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Review zu Supreme Carnage - Morbid Ways To Die - 718 Hits
disc Band: Supreme Carnage
Album: Morbid Ways To Die
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 25.05.2018
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 40:48
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Wie die Zeit so vergeht! Ende 2012 besprach ich das Demo "A Masterpiece Of Execution" der Münsteraner Death Metaller Supreme Carnage, um jetzt ihren mittlerweile dritten Longplayer "Morbid Ways To Die" zu reviewen. Ich hatte zwar auf dem Schirm, dass sie zwei Alben am Start hatten, habe es aber leider immer verpasst, mal richtig reinzuhören. Deshalb habe ich mir dann wenigstens noch fix vor diesem Review ihren zweiten Longplayer "Sentenced By The Cross" reingepfiffen und war von der Wand, dir mir da entgegenschallte, sehr angetan. Umso erfreuter bin ich jetzt, Album Nummer Drei am Start zu haben, denn die Scheibe fetzt ordentlich :). Da hat Rai für sein Label Raw Skull Recordz wirklich was Feines an Land geholt und festigt weiter seinen Ruf, ein Label mit Gespür für qualitativ hochwertigen Old School Death Metal zu haben :).
Beim Recherchieren auf der Metal-Archives-Seite ist mir dann auch mal aufgefallen, dass inkl. des ehemaligen Bassisten drei ehemalige In Disgrace-Mitglieder bei Supreme Carnage am Start sind bzw. waren. Falls ihr die Band nicht kennt, solltet ihr mal versuchen, was von ihnen zu checken... es lohnt sich :).
Aber nun wieder zurück zu Supreme Carnage :). Ich weiß nicht, ob der Albumtitel "Morbid Ways To Die" mit Absicht an Grave erinnern soll, denn die Assoziation, die mir der Titel suggeriert, setzt sich meiner Meinung nach auch musikalisch fort. Supreme Carnage haben nämlich diesen fetten Hammergroove der Schweden, welcher alles plattmalmt, sehr gut drauf. Nicht nur das, die Kunst, aus eher einfach gehaltenen Songs ein Maximum an Brutalität und Intensität herauszuholen, gelingt den Münsteranern auch formidabel :). Diese Straightforward-Brutalität wird bei Supreme Carnage dann noch mit walzender Bolt Thrower-Epik, der Wucht von Gorefest und einem gewissen Asphyx-Flair gewürzt, wenn diese auf das Gaspedal treten. Eine sehr feine Mischung, die eigenständig klingt und voller Energie euer Hirn zum Kochen bringen wird :). Old School Maniacs werden wahrlich entzückt sein ob der geilen Songs, die aus den Boxen zimmern, wenn sie
"Morbid Ways To Die" auflegen :). Bei den kraftvollen Kompositionen, die die Lust der Band auf geilen Death Metal zu jedem Moment versprühen, sollte das aber auch kein Wunder sein.
Acker und Nova zimmern wirklich coole Riffs und sehr geile Soli aus ihren Gitarren, die von Joni (Bass) und Mirko (Drums) mit einem fetten und wuchtigen Fundament unterlegt werden. Die Jungs wirken dabei wie der gut geölte Motor eines Panzers :). Es knallt also ordentlich.
Gesanglich hat sich zum Glück auch nichts geändert und es gibt immer noch die volle Packung Old School-Geröhre :). Was passt auch besser zu dieser Musik? Genau... nichts :). Das Gegrunze ist so richtig schön tief, kehlig und derb, aber gleichzeitig absolut akzentuiert, so dass es kein matschiger Brei ist. Dadurch geht auch zu keiner Sekunde die Power verloren, die uns aus Jorges Stimmbändern entgegen kotzt. Total geil :). Diese fiesen Schreie sind auch wieder dabei. An denen gefällt mir ja, dass sie zum Glück nicht so sehr diesen nervigen New School-Touch haben, sondern eher an Kam Lee erinnern :). Da macht es doch Laune, dem Herren zuzuhören :). Top!
Es gibt übrigens bei "The Fire Prevails" und "Morbid Ways To Die" auch noch gesangliche Unterstützung. Bernd von mighty Slaughterday hat sich nicht lumpen lassen und für die Jungs seine Stimmbänder vorher extra nochmal mit Leichenwasser gespült, um ordentlich zu röhren.
Der Sound der Scheibe ist auch so richtig schön geil ausgefallen :). Das sollte uns nicht wundern, denn Supreme Carnage sind bei Jörg Uken und seinem Soundlodge Studio eingekehrt. Ihr wisst also, dass euch auf der Scheibe kein Einheitsbreisound erwarten wird, denn Jörg schafft es immer, den für die Band genau passenden Sound herauszukitzeln. Für Supreme Carnage gab es einen fiesen und kratzigen Gesamtsound, der richtig heavy und dynamisch aus den Boxen dringt. Die natürliche Produktion macht echt was her und setzt das kraftvolle Songwriting und den fetten Gesang fabelhaft um :). Das deathmetallische Ohr wird also gut umsorgt :).
Sehr geil ist übrigens auch das Artwork zu "Morbid Ways To Die" des mir leider unbekannten Künstlers. Ich weiß auch nicht, ob das zu sehende Bild neueren Datums oder ein Ausschnitt eines alten Gemäldes ist. Auf alle Fälle könnte es von seiner Art her meiner Meinung nach auch aus der Zeit des 19. Jahrhunderts sein. Es hat für mich diese monumentale Düsternis, die viele Bilder dieser Epoche ausstrahlen. Das passt auch ausgezeichnet zu dem Motiv, denn der zu sehende Totenzug wirkt echt bedrohlich und finster und passt ausgezeichnet zu den Songs dieser Scheibe. Knaller :). Gerade nochmal recherchiert... der Maler dieses Bildes heißt Francis Danby und lebte von 1793 bis 1861. Da lag ich mit meiner Einschätzung doch nicht ganz daneben :). Das kultige Logo der Band ist natürlich auch wieder am Start. Sauber :).
Wir haben es hier also mit einer wirklich leckeren Old School Death Metal-Keule zu tun, die den ganzen Freaks unter euch sicherlich gar fein munden wird :). Wen es also von euch nach einer akkuraten und brutalen Runde mit Liebe zur alten Schule verlangt, sollte mit "Morbid Ways To Die" bestens bedient werden. Eure Gier nach Verwesung und geilem Metal wird hier bestens befriedigt :).

9 Punkte


Songs:

1. The Fire Prevails 05:03
2. Morbid Ways To Die 03:50
3. Lies Of The Civilized 04:00
4. The World Is Lost 04:01
5. You Die Alone 04:29
6. Base Motives 03:17
7. The War Of Ages To Come 04:39
8. 1008 Pints Of Death 05:01
9. Fountain Of Suffering 06:28

Spielzeit: 40:48

// Rudi

 ec

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