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Dagor Dagorath - Yetzer Ha'Ra


Hotel666 Redaktion

21. Februar 2011

DAGOR DAGORATH stammen aus Israel – was kein Qualitätsmerkmal sein muss, eine Metalband aber trotz international erfolgreicher Kollegen wie MELECHESH und BETZEFER immer noch zu einem seltenen Vogel macht. So listet http://www.metalarchives.com derzeit 180 israelische Bands, während das in Sachen Bevölkerungszahl vergleichbare Finnland mit mehr als 2600 Bands vertreten ist.

Damit erschöpft sich aber der Paradiesvogelstatus von DAGOR DAGORATH schon wieder, denn "Yetzer Ha'Ra", das Debüt der Band, könnte rein stilistisch aus so ziemlich jedem Land der Welt stammen. Zumindest aus jedem Land, in dem man um Fantasy und Bombast kreisenden, ausufernden Black Metal zu schätzen und zu spielen weiß. DAGOR DAGORATH setzen gleichermaßen auf rasende Gitarren und keifgrunzkreischenden Gesang von Vorog, der seine Klarstimme zwar überzeugend, aber auch sparsam einsetzt. Und, wie angedeutet, auf Keyboardbombast, der in Art und Ausmaß weit davon entfernt ist, pure Untermalung darzustellen. Dazu laufen die eigenwilligen Synthie-Salven oft auch zu stark neben dem Rest der Musik her – zumindest könnte bei oberflächlichem Hören vor allem der ersten beiden Songs der Eindruck entstehen, hier wüsste eine Hand nicht, was die andere tut. Letztlich ist dies aber in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass DAGOR DAGORATH lange, komplexe und daher auch sperrige Stücke schreiben, in die man sich als Hörer erst einarbeiten muss.

Sobald dies gelungen ist, erweisen sich Songs wie "The Devil On The Chain", "Heaven In Hell" oder das mit seinem unerwarteten Stilbruch in den Keyboards an die Irrsinnsfinnen ...AND OCEANS oder neuere KEKAL erinnernde "The Maze Of Madness" als furiose, epische Garstigkeiten mit musikalischem Anspruch vor allem in der Gitarrenarbeit. Vor allem Fans von dürfte dasCRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR und BAL SAGOTH den einen oder anderen Freudenschrei entlocken. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an dick aufgetragenem Bombast und steril tackerndem Schlagzeug. Dies wiederum ist im modernen Extrem-Metal allerdings (leider) nicht wegzudenken. Andererseits wären Doublebass-Attacken in Hochgeschwindigkeit bei LED ZEPPELIN-Drumsound auch gar nicht möglich.
DAGOR DAGORATH stammen aus Israel – was kein Qualitätsmerkmal sein muss, eine Metalband aber trotz international erfolgreicher Kollegen wie MELECHESH und BETZEFER immer noch zu einem seltenen Vogel macht. So listet http://www.metalarchives.com derzeit 180 israelische Bands, während das in Sachen Bevölkerungszahl vergleichbare Finnland mit mehr als 2600 Bands vertreten ist.

Damit erschöpft sich aber der Paradiesvogelstatus von DAGOR DAGORATH schon wieder, denn "Yetzer Ha'Ra", das Debüt der Band, könnte rein stilistisch aus so ziemlich jedem Land der Welt stammen. Zumindest aus jedem Land, in dem man um Fantasy und Bombast kreisenden, ausufernden Black Metal zu schätzen und zu spielen weiß. DAGOR DAGORATH setzen gleichermaßen auf rasende Gitarren und keifgrunzkreischenden Gesang von Vorog, der seine Klarstimme zwar überzeugend, aber auch sparsam einsetzt. Und, wie angedeutet, auf Keyboardbombast, der in Art und Ausmaß weit davon entfernt ist, pure Untermalung darzustellen. Dazu laufen die eigenwilligen Synthie-Salven oft auch zu stark neben dem Rest der Musik her – zumindest könnte bei oberflächlichem Hören vor allem der ersten beiden Songs der Eindruck entstehen, hier wüsste eine Hand nicht, was die andere tut. Letztlich ist dies aber in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass DAGOR DAGORATH lange, komplexe und daher auch sperrige Stücke schreiben, in die man sich als Hörer erst einarbeiten muss.

Sobald dies gelungen ist, erweisen sich Songs wie "The Devil On The Chain", "Heaven In Hell" oder das mit seinem unerwarteten Stilbruch in den Keyboards an die Irrsinnsfinnen ...AND OCEANS oder neuere KEKAL erinnernde "The Maze Of Madness" als furiose, epische Garstigkeiten mit musikalischem Anspruch vor allem in der Gitarrenarbeit. Vor allem Fans von dürfte dasCRADLE OF FILTH, DIMMU BORGIR und BAL SAGOTH den einen oder anderen Freudenschrei entlocken. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an dick aufgetragenem Bombast und steril tackerndem Schlagzeug. Dies wiederum ist im modernen Extrem-Metal allerdings (leider) nicht wegzudenken. Andererseits wären Doublebass-Attacken in Hochgeschwindigkeit bei LED ZEPPELIN-Drumsound auch gar nicht möglich.

V.Ö.
22. Januar 2010
Laufzeit
49:35

7.5
10

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