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Review zu Slaughterday - Abbatoir - 549 Hits
disc Band: Slaughterday
Album: Abbatoir
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 25.05.2018
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 27:56
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Now Eastfrisians take over and rule by Death Metal! Passender lässt sich dieses Review nicht beginnen, denn mighty Slaughterday sind endlich zurück und servieren uns mit "Abbatoir" eine EP, die von der ersten bis zur letzten Sekunde absoluter Hammer ist! Es ist schon beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit Bernd (Drums/Gesang) und Jens (Gitarre/Bass) bei jeder ihrer Veröffentlichungen das Niveau und die Qualität der Vorgängerscheiben locker halten und sogar übertreffen können. Bei "Abbatoir" ist das auch wieder der Fall :). Rico kann echt stolz darauf sein, dieses Ungetüm im F.D.A.-Stall zu haben.
Ich bin auch jedes Mal total begeistert, wie es die Jungs schaffen, mich von der allerersten Sekunde bis zum letzten Moment permanent in ihren Bann zu ziehen, mich austicken und abgehen zu lassen! Ihr allmächtiger Old School Death Metal ist aber auch wahnsinnig elektrisierend, da kann ich einfach nicht anders und will es auch nicht! Total Death Metal Insanity :). Schnell wie ein Blitz, eitrig-langsam schlürfend oder alles genüsslich niederwalzend - Slaughterday lassen zu keinem Moment Zweifel aufkommen, dass sie absolut Bock haben, geile Musick zu spielen :). Stellt euch vor, ein unbändiger Strom aus Blut, Eiter, Knochen, Leichen und Särgen bricht über euch herein und ihr wollt euch nicht an das rettende Ufer begeben, sondern voller Freude in diesem Sog schwimmen und diesen nicht mehr verlassen, dann habt ihr "Abbatoir" :). Ihr glaubt ich übertreibe? Dann hört euch "Abbatoir" an und ihr merkt sofort, wie euer rottiges Old School-Herz vor Freude anfängt, zu zittern :). Natürlich sind Slaughterday massiv von Autopsy beeinflusst, haben aber auch kein Problem, das zuzugeben. Und wer von uns Old School-Freaks fährt denn nicht auf diese Band ab? Oder auf geilen Stoff wie alte Death, Possessed, Repulsion oder alten, straighten Schwedentod? Mein Ohr kann aber z.B. beim ersten Song Strukturen erhören, die mich an Incantation erinnern, wenn sie voller Wucht Vollgas geben und alles zerschmettern. Auf alle Fälle regiert hier die alte Schule mit eiserner Faust und das ist auch gut so :). Zusätzlich vernehme ich da aber noch einen anderen Einfluss aus der alten Zeit, denn manche Riffs und Rhythmen erinnern mich persönlich an das Hallows Eve-Debüt, halt nur etwas schneller und brutaler :). Passend zu diesem von mir vernommenen 80s-Einfluss gibt es dann noch geile Soli, die so richtig schön METAL sind :)! Da fängt meine Air Guitar ordentlich an zu glühen und das nicht nur bei den Soli :). Hier sind echte Freaks am Werk, die auch den allerletzten Tropfen Herzblut und ihre ganze Passion in Death Metal investieren, weshalb es auch so hammergeil und zu keinem Moment nach Rip-off klingt :). Die dadurch freigesetzte Energie ist wirklich enorm.
Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, sind die beiden große Freunde von Coversongs und dieses Mal haben sie sich sogar zwei Stücken gewidmet :). Das freut mich sehr, denn ihre bisherigen Covers waren immer geil. Fange ich mal mit dem zweiten Song an, bei dem es nach Finnland geht. Als ich las, dass Slaughterday Amorphis covern wollen, hatte ich zuerst "Vulgar Necrolatry" im Sinn. Dieser eigentlich von Abhorrence stammende Song (jaja... Klugscheißer :) ) war es dann doch nicht, aber "Grails Mysteries" ist natürlich auch Hammer! Im Slaughterday-Gewand klingt der Song auch wirklich klasse und die Melodien kommen so richtig schön zur Geltung. Eine grandiose Verbeugung vor der finnischen Death Metal-Szene, die viel mehr Beachtung bekommen sollte, denn sie killt wie Sau :)! Dann komme ich mal zum ersten Coversong auf dieser EP. Slaughterday haben sich nämlich an die Doom- und US Metal-Legende Trouble gewagt, und zwar an "Victim Of The Insane" vom genialen Debüt. Der Hammer, oder? Hammer ist auf Fälle, was die beiden Herren aus diesem genialen Song gemacht haben. Ich bin echt hin und weg, weil es so fett geworden ist. Außerdem wird hier wieder ersichtlich, warum Autopsy in ihren langsamen Momenten so klingen wie sie klingen. Aber dass die Herren auf Trouble stehen, ist ja kein Geheimnis. Auf alle Fälle haben die Friesen hier echt eine oberamtliche Coverversion rausgehauen :). Mir gefällt auch, dass die beiden Songs sich sehr in den Fluss der EP einfügen und mit den eigenen Songs eine homogene Einheit bilden :). Zwei geniale Sahnehäubchen, die diesen Killerrelease ausgezeichnet abrunden.
Gesanglich wühlt Bernd auch wieder in den tiefsten Gegenden seiner Innereien herum, während er bis zum Hals im Verwesungssud eines ausgehobenen Grabes steht. Fettes, brutales und düsteres Gegrunze des Todes, garniert mit fiesen Schreien ist also abermals zu 666% gewährleistet. Das ist ja an sich schon geil, wird dann aber noch mit der gleichen Intensität und Hingabe wie die Musick an sich zelebriert. Das Herzblut pulsiert also auch in den Stimmbändern bis zum Anschlag und das ist auch gut so :).
Dazu gibt es dann noch einen unfassbar geilen Sound! Die Produktion ist so richtig fett, roh, brutal, drückend und wunderbar natürlich! Hammer :). Hört euch nur den Sound der jeweiligen Instrumente an... die schreddernde Gitarre, der wummernde und erdige Bass und das schön knallende Schlagzeug... und genau mittendrin dieses geile Gegrunze. Es tönt euch also so richtig grandiose und rohe Death Metal-Urgewalt entgegen, die den Charme und die Atmosphäre des alten Todesbleis famos in die Neuzeit überträgt, ohne altbacken zu klingen! Was Besseres kann es für diese Art von Death Metal auch nicht geben, finde ich :). Und wer hat dafür gesorgt, dass ich so begeistert bin? Mal wieder Jörg Uken und sein Soundlodge Studio :). Der Mann ist wirklich ein Meister seines Faches und das erfreut nicht nur die Bands, die einen tollen und individuellen Sound erhalten, sondern auch unsere Ohren :).
Ein anderer Meister war für das Artwork zuständig. Die Rede ist von Thomas Westphal (Necromaniac Artworks), der ja mit Slaughterday schon zusammengearbeitet hat und auch dieses Mal nicht enttäuscht. Was Anderes erwarte ich aber auch nicht, da seine Motive und sein Zeichenstil wirklich immer gelungen sind, weshalb der "Schlachthof“ ausgesprochen geil aussieht :). Ein wirklich schön morbides Motiv in bester Todesbleimanier springt uns da entgegen und macht sogleich Neugier auf die Musick, die uns auf der Scheibe erwartet. So soll es ein :).
Falls ihr das dann schon cool findet, dann schaut euch ganz schnell die Rückseite der Veröffentlichung an, denn dort hat der Herr nochmal alle Register gezogen! Meine Fresse, ist dieses Bild geil! Eine siffige und sehr detailreiche Masse aus Zerfall und Todesqual erwartet uns hier, bei der sich das genauere Hingucken wirklich lohnt :). Total Death Metal Art! Mir gefällt auch die Farbgebung, da sie meiner Meinung nach nicht so dem Standard entspricht und gleichzeitig einen gewissen moderigen Touch hat. Passt also perfekt :). Dazu gesellt sich das neue, ebenso von ihm entworfene, coole Bandlogo. Dieses erweckt den Eindruck, dass es bloß nicht berührt werden sollte, da sonst die neugierigen Pfoten sofort aufgeschlitzt werden und ausbluten, hehehe :). Die Zeichnungen, die "Abbatoir" schmücken, sind dann auch Vorlage für ein cooles Booklet, welches von Marc Niederhagemann (ArtWars-Mediadesign) top umgesetzt wurde, denn durch Vergrößerung einzelner Fragmente werden die Details noch besser sichtbar. Da macht es echt Laune, ins Booklet zu gucken. Richtig cool sieht das Ganze dann auch noch aus, wenn das Bandphoto, geschossen von Wiebke Reiners, dem Farbkonzept angepasst und von den Zeichnungen umrahmt wird. Echt super :). Wie ihr seht, ist die visuelle Präsentation von "Abbatoir" absolut gelungen und spiegelt die hohe musikalische Qualität dieses Produkts auch optisch wieder.
Bei "Abbatoir" passt echt alles wie der Deckel auf den Sarg. Die beiden Friesen versorgen uns abermals mit obergeilem Death Metal, der nicht nur ihr bisheriges Schaffen toppt, sondern uns Old Skull-Maniacs in einen Wahnsinn lovecraftschen Ausmaßes treiben wird :).
Slaughterday beziehen ihre Kraft und Energie aus dem verruchten Gestank der verdrehten Masse des verbrannten Zerfalls, um daraus mächtige Death Metal-Hymnen in allerbester Old School-Manier zu erschaffen, die euch einfach nur nach Luft schnappen lassen! Ihr werdet "Abbatoir" lieben!

10 madenzerfressene Punkte der Todes :-)

DEAD AS FUCK!!!

Songs:

1. Abbatoir 04:04
2. Wasteland Of Demise 04:49
3. Victim Of The Insane (Trouble-Cover) 05:08
4. Phantasmal Death 05:58
5. Cursed By The Dead 04:48
6. Grails Mysteries (Amorphis-Cover) 03:09

Spielzeit: 27:56


PS: Kauft euch am besten zum Erwerb von "Abbatoir" die grandiose Split-7" mit den famosen Phantom Corporation gleich mit dazu, denn auf diesem Release ist ein exklusiver und grandioser Slaughterday-Knaller enthalten :)!

// Rudi

 ec

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