt ihr weitere Wracks und ein mächtiges, feuriges Portal, umrahmt von zwei steinernen Kuttenträgern, erblicken. Die Hölle! Und während ihr auf dem Fluss eurem Schicksal nicht mehr entkommen könnt, werde ich von kaum zuerkennenden Fackelträgern dabei beobachtet. Total Klasse :). Im Booklet gibt es die Szenen der beiden Rückseiten auch nochmal zu bestaunen, während ihr die Texte lest und euch Stefan und Markus, dieses mal mit Fackeln in der Hand, abermals grimmig beobachten :). Da das Design und das Layout, beides von Stefan, sehr gelungen sind, macht das Anschauen auch wirklich Spaß.
Dazu gibt es dann noch einen Sticker und eine Infokarte mit der Bandgeschichte und dem kompletten aktuellen Line Up. Letzteres finde ich echt eine tolle Idee, da hier die später hinzugestoßenen und an der Aufnahme nicht beteiligten Mitglieder auch zur Geltung und Erwähnung kommen :). Textiltechnisch wird euch Martin Quast natürlich auch wieder bestens versorgen, aber das sollte niemanden überraschen :).


Mit Terminal Carnage hat sich Neckbreaker Records eine weitere erstklassige Todesblei-Band ins Haus geholt, denn ihr zweiter Longplayer "Feast Upon The River Styx" ist wirklich ein Knaller geworden, der euch Old School-Lunatics sehr ansprechen wird. Wer auf technisch angehauchten, intensiven, brutalen, packenden, düsteren und abwechslungsreichen Death Metal voller Herzblut und Spielfreude steht, ist her genau an der richtigen Adresse!


9 Punkte!





Spielzeit: 46:08
Hier noch ein Nachzügler aus dem Jahr 2023, der es absolut in sich hat und den ich euch nicht vorenthalten möchte :). Terminal Carnage heißt die aus Bayern stammende und seit 2019 existierende Band, welche Ende des Jahres nach dem Debüt und einer EP (beides 2021) ihren zweiten Longplayer namens "Feast Upon The River Styx" veröffentlicht hat, um den es in diesem Review dann auch geht. Band- und Albumname sind ja schon mal vielversprechend und dann ist die Scheibe auch noch über das vom Maniac Martin Quast geführte Herzblut-Label Neckbreaker Records herausgekommen... ihr wisst ja sicherlich, was das bedeutet :). Genau, qualitativ hochwertiger Death Metal, denn eher friert die Hölle zu, als dass der Dachdecker des Todes eine schlechte Scheibe rausbringt :). Bevor es ans Eingemachte geht, noch ein paar Infos zur Band. Ursprünglich von Stefan Walter (Gesang/Gitarre/Bass) und Markus Zillig (Drums) als Duo gestartet, hat sich die Band, nachdem "Feast Upon The River Styx" fast schon komplett aufgenommen war, zum Quartett erweitert. Vom Zuwachs ist noch Markus Wingert (Gitarre) mit an Bord und seit 2023 zupft Michael Hauber die Basssaiten.

Dann kommen wir mal fix zur muSICK, denn diese dürfte euch nimmersatte Death Metal-Freaks sehr entzücken :). Nach einem kurzen Sprachsample geht es auch schon schön heftig los und die Riffs und die Drums ballern mir nur so um die Ohren :). Die Jungs scheinen anscheinend nicht lange zu fackeln, sondern setzen über das ganze Album hinweg auf Frontalangriff, welcher sehr schnell und vor allem derbe in euren Hirnen zünden dürfte. Das ist wirklich geiles Geschredder, welches Terminal Carnage uns hier servieren. Martin hat mal wieder den richtigen Riecher gehabt und sich geilen und feurigen Death Metal ins Haus geholt :). Der Mann ist halt ein Todesblei-Maniac und die Jungs von Terminal Carnage stehen ihm diesbezüglich in nichts nach. Unser Glück, denn so kann unsere Gier nach fetter und qualitativ hochwertiger muSICK mal wieder gestillt werden. Die Band geht sehr gerne und gnadenlos straight forward los, ist dabei so richtig schön heavy, angepisst und brutal, gleitet dabei aber nie ins Stumpfe ab, sondern hackt sich doch sehr abwechslungsreich durch die Friedhofserde. Dieses geile, leicht abgehackte, technische Geballerriffing hat es aber auch echt in sich und wirkt wie ein akkurater Tritt in den Bauch. Genauso wie diese immer wieder auftauchenden knackigen Thrash-Riffs, die wie die ebenso reichlich vorhandenen straight-simplen Old School Death Metal-Rhythmen tief in euch ansetzen, auf dass ihr elektrisiert abgehen werdet. Dazu gibt es immer wieder coole und schön groovige Momente, die sofort ins Gebein gehen. Ich denke mal, dass ich mit der Nennung von Namen wie Sinister, Deicide, Death, Malevolent Creation, Monstrosity, Vader, Luciferion, Immolation, Morbid Angel, Obituary und Asphyx nicht so sehr daneben liege, um euch eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, was euch erwartet. Richtig klasse sind auch die an Bolt Thrower erinnernden epischen Riffwalzen, bei denen euch der Sabber massiv aus dem Munde laufen wird. Knaller! Was ich dann aber auch noch so richtig geil finde, sind diese teils melancholischen, sehr schwedischen Melodien, die ein herrliches Feuerwerk in meinem Herzen entzünden und das eh schon breite Grinsen in meinem Gesicht noch breiter werden lassen. Einfach nur genial und gerechnet habe ich auch nicht damit, dass während dieser Vollattacke solche Momente auftauchen. Davon bitte beim nächsten Mal noch mehr, denn Terminal Carnage haben da echt den Dreh raus. Es lässt ihre eh schon geile und intensive Musik noch mehr glühen als so schon :). Ihr merkt schon, dass Terminal Carnage die Abwechslung in ihren Songs mögen und diese setzen sie auch sehr gekonnt ein, auf dass die Spannung und die Energie ihrer Songs auch so richtig schön permanent hoch bleiben :). Dass das Ganze dabei auch immer brutal und heavy ist, könnt ihr euch ja sicherlich schon denken. Auf den Punkt gebrachtes, präzises, feuriges und mitreißendes Songwriting, welches von Stefan Walter und Markus Zillig mit genauso viel Passion für Death Metal komponiert wie es auch eingespielt wurde. Geile Sache :). Und ich gehe mal stark davon aus, dass Markus Wingert und Michael Hauber live nicht minder motiviert bei Sache sind.

Motiviert ist Stefan auch beim Gesang, denn er serviert uns so richtig schön old schooliges Gegrunze und Gebelle, ohne dabei aber zu derbe und breiig zu sein. Das Ganze klingt schön roh, knurrig, düster und vor allem brutal. Also genau das, was die Instrumente an Unterstützung gebrauchen können :). Seine Stimme ist zusätzlich noch geil kratzig-kehlig und hat dadurch auch einen gewissen derben Thrash-Touch, was nicht nur noch mehr Varianz in seinen eh schon abwechslungsreichen Gesang bringt, sondern auch echt gut zur muSICK passt. Als grobe Orientierung möchte ich hier jetzt mal eine Mischung aus David Vincent, Vader-Piotr, Martin Schirenc, Chris Reifert, Mike Browning, Vincent Crowley und Hendrik Vanegrow (Lemming Project) nennen, damit ihr wisst was für Stimmenbänderbrand euch so entgegenröhrt. Da steckt wirklich eine Menge Power, Feuer und Intensität in seinem Gesang, welchen er voller Inbrunst, im Einklang mit den Songs, zelebriert. Zusätzlich singt er auch sehr akzentuiert, so dass er trotz aller Heftigkeit doch recht gut zu verstehen ist. Wäre sonst auch schade, denn seine Texte sind echt gelungen und durchforsten gerne die Abgründe der menschlichen Psyche, ohne dabei zu sehr ins Death Metal-Klischee zu rutschen :).

So ein todesbleiernes Feuer, das aus all diesen feinen Zutaten entsteht, kann natürlich schnell zu einem kleinen Flämmchen verkommen, wenn der Sound nicht stimmt, aber die Produktion von "Feast Upon The River Styx" ist zum Glück ein Brett und so wird aus dem Feuer ein herrliches Hölleninferno :). Dafür braucht es auch nicht unbedingt große Namen, denn die Drums hat Markus selber aufgenommen und Stefan kümmerte sich im Warhead Production Studio um die Saiteninstrumente und seinen Gesang ebenfalls selber. Mix und Mastering fanden dann im Rebound Studio durch Simon Hammer statt und sein Familienname ist wahrlich Programm für die sehr gelungene Produktion der Scheibe :). Kratzig, erdig, knochentrocken, wuchtig, natürlich und voller Kraft und Energie wird euch euch ein zeitgemäßer Old School-Sound um eure Ohren geballert, der sich wirklich nicht zu verstecken braucht. Das Ganze zimmert echt knackig, düster, heavy und voluminös aus den Boxen, alle Instrumente und der Gesang sind gut und gleichwertig zu vernehmen und verschmelzen zu einem mitreißenden und intensiven Sound, der es echt in sich hat.

Optisch kann "Feast Upon The River Styx" auch sehr überzeugen, denn das Artwork von Jens Reinhold (Zenz-Art), basierend auf Stefans Konzept, ist echt ein herrlich düsterer und stimmungsvoller Hingucker. Zu sehen ist eine sich auftürmende Metropole (oder ist es eine Nekropole?) hoch über dem Fluss Styx. Diese Stadt wirkt sehr lebensfeindlich und erdrückend. Lediglich ein paar rote, orange und gelbe Lichtflecken sind auszumachen, die aber nicht wirklich einladend wirken. Über den Styx spannen sich zwei Brücken, auf denen mit Fackeln bestückte Gestalten den Fluss zu einem turmartigen Berg überqueren. Wollen sie eventuell ein Ritual abhalten? Auf den ersten Blick erscheint der Fluss harmlos, aber die Brandung am Fels ist schon heftiger und das nicht mehr ganz so rüstige Segelschiff scheint das gleiche Schicksal wie den Booten zuvor zu ereilen. Die schroffe Landschaft, das trübe Wetter und vor allem die dunkle Farbgestaltung lassen erahnen, dass das hier kein guter Ort ist. Klappt ihr das Booklet auf, eröffnet sich euch auf der Rückseite die Fortsetzung des Covers, welche sich schon am linken Rand durch Schädel anbahnte. Hier regiert definitiv der Schnitter und die Stimmung ist wirklich keinen Deut zuversichtlicher als auf der Frontseite. Schädel und Wirbelsäulen, aus denen Wasserfälle quellen, tun davon Kund. Mir gefällt das Ganze echt gut, da es gekonnt und ohne zu sehr auf große Death Metal-Klischees zu setzen, eine erschlagende und unheilvolle Stimmung erzeugt :). Öffnet ihr die Hülle, erblickt ihr nochmal die Bookletrückseite auf der CD direkt. Darunter gibt es eine Variation dessen, denn Stefan und Markus gucken uns auf zwei Photos grimmig entgegen. Die Szenerie des Artworks wird übrigens auf der Hüllenrückseite fortgesetzt. Dort blickt ihr, anscheinend vom beschriebenen Schiff aus blickend, weiter das schroffe Tal den Fluss hinab und neben aus der Gischt entstehenden, fast schon lebendig wirkenden Schädeln, welche Schiffe in die Ewigkeit hinabreißen, könnt ihr weitere Wracks und ein mächtiges, feuriges Portal, umrahmt von zwei steinernen Kuttenträgern, erblicken. Die Hölle! Und während ihr auf dem Fluss eurem Schicksal nicht mehr entkommen könnt, werde ich von kaum zuerkennenden Fackelträgern dabei beobachtet. Total Klasse :). Im Booklet gibt es die Szenen der beiden Rückseiten auch nochmal zu bestaunen, während ihr die Texte lest und euch Stefan und Markus, dieses mal mit Fackeln in der Hand, abermals grimmig beobachten :). Da das Design und das Layout, beides von Stefan, sehr gelungen sind, macht das Anschauen auch wirklich Spaß.
Dazu gibt es dann noch einen Sticker und eine Infokarte mit der Bandgeschichte und dem kompletten aktuellen Line Up. Letzteres finde ich echt eine tolle Idee, da hier die später hinzugestoßenen und an der Aufnahme nicht beteiligten Mitglieder auch zur Geltung und Erwähnung kommen :). Textiltechnisch wird euch Martin Quast natürlich auch wieder bestens versorgen, aber das sollte niemanden überraschen :).


Mit Terminal Carnage hat sich Neckbreaker Records eine weitere erstklassige Todesblei-Band ins Haus geholt, denn ihr zweiter Longplayer "Feast Upon The River Styx" ist wirklich ein Knaller geworden, der euch Old School-Lunatics sehr ansprechen wird. Wer auf technisch angehauchten, intensiven, brutalen, packenden, düsteren und abwechslungsreichen Death Metal voller Herzblut und Spielfreude steht, ist her genau an der richtigen Adresse!


9 Punkte!





Spielzeit: 46:08

V.Ö.
24. Dezember 2023
Laufzeit
46:08
Tracklist
1. Embodiment Of Fall 03:38
2. Feast Upon The River Styx 03:55
3. Raids In Insanity 04:37
4. Burning Dreamscape 04:02
5. Throned Like Gods 04:36
6. Into Nothingness 04:10
7. Hunter Or Prey 03:23
8. Land Of The Iron Breed 04:53
9. Fatal Icon 03:18
10. Last One To Leave 04:38
11.The Fear Within (Bonus Track) 04:58

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10

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