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Evoked - Immoral Arts


Oh, du schönes Detmold... bekannt für das tolle Freilichtmuseum, das Lippische Landesmuseum, das Hermannsdenkmal, die Externsteine oder die Adlerwarte. Mit einem leckeren Pickert und einem Detmolder Pils in der Hand flaniere ich wie es sich für einen Touristen so gehört vom Rathaus aus durch den Park zum fürstlichen Residenzschloss, um ein paar Photos zu machen. Plötzlich ereilt mich ein knallender Schlag und ich wache in finsterer Nacht wieder auf. Anscheinend bin ich auf einem Friedhof und in der Ferne erkenne ich eine durch ein seltsames Licht beschienene Kirche. Dann gehe ich da wohl mal hin. Da! Drei mit Lederjacken bestückte sinistre Gestalten an einem Grab! Bei der Touri-Info hörte ich schon von diesem nächtlichen Spuk und dem diabolischen Treiben. Aber hey... das sind doch Simon Bonesaw (Gitarre/Vokillz), Mario Artilleratör (Drums) und Gravecrawler (Bass) auch bekannt als Evoked... Deathmolds todesbleierner Stolz! Da brauche ich echt keine Angst zu haben. Außerdem winken sie mir mit einem Tonträger zu, nämlich ihrer neuen, am
Sooo, jetzt aber genug im metallischen, durch die EP verursachten, Rausch euch in Stimmung geschnattert, denn nun ist es an der Zeit, diesem Knabenchor nach fast 5 Jahren Wartezeit abermals gewaltig gammeligen Honig um ihre madenzerfressenen Münder zu schmieren - und das absolut zu Recht. Warum? "Immoral Arts" ist der Oberhammer geworden :)! Da sie mich mit ihren bisherigen Releases, besonders mit dem Longplayer "Ravenous Compulsion", sehr zu begeistern wussten, hatte ich natürlich einiges erwartet und noch viel mehr prächtigen Kadaverschleim bekommen :). Befinden sich eventuell Menschen in dieser nächtlichen Nekropolenrunde, die glauben, dass Evoked von ihrer bisherigen Marschroute abgewichen sind und sich moderneren Strömungen zuwandten, da Old School Death Metal angeblich ausgelutscht ist? Wenn ja, verschwindet von diesem unheiligen Ort, auf dass die anwesenden Maniacs mehr Platz zum Ausrasten haben, wenn die herrlichen Töne dieser mächtigen EP erschallen :). Natürlich sind Evoked keinen Millimeter von ihrer Marschroute abgewichen, haben die Intensität ihrer muSICK sogar noch etwas erhöhen können und ballern uns allerbesten, in den 80ern verwurzelten Death Metal um unsere Ohren :). Evoked versetzen uns also abermals in die Frühphase dieses Sounds zurück, als noch dieses räudige, düstere und hysterische Thrash-Flair gut zu erhören war :). Ich schmeiße da mal die ganz alten Sachen von Mercyless, Loudblast, Aggressor in die Runde, genauso wie alte Death, Possessed, Prime Evil, Savage Death, Terminal Death, Morbid Scream und Asphyx, die Morgoth-EPs, Massacre sowie Sodom ("Persecution Mania"), Sepultura ("Schizophrenia") und Kreator ("Terrible Certainty") und straighte Sadus :). Sabber! Auch wenn hier einige US-amerikanische Bands auftauchen, klingen Evoked eindeutig europäisch und das hat mit ihrem unüberhörbarem Haupteinfluss zu tun, nämlich die mächtigen Pestilence und ihre ersten beiden Alben - und davon vor allem und reichlich vom nicht nur von den Detmoldern geliebten zeitlosen Klassiker "Consuming Impulse" :)! Aber keine Bange, hier wird nicht kopiert, denn dafür lieben sie diesen Sound zu sehr, als ihn mit billigen Rip Offs zu besudeln und zu entweihen. Nein, hier wird voller Hingabe und rottigem Herzblut komponiert und Death Metal mit jeder Zelle des Körpers gelebt und zelebriert. Das ist dem Material zu jedem Moment auch absolut anzuhören und dafür lieben wir diese mächtige Friedhofskapelle auch so sehr :). Die Jungs haben einfach nur total Bock darauf, diesen Sound mit ihren Songs am Leben zu erhalten und das gelingt ihnen wirklich mehr als gut. Sogar noch etwas besser als beim letzten Mal, wie ich finde :). Das Songwriting ist absolut überzeugend, total auf den Punkt gebracht und absolut feurig und mitreißend! Simon haut ein fleischzerschneidendes Killerriff mit packender Headbeangerqualität nach dem anderen aus seinen Leichenhemdärmeln, während der seit letztem Jahr mitmusizierende Gravecrawler nicht nur den Gitarrenrhythmus nachspielt und unterstützt, sondern auch immer wieder durch coole, leicht technische und songdienliche Basslinien, die einen early 90er-USDM-Flow innehaben, zu überzeugen weiß. Finde ich echt gut. Genauso wie Artilleratörs wuchtiges, punktgenaues, zu jedem Zeitpunkt passendes straight forward Drumming, mit welchem er nicht nur sein Kit zum Glühen bringt. Daraus ergibt sich ein höllisch guter Old Skull-Cocktail des Todes...

... welcher dann noch durch Simons Gesang, seine perfekte Abrundung erhält :). Dank stinkiger, sein Hirn zerfressender Maden dem Wahnsinn nahe und knietief in ranzigen Gedärmen stehend, entlockt er seinen magensäuregeschwängerten Stimmenbändern die herrlichsten Töne. Passend zur muSICK erwartet euch natürlich in allerbester early Death Metal-Manier so richtig schön kratziges und Gift und Galle spuckendes Gekeife, Geschreie und Geröhre, in der Manier von Jeff Becerra, Chuck Schuldiner und vor allem Martin van Drunen! Absolut herrlich und dieser van Drunen-Flow ist hier auch ein absolutes Muss und das Salz in der modrigen Suppe. Es passt halt einfach so supergut. Mein Hirn will auch keine andere Art Gesang dazu hören und ich denke, dass ich da nicht alleine sein werde :). Der Mann hat auch echt Bock darauf, nicht nur an der Gitarre alles zu geben, und so kotzt er uns seine Texte über Tod, Zerfall und inneren und äußeren Horror voller Hingabe und Ekstase entgegen, wohl wissend, dass er dabei die Flamme der todesbleiernen Altvorderen mit glühender Kraft weiterträgt. Einfach nur geil und in Kombination mit der restlichen muSICK entsteht wahrlich ein rauschhafter Zustand der Freude und Zufriedenheit in mir.

Aufgenommen wurde dieser Prachtkadaver im That Basement-Studio von Marko Sundermann, der ja auch schon für seine eigene Band Wilt entsprechend tätig war, und für den Mix und das Mastering wurden diese Seancebeschwörungen in die Hände von Marko Brinkmann (Casket/Detmold) und seinem Hellforge Studio gelegt. Death Metal-Freaks erschaffen eine Produktion für Death Metal-Freaks, dann kann ja eigentlich nichts schief gehen und so ist es dann auch, denn "Immoral Arts" zimmert so richtig geil aus den Boxen heraus, dass es eine wahre Freude ist :). Da sich die Liebe zu einer gewissen holländischen Scheibe bisher vor allem beim letzten Album auch in der Produktion niederschlug, wäre es schon sehr überraschend gewesen, entsprechende Vibes im Sound dieses Mal nicht zu vernehmen. Auch hier geht es zu keinem Moment um billiges Kopieren, sondern darum, die Liebe nicht nur kompositorisch, sondern auch vom Sound her voller Passion weiterzuführen :). Und sind wir mal ehrlich... es klingt einfach nur megageil, was Evoked hier für eine Produktion bekommen haben. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie das Grinsen der Jungs immer breiter wurde, als sie die endgültige Version hörten :). Im Vergleich zu "Ravenous Compulsion" ist der abermals sehr natürliche Sound ausgeglichener, kompakter, wuchtiger und raumausfüllender ausgefallen, was der Band wirklich sehr gut zu Gesicht steht. Das Feuer, die Schärfe, die Dynamik, die Kraft und der herrliche Old Skull-Spirit der packenden und einfach nur mitreißenden Songs wurde perfekt eingefangen. Die Gitarre schreddert kratzig und ohne Gnade los, die Drums klingen schön trocken und wuchtig, der Gesang ist gut zu vernehmen und der Bass knarzt herrlich hell und unüberhörbar daher. Freut mich echt, dass er nicht untergeht. Nicht nur, weil es schade wäre, das Gespielte nicht zu hören, sondern das Ganze hat so ein herrliches Anfang 90er-DM-Feeling. Hier kann alles in allem echt niemand meckern. Nur geil!

Gleiches gilt für das absolut gelungene Artwork, eine saugeile S/W-Zeichnung von Timon Kokott Art-Work, der aus der gleichen Umgebung wie die Band stammt. Also auch hier alles schön regional :). Was gibt es zu sehen? Einiges, wobei euer Blick sicherlich zuerst auf einen um ein Ende der eigenen Existenz bettelnden Menschen fällt - oder sollte ich lieber im Plural reden? Denn die auf einem Tisch stark fixierte und mit Schläuchen durchzogene Person scheint nicht nur aus einem einzigen Körper zu bestehen. Wie sonst lassen sich die vielen Nähte am Körper erklären? Da kommen natürlich Assoziationen zu Frankensteins Monster auf, nur dass wir es hier nicht mit einem Toten zu tun haben, der erst nach seinem Zusammenbau zum Leben erweckt werden muss! Nein, hier geschieht alles vor dem Ableben! Horror pur! Und wer sich die rechte Bildhälfte genauer anschaut, erkennt, woher die im Vordergrund zu sehenden und mit Nadel und Faden bestückten Hände ihr Arbeitsmaterial herhaben. Perfekter Death Metal-Stoff also, welcher sehr detailreich und vor allem auch sehr toll gezeichnet wurde. Klasse :). Dazu das famose Bandlogo und de EP-Titel in siffigen Buchstaben, beides in Blutrot, und fertig ist ein Cover, bei dem ihr sofort wisst, was euch erwartet :). Klappt ihr das Booklet auf, erblickt ihr alle Texte auf zwei weißen Seiten mit Teilen des Covers als Grundierung, während auf der dunklen Bookletrückseite, ebenfalls mit Covergrundierung, alle Credits und ein, wie es sich gehört, Friedhofsbandphoto in S/W :). Auf der Hüllenrückseite gibt es diese blasphemische Brut neben den Songiteln auch noch mal in Farbe zu bestaunen. Wie ihr lesen konntet, werden ihr auch optisch bestens und vor allen auch sehr stimmig bedient.

Mit ihrer aktuellen EP "Immoral Arts" konnten sich die Detmolder Sickos von Evoked nicht nur kompositorisch im Vergleich zum umwerfenden letzten Release nochmals steigern und zimmern uns fünfmal allerbesten, grandiosen, thrashigen, intensiven und einfach nur mitreißenden Todesblei der alten Schule um unsere Ohren, der es wirklich einfach nur in sich hat! Für Old Skull-Death Metal-Maniacs ist dieser Release deshalb absolute Pflicht!


Ostwestfalen-Lippe... Wasteland Of Terror... 9,5 Punkte!






Spielzeit: 20:39
Oh, du schönes Detmold... bekannt für das tolle Freilichtmuseum, das Lippische Landesmuseum, das Hermannsdenkmal, die Externsteine oder die Adlerwarte. Mit einem leckeren Pickert und einem Detmolder Pils in der Hand flaniere ich wie es sich für einen Touristen so gehört vom Rathaus aus durch den Park zum fürstlichen Residenzschloss, um ein paar Photos zu machen. Plötzlich ereilt mich ein knallender Schlag und ich wache in finsterer Nacht wieder auf. Anscheinend bin ich auf einem Friedhof und in der Ferne erkenne ich eine durch ein seltsames Licht beschienene Kirche. Dann gehe ich da wohl mal hin. Da! Drei mit Lederjacken bestückte sinistre Gestalten an einem Grab! Bei der Touri-Info hörte ich schon von diesem nächtlichen Spuk und dem diabolischen Treiben. Aber hey... das sind doch Simon Bonesaw (Gitarre/Vokillz), Mario Artilleratör (Drums) und Gravecrawler (Bass) auch bekannt als Evoked... Deathmolds todesbleierner Stolz! Da brauche ich echt keine Angst zu haben. Außerdem winken sie mir mit einem Tonträger zu, nämlich ihrer neuen, am
Sooo, jetzt aber genug im metallischen, durch die EP verursachten, Rausch euch in Stimmung geschnattert, denn nun ist es an der Zeit, diesem Knabenchor nach fast 5 Jahren Wartezeit abermals gewaltig gammeligen Honig um ihre madenzerfressenen Münder zu schmieren - und das absolut zu Recht. Warum? "Immoral Arts" ist der Oberhammer geworden :)! Da sie mich mit ihren bisherigen Releases, besonders mit dem Longplayer "Ravenous Compulsion", sehr zu begeistern wussten, hatte ich natürlich einiges erwartet und noch viel mehr prächtigen Kadaverschleim bekommen :). Befinden sich eventuell Menschen in dieser nächtlichen Nekropolenrunde, die glauben, dass Evoked von ihrer bisherigen Marschroute abgewichen sind und sich moderneren Strömungen zuwandten, da Old School Death Metal angeblich ausgelutscht ist? Wenn ja, verschwindet von diesem unheiligen Ort, auf dass die anwesenden Maniacs mehr Platz zum Ausrasten haben, wenn die herrlichen Töne dieser mächtigen EP erschallen :). Natürlich sind Evoked keinen Millimeter von ihrer Marschroute abgewichen, haben die Intensität ihrer muSICK sogar noch etwas erhöhen können und ballern uns allerbesten, in den 80ern verwurzelten Death Metal um unsere Ohren :). Evoked versetzen uns also abermals in die Frühphase dieses Sounds zurück, als noch dieses räudige, düstere und hysterische Thrash-Flair gut zu erhören war :). Ich schmeiße da mal die ganz alten Sachen von Mercyless, Loudblast, Aggressor in die Runde, genauso wie alte Death, Possessed, Prime Evil, Savage Death, Terminal Death, Morbid Scream und Asphyx, die Morgoth-EPs, Massacre sowie Sodom ("Persecution Mania"), Sepultura ("Schizophrenia") und Kreator ("Terrible Certainty") und straighte Sadus :). Sabber! Auch wenn hier einige US-amerikanische Bands auftauchen, klingen Evoked eindeutig europäisch und das hat mit ihrem unüberhörbarem Haupteinfluss zu tun, nämlich die mächtigen Pestilence und ihre ersten beiden Alben - und davon vor allem und reichlich vom nicht nur von den Detmoldern geliebten zeitlosen Klassiker "Consuming Impulse" :)! Aber keine Bange, hier wird nicht kopiert, denn dafür lieben sie diesen Sound zu sehr, als ihn mit billigen Rip Offs zu besudeln und zu entweihen. Nein, hier wird voller Hingabe und rottigem Herzblut komponiert und Death Metal mit jeder Zelle des Körpers gelebt und zelebriert. Das ist dem Material zu jedem Moment auch absolut anzuhören und dafür lieben wir diese mächtige Friedhofskapelle auch so sehr :). Die Jungs haben einfach nur total Bock darauf, diesen Sound mit ihren Songs am Leben zu erhalten und das gelingt ihnen wirklich mehr als gut. Sogar noch etwas besser als beim letzten Mal, wie ich finde :). Das Songwriting ist absolut überzeugend, total auf den Punkt gebracht und absolut feurig und mitreißend! Simon haut ein fleischzerschneidendes Killerriff mit packender Headbeangerqualität nach dem anderen aus seinen Leichenhemdärmeln, während der seit letztem Jahr mitmusizierende Gravecrawler nicht nur den Gitarrenrhythmus nachspielt und unterstützt, sondern auch immer wieder durch coole, leicht technische und songdienliche Basslinien, die einen early 90er-USDM-Flow innehaben, zu überzeugen weiß. Finde ich echt gut. Genauso wie Artilleratörs wuchtiges, punktgenaues, zu jedem Zeitpunkt passendes straight forward Drumming, mit welchem er nicht nur sein Kit zum Glühen bringt. Daraus ergibt sich ein höllisch guter Old Skull-Cocktail des Todes...

... welcher dann noch durch Simons Gesang, seine perfekte Abrundung erhält :). Dank stinkiger, sein Hirn zerfressender Maden dem Wahnsinn nahe und knietief in ranzigen Gedärmen stehend, entlockt er seinen magensäuregeschwängerten Stimmenbändern die herrlichsten Töne. Passend zur muSICK erwartet euch natürlich in allerbester early Death Metal-Manier so richtig schön kratziges und Gift und Galle spuckendes Gekeife, Geschreie und Geröhre, in der Manier von Jeff Becerra, Chuck Schuldiner und vor allem Martin van Drunen! Absolut herrlich und dieser van Drunen-Flow ist hier auch ein absolutes Muss und das Salz in der modrigen Suppe. Es passt halt einfach so supergut. Mein Hirn will auch keine andere Art Gesang dazu hören und ich denke, dass ich da nicht alleine sein werde :). Der Mann hat auch echt Bock darauf, nicht nur an der Gitarre alles zu geben, und so kotzt er uns seine Texte über Tod, Zerfall und inneren und äußeren Horror voller Hingabe und Ekstase entgegen, wohl wissend, dass er dabei die Flamme der todesbleiernen Altvorderen mit glühender Kraft weiterträgt. Einfach nur geil und in Kombination mit der restlichen muSICK entsteht wahrlich ein rauschhafter Zustand der Freude und Zufriedenheit in mir.

Aufgenommen wurde dieser Prachtkadaver im That Basement-Studio von Marko Sundermann, der ja auch schon für seine eigene Band Wilt entsprechend tätig war, und für den Mix und das Mastering wurden diese Seancebeschwörungen in die Hände von Marko Brinkmann (Casket/Detmold) und seinem Hellforge Studio gelegt. Death Metal-Freaks erschaffen eine Produktion für Death Metal-Freaks, dann kann ja eigentlich nichts schief gehen und so ist es dann auch, denn "Immoral Arts" zimmert so richtig geil aus den Boxen heraus, dass es eine wahre Freude ist :). Da sich die Liebe zu einer gewissen holländischen Scheibe bisher vor allem beim letzten Album auch in der Produktion niederschlug, wäre es schon sehr überraschend gewesen, entsprechende Vibes im Sound dieses Mal nicht zu vernehmen. Auch hier geht es zu keinem Moment um billiges Kopieren, sondern darum, die Liebe nicht nur kompositorisch, sondern auch vom Sound her voller Passion weiterzuführen :). Und sind wir mal ehrlich... es klingt einfach nur megageil, was Evoked hier für eine Produktion bekommen haben. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie das Grinsen der Jungs immer breiter wurde, als sie die endgültige Version hörten :). Im Vergleich zu "Ravenous Compulsion" ist der abermals sehr natürliche Sound ausgeglichener, kompakter, wuchtiger und raumausfüllender ausgefallen, was der Band wirklich sehr gut zu Gesicht steht. Das Feuer, die Schärfe, die Dynamik, die Kraft und der herrliche Old Skull-Spirit der packenden und einfach nur mitreißenden Songs wurde perfekt eingefangen. Die Gitarre schreddert kratzig und ohne Gnade los, die Drums klingen schön trocken und wuchtig, der Gesang ist gut zu vernehmen und der Bass knarzt herrlich hell und unüberhörbar daher. Freut mich echt, dass er nicht untergeht. Nicht nur, weil es schade wäre, das Gespielte nicht zu hören, sondern das Ganze hat so ein herrliches Anfang 90er-DM-Feeling. Hier kann alles in allem echt niemand meckern. Nur geil!

Gleiches gilt für das absolut gelungene Artwork, eine saugeile S/W-Zeichnung von Timon Kokott Art-Work, der aus der gleichen Umgebung wie die Band stammt. Also auch hier alles schön regional :). Was gibt es zu sehen? Einiges, wobei euer Blick sicherlich zuerst auf einen um ein Ende der eigenen Existenz bettelnden Menschen fällt - oder sollte ich lieber im Plural reden? Denn die auf einem Tisch stark fixierte und mit Schläuchen durchzogene Person scheint nicht nur aus einem einzigen Körper zu bestehen. Wie sonst lassen sich die vielen Nähte am Körper erklären? Da kommen natürlich Assoziationen zu Frankensteins Monster auf, nur dass wir es hier nicht mit einem Toten zu tun haben, der erst nach seinem Zusammenbau zum Leben erweckt werden muss! Nein, hier geschieht alles vor dem Ableben! Horror pur! Und wer sich die rechte Bildhälfte genauer anschaut, erkennt, woher die im Vordergrund zu sehenden und mit Nadel und Faden bestückten Hände ihr Arbeitsmaterial herhaben. Perfekter Death Metal-Stoff also, welcher sehr detailreich und vor allem auch sehr toll gezeichnet wurde. Klasse :). Dazu das famose Bandlogo und de EP-Titel in siffigen Buchstaben, beides in Blutrot, und fertig ist ein Cover, bei dem ihr sofort wisst, was euch erwartet :). Klappt ihr das Booklet auf, erblickt ihr alle Texte auf zwei weißen Seiten mit Teilen des Covers als Grundierung, während auf der dunklen Bookletrückseite, ebenfalls mit Covergrundierung, alle Credits und ein, wie es sich gehört, Friedhofsbandphoto in S/W :). Auf der Hüllenrückseite gibt es diese blasphemische Brut neben den Songiteln auch noch mal in Farbe zu bestaunen. Wie ihr lesen konntet, werden ihr auch optisch bestens und vor allen auch sehr stimmig bedient.

Mit ihrer aktuellen EP "Immoral Arts" konnten sich die Detmolder Sickos von Evoked nicht nur kompositorisch im Vergleich zum umwerfenden letzten Release nochmals steigern und zimmern uns fünfmal allerbesten, grandiosen, thrashigen, intensiven und einfach nur mitreißenden Todesblei der alten Schule um unsere Ohren, der es wirklich einfach nur in sich hat! Für Old Skull-Death Metal-Maniacs ist dieser Release deshalb absolute Pflicht!


Ostwestfalen-Lippe... Wasteland Of Terror... 9,5 Punkte!






Spielzeit: 20:39

V.Ö.
17. Mai 2024
Laufzeit
20:39
Tracklist
1. Immoral Arts 03:56
2. From The Distance 04:00
3. A Nameless Grave 04:11
4. Behind The Eyes 05:11
5. Blunt Force Trauma 03:21

9.5
10

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