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Review zu Preceptor - Dogmatismo - 795 Hits
disc Band: Preceptor
Album: Dogmatismo
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 19.05.2018
Label: Neckbreaker Records
Laufzeit: 32:30
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Der Death Metal-Frontalangriff geht erbarmungslos weiter :). Dieses Mal hat es sich Martin von Neckbreaker Records wieder zum Ziel gemacht, uns mit geilem Stoff zu versorgen :). Wer das Label und Martin kennt, weiß, was zu erwarten ist. Wenn ihr auf der Suche nach geilen Death Metal-Perlen aus dem Untergrund seid, die jedes Mal, nicht nur musikalisch, qualitativ hochwertige Knaller sind und einfach nur Laune machen, und das Label nicht kennt, solltet ihr das sehr schnell ändern und dort zuschlagen. Ihr werdet es nicht bereuen. Genauso ist es auch wieder bei dem neuesten Release einer brasilianischen Band namens Preceptor. Ganz so neu ist ihre Scheibe "Dogmatismo" jetzt nicht, da sie bereits Mitte 2017 erschien, aber halt nur in Südamerika. Da die Scheibe echt fett ist, nutzt Martin sein Label, um auch uns in den Genuss von "Dogmatismo" kommen zu lassen. Zum Glück, denn sonst wäre uns echt was entgangen.
Preceptor hämmern auch gleich ordentlich los und zeigen die Marschroute ihrer Scheibe auf. Diese ist eindeutig Old School Death Metal der straighten brutaleren Sorte, wie sie uns gerne aus den USA präsentiert wird oder von einer Band wie Sinister, um mal ein europäisches Beispiel zu nennen. Ihr wisst also, was euch erwartet, nämlich eine brutale Attacke bis zum Abwinken :). Die Brasilianer wissen ihr Todesblei auch ordentlich aufzuheizen, auf dass ihr eure Ohren mit Wonne an"Dogmatismo" verbrennen werdet :). Was für ein Brett :). Vom groovigen Hammerschlag bis zum Presslufthammer wird das ganze Repertoire dieser Todesbleivariante mit Genuss ausgenutzt und voller Inbrunst zelebriert! Das Ergebnis ist ein mitreißender Strudel des Todes voller Kraft, der zu keinem Moment an Intensität und Spannung verliert, denn Preceptor schreiben echt hammergeile Songs :). Ich finde es auch geil, dass die Band ihre Songs nicht nur einfach belanglos dahinballert, sondern diese mit technischem Anspruch garniert und richtig schön präzise eingehämmert hat, so dass sich beim Hören von "Dogmatismo" nicht unsere Stirn runzelt, sondern unser Mund immer breiter grinsen wird. Brutal as fuck und einfach nur geil :). Wer heftigen Stoff mag, wird diese Scheibe abfeiern, denn sie ist echt die Wucht!
Die Texte sind übrigens auf Portugiesisch, aber das dürftet ihr bei dem Gegrunze sicherlich eh nicht heraushören können. Auf alle Fälle klingt es sehr cool und passt wie bei Masacre aus Kolumbien, die spanisch singen, perfekt zur Musik :). Der letzte Song hat zwar einen englischen Titel, aber aufgrund der Brutalität des Gesangs kann ich nicht hören, ob er einen englischen Text hat. Das, was uns hier stimmlich präsentiert wird, hat es aber auch echt in sich. So richtig schön derbes und heftiges Gegrunze, dessen Tiefe locker die Erde sechs Fuß unter der Grasnarbe umpflügt :). Bei dem Gegurgel können wir in Kombination mit der Musik wahrlich nur frohlocken.
Das Album wurde in zwei Schritten aufgenommen. Aufnahme und das Engineering fanden im Frühjahr im Estúdio Riff durch Manfredo Savassi statt, der Mix und das Mastering aber erst im April 2017 durch Dennis Israel bei Clintworks Auto Productions. Das Ganze tut der Produktion aber keinen Abbruch, denn es knallt echt heftig aus den Boxen. Soundtechnisch wird also auch das volle Brett gefahren, was uns ja nur gefallen kann :). Die Gitarren schreddern so richtig fett durch eure Hörgänge, während ein knarziger, gut herauszuhörender Bass euer Hirn zum vibrieren bringt und ein Schlagzeug mit enormer Kraft von außen auf euren Schädel einschlägt :). Durch die Überreste, die diese Attacke hinterlässt, gleitet dann mit Wonne die Stimme :). Da kommt doch Freude auf, oder? Bei mir auf alle Fälle, denn die Brutalität der Songs wurde mit einer entsprechenden Produktion amtlich gewürdigt, so dass euch eine derbe Soundgranate erwartet :).
Dazu gibt es ein richtig geiles Artwork, das uns auf sehr beeindruckende Art und Weise bildhaft aufzeigt, wie sehr uns Religionen mit ihren Dogmen verführen und uns geistig erstarren und erblinden lassen. Dieses Motiv, welches mich an eine Holzstatue erinnert, ist auch wirklich cool und effektiv gestaltet und sieht echt spooky aus. Durch den Kontrast mit dem knallroten Hintergrund kommt das Motiv noch mehr zum Ausdruck, wirkt dadurch umso intensiver und sticht einem sofort ins Auge, so dass uns die Message des Bildes sofort bewusst wird. Wirklich geil gemacht :).
Der für das Artwork verantwortliche Daniel Tavares hat echt Talent. Das coole Logo ist übrigens vom allseits bekannten Christophe Szpajdel. Zusätzlich dazu gibt es noch gelungene Photos der Band von Thiago Urbhan. Das Bookletdesign von Morone Hifer macht auch echt was her und die Illustrationen von Junior Cruz kommen auch geil. Vor allem das Motiv auf der CD an sich, das sich auch im CD-Inlay wiederfindet, ist echt erste Sahne :). Das äußere Erscheinungsbild ist für mich wirklich überzeugend und steht somit in einer Linie mit der geilen Musick auf "Dogmatismo" :).
Wie bei Neckbreaker Records auch nicht anders zu erwarten, haben wir es also wieder mal mit qualitativ hochwertigem Todesbleifutter zu tun, das einfach nur Laune macht, euch mitreißen und abgehen lassen wird :). Da hat sich Martin mit diesem Rerelease wahrlich einen famosen Death Metal-Kracher ins Haus geholt :). Es wäre aber auch wirklich schade, wenn dieser fette und gnadenlose Brocken nur in Brasilien Gehör gefunden hätte, denn "Dogmatismo" dürfte alle Freaks, die es richtig schön brutal und auf die Zwölf mögen, sehr erfreuen :).

9 Punkte


Songs:

1. A Peste 03:27
2. Corporações Criminosas 03:20
3. Maldição 02:39
4. Universo de Máscaras 02:52
5. Preceptor 02:14
6. 2810 04:20
7. Poseidon 04:05
8. Dogmatismo 03:23
9. Alienação Corrupção 02:25
10.Desespero 03:05
11.Depression Field 03:31

Spielzeit: 32:30

// Rudi

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