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Review zu Troops Of Doom - Fear - 458 Hits
disc Band: Troops Of Doom
Album: Fear
Genre: Hardcore/Metal
Rls. Datum: 19.07.2018
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 29:39
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Na... wer von euch hat beim Bandnamen nicht sofort an Sepultura gedacht ;-)? Ich auf alle Fälle und da die Scheibe über Raw Skull Recordz rauskommt, hatte ich natürlich auch gleich ein feines Old School-Brett im Kopf. Aber weit gefehlt, denn Troops Of Doom bezeichnen ihre Musik als Heavy Hardcore. Für ein Label mit dem Motto "Dedicated to Old School Death Metal" ist das natürlich überraschend, aber da Rai mit seinen bisherigen Releases nicht enttäuschte, war ich gespannt :). Hardcore ist ja mittlerweile ein weites Feld, was die musikalische Definition angeht, weshalb meine Neugier noch größer wurde. Ich persönlich bevorzuge ja den alten Hardcore aus den 80ern. Also den mittlerweile vierten Release "Fear" der Truppe aus Hengelo angeschmissen, um herauszufinden, was Troops Of Doom so für einen Stil auffahren:). Old School ist es leider nicht, aber das, was ich zu hören bekomme, klingt auf alle Fälle cool :). Troops Of Doom spielen dann doch eher New School Harcore, wie ich es gerne nenne. Also die Variante, welche häufig schon eher Metal ist, im Gegensatz zum ursprünglichen Sound. Ich muss gestehen, dass ich mich in dieser Richtung nicht wirklich auskenne, aber mein Gehör und mein Gefühl sagen mir, dass die Holländer qualitativ hochwertigen Stoff abliefern und somit doch gut in Rais bisherigen Veröffentlichungskatalog passen :).
Eines ist nach den ersten Tönen auf alle Fälle gewiss: Die Jungs haben wirklich schlechte Laune und kanalisieren sie in ihren Songs. Die Musik ist echt brutal, kommt dadurch an Death Metal heran, und voller Wut! Soll mir recht sein, denn die Songs kommen echt cool rüber :). Die Intensität der Scheibe beeindruckt mich schon sehr. Musikalisch gibt es fette Moshparts, Grooves, die euch mächtig an die Wand pressen werden, geiles, leicht thrashiges Stakkatoriffing, slammiges Midtempo und zu meiner Freude dann doch den einen oder anderen eher old schooligen Abgehpart. Echt top :). Ich stelle mir gerade den Moshpit zu Troops Of Doom vor und ich denke, dass es dort sicherlich krass abgehen dürfte! Die Musik lädt aber auch förmlich dazu ein, wie Sau abzugehen und auszurasten. Das klingt doch gut, oder? Die Jungs schaffen es auch, innerhalb ihrer Lieder genug Abwechslung zu schaffen, so dass so schnell keine Langeweile aufkommen wird. Mir gefällt es auch, dass die Musik schnell im Hirn wirkt und meinem Körper sogleich befiehlt, in Bewegung zu geraten. Das spricht absolut für die Songwriting-Qualität der Band, die wahrlich weiß, die Hörer in den Bann ihrer Wut zu ziehen.
Da lässt der Sänger sich nicht lumpen und erreicht mit seinem Gesang das Aggressionslevel der Musik locker :). Meine Fresse, ist der Herr angepisst. Das kommt natürlich den Liedern sehr zugute, denn er reißt mit seiner Stimme echt ein Inferno ab. Sein Gebrülle ist räudig, fett, brutal und drückt euch ordentlich an die Wand. Dazu garniert er die Songs noch mit fiesen Schreien und coolen HC-Shouts. Die Songs und der Gesang sind an sich schon derbe, aber in Kombination wirken sie wie ein Vorschlaghammer, der euch genüsslich in einen Fleischwolf kloppt :). Geil!
Zu diesem Wutklumpen gibt es dann auch einen richtig schönen "In die Fresse"-Sound :). Absolut geil, wie mir die Songs entgegenschallen. Hier wurde die Kraft, die Energie und der Zorn der Musik ausgezeichnet eingefangen. Während die kratzigen Gitarren und der Gesang auf eure Köpfe einhämmern, boxen euch der Bass und das Schlagzeug schön in die Magengegend. Bei der druckvollen, natürlichen und aggressiven Produktion ist das auch kein Wunder und passt wie die Faust aufs Auge :). Das Ganze ist heavy as fuck und macht echt Laune.
Artworktechnisch würde ich auf den ersten Blick auf eine Black-/Death- oder Düster-Metalband tippen. Das liegt vor allem daran, dass das Cover in schwarz, weiß und grau gehalten ist, und das Motiv an sich meiner Meinung nach eher der Tradition der genannten Genres entspricht. Auf alle Fälle sieht das Bild cool aus und bringt die düstere Atmosphäre der Musik gut rüber.
Wie bereits zu Beginn erwähnt, kenne ich mich in diesem HC-Bereich nicht wirklich aus, aber ich denke mal, dass die Damen und Herren, denen dieser Stil zusagt, auf alle Fälle in diese Scheibe reinhören müssen, denn die Songs sind echt catchy, cool, brutal und voller Energie :). Ihr solltet also auf eure Kosten kommen :). Mir persönlich gefällt dieser Wutbrocken wirklich gut :).

8,5 Punkte


Songs:

1. Fear Turns To Hate 03:54
2. Undefeated 01:28
3. Disconnected From Society 03:34
4. Leeches 03:17
5. Devil In Me 02:48
6. Debt ´Til Death 03:40
7. Broken World 04:07
8. Our Demise 04:06
9. Choose Your Path 02:45

Spielzeit: 29:39

// Rudi

 ec

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