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Common Grave - Embedded Coding


Hotel666 Redaktion

06. Oktober 2009

Beim mit „Embedding Process“ betitelten Intro zu ihrem zweiten Album „Embedded Coding“ kann man sich als Kieler bei COMMON GRAVE beinahe heimisch fühlen: Heulende Windgeräusche und etwas, das doch arg nach Nebelhorn klingt, läuten die Scheibe ein. Untermalt allerdings von stärker und stärker hervortretenden Electro-Samples, die diesen Eindruck dann wieder etwas abmildern – so hört sich auch die HDW-Werft nicht an.

Sobald der Vierer um Sänger Ferenc Horvath richtig loslegt, ist das Heimatgefühl für die allermeisten Einwohner dieser Stadt vermutlich ohnehin gestorben. Ausgenommen bleibt der kleine Teil, der auf brachialen Death Metal abfährt. Denn genau solchen hauen uns COMMON GRAVE um die Ohren und beweisen dabei durchaus technische Raffinesse und eine Vorliebe für jäh gebrochene Moshparts und Blastbeats, auf die man sich erst nach mehrmaligem Hören so richtig eingeschossen hat. Modern zeigen sich COMMON GRAVE auf „Embedded Coding“ ebenfalls, allerdings bedeutet das ausnahmsweise nicht, dass mit Core-Elementen gedödelt wird. Eher lässt der Stil der Band Vergleiche mit DYING FETUS und, vor allem während einiger Riffs in beispielsweise „Dethroning Duality“ und „Casualty“, KATAKLYSM aus der Ära um und bei „The Prophecy“ zu. Dazu gesellen sich dann noch einige progressiv-schräge Läufe und ein paar Kälte ausstrahlende Elektro-Elemente, denen des Intros nicht unähnlich. Sänger Ferenc tobt sich dazu nach allen Künsten des Genres aus und zieht vom gepressten Schreigesang über das Standardgrunzen bis hin zu fiesen Schweinchenquieckereien alle Register. Das vor allem letztere von seinem Namensvetter Joe Horvath bei CIRCLE OF DEAD CHILDREN noch um einiges krasser und besser sind, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein Schreihals mit Talent am Werk ist.

Alles super also? Bietet „Embedded Coding“ allen Todesmetallern Kiels und der Welt eine akustische Wohlfühlheimat voller Grunz und Gemütlichkeit? Jein. COMMON GRAVE fehlen oft leider noch die packenden Songs, gerade die erste Hälfte des Albums wirkt etwas unsicher und zerfahren. Das sich ab „Casualty“ und „Ocean“ mehr Selbstsicherheit bemerkbar macht, reicht dann bei einem nur 35 Minuten langen Album auch nicht mehr für Begeisterungsstürme. Aber Potential bescheinige ich COMMON GRAVE allemal. So ist „Embedded Coding“ vielleicht keine neue Wahlheimat, aber für Death Metal Freaks mit leichtem Hang zu frickeligen Stücken auf jeden Fall einen Besuch wert.
Beim mit „Embedding Process“ betitelten Intro zu ihrem zweiten Album „Embedded Coding“ kann man sich als Kieler bei COMMON GRAVE beinahe heimisch fühlen: Heulende Windgeräusche und etwas, das doch arg nach Nebelhorn klingt, läuten die Scheibe ein. Untermalt allerdings von stärker und stärker hervortretenden Electro-Samples, die diesen Eindruck dann wieder etwas abmildern – so hört sich auch die HDW-Werft nicht an.

Sobald der Vierer um Sänger Ferenc Horvath richtig loslegt, ist das Heimatgefühl für die allermeisten Einwohner dieser Stadt vermutlich ohnehin gestorben. Ausgenommen bleibt der kleine Teil, der auf brachialen Death Metal abfährt. Denn genau solchen hauen uns COMMON GRAVE um die Ohren und beweisen dabei durchaus technische Raffinesse und eine Vorliebe für jäh gebrochene Moshparts und Blastbeats, auf die man sich erst nach mehrmaligem Hören so richtig eingeschossen hat. Modern zeigen sich COMMON GRAVE auf „Embedded Coding“ ebenfalls, allerdings bedeutet das ausnahmsweise nicht, dass mit Core-Elementen gedödelt wird. Eher lässt der Stil der Band Vergleiche mit DYING FETUS und, vor allem während einiger Riffs in beispielsweise „Dethroning Duality“ und „Casualty“, KATAKLYSM aus der Ära um und bei „The Prophecy“ zu. Dazu gesellen sich dann noch einige progressiv-schräge Läufe und ein paar Kälte ausstrahlende Elektro-Elemente, denen des Intros nicht unähnlich. Sänger Ferenc tobt sich dazu nach allen Künsten des Genres aus und zieht vom gepressten Schreigesang über das Standardgrunzen bis hin zu fiesen Schweinchenquieckereien alle Register. Das vor allem letztere von seinem Namensvetter Joe Horvath bei CIRCLE OF DEAD CHILDREN noch um einiges krasser und besser sind, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein Schreihals mit Talent am Werk ist.

Alles super also? Bietet „Embedded Coding“ allen Todesmetallern Kiels und der Welt eine akustische Wohlfühlheimat voller Grunz und Gemütlichkeit? Jein. COMMON GRAVE fehlen oft leider noch die packenden Songs, gerade die erste Hälfte des Albums wirkt etwas unsicher und zerfahren. Das sich ab „Casualty“ und „Ocean“ mehr Selbstsicherheit bemerkbar macht, reicht dann bei einem nur 35 Minuten langen Album auch nicht mehr für Begeisterungsstürme. Aber Potential bescheinige ich COMMON GRAVE allemal. So ist „Embedded Coding“ vielleicht keine neue Wahlheimat, aber für Death Metal Freaks mit leichtem Hang zu frickeligen Stücken auf jeden Fall einen Besuch wert.

V.Ö.
17. Juli 2009
Laufzeit
35:48

6.5
10

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