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Carnal Decay - On Top Of The Food Chain


Hotel666 Redaktion

10. November 2011

Den Weg allen Fleisches gehen in regelmäßigen Abständen auch diverse Metal-Subgenres. Zumindest dann, wenn man ihre Popularität und ihre Medienpräsenz betrachtet. Das Metalcore auf dem absteigenden Ast ist und 70er-Referenzen im Trend liegen, gehört dabei auch mal zum Spiel.

Oder auch nicht, wenn man sich Bands wie CARNAL DECAY mal anschaut. Denn brutalste Death/Grind-Klänge gibt es schon eine ganze Weile, ohne dass ein Hype abzusehen wäre. Insofern hat auch „On Top Of The Food Chain“ keine Chance, das nächste große Dingsda zu werden. Nicht, dass brutaler Death Metal keine Erfolgsgeschichte wäre – Festivals wie das Obscene Extreme wachsen seit Jahren langsam, aber stetig. Und da passen auch CARNAL DECAY mit ihren 35 Minuten Musik ganz gut hin. Knallhart, stumpf bis an die Schmerzgrenze und bewusst disharmonisch ballern die Instrumentalisten Isabelle, Reto und Nasar die neun Stücke auf „On Top Of The Food Chain“ raus, während sich Sänger Michael nach allen Regeln der Kunst den Hals wundgrunzt und -keift. Musikalisch gesehen gilt dabei für CARNAL DECAY, was für viele Vertreter ihres Faches gilt. Wie DERANGED, PROSTITUTE DISFIGUREMENT, DYING FETUS und viele andere sind die Schweizer sehr geschickt darin, ihre tatsächlichen Fähigkeiten unter einer betäubenden Sound-Attacke zunächst mal gut zu verstecken. Erziehungsberechtigte aller Herren Länder dürften daher keine Schwierigkeiten haben, „On Top Of The Food Chain“ als „grauenvollen Lärm“ zu bezeichnen und sich absurderweise noch im Recht zu fühlen.

Der Reiz des dritten CARNAL DECAY-Albums erschließt sich auch für kracherfahrene Musikhörer nämlich erst mit der Zeit und nach mehr als zwei, drei Hördurchgängen. Und auch dann, das sei noch schnell angemerkt, liegt er nicht unbedingt in musikalischer Eigenständigkeit, sondern eher einer rundum gelungenen Brutalo-Scheibe mit liebevoll gestaltetem Comic-Artwork. Wer unbedingt Anspieltipps isoliert haben will, dem sei hier einfach mal „See You In Hell“ empfohlen.
Den Weg allen Fleisches gehen in regelmäßigen Abständen auch diverse Metal-Subgenres. Zumindest dann, wenn man ihre Popularität und ihre Medienpräsenz betrachtet. Das Metalcore auf dem absteigenden Ast ist und 70er-Referenzen im Trend liegen, gehört dabei auch mal zum Spiel.

Oder auch nicht, wenn man sich Bands wie CARNAL DECAY mal anschaut. Denn brutalste Death/Grind-Klänge gibt es schon eine ganze Weile, ohne dass ein Hype abzusehen wäre. Insofern hat auch „On Top Of The Food Chain“ keine Chance, das nächste große Dingsda zu werden. Nicht, dass brutaler Death Metal keine Erfolgsgeschichte wäre – Festivals wie das Obscene Extreme wachsen seit Jahren langsam, aber stetig. Und da passen auch CARNAL DECAY mit ihren 35 Minuten Musik ganz gut hin. Knallhart, stumpf bis an die Schmerzgrenze und bewusst disharmonisch ballern die Instrumentalisten Isabelle, Reto und Nasar die neun Stücke auf „On Top Of The Food Chain“ raus, während sich Sänger Michael nach allen Regeln der Kunst den Hals wundgrunzt und -keift. Musikalisch gesehen gilt dabei für CARNAL DECAY, was für viele Vertreter ihres Faches gilt. Wie DERANGED, PROSTITUTE DISFIGUREMENT, DYING FETUS und viele andere sind die Schweizer sehr geschickt darin, ihre tatsächlichen Fähigkeiten unter einer betäubenden Sound-Attacke zunächst mal gut zu verstecken. Erziehungsberechtigte aller Herren Länder dürften daher keine Schwierigkeiten haben, „On Top Of The Food Chain“ als „grauenvollen Lärm“ zu bezeichnen und sich absurderweise noch im Recht zu fühlen.

Der Reiz des dritten CARNAL DECAY-Albums erschließt sich auch für kracherfahrene Musikhörer nämlich erst mit der Zeit und nach mehr als zwei, drei Hördurchgängen. Und auch dann, das sei noch schnell angemerkt, liegt er nicht unbedingt in musikalischer Eigenständigkeit, sondern eher einer rundum gelungenen Brutalo-Scheibe mit liebevoll gestaltetem Comic-Artwork. Wer unbedingt Anspieltipps isoliert haben will, dem sei hier einfach mal „See You In Hell“ empfohlen.

V.Ö.
16. September 2011
Laufzeit
34:43

7
10

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