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Review zu Gutter Instinct - Heirs Of Sisyphus - 191 Hits
disc Band: Gutter Instinct
Album: Heirs Of Sisyphus
Genre: Death/Black
Rls. Datum: 08.06.2018
Label: Pulverised Records
Laufzeit: 46:01
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Aus Helsingborg in Schweden kommt die nächste, mir bisher unbekannte Band namens Gutter Instinct. Die Band gibt es seit 2012 und veröffentlicht nun ihren zweiten Longplayer namens "Heirs Of Sisyphus" über Pulverised Records, die ja schon den einen oder anderen Kracher herausbrachten. Umso gespannter war ich also. Bei dem Bandnamen habe ich zuallererst an geilen Crustpunk statt an Death Metal gedacht, da ja Schweden auch einiges an geilem Stoff aus dieser Richtung am Start hat, aber die ersten Töne haben mich sofort eines Besseren belehrt. Es gibt tatsächlich Death Metal, aber absolut keinen typischen Svenska Dödsmetall. Da ich natürlich neugierig war, was die Band vorher veröffentlicht hat, lässt sich sagen, dass Gutter Instinct ursprünglich dem alten schwedischen Stil folgten, aber, so wie es aussieht, auf ihrer neuen Scheibe andere Wege des Todes gehen wollten, auch wenn der alte, linkshändische Pfad immer noch durchscheint.
Wie diese für die Band neuen Wege aussehen, hört ihr auch gleich von Anfang an. Der von einer Band wie Incantation oder Dead Congregation zelebrierte Sound steht dabei genauso Pate wie z.B. auch Bands wie Necros Christos, Sonne Adam, Teitanblood oder Grave Miasma. Es geht also immens brutal, düster, pechschwarz und mit einem leichten Hang zum Kaos zur Sache! Die Band entfacht dabei echt ein Höllenfeuer, dessen Funken euer schwärzliches Todesherz sofort zum Glühen bringen wird. Die Wut und Energie, mit der Gutter Instinct uns hier entgegenschallen, ist beeindruckend und schön heavy :). Hier hat der Deibel wahrlich aufgepasst, dass das schwarz geronnene Blut der Musiker sich in Noten sammelt, die seiner gerecht werden. Sei es eine brachiale Attacke, ein zäher Todesschleim oder eine hypnotische Walze - die Band hat den Dreh echt raus und serviert uns sehr gelungenen Death Metal voller Schwärze und düsterer Atmosphäre. Nicht nur der Teufel und Gevatter Tod werden also ihre pure Freude an diesem Klumpen haben.
Gesanglich geht es dann natürlich auch in die Vollen, denn brachiale Musick braucht entsprechende Vokillz. Das äußert sich in wunderbar tiefem Gegrunze, das voller Kraft und Hass herausgekotzt wird, und seine Unterstützung in fiesem und garstigem Gekeife und Geschreie findet. Was Anderes würde da auch nicht passen, und natürlich gibt es ordentlich Hall auf die Stimmen, so dass das Ganze noch düsterer und bedrohlicher wirkt. Die Stimmung, die dadurch verbreitet wird, ist demnach düster, also genauso wie wir es wollen. In Kombination mit der Musick ergibt sich ein Gefühl, als würde man in einem Morast aus kochendem Pech stecken und nicht mehr entkommen können. Der Metal ov Death hat seine Mission also ausgezeichnet erfüllt :).
Natürlich muss da auch die Produktion passen, denn sonst verpufft diese schwefelige Attacke im Nichts, was echt schade wäre. Die dafür Verantwortlichen, nämlich Kristopher Östadius, Aufnahme im Studio Mangelrum, und Tore Stjerna, Mix und Mastering im bekannten Necromorbus Studio, ließen aber natürlich nichts anbrennen und kreierten einen Sound, der den Kompositionen und der von ihr ausgehenden Atmosphäre wirklich gerecht wird :). Die Produktion ist schön brachial, natürlich, fett, voller Verderben und brutal :). Mir gefällt aber besonders gut, dass Gutter Instinct in Bezug auf ihren Gitarrensound ihre frühere Marschroute nicht ganz aufgaben, denn ihre Sechssaiter vibrieren immer noch, wenn auch nicht ganz so dominant, im Geiste der guten, alten HM2-Kreissäge, was in Kombination mit dem schwarzen Death Metal echt cool und interessant klingt :).
Das äußere Erscheinungsbild darf dem natürlich nicht nachstehen, wofür der slovakische Künstler Dávid Glomba von Teitan Arts gesorgt hat. Die visuelle Umsetzung des Albumtitels ist ihm wirklich gelungen. Das Szenario der Qual ist in eine düstere, morbide und leicht psychedelisch wirkende Alptraumlandschaft gebettet. Hammer :). Was mir auch sehr an dem Bild gefällt, sind die verschiedenen Motivebenen, so dass sich genaueres Hingucken lohnt. Auf alle Fälle ein absolut zur Musick stimmiges Cover :). In dieses feine Gemälde gliedert sich das wie alte, knorrige Wurzeln wirkende Bandlogo ein und rundet das Cover sehr gut ab, wie ich finde. Wir haben es hier also mit einem gelungen Gesamtpaket zu tun.
Gutter Instinct werfen mit ihrem zweiten Longplayer "Heirs Of Sisyphus" einen wirklich gelungenen Todeskracher in die Welt, der Freunde und Freundinnen des schwärzliches Todes sicherlich sehr ansprechen wird. Das Reinhören lohnt sich allemal, denn die Schweden fahren wirklich ein fettes Brett ov Death auf!


9 Punkte


Songs:

1. Satan Within 5:23
2. Zenon 5:29
3. The Abyss Speaks 6:28
4. Shock Doctrine 5:09
5. Uncreation 6:39
6. Tip Of The Spear 5:44
7. The Luminous Darkness 2:26
8. Heirs Of Sisyphus 8:43

Spielzeit: 46:01

// Rudi

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