Crypt Crawler -To The Grave/Blood Sustenance
Und mal wieder eine mit bisher unbekannte Band, die mir da aus dem Hause F.D.A. Records als Promo reinschneit. Crypt Crawler, so der vielversprechende Name dieser aus Australien stammenden Band, existieren seit 2018 und haben seitdem drei Studioalben, ein Livealbum und eine EP veröffentlicht. Ich bespreche hier heute eine Compilation bestehend aus ihrem Debüt („To The Grave“) von 2019 und ihrer „Blood Substance“-EP von 2020. Das Ganze kommt auf satte 15 Songs mit einer Spielzeit von fast 47 Minuten. Da bin ich ja mal gespannt, was Cameron Gillam (Bass), Zach James (Gitarre), Marco Ieritano (Gesang), Jordan Cappa (Gitarre) und Jacob Sewell (Drums –#1-11)/Lewis Oliver (Drums -#12-15) so für einen Sound am Start haben. Laut Info gibt es Old School Death und Australien kann ja in diesem Bereich mit einigen guten Bands wie z.B. Abramelin, Misery, Disembowelment, Amoured Angel, Sadistik Exekution oder Portal aufwarten.
Nach einem kurzen Intro geht es dann los und für mich auch gleich anders als erwartet. Ich habe natürlich Old School-Gerödel pur erwartet, aber dem ist nicht so. Alte Schule gibt es natürlich auch ordentlich im Sinne von Obituary, Grave, Bolt Thrower, was mir natürlich gut reingeht. Kommen wir zu dem Part, bei dem es bei mir etwas hapert, was aber auch meinem musikalischen Geschmack geschuldet ist, denn Cryptic Crawler sind große Freunde des Stakkato-Grooves, den sie sehr gerne benutzen. An sich kein verkehrtes Stilmittel, aber da gibt es ja auch Unterschiede. Das Ganze erinnert öfter an diese NY Hardcore/Metal-Groove-Schiene im Sinne von Hatebreed oder Madball oder auch an diese langsame HC-Variante wie sie Earth Crisis zelebrieren. Alles sehr beliebt, aber nicht so ganz meine Welt. Wenn dieses Stakkato-Element bei den Australiern derber wird, geht es auch schon mal in die Richtung Internal Bleeding, Broken Hope, Scattered Remnants, Pyrexia oder Baphomet/Banished, wobei ich da abgesehen vom letzten Duo und teilweise Broken Hope auch nicht so ganz zu Hause bin. Schwierige Nummer dieses Mal, auch in dem Sinne, dass ich nicht ganz so einschätzen kann, ob das hier Gespielte von der Qualität her gut ist. Aber machen wir erst mal weiter, denn es schleicht sich auch immer wieder mal etwas MeloDeath, was ich begrüße, in diesen Mix ein und es gibt ab und zu auch sehr coole doomig-düstere Momente mit melancholischen Melodien, was mich dann doch sehr im positiven Sinne überrascht hat. Ihr seht, es ist einiges los in Crypt Crawlers Musik und die Band weiß kompositorisch das Ganze auch zu nutzen und wechselt immer wieder gerne zwischen den Elementen. Wie so oft liegt es an der Dosis, ob es einem mundet oder nicht und beim Longplayer „To The Grave“ versteift sich die Band meiner Meinung nach zu sehr auf den Bereich, der mir nicht so liegt. Eigentlich schade, denn wenn es old schoolig wird, geht es mir doch gut rein. So nimmt die Band für meinen Geschmack etwas die Energie aus den Songs heraus, die zu etablieren möglich wäre. Was ich aber übrigens wirklich cool finde, sind diese sehr gelungenen Gitarrensoli, die immer wieder auftauchen, richtig schön intensiv sind und gerade im Midtempo-Stakkato für etwas mehr Feuer sorgen. Das fetzt schon gut. Gewinner dieser Compilation ist für mich die EP "Blood Sustenance", deren Songs auf der EP auf alle Fälle besser gefallen. Hier ist das Mischverhältnis für meinen Geschmack gelungener und dadurch packender. Da ist im Ganzen mehr Dynamik vorhanden, welche auch besser zündet und das Songmaterial an sich hat mehr Biss, wie ich finde. Das mundet mir schon eher und hier kommt mir das Gefühl auf, die Songs auch mal öfters hören zu wollen. Schade, dass der Longplayer nicht auch so ist.
Kommen wir mal zum Gesang, der jederzeit recht differenziert und mit ordentlich Wut und Wucht in der Brust schön angepisst, kratzig und garstig präsentiert wird und zwischen fiesem Geschreie und derbem Gegrunze pendelt und auch so einen leichten moderneren HC-Flow inne hat. Knallt auf alle Fälle ordentlich und gefällt mir auf beiden Releases dieser CD, wobei auch hier wieder die EP der Gewinner ist, da der Gesang dort noch etwas brutaler erklingt und mehr Energie und Intensität mitschwingt, was für mich auch eine Parallele zum überzeugenderen Songwriting aufweist. Der Gesang auf dem Longplayer ist natürlich auch nicht ohne, nur auf "Blood Sustenance" kickt er noch mehr.
Dann kommen wir mal zum Sound der beiden Scheiben und hier tritt diese Parallele tatsächlich auch wieder auf. "Blood Sustenance" überzeugt mich mehr, auch wenn es nicht mein bevorzugter Death Metal-Stil ist. Echt interessant. Die Produktion von "To The Grave" finde ich aber auch schon ansprechend, da diese ordentlich knallt und auch recht natürlich klingt. Letzteres gilt für allem für den coolen Drumsound. Dazu gibt einen gut zu hörenden Bass und Gesang und ordentlich schreddernde Gitarren, die aber etwas lauter sein könnten. Das eben genannte Manko ist meinen Ohren nach auf "Blood Sustenance" dann behoben und generell ertönt der Gesamtsound ausgewogener, kompakter, etwas lauter und hat im Ganzen mehr Kraft, Wucht und Ausdruck.
Für die Optik konnte coolerweise Mark Riddick gewonnen werden, der den Crypt Crawler in seinem typischen S/W-Zeichenstil auf morbide Art und Weise auf einem Friedhof zum Leben erweckt hat, wo er sein abartiges Treiben zur Schau stellt. Sieht schon echt fies und bösartig aus, was der Herr unter dem Bandnamen für ein Wesen versteht. Im Booklet findet ihr dann alle Texte und Infos zu beiden Veröffentlichungen und zugehörige Bandphotos.
Mit „To The Grave“ rereleasen F.D.A. Records das Debüt der Australier Crypt Crawler von 2019 und haben gleich noch die "Blood Sustenance"-EP (2020) als Bonus draufgepackt. Wer eine Mischung aus straightem Old School Death Metal, eher modernem HC/Metal-Stakkato-Groove und doomig-düsteren Elementen für vielversprechend hält, sollte hier auf alle Fälle mal reinhören. Es erwarten euch 15 Songs, von denen meiner Meinung nach die EP-Tracks als Sieger hervorgehen.
Nach einem kurzen Intro geht es dann los und für mich auch gleich anders als erwartet. Ich habe natürlich Old School-Gerödel pur erwartet, aber dem ist nicht so. Alte Schule gibt es natürlich auch ordentlich im Sinne von Obituary, Grave, Bolt Thrower, was mir natürlich gut reingeht. Kommen wir zu dem Part, bei dem es bei mir etwas hapert, was aber auch meinem musikalischen Geschmack geschuldet ist, denn Cryptic Crawler sind große Freunde des Stakkato-Grooves, den sie sehr gerne benutzen. An sich kein verkehrtes Stilmittel, aber da gibt es ja auch Unterschiede. Das Ganze erinnert öfter an diese NY Hardcore/Metal-Groove-Schiene im Sinne von Hatebreed oder Madball oder auch an diese langsame HC-Variante wie sie Earth Crisis zelebrieren. Alles sehr beliebt, aber nicht so ganz meine Welt. Wenn dieses Stakkato-Element bei den Australiern derber wird, geht es auch schon mal in die Richtung Internal Bleeding, Broken Hope, Scattered Remnants, Pyrexia oder Baphomet/Banished, wobei ich da abgesehen vom letzten Duo und teilweise Broken Hope auch nicht so ganz zu Hause bin. Schwierige Nummer dieses Mal, auch in dem Sinne, dass ich nicht ganz so einschätzen kann, ob das hier Gespielte von der Qualität her gut ist. Aber machen wir erst mal weiter, denn es schleicht sich auch immer wieder mal etwas MeloDeath, was ich begrüße, in diesen Mix ein und es gibt ab und zu auch sehr coole doomig-düstere Momente mit melancholischen Melodien, was mich dann doch sehr im positiven Sinne überrascht hat. Ihr seht, es ist einiges los in Crypt Crawlers Musik und die Band weiß kompositorisch das Ganze auch zu nutzen und wechselt immer wieder gerne zwischen den Elementen. Wie so oft liegt es an der Dosis, ob es einem mundet oder nicht und beim Longplayer „To The Grave“ versteift sich die Band meiner Meinung nach zu sehr auf den Bereich, der mir nicht so liegt. Eigentlich schade, denn wenn es old schoolig wird, geht es mir doch gut rein. So nimmt die Band für meinen Geschmack etwas die Energie aus den Songs heraus, die zu etablieren möglich wäre. Was ich aber übrigens wirklich cool finde, sind diese sehr gelungenen Gitarrensoli, die immer wieder auftauchen, richtig schön intensiv sind und gerade im Midtempo-Stakkato für etwas mehr Feuer sorgen. Das fetzt schon gut. Gewinner dieser Compilation ist für mich die EP "Blood Sustenance", deren Songs auf der EP auf alle Fälle besser gefallen. Hier ist das Mischverhältnis für meinen Geschmack gelungener und dadurch packender. Da ist im Ganzen mehr Dynamik vorhanden, welche auch besser zündet und das Songmaterial an sich hat mehr Biss, wie ich finde. Das mundet mir schon eher und hier kommt mir das Gefühl auf, die Songs auch mal öfters hören zu wollen. Schade, dass der Longplayer nicht auch so ist.
Kommen wir mal zum Gesang, der jederzeit recht differenziert und mit ordentlich Wut und Wucht in der Brust schön angepisst, kratzig und garstig präsentiert wird und zwischen fiesem Geschreie und derbem Gegrunze pendelt und auch so einen leichten moderneren HC-Flow inne hat. Knallt auf alle Fälle ordentlich und gefällt mir auf beiden Releases dieser CD, wobei auch hier wieder die EP der Gewinner ist, da der Gesang dort noch etwas brutaler erklingt und mehr Energie und Intensität mitschwingt, was für mich auch eine Parallele zum überzeugenderen Songwriting aufweist. Der Gesang auf dem Longplayer ist natürlich auch nicht ohne, nur auf "Blood Sustenance" kickt er noch mehr.
Dann kommen wir mal zum Sound der beiden Scheiben und hier tritt diese Parallele tatsächlich auch wieder auf. "Blood Sustenance" überzeugt mich mehr, auch wenn es nicht mein bevorzugter Death Metal-Stil ist. Echt interessant. Die Produktion von "To The Grave" finde ich aber auch schon ansprechend, da diese ordentlich knallt und auch recht natürlich klingt. Letzteres gilt für allem für den coolen Drumsound. Dazu gibt einen gut zu hörenden Bass und Gesang und ordentlich schreddernde Gitarren, die aber etwas lauter sein könnten. Das eben genannte Manko ist meinen Ohren nach auf "Blood Sustenance" dann behoben und generell ertönt der Gesamtsound ausgewogener, kompakter, etwas lauter und hat im Ganzen mehr Kraft, Wucht und Ausdruck.
Für die Optik konnte coolerweise Mark Riddick gewonnen werden, der den Crypt Crawler in seinem typischen S/W-Zeichenstil auf morbide Art und Weise auf einem Friedhof zum Leben erweckt hat, wo er sein abartiges Treiben zur Schau stellt. Sieht schon echt fies und bösartig aus, was der Herr unter dem Bandnamen für ein Wesen versteht. Im Booklet findet ihr dann alle Texte und Infos zu beiden Veröffentlichungen und zugehörige Bandphotos.
Mit „To The Grave“ rereleasen F.D.A. Records das Debüt der Australier Crypt Crawler von 2019 und haben gleich noch die "Blood Sustenance"-EP (2020) als Bonus draufgepackt. Wer eine Mischung aus straightem Old School Death Metal, eher modernem HC/Metal-Stakkato-Groove und doomig-düsteren Elementen für vielversprechend hält, sollte hier auf alle Fälle mal reinhören. Es erwarten euch 15 Songs, von denen meiner Meinung nach die EP-Tracks als Sieger hervorgehen.
Und mal wieder eine mit bisher unbekannte Band, die mir da aus dem Hause F.D.A. Records als Promo reinschneit. Crypt Crawler, so der vielversprechende Name dieser aus Australien stammenden Band, existieren seit 2018 und haben seitdem drei Studioalben, ein Livealbum und eine EP veröffentlicht. Ich bespreche hier heute eine Compilation bestehend aus ihrem Debüt („To The Grave“) von 2019 und ihrer „Blood Substance“-EP von 2020. Das Ganze kommt auf satte 15 Songs mit einer Spielzeit von fast 47 Minuten. Da bin ich ja mal gespannt, was Cameron Gillam (Bass), Zach James (Gitarre), Marco Ieritano (Gesang), Jordan Cappa (Gitarre) und Jacob Sewell (Drums –#1-11)/Lewis Oliver (Drums -#12-15) so für einen Sound am Start haben. Laut Info gibt es Old School Death und Australien kann ja in diesem Bereich mit einigen guten Bands wie z.B. Abramelin, Misery, Disembowelment, Amoured Angel, Sadistik Exekution oder Portal aufwarten.
Nach einem kurzen Intro geht es dann los und für mich auch gleich anders als erwartet. Ich habe natürlich Old School-Gerödel pur erwartet, aber dem ist nicht so. Alte Schule gibt es natürlich auch ordentlich im Sinne von Obituary, Grave, Bolt Thrower, was mir natürlich gut reingeht. Kommen wir zu dem Part, bei dem es bei mir etwas hapert, was aber auch meinem musikalischen Geschmack geschuldet ist, denn Cryptic Crawler sind große Freunde des Stakkato-Grooves, den sie sehr gerne benutzen. An sich kein verkehrtes Stilmittel, aber da gibt es ja auch Unterschiede. Das Ganze erinnert öfter an diese NY Hardcore/Metal-Groove-Schiene im Sinne von Hatebreed oder Madball oder auch an diese langsame HC-Variante wie sie Earth Crisis zelebrieren. Alles sehr beliebt, aber nicht so ganz meine Welt. Wenn dieses Stakkato-Element bei den Australiern derber wird, geht es auch schon mal in die Richtung Internal Bleeding, Broken Hope, Scattered Remnants, Pyrexia oder Baphomet/Banished, wobei ich da abgesehen vom letzten Duo und teilweise Broken Hope auch nicht so ganz zu Hause bin. Schwierige Nummer dieses Mal, auch in dem Sinne, dass ich nicht ganz so einschätzen kann, ob das hier Gespielte von der Qualität her gut ist. Aber machen wir erst mal weiter, denn es schleicht sich auch immer wieder mal etwas MeloDeath, was ich begrüße, in diesen Mix ein und es gibt ab und zu auch sehr coole doomig-düstere Momente mit melancholischen Melodien, was mich dann doch sehr im positiven Sinne überrascht hat. Ihr seht, es ist einiges los in Crypt Crawlers Musik und die Band weiß kompositorisch das Ganze auch zu nutzen und wechselt immer wieder gerne zwischen den Elementen. Wie so oft liegt es an der Dosis, ob es einem mundet oder nicht und beim Longplayer „To The Grave“ versteift sich die Band meiner Meinung nach zu sehr auf den Bereich, der mir nicht so liegt. Eigentlich schade, denn wenn es old schoolig wird, geht es mir doch gut rein. So nimmt die Band für meinen Geschmack etwas die Energie aus den Songs heraus, die zu etablieren möglich wäre. Was ich aber übrigens wirklich cool finde, sind diese sehr gelungenen Gitarrensoli, die immer wieder auftauchen, richtig schön intensiv sind und gerade im Midtempo-Stakkato für etwas mehr Feuer sorgen. Das fetzt schon gut. Gewinner dieser Compilation ist für mich die EP "Blood Sustenance", deren Songs auf der EP auf alle Fälle besser gefallen. Hier ist das Mischverhältnis für meinen Geschmack gelungener und dadurch packender. Da ist im Ganzen mehr Dynamik vorhanden, welche auch besser zündet und das Songmaterial an sich hat mehr Biss, wie ich finde. Das mundet mir schon eher und hier kommt mir das Gefühl auf, die Songs auch mal öfters hören zu wollen. Schade, dass der Longplayer nicht auch so ist.
Kommen wir mal zum Gesang, der jederzeit recht differenziert und mit ordentlich Wut und Wucht in der Brust schön angepisst, kratzig und garstig präsentiert wird und zwischen fiesem Geschreie und derbem Gegrunze pendelt und auch so einen leichten moderneren HC-Flow inne hat. Knallt auf alle Fälle ordentlich und gefällt mir auf beiden Releases dieser CD, wobei auch hier wieder die EP der Gewinner ist, da der Gesang dort noch etwas brutaler erklingt und mehr Energie und Intensität mitschwingt, was für mich auch eine Parallele zum überzeugenderen Songwriting aufweist. Der Gesang auf dem Longplayer ist natürlich auch nicht ohne, nur auf "Blood Sustenance" kickt er noch mehr.
Dann kommen wir mal zum Sound der beiden Scheiben und hier tritt diese Parallele tatsächlich auch wieder auf. "Blood Sustenance" überzeugt mich mehr, auch wenn es nicht mein bevorzugter Death Metal-Stil ist. Echt interessant. Die Produktion von "To The Grave" finde ich aber auch schon ansprechend, da diese ordentlich knallt und auch recht natürlich klingt. Letzteres gilt für allem für den coolen Drumsound. Dazu gibt einen gut zu hörenden Bass und Gesang und ordentlich schreddernde Gitarren, die aber etwas lauter sein könnten. Das eben genannte Manko ist meinen Ohren nach auf "Blood Sustenance" dann behoben und generell ertönt der Gesamtsound ausgewogener, kompakter, etwas lauter und hat im Ganzen mehr Kraft, Wucht und Ausdruck.
Für die Optik konnte coolerweise Mark Riddick gewonnen werden, der den Crypt Crawler in seinem typischen S/W-Zeichenstil auf morbide Art und Weise auf einem Friedhof zum Leben erweckt hat, wo er sein abartiges Treiben zur Schau stellt. Sieht schon echt fies und bösartig aus, was der Herr unter dem Bandnamen für ein Wesen versteht. Im Booklet findet ihr dann alle Texte und Infos zu beiden Veröffentlichungen und zugehörige Bandphotos.
Mit „To The Grave“ rereleasen F.D.A. Records das Debüt der Australier Crypt Crawler von 2019 und haben gleich noch die "Blood Sustenance"-EP (2020) als Bonus draufgepackt. Wer eine Mischung aus straightem Old School Death Metal, eher modernem HC/Metal-Stakkato-Groove und doomig-düsteren Elementen für vielversprechend hält, sollte hier auf alle Fälle mal reinhören. Es erwarten euch 15 Songs, von denen meiner Meinung nach die EP-Tracks als Sieger hervorgehen.
Nach einem kurzen Intro geht es dann los und für mich auch gleich anders als erwartet. Ich habe natürlich Old School-Gerödel pur erwartet, aber dem ist nicht so. Alte Schule gibt es natürlich auch ordentlich im Sinne von Obituary, Grave, Bolt Thrower, was mir natürlich gut reingeht. Kommen wir zu dem Part, bei dem es bei mir etwas hapert, was aber auch meinem musikalischen Geschmack geschuldet ist, denn Cryptic Crawler sind große Freunde des Stakkato-Grooves, den sie sehr gerne benutzen. An sich kein verkehrtes Stilmittel, aber da gibt es ja auch Unterschiede. Das Ganze erinnert öfter an diese NY Hardcore/Metal-Groove-Schiene im Sinne von Hatebreed oder Madball oder auch an diese langsame HC-Variante wie sie Earth Crisis zelebrieren. Alles sehr beliebt, aber nicht so ganz meine Welt. Wenn dieses Stakkato-Element bei den Australiern derber wird, geht es auch schon mal in die Richtung Internal Bleeding, Broken Hope, Scattered Remnants, Pyrexia oder Baphomet/Banished, wobei ich da abgesehen vom letzten Duo und teilweise Broken Hope auch nicht so ganz zu Hause bin. Schwierige Nummer dieses Mal, auch in dem Sinne, dass ich nicht ganz so einschätzen kann, ob das hier Gespielte von der Qualität her gut ist. Aber machen wir erst mal weiter, denn es schleicht sich auch immer wieder mal etwas MeloDeath, was ich begrüße, in diesen Mix ein und es gibt ab und zu auch sehr coole doomig-düstere Momente mit melancholischen Melodien, was mich dann doch sehr im positiven Sinne überrascht hat. Ihr seht, es ist einiges los in Crypt Crawlers Musik und die Band weiß kompositorisch das Ganze auch zu nutzen und wechselt immer wieder gerne zwischen den Elementen. Wie so oft liegt es an der Dosis, ob es einem mundet oder nicht und beim Longplayer „To The Grave“ versteift sich die Band meiner Meinung nach zu sehr auf den Bereich, der mir nicht so liegt. Eigentlich schade, denn wenn es old schoolig wird, geht es mir doch gut rein. So nimmt die Band für meinen Geschmack etwas die Energie aus den Songs heraus, die zu etablieren möglich wäre. Was ich aber übrigens wirklich cool finde, sind diese sehr gelungenen Gitarrensoli, die immer wieder auftauchen, richtig schön intensiv sind und gerade im Midtempo-Stakkato für etwas mehr Feuer sorgen. Das fetzt schon gut. Gewinner dieser Compilation ist für mich die EP "Blood Sustenance", deren Songs auf der EP auf alle Fälle besser gefallen. Hier ist das Mischverhältnis für meinen Geschmack gelungener und dadurch packender. Da ist im Ganzen mehr Dynamik vorhanden, welche auch besser zündet und das Songmaterial an sich hat mehr Biss, wie ich finde. Das mundet mir schon eher und hier kommt mir das Gefühl auf, die Songs auch mal öfters hören zu wollen. Schade, dass der Longplayer nicht auch so ist.
Kommen wir mal zum Gesang, der jederzeit recht differenziert und mit ordentlich Wut und Wucht in der Brust schön angepisst, kratzig und garstig präsentiert wird und zwischen fiesem Geschreie und derbem Gegrunze pendelt und auch so einen leichten moderneren HC-Flow inne hat. Knallt auf alle Fälle ordentlich und gefällt mir auf beiden Releases dieser CD, wobei auch hier wieder die EP der Gewinner ist, da der Gesang dort noch etwas brutaler erklingt und mehr Energie und Intensität mitschwingt, was für mich auch eine Parallele zum überzeugenderen Songwriting aufweist. Der Gesang auf dem Longplayer ist natürlich auch nicht ohne, nur auf "Blood Sustenance" kickt er noch mehr.
Dann kommen wir mal zum Sound der beiden Scheiben und hier tritt diese Parallele tatsächlich auch wieder auf. "Blood Sustenance" überzeugt mich mehr, auch wenn es nicht mein bevorzugter Death Metal-Stil ist. Echt interessant. Die Produktion von "To The Grave" finde ich aber auch schon ansprechend, da diese ordentlich knallt und auch recht natürlich klingt. Letzteres gilt für allem für den coolen Drumsound. Dazu gibt einen gut zu hörenden Bass und Gesang und ordentlich schreddernde Gitarren, die aber etwas lauter sein könnten. Das eben genannte Manko ist meinen Ohren nach auf "Blood Sustenance" dann behoben und generell ertönt der Gesamtsound ausgewogener, kompakter, etwas lauter und hat im Ganzen mehr Kraft, Wucht und Ausdruck.
Für die Optik konnte coolerweise Mark Riddick gewonnen werden, der den Crypt Crawler in seinem typischen S/W-Zeichenstil auf morbide Art und Weise auf einem Friedhof zum Leben erweckt hat, wo er sein abartiges Treiben zur Schau stellt. Sieht schon echt fies und bösartig aus, was der Herr unter dem Bandnamen für ein Wesen versteht. Im Booklet findet ihr dann alle Texte und Infos zu beiden Veröffentlichungen und zugehörige Bandphotos.
Mit „To The Grave“ rereleasen F.D.A. Records das Debüt der Australier Crypt Crawler von 2019 und haben gleich noch die "Blood Sustenance"-EP (2020) als Bonus draufgepackt. Wer eine Mischung aus straightem Old School Death Metal, eher modernem HC/Metal-Stakkato-Groove und doomig-düsteren Elementen für vielversprechend hält, sollte hier auf alle Fälle mal reinhören. Es erwarten euch 15 Songs, von denen meiner Meinung nach die EP-Tracks als Sieger hervorgehen.
Label
V.Ö.
17. April 2026
Laufzeit
46:55
Tracklist
"To The Grave" (2019):
1. Promesse Battesimali 0:55
2. An Exorcism 2:49
3. Skinned Alive 3:04
4. Cremator 2:27
5. Flesh Obsessed 2:45
6. Dig Up The Dead 3:25
7. Not Of This World 3:00
8. Soul Harvester 3:45
9. Bloodletting 2:58
10. To The Grave 3:09
11. The Surgery Begins 3:50
Bonus "Blood Sustenance" (2020):
12. Vengeance For The Unborn 2:43
13. The River Of Blood 3:08
14. Decaying Host 5:04
15. This Once Holy Ground 3:53
1. Promesse Battesimali 0:55
2. An Exorcism 2:49
3. Skinned Alive 3:04
4. Cremator 2:27
5. Flesh Obsessed 2:45
6. Dig Up The Dead 3:25
7. Not Of This World 3:00
8. Soul Harvester 3:45
9. Bloodletting 2:58
10. To The Grave 3:09
11. The Surgery Begins 3:50
Bonus "Blood Sustenance" (2020):
12. Vengeance For The Unborn 2:43
13. The River Of Blood 3:08
14. Decaying Host 5:04
15. This Once Holy Ground 3:53
Line Up
Cameron Gillam (Bass)
Zach James (Gitarre)
Marco Ieritano (Gesang)
Jordan Cappa (Gitarre)
Jacob Sewell (Drums –#1-11)
Lewis Oliver (Drums -#12-15)
Zach James (Gitarre)
Marco Ieritano (Gesang)
Jordan Cappa (Gitarre)
Jacob Sewell (Drums –#1-11)
Lewis Oliver (Drums -#12-15)
7.5
10
10


