Just Before Dawn - A War Too Far
Nachdem ich mit reichlicher Verspätung die EP "Battle-Sight Zeroing" besprach, hänge ich zum Glück dieses Mal zeitlich nicht ganz so hinterher, um euch das neue Meisterwerk der Death Metal-Walze Just Before Dawn schmackhaft zu machen :). Im Sommer entzückte mich bereits die Compilation "..... Of The Battlefields" und Ende September war es dann endlich soweit und der fünfte Longplayer namens "A War Too Far" wurde auf die Menschheit losgelassen :). Ich war aber auch wirklich gespannt, was der in Schweden lebende harte Kern der Band, nämlich Anders Biazzi (Gitarre/Bass) als Songwriter, Jon Rudin (Drums), Gurra Nyrin (Gitarre), und ihr seit der letzten EP feste Sänger und allseits bekannte Holländer Remco Kreft (Graceless/Soulburn) dieses Mal erschaffen haben. Als erstes sei gleich erwähnt, dass Remco nur drei der neun neuen Songs eingesungen hat und es wieder einige Gäste gibt. Diese wären Damien Terry (Envig), Filip Fougstedt (Creeping Flesh), Sebastian Gustavsson (Envig) und Matias Nastolin (Decaying). Dazu aber später mehr. Veröffentlicht wurde diese Scheibe übrigens über zwei Death Metal-Die Hard-Labels, nämlich Raw Skull Recordz (CD) und Into It Records (Tape). Das konnte also nur geil werden...
... und das ist es auch wirklich geworden. Was für eine herrliche Ansammlung an umwerfenden Songs mir hier entgegenschallt, ist einfach nur der absolute Hammer und ich bin abermals hin und weg :). Es ist echt immer wieder sehr beeindruckend, neues Material von ihnen zu hören und dass sie es jedes Mal aufs Neue schaffen, ihr sehr hohes Niveau mindestens halten zu können, wenn nicht sogar zu toppen! Es ist bei Just Before Dawn und ihrer total Hingabe und innigen Liebe zum Death Metal aber letztendlich auch nichts anderes zu erwarten gewesen :). So schleudern sie uns im Sekundentakt Killerriffs und -rythmen um unsere Ohren, auf dass wir aus dem breiten Grinsen gar nicht mehr herauskommen. Mir geht es jedenfalls so, denn "A War Too Far" ist wirklich absolut umwerfend geworden :). Was für ein grandioser Bulldozer-Death Metal! Nach einem kurzen Intro, welches aus Funksprüchen besteht, baut sich immer lauter werdend ein mächtiges Riffgebirge auf, welches uns in ein intensives und einfach nur mitreißendes deathmetallisches Hörvergnügen geleitet, das bis zum letzten Ton einfach nur hammergeil ist :). Die Band führt ihren bisher etablierten Stil weiterhin mit gnadenloser Präzision und feuriger Passion beeindruckend fort und serviert uns allerfeinsten Bolt Thrower-Worship, bei dem sie aber zu absolut keinem Zeitpunkt nach Rip Off und belangloser Abkupferei klingen, sondern immer frisch und herrlich mitreißend, und vermischen dieses mit famosen und straighten Old Skull Svenska Dödsmetall :). Das liest sich nicht nur geil, sondern es klingt auch wieder mal so und übertrifft so manche Band locker! Aber damit nicht genug, die Truppe hat ihre Soundwand um ein Element erweitert. Aber keine Bange, es erwartet euch nichts Neumodisches in diesem mächtigen Sound, sonst hätte ich auch schon gemeckert. Die Neuerung wird euch beim Hören sicherlich gleich beim ersten Song auffallen. Just Before Dawn waren ja seit jeher Melodien nicht abgeneigt, aber dieses Mal haben sie den Anteil derer doch auffällig erhöht und es ist einfach nur grandios. Die Art der Melodien ist auch coolerweise sehr schwedisch gehalten, sie klingen glühend heiß und vermitteln dabei eine tragische Stimmung :)! Ein gewisser Anteil erinnert in den schnelleren Momenten durch die gewisse Epik an ganz, ganz frühe Amon Amarth. Das wundert eigentlich nicht, denn immerhin war Anders bis 1998 Mitglied dieser damals noch geilen Band. Andere Momente erinnern mich wiederum an diese tollen Melodienführungen, die Edge Of Sanity ausgemacht haben. Alles äußerst delikat bisher, aber mein Ohr hört noch was viel Geileres heraus :). Nämlich Einflüsse aus den ganz alten At The Gates-Scheiben, als Alf Svensson dieser Band noch durch seine magischen Hände packende, sehr emotionale und unwahrscheinliche intensive Melodiebögen bescherte. Nicht ganz so komplex komponiert wie bei Alf, aber so einiges auf "A War Too Far" erinnert mich wirklich sehr positiv daran :). Stellt euch "Primal Breath" vor, plus die beiden anderen genannten Bands, ohne den Ansatz von billigem Plagiat im Just Before Dawn-Format, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, was ich meine. Das Ganze lässt den Sound der Band nicht nur abwechslungsreicher und noch dynamischer erklingen, sondern noch epischer, tiefer wirkend und intensiver, als ihre Musik bisher eh schon klang. Ich übertreibe? Dann hört euch bitte diese Scheibe an und ihr werdet aus dem Dauergrinsen durch die pure Freude, die euch beim Anhören ergreift, nicht mehr herauskommen! Was für ergreifender Death Metal, bei dem auch Jons kraftvolles und dynamisches Drumming nicht unerwähnt bleiben soll :). Es gibt übrigens auch prominenten Besuch auf diesem Longplayer. Niemand anderes als die Gitarrenlegende James Murphy hat mit einem Solo seine Duftmarke hinterlassen. Ich werde euch jetzt nicht den Song nennen, denn ihr werdet sofort erkennen, bei welchem Solo er in die Saiten griff :). Zusätzlich gibt es noch Soli von Gurra Nyrin und Daniel Gustavsson (Tormention/Ex-Demonical).
Dann kommen wir mal zu den Sängern auf "A War Too Far", denn diese haben sich nicht lumpen lassen und wirklich alles gegeben, um diesen umwerfenden Kompositionen gerecht zu werden und deren Feuer und Kraft mit ihren Stimmen noch mehr Wucht, Intensität und Tiefe zu geben. Egal ob derbe grunzend, keifend, schreiend oder heftig röhrend, Remco Kreft, Damien Terry, Filip Fougstedt, Sebastian Gustavsson und Matias Nastolin haben ihr ganzes Können und viel Herzblut investiert, um die von Per Albinsson geschriebenen Texte, nur "The Odyssey of Echo Company" ist vom Gastsänger Matias Nastolin, voller Inbrunst zu vertonen. "This Album is Dedicated to the War Veterans of the Vietnam War" ist das Thema von "A War Too Far" und die Texte lesen sich für mich ein bisschen wie ein Tagebuch eines US-Soldaten, der dort im Einsatz war. So etwas mag schnell glorifizierend und pathetisch werden und wirken, aber ich finde, dass die Texte doch recht schonungslos Kriegsrealitäten, die dortige Gräuel, das Zerschmettern von Gefühlen und Hoffnungen vermitteln. Deshalb finde ich es gerade gut, dass es den Sängern trotz aller Heftigkeit ihrer Stimmen auch immer wieder gelingt, ein tragisches und verzweifelndes Element einzubringen, welches auch optimal mit der verstärkten Melodienutzung harmoniert.
So ein kompositorisches Kraftpaket, welches so toll durch die Sänger abgerundet wird, verdient natürlich eine entsprechende Produktion und da können wir uns bei Just Before Dawn sichern sein, dass es auch hier diesbezüglich keine Enttäuschungen gibt. Um das zu gewährleisten, wurde wieder selbst Hand angelegt. Die Saiteninstrumente nahm Anders wieder alle im Riders On The Storm Studio auf und Jon hämmerte seine Drums wieder im Bristol Cave Studio ein. Der Mix und das Mastering, die die im Europe Underground Studios aufgenommenen Gesänge integrieren, wurde dann wieder von den beiden im Riders on the Storm Studio vollzogen und das Ergebnis ist abermals ein absoluter Ohrenschmaus :). Ein herrlich kraftvoller, intensiver und schön natürlicher Sound, der die Dynamiken, die Energie und den so herrlich mitreißenden Schwung der Songs grandios eingefangen und umgesetzt hat :). Die Saiteninstrumente haben selbstverständlich, wie es sich bei der Band gehört, einen herrlichen HM2-Klang, welcher in mir eine große Zufriedenheit hinterlässt. Es geht doch nichts über diese schwedische Königsdisziplin der Verzerrung :). Einfach nur geil! Dadurch wird eine wuchtige und alles zermalmende Soundwand aufgebaut, die durch die hervorragend in Szene gesetzten und akkurat knallenden Drums bestens unterstützt wird :). Die Gesänge sind natürlich auch top abgemischt und so entsteht aus all diesen Komponenten ein famoses akustisches Höllenfeuer.
Optisch werden natürlich auch wieder keine halben Sachen gemacht. Dieses Mal zeigt das Artwork ein Photo aus dem Vietnamkrieg, welches zwei US-Soldaten zeigt. Einer verletzt, innerlich gebrochen und ausgelaugt, wird von seinem Kamerad versorgt und fürsorglich an der Schulter gehalten. Vom versprochenen Ruhm und der Ehre ist hier in der Realität des Krieges nicht viel zu sehen und durch die rot-schwarze Färbung des Bildes wirkt das Ganze auch sehr erdrückend und düster. Dazu der bedrückende Text, welcher die Szenerie noch intensiviert. Was mir persönlich gut gefällt, ist dass die Rückseite des Booklets, eine S/W-Photographie, uns das Thema des Artworks mit zwei Vietcong-Soldaten abermals zeigt und somit die andere Seite der Kriegsfront nicht außen vor gelassen wird und das Ganze nicht nur eindimensional betrachtet wird. Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch weitere durch die Farbgebung sehr düster wirkende Kriegsphotos. Diese Thematik führt sich dann im Inneren des Booklets weiter fort, wo die Bilder als roter Untergrund für die Texte und die Credtis dienen. Eingerahmt werden die Seiten jeweils von den Photos der an dieser Scheibe beteiligten Personen und dem menschlichen "Maskottchen" Edwin Cazemier. Für das Layout war natürlich Rai Wolters persönlich verantwortlich und so entstand eine wirklich sehr gelungene optische Präsentation, die einfach nur überzeugt. Was für die CD gilt, gilt auch für das Tape. Es fehlt zwar leider das Vietcong-Photo, aber ansonsten ist es Rai sehr gut gelungen, das CD-Layout für das Tapebookletformat entsprechend aufzubauen. Das Tape an sich ist übrigens gelb :). Ihr merkt, dass bei beiden Varianten keine Mühe gescheut wurde, euch passend zur Musik ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern.
Just Before Dawn haben mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer "A War Too Far" abermals ein einfach nur geniales, herrlich intensives, packendes Old School Death Metal-Monument erschaffen. Dieses verschmilzt die Tugenden der leider verblichenen Bolt Thrower und des straighten Svenska Dödmetall miteinander zu glühend heißem Stahl, welcher durch die verstärkte Nutzung von Melodien den Schmelzofen zum Überkochen bringt! Begeisterung und Gänsehaut pur!
10 Punkte!
Spielzeit: 46:08
... und das ist es auch wirklich geworden. Was für eine herrliche Ansammlung an umwerfenden Songs mir hier entgegenschallt, ist einfach nur der absolute Hammer und ich bin abermals hin und weg :). Es ist echt immer wieder sehr beeindruckend, neues Material von ihnen zu hören und dass sie es jedes Mal aufs Neue schaffen, ihr sehr hohes Niveau mindestens halten zu können, wenn nicht sogar zu toppen! Es ist bei Just Before Dawn und ihrer total Hingabe und innigen Liebe zum Death Metal aber letztendlich auch nichts anderes zu erwarten gewesen :). So schleudern sie uns im Sekundentakt Killerriffs und -rythmen um unsere Ohren, auf dass wir aus dem breiten Grinsen gar nicht mehr herauskommen. Mir geht es jedenfalls so, denn "A War Too Far" ist wirklich absolut umwerfend geworden :). Was für ein grandioser Bulldozer-Death Metal! Nach einem kurzen Intro, welches aus Funksprüchen besteht, baut sich immer lauter werdend ein mächtiges Riffgebirge auf, welches uns in ein intensives und einfach nur mitreißendes deathmetallisches Hörvergnügen geleitet, das bis zum letzten Ton einfach nur hammergeil ist :). Die Band führt ihren bisher etablierten Stil weiterhin mit gnadenloser Präzision und feuriger Passion beeindruckend fort und serviert uns allerfeinsten Bolt Thrower-Worship, bei dem sie aber zu absolut keinem Zeitpunkt nach Rip Off und belangloser Abkupferei klingen, sondern immer frisch und herrlich mitreißend, und vermischen dieses mit famosen und straighten Old Skull Svenska Dödsmetall :). Das liest sich nicht nur geil, sondern es klingt auch wieder mal so und übertrifft so manche Band locker! Aber damit nicht genug, die Truppe hat ihre Soundwand um ein Element erweitert. Aber keine Bange, es erwartet euch nichts Neumodisches in diesem mächtigen Sound, sonst hätte ich auch schon gemeckert. Die Neuerung wird euch beim Hören sicherlich gleich beim ersten Song auffallen. Just Before Dawn waren ja seit jeher Melodien nicht abgeneigt, aber dieses Mal haben sie den Anteil derer doch auffällig erhöht und es ist einfach nur grandios. Die Art der Melodien ist auch coolerweise sehr schwedisch gehalten, sie klingen glühend heiß und vermitteln dabei eine tragische Stimmung :)! Ein gewisser Anteil erinnert in den schnelleren Momenten durch die gewisse Epik an ganz, ganz frühe Amon Amarth. Das wundert eigentlich nicht, denn immerhin war Anders bis 1998 Mitglied dieser damals noch geilen Band. Andere Momente erinnern mich wiederum an diese tollen Melodienführungen, die Edge Of Sanity ausgemacht haben. Alles äußerst delikat bisher, aber mein Ohr hört noch was viel Geileres heraus :). Nämlich Einflüsse aus den ganz alten At The Gates-Scheiben, als Alf Svensson dieser Band noch durch seine magischen Hände packende, sehr emotionale und unwahrscheinliche intensive Melodiebögen bescherte. Nicht ganz so komplex komponiert wie bei Alf, aber so einiges auf "A War Too Far" erinnert mich wirklich sehr positiv daran :). Stellt euch "Primal Breath" vor, plus die beiden anderen genannten Bands, ohne den Ansatz von billigem Plagiat im Just Before Dawn-Format, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, was ich meine. Das Ganze lässt den Sound der Band nicht nur abwechslungsreicher und noch dynamischer erklingen, sondern noch epischer, tiefer wirkend und intensiver, als ihre Musik bisher eh schon klang. Ich übertreibe? Dann hört euch bitte diese Scheibe an und ihr werdet aus dem Dauergrinsen durch die pure Freude, die euch beim Anhören ergreift, nicht mehr herauskommen! Was für ergreifender Death Metal, bei dem auch Jons kraftvolles und dynamisches Drumming nicht unerwähnt bleiben soll :). Es gibt übrigens auch prominenten Besuch auf diesem Longplayer. Niemand anderes als die Gitarrenlegende James Murphy hat mit einem Solo seine Duftmarke hinterlassen. Ich werde euch jetzt nicht den Song nennen, denn ihr werdet sofort erkennen, bei welchem Solo er in die Saiten griff :). Zusätzlich gibt es noch Soli von Gurra Nyrin und Daniel Gustavsson (Tormention/Ex-Demonical).
Dann kommen wir mal zu den Sängern auf "A War Too Far", denn diese haben sich nicht lumpen lassen und wirklich alles gegeben, um diesen umwerfenden Kompositionen gerecht zu werden und deren Feuer und Kraft mit ihren Stimmen noch mehr Wucht, Intensität und Tiefe zu geben. Egal ob derbe grunzend, keifend, schreiend oder heftig röhrend, Remco Kreft, Damien Terry, Filip Fougstedt, Sebastian Gustavsson und Matias Nastolin haben ihr ganzes Können und viel Herzblut investiert, um die von Per Albinsson geschriebenen Texte, nur "The Odyssey of Echo Company" ist vom Gastsänger Matias Nastolin, voller Inbrunst zu vertonen. "This Album is Dedicated to the War Veterans of the Vietnam War" ist das Thema von "A War Too Far" und die Texte lesen sich für mich ein bisschen wie ein Tagebuch eines US-Soldaten, der dort im Einsatz war. So etwas mag schnell glorifizierend und pathetisch werden und wirken, aber ich finde, dass die Texte doch recht schonungslos Kriegsrealitäten, die dortige Gräuel, das Zerschmettern von Gefühlen und Hoffnungen vermitteln. Deshalb finde ich es gerade gut, dass es den Sängern trotz aller Heftigkeit ihrer Stimmen auch immer wieder gelingt, ein tragisches und verzweifelndes Element einzubringen, welches auch optimal mit der verstärkten Melodienutzung harmoniert.
So ein kompositorisches Kraftpaket, welches so toll durch die Sänger abgerundet wird, verdient natürlich eine entsprechende Produktion und da können wir uns bei Just Before Dawn sichern sein, dass es auch hier diesbezüglich keine Enttäuschungen gibt. Um das zu gewährleisten, wurde wieder selbst Hand angelegt. Die Saiteninstrumente nahm Anders wieder alle im Riders On The Storm Studio auf und Jon hämmerte seine Drums wieder im Bristol Cave Studio ein. Der Mix und das Mastering, die die im Europe Underground Studios aufgenommenen Gesänge integrieren, wurde dann wieder von den beiden im Riders on the Storm Studio vollzogen und das Ergebnis ist abermals ein absoluter Ohrenschmaus :). Ein herrlich kraftvoller, intensiver und schön natürlicher Sound, der die Dynamiken, die Energie und den so herrlich mitreißenden Schwung der Songs grandios eingefangen und umgesetzt hat :). Die Saiteninstrumente haben selbstverständlich, wie es sich bei der Band gehört, einen herrlichen HM2-Klang, welcher in mir eine große Zufriedenheit hinterlässt. Es geht doch nichts über diese schwedische Königsdisziplin der Verzerrung :). Einfach nur geil! Dadurch wird eine wuchtige und alles zermalmende Soundwand aufgebaut, die durch die hervorragend in Szene gesetzten und akkurat knallenden Drums bestens unterstützt wird :). Die Gesänge sind natürlich auch top abgemischt und so entsteht aus all diesen Komponenten ein famoses akustisches Höllenfeuer.
Optisch werden natürlich auch wieder keine halben Sachen gemacht. Dieses Mal zeigt das Artwork ein Photo aus dem Vietnamkrieg, welches zwei US-Soldaten zeigt. Einer verletzt, innerlich gebrochen und ausgelaugt, wird von seinem Kamerad versorgt und fürsorglich an der Schulter gehalten. Vom versprochenen Ruhm und der Ehre ist hier in der Realität des Krieges nicht viel zu sehen und durch die rot-schwarze Färbung des Bildes wirkt das Ganze auch sehr erdrückend und düster. Dazu der bedrückende Text, welcher die Szenerie noch intensiviert. Was mir persönlich gut gefällt, ist dass die Rückseite des Booklets, eine S/W-Photographie, uns das Thema des Artworks mit zwei Vietcong-Soldaten abermals zeigt und somit die andere Seite der Kriegsfront nicht außen vor gelassen wird und das Ganze nicht nur eindimensional betrachtet wird. Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch weitere durch die Farbgebung sehr düster wirkende Kriegsphotos. Diese Thematik führt sich dann im Inneren des Booklets weiter fort, wo die Bilder als roter Untergrund für die Texte und die Credtis dienen. Eingerahmt werden die Seiten jeweils von den Photos der an dieser Scheibe beteiligten Personen und dem menschlichen "Maskottchen" Edwin Cazemier. Für das Layout war natürlich Rai Wolters persönlich verantwortlich und so entstand eine wirklich sehr gelungene optische Präsentation, die einfach nur überzeugt. Was für die CD gilt, gilt auch für das Tape. Es fehlt zwar leider das Vietcong-Photo, aber ansonsten ist es Rai sehr gut gelungen, das CD-Layout für das Tapebookletformat entsprechend aufzubauen. Das Tape an sich ist übrigens gelb :). Ihr merkt, dass bei beiden Varianten keine Mühe gescheut wurde, euch passend zur Musik ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern.
Just Before Dawn haben mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer "A War Too Far" abermals ein einfach nur geniales, herrlich intensives, packendes Old School Death Metal-Monument erschaffen. Dieses verschmilzt die Tugenden der leider verblichenen Bolt Thrower und des straighten Svenska Dödmetall miteinander zu glühend heißem Stahl, welcher durch die verstärkte Nutzung von Melodien den Schmelzofen zum Überkochen bringt! Begeisterung und Gänsehaut pur!
10 Punkte!
Spielzeit: 46:08
Nachdem ich mit reichlicher Verspätung die EP "Battle-Sight Zeroing" besprach, hänge ich zum Glück dieses Mal zeitlich nicht ganz so hinterher, um euch das neue Meisterwerk der Death Metal-Walze Just Before Dawn schmackhaft zu machen :). Im Sommer entzückte mich bereits die Compilation "..... Of The Battlefields" und Ende September war es dann endlich soweit und der fünfte Longplayer namens "A War Too Far" wurde auf die Menschheit losgelassen :). Ich war aber auch wirklich gespannt, was der in Schweden lebende harte Kern der Band, nämlich Anders Biazzi (Gitarre/Bass) als Songwriter, Jon Rudin (Drums), Gurra Nyrin (Gitarre), und ihr seit der letzten EP feste Sänger und allseits bekannte Holländer Remco Kreft (Graceless/Soulburn) dieses Mal erschaffen haben. Als erstes sei gleich erwähnt, dass Remco nur drei der neun neuen Songs eingesungen hat und es wieder einige Gäste gibt. Diese wären Damien Terry (Envig), Filip Fougstedt (Creeping Flesh), Sebastian Gustavsson (Envig) und Matias Nastolin (Decaying). Dazu aber später mehr. Veröffentlicht wurde diese Scheibe übrigens über zwei Death Metal-Die Hard-Labels, nämlich Raw Skull Recordz (CD) und Into It Records (Tape). Das konnte also nur geil werden...
... und das ist es auch wirklich geworden. Was für eine herrliche Ansammlung an umwerfenden Songs mir hier entgegenschallt, ist einfach nur der absolute Hammer und ich bin abermals hin und weg :). Es ist echt immer wieder sehr beeindruckend, neues Material von ihnen zu hören und dass sie es jedes Mal aufs Neue schaffen, ihr sehr hohes Niveau mindestens halten zu können, wenn nicht sogar zu toppen! Es ist bei Just Before Dawn und ihrer total Hingabe und innigen Liebe zum Death Metal aber letztendlich auch nichts anderes zu erwarten gewesen :). So schleudern sie uns im Sekundentakt Killerriffs und -rythmen um unsere Ohren, auf dass wir aus dem breiten Grinsen gar nicht mehr herauskommen. Mir geht es jedenfalls so, denn "A War Too Far" ist wirklich absolut umwerfend geworden :). Was für ein grandioser Bulldozer-Death Metal! Nach einem kurzen Intro, welches aus Funksprüchen besteht, baut sich immer lauter werdend ein mächtiges Riffgebirge auf, welches uns in ein intensives und einfach nur mitreißendes deathmetallisches Hörvergnügen geleitet, das bis zum letzten Ton einfach nur hammergeil ist :). Die Band führt ihren bisher etablierten Stil weiterhin mit gnadenloser Präzision und feuriger Passion beeindruckend fort und serviert uns allerfeinsten Bolt Thrower-Worship, bei dem sie aber zu absolut keinem Zeitpunkt nach Rip Off und belangloser Abkupferei klingen, sondern immer frisch und herrlich mitreißend, und vermischen dieses mit famosen und straighten Old Skull Svenska Dödsmetall :). Das liest sich nicht nur geil, sondern es klingt auch wieder mal so und übertrifft so manche Band locker! Aber damit nicht genug, die Truppe hat ihre Soundwand um ein Element erweitert. Aber keine Bange, es erwartet euch nichts Neumodisches in diesem mächtigen Sound, sonst hätte ich auch schon gemeckert. Die Neuerung wird euch beim Hören sicherlich gleich beim ersten Song auffallen. Just Before Dawn waren ja seit jeher Melodien nicht abgeneigt, aber dieses Mal haben sie den Anteil derer doch auffällig erhöht und es ist einfach nur grandios. Die Art der Melodien ist auch coolerweise sehr schwedisch gehalten, sie klingen glühend heiß und vermitteln dabei eine tragische Stimmung :)! Ein gewisser Anteil erinnert in den schnelleren Momenten durch die gewisse Epik an ganz, ganz frühe Amon Amarth. Das wundert eigentlich nicht, denn immerhin war Anders bis 1998 Mitglied dieser damals noch geilen Band. Andere Momente erinnern mich wiederum an diese tollen Melodienführungen, die Edge Of Sanity ausgemacht haben. Alles äußerst delikat bisher, aber mein Ohr hört noch was viel Geileres heraus :). Nämlich Einflüsse aus den ganz alten At The Gates-Scheiben, als Alf Svensson dieser Band noch durch seine magischen Hände packende, sehr emotionale und unwahrscheinliche intensive Melodiebögen bescherte. Nicht ganz so komplex komponiert wie bei Alf, aber so einiges auf "A War Too Far" erinnert mich wirklich sehr positiv daran :). Stellt euch "Primal Breath" vor, plus die beiden anderen genannten Bands, ohne den Ansatz von billigem Plagiat im Just Before Dawn-Format, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, was ich meine. Das Ganze lässt den Sound der Band nicht nur abwechslungsreicher und noch dynamischer erklingen, sondern noch epischer, tiefer wirkend und intensiver, als ihre Musik bisher eh schon klang. Ich übertreibe? Dann hört euch bitte diese Scheibe an und ihr werdet aus dem Dauergrinsen durch die pure Freude, die euch beim Anhören ergreift, nicht mehr herauskommen! Was für ergreifender Death Metal, bei dem auch Jons kraftvolles und dynamisches Drumming nicht unerwähnt bleiben soll :). Es gibt übrigens auch prominenten Besuch auf diesem Longplayer. Niemand anderes als die Gitarrenlegende James Murphy hat mit einem Solo seine Duftmarke hinterlassen. Ich werde euch jetzt nicht den Song nennen, denn ihr werdet sofort erkennen, bei welchem Solo er in die Saiten griff :). Zusätzlich gibt es noch Soli von Gurra Nyrin und Daniel Gustavsson (Tormention/Ex-Demonical).
Dann kommen wir mal zu den Sängern auf "A War Too Far", denn diese haben sich nicht lumpen lassen und wirklich alles gegeben, um diesen umwerfenden Kompositionen gerecht zu werden und deren Feuer und Kraft mit ihren Stimmen noch mehr Wucht, Intensität und Tiefe zu geben. Egal ob derbe grunzend, keifend, schreiend oder heftig röhrend, Remco Kreft, Damien Terry, Filip Fougstedt, Sebastian Gustavsson und Matias Nastolin haben ihr ganzes Können und viel Herzblut investiert, um die von Per Albinsson geschriebenen Texte, nur "The Odyssey of Echo Company" ist vom Gastsänger Matias Nastolin, voller Inbrunst zu vertonen. "This Album is Dedicated to the War Veterans of the Vietnam War" ist das Thema von "A War Too Far" und die Texte lesen sich für mich ein bisschen wie ein Tagebuch eines US-Soldaten, der dort im Einsatz war. So etwas mag schnell glorifizierend und pathetisch werden und wirken, aber ich finde, dass die Texte doch recht schonungslos Kriegsrealitäten, die dortige Gräuel, das Zerschmettern von Gefühlen und Hoffnungen vermitteln. Deshalb finde ich es gerade gut, dass es den Sängern trotz aller Heftigkeit ihrer Stimmen auch immer wieder gelingt, ein tragisches und verzweifelndes Element einzubringen, welches auch optimal mit der verstärkten Melodienutzung harmoniert.
So ein kompositorisches Kraftpaket, welches so toll durch die Sänger abgerundet wird, verdient natürlich eine entsprechende Produktion und da können wir uns bei Just Before Dawn sichern sein, dass es auch hier diesbezüglich keine Enttäuschungen gibt. Um das zu gewährleisten, wurde wieder selbst Hand angelegt. Die Saiteninstrumente nahm Anders wieder alle im Riders On The Storm Studio auf und Jon hämmerte seine Drums wieder im Bristol Cave Studio ein. Der Mix und das Mastering, die die im Europe Underground Studios aufgenommenen Gesänge integrieren, wurde dann wieder von den beiden im Riders on the Storm Studio vollzogen und das Ergebnis ist abermals ein absoluter Ohrenschmaus :). Ein herrlich kraftvoller, intensiver und schön natürlicher Sound, der die Dynamiken, die Energie und den so herrlich mitreißenden Schwung der Songs grandios eingefangen und umgesetzt hat :). Die Saiteninstrumente haben selbstverständlich, wie es sich bei der Band gehört, einen herrlichen HM2-Klang, welcher in mir eine große Zufriedenheit hinterlässt. Es geht doch nichts über diese schwedische Königsdisziplin der Verzerrung :). Einfach nur geil! Dadurch wird eine wuchtige und alles zermalmende Soundwand aufgebaut, die durch die hervorragend in Szene gesetzten und akkurat knallenden Drums bestens unterstützt wird :). Die Gesänge sind natürlich auch top abgemischt und so entsteht aus all diesen Komponenten ein famoses akustisches Höllenfeuer.
Optisch werden natürlich auch wieder keine halben Sachen gemacht. Dieses Mal zeigt das Artwork ein Photo aus dem Vietnamkrieg, welches zwei US-Soldaten zeigt. Einer verletzt, innerlich gebrochen und ausgelaugt, wird von seinem Kamerad versorgt und fürsorglich an der Schulter gehalten. Vom versprochenen Ruhm und der Ehre ist hier in der Realität des Krieges nicht viel zu sehen und durch die rot-schwarze Färbung des Bildes wirkt das Ganze auch sehr erdrückend und düster. Dazu der bedrückende Text, welcher die Szenerie noch intensiviert. Was mir persönlich gut gefällt, ist dass die Rückseite des Booklets, eine S/W-Photographie, uns das Thema des Artworks mit zwei Vietcong-Soldaten abermals zeigt und somit die andere Seite der Kriegsfront nicht außen vor gelassen wird und das Ganze nicht nur eindimensional betrachtet wird. Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch weitere durch die Farbgebung sehr düster wirkende Kriegsphotos. Diese Thematik führt sich dann im Inneren des Booklets weiter fort, wo die Bilder als roter Untergrund für die Texte und die Credtis dienen. Eingerahmt werden die Seiten jeweils von den Photos der an dieser Scheibe beteiligten Personen und dem menschlichen "Maskottchen" Edwin Cazemier. Für das Layout war natürlich Rai Wolters persönlich verantwortlich und so entstand eine wirklich sehr gelungene optische Präsentation, die einfach nur überzeugt. Was für die CD gilt, gilt auch für das Tape. Es fehlt zwar leider das Vietcong-Photo, aber ansonsten ist es Rai sehr gut gelungen, das CD-Layout für das Tapebookletformat entsprechend aufzubauen. Das Tape an sich ist übrigens gelb :). Ihr merkt, dass bei beiden Varianten keine Mühe gescheut wurde, euch passend zur Musik ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern.
Just Before Dawn haben mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer "A War Too Far" abermals ein einfach nur geniales, herrlich intensives, packendes Old School Death Metal-Monument erschaffen. Dieses verschmilzt die Tugenden der leider verblichenen Bolt Thrower und des straighten Svenska Dödmetall miteinander zu glühend heißem Stahl, welcher durch die verstärkte Nutzung von Melodien den Schmelzofen zum Überkochen bringt! Begeisterung und Gänsehaut pur!
10 Punkte!
Spielzeit: 46:08
... und das ist es auch wirklich geworden. Was für eine herrliche Ansammlung an umwerfenden Songs mir hier entgegenschallt, ist einfach nur der absolute Hammer und ich bin abermals hin und weg :). Es ist echt immer wieder sehr beeindruckend, neues Material von ihnen zu hören und dass sie es jedes Mal aufs Neue schaffen, ihr sehr hohes Niveau mindestens halten zu können, wenn nicht sogar zu toppen! Es ist bei Just Before Dawn und ihrer total Hingabe und innigen Liebe zum Death Metal aber letztendlich auch nichts anderes zu erwarten gewesen :). So schleudern sie uns im Sekundentakt Killerriffs und -rythmen um unsere Ohren, auf dass wir aus dem breiten Grinsen gar nicht mehr herauskommen. Mir geht es jedenfalls so, denn "A War Too Far" ist wirklich absolut umwerfend geworden :). Was für ein grandioser Bulldozer-Death Metal! Nach einem kurzen Intro, welches aus Funksprüchen besteht, baut sich immer lauter werdend ein mächtiges Riffgebirge auf, welches uns in ein intensives und einfach nur mitreißendes deathmetallisches Hörvergnügen geleitet, das bis zum letzten Ton einfach nur hammergeil ist :). Die Band führt ihren bisher etablierten Stil weiterhin mit gnadenloser Präzision und feuriger Passion beeindruckend fort und serviert uns allerfeinsten Bolt Thrower-Worship, bei dem sie aber zu absolut keinem Zeitpunkt nach Rip Off und belangloser Abkupferei klingen, sondern immer frisch und herrlich mitreißend, und vermischen dieses mit famosen und straighten Old Skull Svenska Dödsmetall :). Das liest sich nicht nur geil, sondern es klingt auch wieder mal so und übertrifft so manche Band locker! Aber damit nicht genug, die Truppe hat ihre Soundwand um ein Element erweitert. Aber keine Bange, es erwartet euch nichts Neumodisches in diesem mächtigen Sound, sonst hätte ich auch schon gemeckert. Die Neuerung wird euch beim Hören sicherlich gleich beim ersten Song auffallen. Just Before Dawn waren ja seit jeher Melodien nicht abgeneigt, aber dieses Mal haben sie den Anteil derer doch auffällig erhöht und es ist einfach nur grandios. Die Art der Melodien ist auch coolerweise sehr schwedisch gehalten, sie klingen glühend heiß und vermitteln dabei eine tragische Stimmung :)! Ein gewisser Anteil erinnert in den schnelleren Momenten durch die gewisse Epik an ganz, ganz frühe Amon Amarth. Das wundert eigentlich nicht, denn immerhin war Anders bis 1998 Mitglied dieser damals noch geilen Band. Andere Momente erinnern mich wiederum an diese tollen Melodienführungen, die Edge Of Sanity ausgemacht haben. Alles äußerst delikat bisher, aber mein Ohr hört noch was viel Geileres heraus :). Nämlich Einflüsse aus den ganz alten At The Gates-Scheiben, als Alf Svensson dieser Band noch durch seine magischen Hände packende, sehr emotionale und unwahrscheinliche intensive Melodiebögen bescherte. Nicht ganz so komplex komponiert wie bei Alf, aber so einiges auf "A War Too Far" erinnert mich wirklich sehr positiv daran :). Stellt euch "Primal Breath" vor, plus die beiden anderen genannten Bands, ohne den Ansatz von billigem Plagiat im Just Before Dawn-Format, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, was ich meine. Das Ganze lässt den Sound der Band nicht nur abwechslungsreicher und noch dynamischer erklingen, sondern noch epischer, tiefer wirkend und intensiver, als ihre Musik bisher eh schon klang. Ich übertreibe? Dann hört euch bitte diese Scheibe an und ihr werdet aus dem Dauergrinsen durch die pure Freude, die euch beim Anhören ergreift, nicht mehr herauskommen! Was für ergreifender Death Metal, bei dem auch Jons kraftvolles und dynamisches Drumming nicht unerwähnt bleiben soll :). Es gibt übrigens auch prominenten Besuch auf diesem Longplayer. Niemand anderes als die Gitarrenlegende James Murphy hat mit einem Solo seine Duftmarke hinterlassen. Ich werde euch jetzt nicht den Song nennen, denn ihr werdet sofort erkennen, bei welchem Solo er in die Saiten griff :). Zusätzlich gibt es noch Soli von Gurra Nyrin und Daniel Gustavsson (Tormention/Ex-Demonical).
Dann kommen wir mal zu den Sängern auf "A War Too Far", denn diese haben sich nicht lumpen lassen und wirklich alles gegeben, um diesen umwerfenden Kompositionen gerecht zu werden und deren Feuer und Kraft mit ihren Stimmen noch mehr Wucht, Intensität und Tiefe zu geben. Egal ob derbe grunzend, keifend, schreiend oder heftig röhrend, Remco Kreft, Damien Terry, Filip Fougstedt, Sebastian Gustavsson und Matias Nastolin haben ihr ganzes Können und viel Herzblut investiert, um die von Per Albinsson geschriebenen Texte, nur "The Odyssey of Echo Company" ist vom Gastsänger Matias Nastolin, voller Inbrunst zu vertonen. "This Album is Dedicated to the War Veterans of the Vietnam War" ist das Thema von "A War Too Far" und die Texte lesen sich für mich ein bisschen wie ein Tagebuch eines US-Soldaten, der dort im Einsatz war. So etwas mag schnell glorifizierend und pathetisch werden und wirken, aber ich finde, dass die Texte doch recht schonungslos Kriegsrealitäten, die dortige Gräuel, das Zerschmettern von Gefühlen und Hoffnungen vermitteln. Deshalb finde ich es gerade gut, dass es den Sängern trotz aller Heftigkeit ihrer Stimmen auch immer wieder gelingt, ein tragisches und verzweifelndes Element einzubringen, welches auch optimal mit der verstärkten Melodienutzung harmoniert.
So ein kompositorisches Kraftpaket, welches so toll durch die Sänger abgerundet wird, verdient natürlich eine entsprechende Produktion und da können wir uns bei Just Before Dawn sichern sein, dass es auch hier diesbezüglich keine Enttäuschungen gibt. Um das zu gewährleisten, wurde wieder selbst Hand angelegt. Die Saiteninstrumente nahm Anders wieder alle im Riders On The Storm Studio auf und Jon hämmerte seine Drums wieder im Bristol Cave Studio ein. Der Mix und das Mastering, die die im Europe Underground Studios aufgenommenen Gesänge integrieren, wurde dann wieder von den beiden im Riders on the Storm Studio vollzogen und das Ergebnis ist abermals ein absoluter Ohrenschmaus :). Ein herrlich kraftvoller, intensiver und schön natürlicher Sound, der die Dynamiken, die Energie und den so herrlich mitreißenden Schwung der Songs grandios eingefangen und umgesetzt hat :). Die Saiteninstrumente haben selbstverständlich, wie es sich bei der Band gehört, einen herrlichen HM2-Klang, welcher in mir eine große Zufriedenheit hinterlässt. Es geht doch nichts über diese schwedische Königsdisziplin der Verzerrung :). Einfach nur geil! Dadurch wird eine wuchtige und alles zermalmende Soundwand aufgebaut, die durch die hervorragend in Szene gesetzten und akkurat knallenden Drums bestens unterstützt wird :). Die Gesänge sind natürlich auch top abgemischt und so entsteht aus all diesen Komponenten ein famoses akustisches Höllenfeuer.
Optisch werden natürlich auch wieder keine halben Sachen gemacht. Dieses Mal zeigt das Artwork ein Photo aus dem Vietnamkrieg, welches zwei US-Soldaten zeigt. Einer verletzt, innerlich gebrochen und ausgelaugt, wird von seinem Kamerad versorgt und fürsorglich an der Schulter gehalten. Vom versprochenen Ruhm und der Ehre ist hier in der Realität des Krieges nicht viel zu sehen und durch die rot-schwarze Färbung des Bildes wirkt das Ganze auch sehr erdrückend und düster. Dazu der bedrückende Text, welcher die Szenerie noch intensiviert. Was mir persönlich gut gefällt, ist dass die Rückseite des Booklets, eine S/W-Photographie, uns das Thema des Artworks mit zwei Vietcong-Soldaten abermals zeigt und somit die andere Seite der Kriegsfront nicht außen vor gelassen wird und das Ganze nicht nur eindimensional betrachtet wird. Auf der Hüllenrückseite gibt es dann noch weitere durch die Farbgebung sehr düster wirkende Kriegsphotos. Diese Thematik führt sich dann im Inneren des Booklets weiter fort, wo die Bilder als roter Untergrund für die Texte und die Credtis dienen. Eingerahmt werden die Seiten jeweils von den Photos der an dieser Scheibe beteiligten Personen und dem menschlichen "Maskottchen" Edwin Cazemier. Für das Layout war natürlich Rai Wolters persönlich verantwortlich und so entstand eine wirklich sehr gelungene optische Präsentation, die einfach nur überzeugt. Was für die CD gilt, gilt auch für das Tape. Es fehlt zwar leider das Vietcong-Photo, aber ansonsten ist es Rai sehr gut gelungen, das CD-Layout für das Tapebookletformat entsprechend aufzubauen. Das Tape an sich ist übrigens gelb :). Ihr merkt, dass bei beiden Varianten keine Mühe gescheut wurde, euch passend zur Musik ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern.
Just Before Dawn haben mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer "A War Too Far" abermals ein einfach nur geniales, herrlich intensives, packendes Old School Death Metal-Monument erschaffen. Dieses verschmilzt die Tugenden der leider verblichenen Bolt Thrower und des straighten Svenska Dödmetall miteinander zu glühend heißem Stahl, welcher durch die verstärkte Nutzung von Melodien den Schmelzofen zum Überkochen bringt! Begeisterung und Gänsehaut pur!
10 Punkte!
Spielzeit: 46:08
V.Ö.
29. September 2023
Laufzeit
46:08
Tracklist
Innocence Lost (Damien Terry) 05:25
Operation Arc Light (Filip Fougstedt) 04:43
La Drang (David R Kreft) 04:51
A War Too Far (Damien Terry/Sebastian Gustavsson) 05:04
The Odyssey Of Echo Company (Matias Nastolin) 04:48
The Gulf Of Tonkin (Sebastian Gustavsson/Damien Terry) 04:59
We Few (David R Kreft) 05:21
Phase Line Green (Filip Fougstedt) 05:07
When Sanity Cracks (David R Kreft) 05:50
Operation Arc Light (Filip Fougstedt) 04:43
La Drang (David R Kreft) 04:51
A War Too Far (Damien Terry/Sebastian Gustavsson) 05:04
The Odyssey Of Echo Company (Matias Nastolin) 04:48
The Gulf Of Tonkin (Sebastian Gustavsson/Damien Terry) 04:59
We Few (David R Kreft) 05:21
Phase Line Green (Filip Fougstedt) 05:07
When Sanity Cracks (David R Kreft) 05:50
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