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Review zu Weak Aside - Forward Into Darkness - 308 Hits
disc Band: Weak Aside
Album: Forward Into Darkness
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 28.09.2018
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 39:52
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Ostfriesland hat seine eigene Armee... auf alle Fälle zumindest einen Panzer. Dieser hat es aber absolut in sich, da seine Munition brandgefährliches Todesblei ist, das ohne zu zögern auch gerne abgefeuert wird :). Falls ihr euch gerade fragt, was der Typ da schon wieder faselt, kriegt ihr die Antwort natürlich wie aus der Pistole geschossen... hehehehe. Weak Aside sind nämlich zurück :). Drei Jahre nach "The Next Offensive" und Umstrukturierungen in der Band meldet sich der Trupp mit ihrem Drittwerk "Forward Into Darkness", abermals über F.D.A.-Records, zurück, um neues Territorium einzunehmen. Tom, neben Gesang bisher auch an der Gitarre tätig, übernahm den Posten des ehemaligen Bassisten Alex Pahl und die vakante Gitarre übernahm Arne Berents, ehemals BK 49 und jetzt Swing Of The Axe bei den coolen Phantom Corporation. Frisch gestärkt mit ein paar Panzerkeksen geht es dann auch los zur nächsten Attacke :).
Nachdem sich das Intro mit einer feinen Melodie und ein paar coolen Samples langsam aufbaut und uns für die Scheibe warm macht, geht der Spaß auch schon los :). Hier wird sofort klar, dass die Band keinen Gefangenen machen will, was bei dem Sperrfeuer, das sie hier abgeben, auch schlecht möglich ist. Dass die Jungs sehr auf Bolt Thrower und Obituary stehen, sollte ja kein Geheimnis sein. Dafür brauchen sie sich auch nicht schämen, denn was die Jungs daraus machen, ist absolut klasse :). Ich höre aber auch Asphyx, altes US-Rabaukentum der Marke early Death und die straighte Schiene von Morbid Angel und Immolation sowie etwas Gorefest zu "False"-Zeiten heraus. Alles extrem geile Einflüsse, aus denen Weak Aside einen effektiven Sprengkopf gebastelt haben, der euch ordentlich um eure Ohren zimmern wird :). Diese Mischung aus heftiger Old School-Attacke mit leicht thrashiger Attitüde, wuchtigem Groove und hymnischen und griffigen Melodien ist wirklich sehr betörend, einnehmend, mitreißend, intensiv, voller Energie und macht einfach nur Freude beim Hören :). Das Songwriting ist schön griffig und weiß ohne großen Firlefanz sofort euer Hirn in Ekstase zu versetzen :). Für die nötige Abwechslung innerhalb und unterhalb der Songs wurde auch gesorgt, so dass ihr Old Skull-Lunatics sehr befriedigt sein dürft :). Es spricht mich außerdem sehr an, dass Lukas und Arne nicht nur massig Killerriffs aus dem Hut zaubern, sondern uns auch noch mit wirklich geilen und ansprechenden Soli beglücken :). Mal für sich alleine stehend, mal im Duell sind sie jedes Mal klasse, songdienlich eingesetzt und toll gespielt. Die Band ist ohnehin sehr tight in ihrem Zusammenspiel und das ist dem Endergebnis auch anzuhören. Die Gitarren sind punktgenau eingespielt und werden von Toms fettem Bass und von Marcs geilem Drumming ausgezeichnet eingerahmt und untermauert. Da freut es auch mich alten Ex-Zivi, dass die Kriegsmaschine ordentlich losrattert :).
Gesanglich macht Tom Zorn seinem Namen alle Ehre, denn das was er mir entgegenkeift, ist herrlich aggro :). Sein tiefes, leicht an Jan-Chris De Koeijer und Kam Lee erinnerndes Gegrunze ist echt derbe, voller Power und Härte und schüttelt eure Rübe ordentlich durch :). Er grunzt aber nicht nur permanent herum, sondern schwenkt auch sehr gerne in hasserfülltes John Tardy-mäßiges Geschreie über, das ebenfalls ordentlich meine Ohren erfreut :). Er hat beide Varianten voll drauf, weiß genau, wann er was einzusetzen hat, und es ist ihm auch total anzuhören, dass es ihm echt Bock macht, seine Stimmbänder so zu quälen. Durch die Variabilität seines Gesanges wird, meiner Meinung nach, die Dynamik der Songs sehr gut unterstützt. So muss das sein :).
Die Produktion hat es mir auch sehr angetan :). Diese ist im Gegensatz zur letzten Scheibe, die auch Knaller ist, noch etwas natürlicher und rauer und erinnert mich leicht an frühe Death Metal-Bands aus den 80ern, als diese noch mehr diese derbe und böse "Seven Churches"-/"Abominations Of Desolation"-Ausstrahlung hatten. Stellt euch diesen Anteil kombiniert mit einem fetten, erdigen und wuchtigen Sound vor und dann könnt ihr euch ungefähr denken, was hier Phase ist :). Das Ganze hat auch etwas von einem echt akkuraten Livesound, der alles niedermäht :). So etwas erfreut mich ja immer wieder sehr :). Passt damit auch perfekt zu den Songs dieser Scheibe, deren Energie, Gewalt und Kraft durch so eine Produktion natürlich astrein umgesetzt wurde. Aufgenommen wurde im mir unbekannten Desert In Studio mit einem Herren namens Thilo Krieger. Mix und Mastering wurden den Zauberhänden von Jörg Uken übergeben, der in seinem Soundlodge Studio das Gebräu verfeinerte :). Alles bestens also :).
Für den Augenschmaus wurde wieder der friesische Nekromant Thomas Westphal angeheuert und sein Artwork für "Forward Into Darkness" ist echt cool geworden. Was anderes habe ich jetzt auch nicht erwartet. Der Albumtitel wird wirklich sehr geil in einer apokalyptischen, kriegerischen Endzeitwelt dargestellt und wirkt sehr intensiv, wie ich finde. Das liegt nicht nur an den genutzten Motiven, sondern auch an der sehr dynamischen Art, wie diese Motive dargestellt sind, und vor allem an den Farben. Ich war ja, als die ersten Bildausschnitte präsentiert wurden, etwas skeptisch, ob das mit so knalligen Farben, die ich ja an sich mag, bezüglich des Artworks so eine gute Idee ist. Aber ich habe mich sehr geirrt. Denn durch die intensiven Rot-, Gelb- und Orangetöne treten die Szenarien der Zerstörung, die auch so schon zu erkennen sind, noch um einiges heftiger in Erscheinung. Ein herrlicher Effekt :)! Durch die Kombination aller erwähnten Elemente entsteht also ein sehr intensives Cover für eine sehr dynamische Scheibe :). Dazu gibt es noch coole Photos der Band und der einzelnen Mitglieder, das altbekannte Logo von Christophe Szpajdel und ein ansprechendes Layout von Marc Niederhagemann (ArtWars-Mediadesign).
Wie schon erwähnt, macht mir diese geile Scheibe echt eine Menge Laune und ich denke, dass alle, denen Weak Aside noch nicht bekannt ist, hier unbedingt reinhören müssen, denn sonst verpassen sie eine famose Old Skull-Sause des Todes :). Diejenigen, die den Ostfriesen eh schon verfallen sind, sollten sich den Drittling aber auch schnell zulegen, da sie ja sicherlich schon sehnsüchtig auf neuen Stoff warten :).
"Forward Into Darkness" ist genau der richtige Treibstoff für euren Panzer, denn Weak Asides leicht thrashig angehauchter Old School Death Metal ist voller kraftvoller und mitreißender Energie und wird euer Gefährt zu Höchstleistungen anspornen! This time it´s war!


9,5 Punkte!

Songs:

1. Submerge 01:06
2. Until You Died 04:32
3. Royal Blood Dethronded 03:40
4. We´re All Condemned 04:39
5. Contact 04:58
6. Violence 04:23
7. In The Deep There Is No God 04:26
8. Face Down 04:27
9. Poison Gas 03:06
10. The End 04:35

Spielzeit: 39:52

// Rudi

 ec

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