Svntarer - Exitus Triumphalis
Heute verschlägt es mich dank F.D.A. Records mal nach Salzburg, wo die mir bisher unbekannte und 2020 gegründete Band namens Svntarer ihre Heimat hat. Inhalt dieses Reviews ist ihr zweites im Dezember 2025 erschienenes Album namens „Exitus Triumphalis“ und ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet, denn das Label hat mich bisher noch nie enttäuscht, auch wenn ich die Band vorher noch nicht kannte oder musikalisch auch mal über den Tellerrand geschaut wurde. Laut dem Infosheet haben Marco Kolac (Gesang/Gitarre) und der Drummer Sebastian Hübner ihr Zuhause in einer Mischung aus Post Black Metal, Slugde und Death Metal gefunden, was für mich auf alle Fälle schon mal sehr einladend klingt, weshalb auch fix die CD im Player landete, um herauszufinden, ob die beiden Herren zusammen mit ihrem Session-Bassisten Jakob Klingsbigl mein musikalisches Herz erwärmen können. Sieben Songs in knapp 42 Minuten, von dem nur einer kürzer ist, deuten ja schon mal auf atmosphärische Musik hin...
… und das wird mir auch schon in den ersten Momenten von „Exitus Triumphalis“bestätigt, genauso wie die Erkenntnis, dass ich meine Freude am diesem Longplayer haben werde. Die im Infosheet genannte musikalische Marschroute kann ich auch total unterschreiben und füge noch Hardcore hinzu, der sich auch mal seinen Weg durch diese monolithische Finsternis bahnt, welche sich auf diesem Album beeindruckend manifestiert. Wie in einem Rausch spielt sich die Band durch schwärzliche Raserei, uns in den Abgrund reißende langsame Schwere, kraftvolle Riffgebirge und eine schon spürbare Zerbrechlichkeit und Schwermut, die sich zusammen mit der erschlagenden emotionalen Schwere und der Energie spendenden Wut, welche aus Fassungslosigkeit gespeist wird, zu einem mitreißenden, und intensiven Gefühlscocktail vereint, der sofort seine Wirkung in euch entfachen und euch packen wird. Was mir wirklich an der hier zu hörenden Musik gefällt, sind diese gefühlsintensiven Melodien, die eine Stimmung verbreiten, als würdest du leer und innerlich schwer in eine sich in die Weite öffnende Ferne schauen, während der Sturm dir den Regen ins Gesicht peitscht. Das hat schon was und ist für mich auf „Exitus Triumphalis“ eindeutig das Highlight. Bei dieser Art von Musik fällt mir ja häufiger auf, dass sie so klingt, als hätten sich jetzt zum Beispiel keine im ursprünglichen Sinne definierten Die Hard-Metaller, aufgemacht, diesen Sound zu kreieren, dafür strahlen Svntarer, auch wenn wir es hier mit Musik aus dem Metal-Universum zu tun haben, doch eher etwas Düster-Hardcoriges aus - es wird ja in der Info nicht umsonst Sludge erwähnt. Dann haben wir es schon eher mit einem Sprössling aus dem Neurosis-Kosmos, auch wenn die Band nicht danach klingt, zu tun. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und es ist auch absolut nicht negativ gemeint, denn Svntarer erschaffen ja, wie schon bereits erwähnt, wirklich coole und packende Musik.
Dann kommen wir mal zum Gesang, der mich, als ich ihn das erste Mal hörte, doch sehr irritiert hat, denn ich habe was völlig anderes erwartet, nämlich eher was Schwarzmetallisches. Aber stattdessen kracht mir ein doch eher hardcoriger Gesang entgegen, der mich erst stutzen ließ, was aber doch sehr schnell nachließ, denn schon nach wenigen Minuten merkte ich immer mehr, wie gut er doch zur Musik passt und nach mehrmaligem Hören der Scheibe kann ich mir diese auch wirklich nicht mit einer anderen Stimme vorstellen. Das Ganze geht ja dann auch gut mit meiner Überlegung bezüglich der bereits beschriebenen HC-Verwurzelung konform. Und so röhrt und schreit Marco mit einer erdig-dreckigen, wuchtigen und kratzigen Stimme die sehr eindringlichen, emotionalen und intensiven Texte, nicht nur in Englisch, sondern auch in Deutsch und in Mundart, so aus sich heraus, als würde er dich packen und voller Wut, Frust und Verzweiflung durchschütteln wollen, während er dich anschreit, damit du endlich aufwachst aus deinen dämmerigen und betäubenden Träumen, die dich vom Leben fernhalten. Ein Effekt, den auch die Musik inne hat, mit dem Ergebnis, dass sich beide gegenseitig intensivieren. Sehr geil. Es gibt übrigens auch zwei Gastsänger auf diesem Album, nämlich P.G. von Groza (3.Song) und J.J. von Karg/Harakiri For The Sky (5.Song).
Dieser Cocktail, Aufnahme und Mix von Jakob Klingsbigl und Mastering von Christian Höll, erklingt, auch wenn die Gitarren ein gewisses eisiges Kratzen aufweisen, schwer und erdig-dreckig und bringt für mich die Wucht und die emotionale Bandbreite der Songs dadurch auch eindeutig besser rüber als es ein typsicher schreddernder und säuseliger Black Metal-Sound vielleicht schaffen mag. Dadurch dass hier wirklich jedes Instrument und der Gesang schon ausgewogen und gut vernehmbar abgemischt wurden, gehen auch keine Feinheiten, wie z.B. die mitreißenden Melodieführungen der Gitarre, verloren. Durch die voluminöse Produktion erklingen auch der Bass und die Drums schön lebendig und so formt sich aus diesen Aspekten ein sehr dichter Sound, der euch gekonnt erfassen wird.
Das Artwork von Duhan Tarhan fängt die beschriebene düstere, erschlagende, dramatische und auch zerbrechliche Atmosphäre des Albums übrigens gut ein, ohne dass es dafür einen großen Aufwand bedarf. Aus einer schwärzlich-roten Umgebung heraus formt sich eine menschliche Gestalt, die nur mit einem roten Beinkleid ausgestattet ein Streichinstrument spielt. Das würde die zu hörende Musik optisch natürlich nicht einfangen, und so spielt dieser Mensch ein Instrument, welches sich einmal komplett durch die Herzregion der Person bohrt und die beim Musizieren verursachte schmerzverzerrte Ekstase ist förmlich zu sehen. Einerseits die total Hingabe zum Instrument und zur Musik und andererseits die aus dem Gefühl resultierende Qual, hier symbolisiert durch das verletzte Herz. Quasi Herzschmerz-Musik, nur mit dem gravierenden Unterschied, dass hier keine kitschigen Zwischenmenschlichkeiten besungen werden, sondern eine geschundene Seele der Quell der Kreativität ist. Das Artwork ziert auch die CD in einer S/W-Version, die auch zu überzeugen weiß. Im Booklet findet ihr neben den Credits und einem coolen S/W-Photo der beiden Musiker natürlich auch alle Texte gedruckt auf einem schwarz-grauem Flammenmeer.
Svntarer erschaffen auf ihrem zweiten Longplayer „Exitus Triumphalis“ einen mitreißenden Kosmos aus intensiver Leidenschaft, Qual, Düsternis, Tristesse und Wut, umgesetzt durch eine tolle Melange aus Post Black Metal, Slugde, Death Metal und Hardcore, die eindeutig zu überzeugen weiß und euch auch nicht so schnell loslassen wird.
… und das wird mir auch schon in den ersten Momenten von „Exitus Triumphalis“bestätigt, genauso wie die Erkenntnis, dass ich meine Freude am diesem Longplayer haben werde. Die im Infosheet genannte musikalische Marschroute kann ich auch total unterschreiben und füge noch Hardcore hinzu, der sich auch mal seinen Weg durch diese monolithische Finsternis bahnt, welche sich auf diesem Album beeindruckend manifestiert. Wie in einem Rausch spielt sich die Band durch schwärzliche Raserei, uns in den Abgrund reißende langsame Schwere, kraftvolle Riffgebirge und eine schon spürbare Zerbrechlichkeit und Schwermut, die sich zusammen mit der erschlagenden emotionalen Schwere und der Energie spendenden Wut, welche aus Fassungslosigkeit gespeist wird, zu einem mitreißenden, und intensiven Gefühlscocktail vereint, der sofort seine Wirkung in euch entfachen und euch packen wird. Was mir wirklich an der hier zu hörenden Musik gefällt, sind diese gefühlsintensiven Melodien, die eine Stimmung verbreiten, als würdest du leer und innerlich schwer in eine sich in die Weite öffnende Ferne schauen, während der Sturm dir den Regen ins Gesicht peitscht. Das hat schon was und ist für mich auf „Exitus Triumphalis“ eindeutig das Highlight. Bei dieser Art von Musik fällt mir ja häufiger auf, dass sie so klingt, als hätten sich jetzt zum Beispiel keine im ursprünglichen Sinne definierten Die Hard-Metaller, aufgemacht, diesen Sound zu kreieren, dafür strahlen Svntarer, auch wenn wir es hier mit Musik aus dem Metal-Universum zu tun haben, doch eher etwas Düster-Hardcoriges aus - es wird ja in der Info nicht umsonst Sludge erwähnt. Dann haben wir es schon eher mit einem Sprössling aus dem Neurosis-Kosmos, auch wenn die Band nicht danach klingt, zu tun. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und es ist auch absolut nicht negativ gemeint, denn Svntarer erschaffen ja, wie schon bereits erwähnt, wirklich coole und packende Musik.
Dann kommen wir mal zum Gesang, der mich, als ich ihn das erste Mal hörte, doch sehr irritiert hat, denn ich habe was völlig anderes erwartet, nämlich eher was Schwarzmetallisches. Aber stattdessen kracht mir ein doch eher hardcoriger Gesang entgegen, der mich erst stutzen ließ, was aber doch sehr schnell nachließ, denn schon nach wenigen Minuten merkte ich immer mehr, wie gut er doch zur Musik passt und nach mehrmaligem Hören der Scheibe kann ich mir diese auch wirklich nicht mit einer anderen Stimme vorstellen. Das Ganze geht ja dann auch gut mit meiner Überlegung bezüglich der bereits beschriebenen HC-Verwurzelung konform. Und so röhrt und schreit Marco mit einer erdig-dreckigen, wuchtigen und kratzigen Stimme die sehr eindringlichen, emotionalen und intensiven Texte, nicht nur in Englisch, sondern auch in Deutsch und in Mundart, so aus sich heraus, als würde er dich packen und voller Wut, Frust und Verzweiflung durchschütteln wollen, während er dich anschreit, damit du endlich aufwachst aus deinen dämmerigen und betäubenden Träumen, die dich vom Leben fernhalten. Ein Effekt, den auch die Musik inne hat, mit dem Ergebnis, dass sich beide gegenseitig intensivieren. Sehr geil. Es gibt übrigens auch zwei Gastsänger auf diesem Album, nämlich P.G. von Groza (3.Song) und J.J. von Karg/Harakiri For The Sky (5.Song).
Dieser Cocktail, Aufnahme und Mix von Jakob Klingsbigl und Mastering von Christian Höll, erklingt, auch wenn die Gitarren ein gewisses eisiges Kratzen aufweisen, schwer und erdig-dreckig und bringt für mich die Wucht und die emotionale Bandbreite der Songs dadurch auch eindeutig besser rüber als es ein typsicher schreddernder und säuseliger Black Metal-Sound vielleicht schaffen mag. Dadurch dass hier wirklich jedes Instrument und der Gesang schon ausgewogen und gut vernehmbar abgemischt wurden, gehen auch keine Feinheiten, wie z.B. die mitreißenden Melodieführungen der Gitarre, verloren. Durch die voluminöse Produktion erklingen auch der Bass und die Drums schön lebendig und so formt sich aus diesen Aspekten ein sehr dichter Sound, der euch gekonnt erfassen wird.
Das Artwork von Duhan Tarhan fängt die beschriebene düstere, erschlagende, dramatische und auch zerbrechliche Atmosphäre des Albums übrigens gut ein, ohne dass es dafür einen großen Aufwand bedarf. Aus einer schwärzlich-roten Umgebung heraus formt sich eine menschliche Gestalt, die nur mit einem roten Beinkleid ausgestattet ein Streichinstrument spielt. Das würde die zu hörende Musik optisch natürlich nicht einfangen, und so spielt dieser Mensch ein Instrument, welches sich einmal komplett durch die Herzregion der Person bohrt und die beim Musizieren verursachte schmerzverzerrte Ekstase ist förmlich zu sehen. Einerseits die total Hingabe zum Instrument und zur Musik und andererseits die aus dem Gefühl resultierende Qual, hier symbolisiert durch das verletzte Herz. Quasi Herzschmerz-Musik, nur mit dem gravierenden Unterschied, dass hier keine kitschigen Zwischenmenschlichkeiten besungen werden, sondern eine geschundene Seele der Quell der Kreativität ist. Das Artwork ziert auch die CD in einer S/W-Version, die auch zu überzeugen weiß. Im Booklet findet ihr neben den Credits und einem coolen S/W-Photo der beiden Musiker natürlich auch alle Texte gedruckt auf einem schwarz-grauem Flammenmeer.
Svntarer erschaffen auf ihrem zweiten Longplayer „Exitus Triumphalis“ einen mitreißenden Kosmos aus intensiver Leidenschaft, Qual, Düsternis, Tristesse und Wut, umgesetzt durch eine tolle Melange aus Post Black Metal, Slugde, Death Metal und Hardcore, die eindeutig zu überzeugen weiß und euch auch nicht so schnell loslassen wird.
Heute verschlägt es mich dank F.D.A. Records mal nach Salzburg, wo die mir bisher unbekannte und 2020 gegründete Band namens Svntarer ihre Heimat hat. Inhalt dieses Reviews ist ihr zweites im Dezember 2025 erschienenes Album namens „Exitus Triumphalis“ und ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet, denn das Label hat mich bisher noch nie enttäuscht, auch wenn ich die Band vorher noch nicht kannte oder musikalisch auch mal über den Tellerrand geschaut wurde. Laut dem Infosheet haben Marco Kolac (Gesang/Gitarre) und der Drummer Sebastian Hübner ihr Zuhause in einer Mischung aus Post Black Metal, Slugde und Death Metal gefunden, was für mich auf alle Fälle schon mal sehr einladend klingt, weshalb auch fix die CD im Player landete, um herauszufinden, ob die beiden Herren zusammen mit ihrem Session-Bassisten Jakob Klingsbigl mein musikalisches Herz erwärmen können. Sieben Songs in knapp 42 Minuten, von dem nur einer kürzer ist, deuten ja schon mal auf atmosphärische Musik hin...
… und das wird mir auch schon in den ersten Momenten von „Exitus Triumphalis“bestätigt, genauso wie die Erkenntnis, dass ich meine Freude am diesem Longplayer haben werde. Die im Infosheet genannte musikalische Marschroute kann ich auch total unterschreiben und füge noch Hardcore hinzu, der sich auch mal seinen Weg durch diese monolithische Finsternis bahnt, welche sich auf diesem Album beeindruckend manifestiert. Wie in einem Rausch spielt sich die Band durch schwärzliche Raserei, uns in den Abgrund reißende langsame Schwere, kraftvolle Riffgebirge und eine schon spürbare Zerbrechlichkeit und Schwermut, die sich zusammen mit der erschlagenden emotionalen Schwere und der Energie spendenden Wut, welche aus Fassungslosigkeit gespeist wird, zu einem mitreißenden, und intensiven Gefühlscocktail vereint, der sofort seine Wirkung in euch entfachen und euch packen wird. Was mir wirklich an der hier zu hörenden Musik gefällt, sind diese gefühlsintensiven Melodien, die eine Stimmung verbreiten, als würdest du leer und innerlich schwer in eine sich in die Weite öffnende Ferne schauen, während der Sturm dir den Regen ins Gesicht peitscht. Das hat schon was und ist für mich auf „Exitus Triumphalis“ eindeutig das Highlight. Bei dieser Art von Musik fällt mir ja häufiger auf, dass sie so klingt, als hätten sich jetzt zum Beispiel keine im ursprünglichen Sinne definierten Die Hard-Metaller, aufgemacht, diesen Sound zu kreieren, dafür strahlen Svntarer, auch wenn wir es hier mit Musik aus dem Metal-Universum zu tun haben, doch eher etwas Düster-Hardcoriges aus - es wird ja in der Info nicht umsonst Sludge erwähnt. Dann haben wir es schon eher mit einem Sprössling aus dem Neurosis-Kosmos, auch wenn die Band nicht danach klingt, zu tun. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und es ist auch absolut nicht negativ gemeint, denn Svntarer erschaffen ja, wie schon bereits erwähnt, wirklich coole und packende Musik.
Dann kommen wir mal zum Gesang, der mich, als ich ihn das erste Mal hörte, doch sehr irritiert hat, denn ich habe was völlig anderes erwartet, nämlich eher was Schwarzmetallisches. Aber stattdessen kracht mir ein doch eher hardcoriger Gesang entgegen, der mich erst stutzen ließ, was aber doch sehr schnell nachließ, denn schon nach wenigen Minuten merkte ich immer mehr, wie gut er doch zur Musik passt und nach mehrmaligem Hören der Scheibe kann ich mir diese auch wirklich nicht mit einer anderen Stimme vorstellen. Das Ganze geht ja dann auch gut mit meiner Überlegung bezüglich der bereits beschriebenen HC-Verwurzelung konform. Und so röhrt und schreit Marco mit einer erdig-dreckigen, wuchtigen und kratzigen Stimme die sehr eindringlichen, emotionalen und intensiven Texte, nicht nur in Englisch, sondern auch in Deutsch und in Mundart, so aus sich heraus, als würde er dich packen und voller Wut, Frust und Verzweiflung durchschütteln wollen, während er dich anschreit, damit du endlich aufwachst aus deinen dämmerigen und betäubenden Träumen, die dich vom Leben fernhalten. Ein Effekt, den auch die Musik inne hat, mit dem Ergebnis, dass sich beide gegenseitig intensivieren. Sehr geil. Es gibt übrigens auch zwei Gastsänger auf diesem Album, nämlich P.G. von Groza (3.Song) und J.J. von Karg/Harakiri For The Sky (5.Song).
Dieser Cocktail, Aufnahme und Mix von Jakob Klingsbigl und Mastering von Christian Höll, erklingt, auch wenn die Gitarren ein gewisses eisiges Kratzen aufweisen, schwer und erdig-dreckig und bringt für mich die Wucht und die emotionale Bandbreite der Songs dadurch auch eindeutig besser rüber als es ein typsicher schreddernder und säuseliger Black Metal-Sound vielleicht schaffen mag. Dadurch dass hier wirklich jedes Instrument und der Gesang schon ausgewogen und gut vernehmbar abgemischt wurden, gehen auch keine Feinheiten, wie z.B. die mitreißenden Melodieführungen der Gitarre, verloren. Durch die voluminöse Produktion erklingen auch der Bass und die Drums schön lebendig und so formt sich aus diesen Aspekten ein sehr dichter Sound, der euch gekonnt erfassen wird.
Das Artwork von Duhan Tarhan fängt die beschriebene düstere, erschlagende, dramatische und auch zerbrechliche Atmosphäre des Albums übrigens gut ein, ohne dass es dafür einen großen Aufwand bedarf. Aus einer schwärzlich-roten Umgebung heraus formt sich eine menschliche Gestalt, die nur mit einem roten Beinkleid ausgestattet ein Streichinstrument spielt. Das würde die zu hörende Musik optisch natürlich nicht einfangen, und so spielt dieser Mensch ein Instrument, welches sich einmal komplett durch die Herzregion der Person bohrt und die beim Musizieren verursachte schmerzverzerrte Ekstase ist förmlich zu sehen. Einerseits die total Hingabe zum Instrument und zur Musik und andererseits die aus dem Gefühl resultierende Qual, hier symbolisiert durch das verletzte Herz. Quasi Herzschmerz-Musik, nur mit dem gravierenden Unterschied, dass hier keine kitschigen Zwischenmenschlichkeiten besungen werden, sondern eine geschundene Seele der Quell der Kreativität ist. Das Artwork ziert auch die CD in einer S/W-Version, die auch zu überzeugen weiß. Im Booklet findet ihr neben den Credits und einem coolen S/W-Photo der beiden Musiker natürlich auch alle Texte gedruckt auf einem schwarz-grauem Flammenmeer.
Svntarer erschaffen auf ihrem zweiten Longplayer „Exitus Triumphalis“ einen mitreißenden Kosmos aus intensiver Leidenschaft, Qual, Düsternis, Tristesse und Wut, umgesetzt durch eine tolle Melange aus Post Black Metal, Slugde, Death Metal und Hardcore, die eindeutig zu überzeugen weiß und euch auch nicht so schnell loslassen wird.
… und das wird mir auch schon in den ersten Momenten von „Exitus Triumphalis“bestätigt, genauso wie die Erkenntnis, dass ich meine Freude am diesem Longplayer haben werde. Die im Infosheet genannte musikalische Marschroute kann ich auch total unterschreiben und füge noch Hardcore hinzu, der sich auch mal seinen Weg durch diese monolithische Finsternis bahnt, welche sich auf diesem Album beeindruckend manifestiert. Wie in einem Rausch spielt sich die Band durch schwärzliche Raserei, uns in den Abgrund reißende langsame Schwere, kraftvolle Riffgebirge und eine schon spürbare Zerbrechlichkeit und Schwermut, die sich zusammen mit der erschlagenden emotionalen Schwere und der Energie spendenden Wut, welche aus Fassungslosigkeit gespeist wird, zu einem mitreißenden, und intensiven Gefühlscocktail vereint, der sofort seine Wirkung in euch entfachen und euch packen wird. Was mir wirklich an der hier zu hörenden Musik gefällt, sind diese gefühlsintensiven Melodien, die eine Stimmung verbreiten, als würdest du leer und innerlich schwer in eine sich in die Weite öffnende Ferne schauen, während der Sturm dir den Regen ins Gesicht peitscht. Das hat schon was und ist für mich auf „Exitus Triumphalis“ eindeutig das Highlight. Bei dieser Art von Musik fällt mir ja häufiger auf, dass sie so klingt, als hätten sich jetzt zum Beispiel keine im ursprünglichen Sinne definierten Die Hard-Metaller, aufgemacht, diesen Sound zu kreieren, dafür strahlen Svntarer, auch wenn wir es hier mit Musik aus dem Metal-Universum zu tun haben, doch eher etwas Düster-Hardcoriges aus - es wird ja in der Info nicht umsonst Sludge erwähnt. Dann haben wir es schon eher mit einem Sprössling aus dem Neurosis-Kosmos, auch wenn die Band nicht danach klingt, zu tun. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und es ist auch absolut nicht negativ gemeint, denn Svntarer erschaffen ja, wie schon bereits erwähnt, wirklich coole und packende Musik.
Dann kommen wir mal zum Gesang, der mich, als ich ihn das erste Mal hörte, doch sehr irritiert hat, denn ich habe was völlig anderes erwartet, nämlich eher was Schwarzmetallisches. Aber stattdessen kracht mir ein doch eher hardcoriger Gesang entgegen, der mich erst stutzen ließ, was aber doch sehr schnell nachließ, denn schon nach wenigen Minuten merkte ich immer mehr, wie gut er doch zur Musik passt und nach mehrmaligem Hören der Scheibe kann ich mir diese auch wirklich nicht mit einer anderen Stimme vorstellen. Das Ganze geht ja dann auch gut mit meiner Überlegung bezüglich der bereits beschriebenen HC-Verwurzelung konform. Und so röhrt und schreit Marco mit einer erdig-dreckigen, wuchtigen und kratzigen Stimme die sehr eindringlichen, emotionalen und intensiven Texte, nicht nur in Englisch, sondern auch in Deutsch und in Mundart, so aus sich heraus, als würde er dich packen und voller Wut, Frust und Verzweiflung durchschütteln wollen, während er dich anschreit, damit du endlich aufwachst aus deinen dämmerigen und betäubenden Träumen, die dich vom Leben fernhalten. Ein Effekt, den auch die Musik inne hat, mit dem Ergebnis, dass sich beide gegenseitig intensivieren. Sehr geil. Es gibt übrigens auch zwei Gastsänger auf diesem Album, nämlich P.G. von Groza (3.Song) und J.J. von Karg/Harakiri For The Sky (5.Song).
Dieser Cocktail, Aufnahme und Mix von Jakob Klingsbigl und Mastering von Christian Höll, erklingt, auch wenn die Gitarren ein gewisses eisiges Kratzen aufweisen, schwer und erdig-dreckig und bringt für mich die Wucht und die emotionale Bandbreite der Songs dadurch auch eindeutig besser rüber als es ein typsicher schreddernder und säuseliger Black Metal-Sound vielleicht schaffen mag. Dadurch dass hier wirklich jedes Instrument und der Gesang schon ausgewogen und gut vernehmbar abgemischt wurden, gehen auch keine Feinheiten, wie z.B. die mitreißenden Melodieführungen der Gitarre, verloren. Durch die voluminöse Produktion erklingen auch der Bass und die Drums schön lebendig und so formt sich aus diesen Aspekten ein sehr dichter Sound, der euch gekonnt erfassen wird.
Das Artwork von Duhan Tarhan fängt die beschriebene düstere, erschlagende, dramatische und auch zerbrechliche Atmosphäre des Albums übrigens gut ein, ohne dass es dafür einen großen Aufwand bedarf. Aus einer schwärzlich-roten Umgebung heraus formt sich eine menschliche Gestalt, die nur mit einem roten Beinkleid ausgestattet ein Streichinstrument spielt. Das würde die zu hörende Musik optisch natürlich nicht einfangen, und so spielt dieser Mensch ein Instrument, welches sich einmal komplett durch die Herzregion der Person bohrt und die beim Musizieren verursachte schmerzverzerrte Ekstase ist förmlich zu sehen. Einerseits die total Hingabe zum Instrument und zur Musik und andererseits die aus dem Gefühl resultierende Qual, hier symbolisiert durch das verletzte Herz. Quasi Herzschmerz-Musik, nur mit dem gravierenden Unterschied, dass hier keine kitschigen Zwischenmenschlichkeiten besungen werden, sondern eine geschundene Seele der Quell der Kreativität ist. Das Artwork ziert auch die CD in einer S/W-Version, die auch zu überzeugen weiß. Im Booklet findet ihr neben den Credits und einem coolen S/W-Photo der beiden Musiker natürlich auch alle Texte gedruckt auf einem schwarz-grauem Flammenmeer.
Svntarer erschaffen auf ihrem zweiten Longplayer „Exitus Triumphalis“ einen mitreißenden Kosmos aus intensiver Leidenschaft, Qual, Düsternis, Tristesse und Wut, umgesetzt durch eine tolle Melange aus Post Black Metal, Slugde, Death Metal und Hardcore, die eindeutig zu überzeugen weiß und euch auch nicht so schnell loslassen wird.
Label
V.Ö.
05. Dezember 2025
Laufzeit
41:27
Tracklist
1. Torch The Saints 05:32
2. Feed The Earth With Bodies 05:08
3. Oh Lord, Come Dance With Me 06:17
4. Flesh Vessels 02:34
5. Dirigent des Niedergangs 07:53
6. In Igne Ardeo 06:42
7. Burnt Out Into Oblivion (CD-Bonustrack) 07:21
2. Feed The Earth With Bodies 05:08
3. Oh Lord, Come Dance With Me 06:17
4. Flesh Vessels 02:34
5. Dirigent des Niedergangs 07:53
6. In Igne Ardeo 06:42
7. Burnt Out Into Oblivion (CD-Bonustrack) 07:21
Line Up
Marco Kolac (Gesang/Gitarre)
Sebastian Hübner (Drums)
Jakob Klingsbigl (Session-Bassist)
Sebastian Hübner (Drums)
Jakob Klingsbigl (Session-Bassist)
8.5
10
10


