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Bran Barr - SIDH


Hotel666 Redaktion

13. April 2010

Wie ich den Namen der französischen Folk Metal Formation BRAN BARR zunächst verstanden habe, traue ich mich kaum zu sagen. Bar jeglicher Zusatzinformation vermutete ich dahinter nämlich einen abgehalfterten Solomusiker aus Baden-Württemberg, der sich mit seinem Pseudonym zugleich als Glam- und bodenständig-cooler Deutschrocker im Stil der ONKELZ inszenieren will. Brennbar? Aber sicher doch, Junge – ALLES ist brennbar! Warte, ich geb dir Feuer!

Genug der lästerlichen Vorrede, denn BRAN BARR sind aus Frankreich, bei Trollzorn unter Vertrag und spielen Folk Metal, oder wie sie es nennen, "Celtic War Metal". Diese Bezeichnung lasse ich persönlich zwar nur für SUIDAKRA gelten, aber dass sich BRAN BARR keltisch-irischer Folklore reichlich verpflichtet fühlen ist unschwer zu erkennen. Es kommen nämlich nicht nicht nur die Metal-Standards wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und mälträtierte Stimmbänder zum Einsatz, sondern beispielsweise auch Bodhran, Geige, Flöte und Whistle. Das gerade die beiden letztgenannten zu den, um es mal freundlich auszudrücken, polarisierendsten Instrumenten gehören, zeigt sich auf in den zehn Stücken auf "Sidh" deutlich. Wer unfreundlich und zudem dem Folk Metal abgeneigt ist, könnte auch sagen: die fiesen Quäken nerven wie Sau und sind bei klarem Kopf und freiem Ohr kaum zu ertragen. BRAN BARR gegenüber wäre das insofern ungerecht, als dass die Band in musikalischer Hinsicht durchaus einiges auf dem Kasten hat und außerdem die Abwechslung liebt. Neben akustischen Zwischenspielen ziehen BRAN BARR etliche Register, die der durchschnittlichen Pagan-Dödel-Band vollkommen abgehen. Black wechselt sich ab mit Power Metal, an SOLEFALD erinnernde Pathosgesänge kontrastieren wütendes Gekreisch, dann kommt noch mal der Doom Metal vorbeigeschlichen und selbst der eine oder andere SLAYER-mäßige Wutanfall wie gegen Ende von "Fury – Exile Of The Orphan" findet sich auf "Sidh".

Das alles kommt mit annehmbarem Sound um die Ecke und weiß trotz gelegentlichen Verzettelns in den Blastpassagen durchaus zu gefallen. Was BRAN BARR für mich ganz persönlich zu einer äußerst problematischen Angelegenheit macht, sind bereits erwähnte polarisierende Instrumente. Für die Tröten muss ich euch leider zwei Punkte abziehen, Leute! Wer da weniger Berührungsängste hat als meine Wurstigkeit wird von dem Abwechslungsreichtum von Songs wie "Passage -The Curse Of The Manimal" und ""Rebirth – Morgan's Gift To Righ Sidh" begeistert sein.
Wie ich den Namen der französischen Folk Metal Formation BRAN BARR zunächst verstanden habe, traue ich mich kaum zu sagen. Bar jeglicher Zusatzinformation vermutete ich dahinter nämlich einen abgehalfterten Solomusiker aus Baden-Württemberg, der sich mit seinem Pseudonym zugleich als Glam- und bodenständig-cooler Deutschrocker im Stil der ONKELZ inszenieren will. Brennbar? Aber sicher doch, Junge – ALLES ist brennbar! Warte, ich geb dir Feuer!

Genug der lästerlichen Vorrede, denn BRAN BARR sind aus Frankreich, bei Trollzorn unter Vertrag und spielen Folk Metal, oder wie sie es nennen, "Celtic War Metal". Diese Bezeichnung lasse ich persönlich zwar nur für SUIDAKRA gelten, aber dass sich BRAN BARR keltisch-irischer Folklore reichlich verpflichtet fühlen ist unschwer zu erkennen. Es kommen nämlich nicht nicht nur die Metal-Standards wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und mälträtierte Stimmbänder zum Einsatz, sondern beispielsweise auch Bodhran, Geige, Flöte und Whistle. Das gerade die beiden letztgenannten zu den, um es mal freundlich auszudrücken, polarisierendsten Instrumenten gehören, zeigt sich auf in den zehn Stücken auf "Sidh" deutlich. Wer unfreundlich und zudem dem Folk Metal abgeneigt ist, könnte auch sagen: die fiesen Quäken nerven wie Sau und sind bei klarem Kopf und freiem Ohr kaum zu ertragen. BRAN BARR gegenüber wäre das insofern ungerecht, als dass die Band in musikalischer Hinsicht durchaus einiges auf dem Kasten hat und außerdem die Abwechslung liebt. Neben akustischen Zwischenspielen ziehen BRAN BARR etliche Register, die der durchschnittlichen Pagan-Dödel-Band vollkommen abgehen. Black wechselt sich ab mit Power Metal, an SOLEFALD erinnernde Pathosgesänge kontrastieren wütendes Gekreisch, dann kommt noch mal der Doom Metal vorbeigeschlichen und selbst der eine oder andere SLAYER-mäßige Wutanfall wie gegen Ende von "Fury – Exile Of The Orphan" findet sich auf "Sidh".

Das alles kommt mit annehmbarem Sound um die Ecke und weiß trotz gelegentlichen Verzettelns in den Blastpassagen durchaus zu gefallen. Was BRAN BARR für mich ganz persönlich zu einer äußerst problematischen Angelegenheit macht, sind bereits erwähnte polarisierende Instrumente. Für die Tröten muss ich euch leider zwei Punkte abziehen, Leute! Wer da weniger Berührungsängste hat als meine Wurstigkeit wird von dem Abwechslungsreichtum von Songs wie "Passage -The Curse Of The Manimal" und ""Rebirth – Morgan's Gift To Righ Sidh" begeistert sein.

Label
V.Ö.
29. Januar 2010
Laufzeit
58:47

6
10

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