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Review zu Day Of Execution - Inevitable End - 710 Hits
disc Band: Day Of Execution
Album: Inevitable End
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 26.05.2018
Label: Neckbreaker Records
Laufzeit: 36:56
Wertung: 9.5 / 10.0
 
"Herzlich willkommen bei Neckbreaker Records-Zeitreisen. Schnallen Sie sich bitte an und genießen Sie Ihr kaltes Bier." Warum ich diesen Trip unternehme? Ich suche Martin, den Besitzer des Labels, der anscheinend gerade in den frühen 90ern in den USA unterwegs ist, um eine coole Band für sein Label zu ergattern. Ach nee... Day Of Execution sind aus Bulgarien und ihre neue Scheibe "Inevitable End" ist aus diesem Jahr. Hätte ja sein können ;-). Auf jeden Fall wisst ihr jetzt, wo der Hase langläuft. Martin wirft über sein Label jetzt nicht permanent Scheiben auf den Markt, aber dafür war bisher alles echt geil, qualitativ top. Hier ist halt ein überzeugter Death Metaller am Werk und deshalb wird uns auch mit Day Of Execution wieder geile Musick präsentiert :). Mir waren Day Of Execution bisher unbekannt und ich denke, dass es sicherlich den meisten so geht. Ich hoffe mal, dass sich das mit ihrer zweiten Scheibe "Inevitable End" ändert, denn die Band ist echt sehr geil :).
Was für Death Metal erwartet uns nun? Eine berechtigte Frage, da jede Band auf Neckbreaker Records etwas anders klingt. Wohin die Reise dieses Mal führt, habe ich ja schon zu Beginn verraten, und ich kann euch sagen, dass ihr wirklich zweimal gucken müsst, von wann dieser Release ist, da die Scheibe so authentisch nach den alten Zeiten klingt. Stellt euch eine Mischung aus Florida Death Metal und den Death Metal Bands aus NYC und den anliegenden Bundesstaaten vor. Ihr werft also Bands wie Monstrosity, Diabolic, Deicide, Obituary, Malevolent Creation, Eulogy, Killing Addiction, Cannibal Corpse, ganz alte Immolation, alte Vital Remains, Morpheus Descends oder auch Horror Of Horrors zusammen und garniert das mit den Debüts von Solstice und Demolition Hammer. Ganz feine Sache :). Day Of Execution haben es auch echt drauf, daraus einen absolut betörenden US-Todesbleicocktail zu mixen, der zu keinem Moment nach Abkupferei, sondern frisch, ehrlich und überzeugend schmeckt :). Hier hat echt jemand Bock, diesen Sound zu zocken, und hat sich tierisch hineingekniet, eigenständige und mitreißende Songs voller Energie zu schreiben, deren Groove man nicht entkommen kann. Meine Air Guitar-Hände und mein Nacken sind auf alle Fälle mit vollem Einsatz dabei :). Der Band sind wirklich geile Kracher gelungen. Das Songwriting ist schön auf den Punkt gebracht, technisch hervorragend eingespielt und voller Feuer für die alte Schule. Ich habe dann noch überlegt, wo diese Scheibe, wäre sie Anfang der 90er entstanden, veröffentlicht worden wäre. Nur so als Gedankenspiel, damit ihr euch den Sound von Day Of Execution vorstellen könnt. Gewonnen hat meiner Meinung nach eindeutig Roadrunner Records, denn dort wären die Jungs damals perfekt aufgehoben gewesen. Dicht gefolgt von Nuclear Blast und Relapse.
Gesanglich gibt es auch eine richtig feine Breitseite. Derbes, kraftvolles Gegrunze, welches schön tief daherröhrt und so klingt, als hätte der Sänger die ganze Zeit Fleischklumpen und Gedärme im Mund, die er beim Singen voller Wonne durch die Gegend kotzt :). Es gibt also lecker Brutalogesang, der voller Wut in die Welt geschrien wird :). Passt also perfekt zu den fetten Old School-Kloppern, die Day Of Execution einspielten.
Musickalisch werden wir Old School-Freaks also ausgezeichnet bedient und bei dem rottigen Mahl fordern wir auch gerne Nachschlag ov Death :). Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Liebhaber/innen dieses Sounds bei dieser Scheibe enttäuscht sein werden :). Als Leckerli covert die Band zum Schluss dann noch "Back To One" von mighty Obituary. Kommt echt cool, die Version.
Soundtechnisch geht die Band auch in die Vollen! Selbst aufgenommen und produziert und gemixt und gemastert durch Ivaylo Mladenov, entstand hier eine absolute geile Produktion. Ich sage nur Morissound :)! Absolut geil, was hier aus den Boxen zimmert. Da muss man, wie gesagt, echt zweimal gucken, von wann die Scheibe ist und ob sie nicht Anfang der 90er in Florida aufgenommen wurde :). Heavy, brutal, natürlich und schön fett dröhnt uns der tiefer gestimmte Sound mit ordentlich Power entgegen, die den geilen Songs noch mehr Energie verleiht und euch ordentlich zum Bangen animieren wird. Ich stehe ja tierisch auf die Morrissound Produktionen und ich wette, dass es vielen euch von euch genauso ergehen wird. Ich bin jedes Mal begeistert und all die dort aufgenommen Klassiker schwirren in meinem Kopf herum. Umso mehr freue ich mich, auch mal eine aktuelle Scheibe zu hören, die diesen Geist versprüht und wirklich sehr authentisch klingt :). Hier passt also echt alles perfekt zusammen :). Grandios :)!
Mir gefällt auch das Artwork von Nikola Kaloferov sehr gut, da es ohne zu klischeehaft zu sein so wunderbar Death Metal ist. Diese Friedhofsszenerie mit den Geistern und dem dämonenhaften Wesen sieht echt spooky aus und wirkt durch den coolen lila Farbton noch düsterer :). Wirklich geil. Dazu gibt es dann ein Bandlogo, das jetzt nicht dem Death Metal-Standard entspricht, aber doch sehr cool aussieht und auch ein gewisses 90er-Flair ausstrahlt. Das Artwork diente Ray Wolters (Raw Skull Recordz) dann auch als Vorlage, um ein cooles Layout für das Booklet zu gestalten. Zur Abrundung gesellt sich dann noch ein Bandphoto von Lilly Kumanova dazu. Optisch dürfte hier also auch keiner was zu meckern haben :).
Ich bin persönlich von Day Of Execution und ihrem Debüt "Inevitable End" echt begeistert, denn hier wird uns wahrlich bester und qualitativ hochwertiger Old School Death Metal voller Hingabe und Herzblut präsentiert :). Wer hier nicht zuschlägt, ist wirklich selber schuld und verpasst einen echten Undergroundkracher! Also ran an den Speck, Leute... eure Ohren und Nackenmuskeln werden sich voller Freude bei euch bedanken :).


9,5 Punkte

Songs:

1. Intro 01:40
2. The Beast Of War 03:58
3. The Final Gift 03:56
4. Inevitable End 03:19
5. The Last Jugdement 03:21
6. Lust For Gore 04:44
7. Legion 04:08
8. The Greatest Pleasure 03:37
9. Madness Unto Death 04:42
10. Back To One (Obituary-Cover) 03:31

Spielzeit: 36:56

// Rudi

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