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Review zu Panzer Squad - Ruins - 409 Hits
disc Band: Panzer Squad
Album: Ruins
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 31.08.2018
Label: Testimony Records
Laufzeit: 39:47
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Als mir eine neue Promo aus dem Hause Testimony Records ins digitale Haus flatterte, war ich doch gleich neugierig, da Dennis über sein Label ja schon einige Death Metal-Knaller veröffentlicht hat. Aber was sollte ich im Infosheet lesen? Die mir bisher unbekannten Panzer Squad spielen Thrash Metal. Auch super und bei dem Bandnamen erwarte ich akkurates Geratter :). Das leicht crustige Outfit der drei Herren spricht mich auch positiv an. "Ruins" ist bereits der zweite Longplayer der Osnabrücker und dreizehn Songs in knapp 40 Minuten klingt wirklich nach Geratter :). Also die Scheibe angeschmissen!
Nach einem kurzen Intro geht die Attacke auch schon los und die Band kennt echt keine Gnade :)!
Ich denke, ihr könnt schon ahnen, dass hier kein Schöngeist-Thrash gespielt wird. Mich erinnert der Stoff an alte Razor, die erste Merciless, alte Maze Of Torment, Nifelheim, Darkthrone, das Necronomicon-Debüt, Mutilator, das Holocausto-Debüt, Vulcano, ganz alte Sepultura, The Unsane ("Inverted Crosses") und Black Shepherd. Es geht auf "Ruins" also so richtig schön straight, ruppig und kompromisslos zur Sache :). Dieser dreckige Bastard wird dann auch noch durch crustige Rhythmen und Gitarrenlinien mit einem gewissen D-Beat-Flair versehen, was den Songs super zu Gesicht steht :). Mit der Energie, die Panzer Squad dabei entfachen, können sie locker mit einem Fingerschnipsen das Feuer im Hochofen eines Stahlwerkes entfachen und diesen zum Glühen bringen. Knaller! Wer sich hier nicht sofort zum Abgehen veranlasst fühlt, dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Die Jungs schreddern sich voller Hingabe durch ihre Höllentracks, dass man befürchten muss, ihre Körper würden gleich in Fetzen fliegen! So muss das sein :). "Ruins" bringt meine Pumpe echt zum Glühen. Das Inferno wird dann noch mit einem coolen Cover der legendären Shitlickers beendet und rundet die Scheibe top ab :).
Gesanglich geht es natürlich auch räudig zur Sache, aber wer von euch erwartet jetzt hier harmlose und gut ausgearbeitete Gesangslinien? Das würde zu dieser Art des Thrashs ja gar nicht passen und genau deshalb lässt es die Band auch hier so richtig krachen :). Das Ganze klingt dann für mich wie eine Mischung aus Max Cavalera Mitte der 80er und arg angepisstem Crustgebelle. Diese Blut und Bier sabbernde Bestie greift ohne zu fackeln an und schreit, gröhlt und kotzt alles in Grund und Boden, was in dem Weg kommt :). Da wird das Grinsen in meinem Gesicht noch etwas breiter :).
Soundtechnisch bewegen sich Panzer Squad im Dunstkreis räudiger Thrash-Bands und herrlich rotziger Crustkombos. Hier wurde also nichts aber auch gar nichts glattgebügelt und zugunsten des modernen Plastikgotts geopfert. Das Ergebnis ist ein absolut rohes, giftiges, intensives und brutales Kratzen an euren Hörorganen, die beim ersten Schallwellenkontakt sofort wie Sau anfangen werden zu bluten! Hammergeil, Leute :). Diese Knallerproduktion wird wie eine Granate in euren Köpfen explodieren, da sie die perfekte akustische Umsetzung der Musick ist, und versprüht dabei auch noch dieses affengeile dreckige Feeling brasilianischer Bands aus den 80ern :)! Das erfreut mich doch arg :). Ich bin von diesem Sound auf alle Fälle total begeistert!
Dazu gesellt sich ein Gemälde als Artwork, bei dessen Anblick ich zuerst eher an Black- oder Death Metal denken würde. Zu sehen ist ein wirklich geiles Inferno, das einer großen Zivilisation ihr jähes Ende bereitet. Das altertümliche Chaos, welches in einem vulkanischen Höllenfeuer verschwindet, lässt sich nicht nur auf die Zivilisationen der heutigen Zeit übertragen, sondern durch die dynamische Gestaltung des Bildes auch auf die enorme Energie und Kraft, die Panzer Squad mit ihrem geilen Thrash erzeugen können. Passt also :).
Panzer Squad starten mit ihrem zweiten Longplayer "Ruins" ein echt fettes Trommelfeuer voller tödlicher Geschosse aus ihrem Schützengraben heraus und hinterlassen nur Schutt und Asche! Liebhaber/-innen von absolut räudigem Thrash voller Crustpower müssen diese Scheibe echt anchecken :)!

9 Punkte!


Songs:

1. Extinction 3:11
2. Death Toll 2:41
3. Escapist 4:37
4. Sewer Rat 3:28
5. Societal Funeral 3:34
6. Singular Purpose 2:12
7. Shut In 2:55
8. Victims Of War 0:59
9. Delusionist 4:15
10. Approaching The End 4:30
11. Zombie Shot 3:08
12. After The Bombs 3:23
13. Warsystem (Shitlickers Cover) 0:54

Spielzeit: 39:47

// Rudi

 ec

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