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Review zu Just Before Dawn - Tides Of Blood - 1077 Hits
disc Band: Just Before Dawn
Album: Tides Of Blood
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 27.04.2018
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 53:01
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Just Before Dawn ist ein Name, der mir schon öfter über den Weg gelaufen war, bei dem ich mir aber nie die Zeit genommen hatte, mal reinzuhören. Ein fataler Fehler! Was für geiler Todesbleistoff :). Diese Band (Anders Biazzi (Bass und Gitarre), Jonny Pettersson (Gitarre und Gesang) und Brynjar Helgetun (Drums)), deren Kern in Schweden beheimatet ist und sich für ihre Releases Gastmusiker aus aller Welt einlädt, fährt echt ein hammergeiles Brett :). Ich habe am Ende des Reviews mal die Gästeliste aus dem Promotext integriert, da eine Auflistung im Review direkt den Rahmen und die Übersichtlichkeit sprengen würde.
Dann komme ich mal ganz schnell zur Musik, denn die ist auf "Tides Of Blood" echt absolut obergeiler Stoff! Nach einem ruhigen Intro legen Just Before Dawn gleich mit aller Macht los :). Euch wird nach den ersten Sekunden auch sofort auffallen, dass hier ein ganz besonderer Geist zu spüren ist :). Jeder Death Metal-Freak wird es auch sofort erkennen und herausschreien: Bolt Thrower!!! Das ist echt unfassbar und wenn ihr nicht wüsstet, welche Band gerade läuft, müsstet ihr gucken, ob es ein unveröffentlichtes Bolt Thrower-Album ist. Just Before Dawn fahren so ungefähr den Stil, der ab der "The 4th Crusade" zum Markenzeichen der Bolzenwerfer wurde. Ich muss hier aber zugleich erwähnen, dass Just Before Dawn kein Rip-Off sind, die Riffs und Ideen klauen... absolut nicht! Ich glaube, dafür liebt die Band diesen Sound zu sehr, als dass sie ihn durch Unkreativität verwässern würde. Stattdessen lassen sie den Geist dieser unvergessenen Band voller Kraft, Passion und Vitalität weiterleben :). Dazu gesellt sich aber auch noch akkurates Svenska Dödsmetall-Riffing dazwischen, aber das kompositorische Hauptaugenmerk ist eindeutig auf Birmingham gerichtet. Das Ergebnis hat eine enorme Sprengkraft, die alles wegpustet :). Das Songwriting ist echt so zwingend, dass ihr permanent eure Köpfe zu die Songs rotieren lassen müsst, da es kein Entkommen vor diesen mitreißenden Hymnen gibt, aber flüchten wollt ihr vor dieser Knallerscheibe eh nicht :). Die Band produziert mit ihren genialen Songs die totale Powerwand, welche euch permanent an die Wand pressen wird, und zwar mit einer Kontinuität, mit der ihr nicht nur an der Wand hängen bleibt, sondern schön gemächlich und genussvoll in sie rein gedrückt werdet, bis nichts mehr von euch übrig ist. Das ist echt so geil :). Ich liebe es, diese Scheibe zu hören, mich von ihrem Sog mitziehen zu lassen und mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht dem Fluss der Riffs hinzugeben. Knaller! Garniert wird das Ganze dann noch durch einige Gastauftritte an den Gitarren.
Was haben wir gesanglich zu erwarten? Wie ihr der Liste entnehmen könnt, hat Jonny Pettersson nur für den letzten Song seine Stimme miteingebracht. Bei der restlichen Platte wird der Gesangspart von Gastgesängern übernommen. Die bekanntesten Personen dürften sicherlich Ralf Hauber (Revel In Flesh), Matias Nastolin (Decaying) und vor allem Dave Ingram sein. Gerade letzterer hat den Löwenanteil des Gesangs übernommen! Auch wenn, abgesehen von Dave, die anderen Sänger jeweils nur einen Song einsangen, haben alle Sänger auf diesem Release wirklich ihr Bestes gegeben, um die Band auf ihrem todesmetallischen Pfad zu unterstützen :). Es erwartet euch also Gegrunze und Geschreie in bester Old School-Manier, voller Wucht, Aggression und Brutalität, die die Songs perfekt unterstützen und sie noch geiler klingen lassen :). Dass Dave Ingram den Großteil des Gesanges übernommen hat, freut mich natürlich besonders, und ich glaube, dass ich da absolut nicht alleine bin :). Seine Stimme ist natürlich mal wieder grandios, aber gerade durch die uns hier dargebotene Musik kommt das Bolt Thrower-Flair natürlich noch mehr zur Geltung und gibt diesem Release noch mehr Authentizität und Glaubwürdigkeit. Ich erwähne Letzteres, da ich davon ausgehe, dass er sich sicherlich keinem Projekt anschließen würde, bei dem nicht zu 100% Überzeugungstäter am Werk sind. Es ist eh toll zu sehen, wie sehr diese Musik verbindet und dass sich die Musiker gegenseitig in ihrer Vision unterstützen, sei es gesanglich oder wie auch oben zu lesen musikalisch :). Hail to the Metal of Death!
Dann komme ich mal zum Sound, denn der ist echt eine Wucht im wahrsten Sinne des Wortes :). Hier regiert meiner Meinung nach unüberhörbar der Svenska Dödsmetall-Sound. Die HM2-Brettseite, die uns entgegenfeuert, ist echt grandios und transportiert den Schwedengeist perfekt in unsere Zeit und schafft es gleichzeitig, die Kraft Bolt Throwers einzufangen :). Das Ergebnis ist der Wahnsinn und klingt wie eine fettere, up to date-Version der "Left Hand Path"-Produktion :). Hammer! Dieser warme, kratzige, voluminöse Brutalosound passt echt perfekt zu den walzigen Kompositionen und ergießt sich absolut zerstörerisch in eure Köpfe :). Mich bringt der Sound auf alle Fälle zum Rasen :). Aufgenommen wurde im mir unbekannten Riders On The Storm-Studio. Gleiches gilt für den Aufnahmeort der Drums, dem Liklukt Studio. Mix und Mastering übernahm dann Jonny Pettersson persönlich.
Artworktechnisch wird natürlich das Thema Krieg behandelt, was bei den Songtiteln auch nicht überraschen sollte. Hierfür verantwortlich sind Jonas Wideen und Benny Moberg. Wieso zwei Künstler? Es gibt nämlich zwei Artworks. Eines für die CD und die limitierte Kassette und eines für das auch limitierte Vinyl. Bei beiden Bildern handelt es sich um S/W-Zeichnungen, die den D-Day thematisieren. Dass dieser Wendetag des Krieges ein absolutes Gemetzel war, vor allem der Beschuss der den Strand betretenden Alliierten durch die Deutschen, dürfte eigentlich jedem geläufig sein. Ich finde, dass beide Bilder diesen Schrecken gut eingefangen haben, vor allem das Cover für die Kassette/CD, denn die Gesichter der Leichen alliierter Soldaten wirken sehr abschreckend. Ebenso das LP-Szenario des Ausgeliefertseins dieser Soldaten am Strand, als sie quasi schutzlos die Invasion zur Befreiung Europas beginnen. Harter Tobak also, der meiner Meinung nach ohne Kriegsglorifizierung gut umgesetzt wurde.
Das Layout hat der Labelbesitzer Rai übrigens persönlich übernommen. Ich kenne es zwar noch nicht, aber bisher hat er immer sehr gute Arbeit geleistet.
Wie ihr seht, ein Qualitätsalbum durch und durch und meiner Meinung nach ein echter Pflichtkauf für alle Death Metal-Maniacs. Wer sich diesen Kracher nicht gönnt, hat echt was verpasst, denn hier regiert das Herzblut :). Raw Skull Recordz haben da wirklich ein ultraheißes Eisen auf Lager :).


10 Punkte



1. When The Iron Shield Falls (Intro) 01:36
2. Day Of Days 04:19
3. Market Garden 05:03
4. Formations At The Rising Dawn 04:48
5. Battle For The Bridge 04:21
6. Tides Of Blood 06:47
7. Bombs Over Bremen 05:37
8. Civilian Alliance 05.46
9. Spirit Of The Blitz 06:16
10. In The Depth Of War (11. Outro-Declaration War) 08:28

Spielzeit: 53:01



Guest vocals on Tides of Blood by:

Dave Ingram (Benediction/Bolt Thrower) Vocals on the tracks 1(Intro), 2, 4, 5, 6, 9, 11(Outro)
Matias Nastolin (Decaying) Vocals/Solo on track 3
Mattias Parkilla (Malfeitor/Blood Mortized) Vocals on the track 6
Ralf Hauber (Revel In Flesh) Vocals on the track 7
Teddy Möller (Hexed/Anima Morte) Vocals/Solo on track 8
Jocke Mikiver (Crawl/Tormention) Vocals on the track 8
Jonny Pettersons (Wombbath/Henry Kane/JBD) Vocals on the track 10
Samuel Englund (Wombbath/Deathbreed) Vocals on the track 10
Wesley (Brutticus) Halliburtons Voice on intro of track 10

And ripping solos by:

Gustav Myrin (Blood Mortized) Solos first on track 7
Marco de Bruins (Thanatos) Solos last on track 7
Daniel Gustavsson (Crawl) plays all acoustic guitars on tracks 1(Intro),11(Outro)
Scott Fairfaxs (Memoriam/Benediction) Solos on tracks 2, 4
Håkan Stuvemark (Wombbath)Solos on track 10

// Rudi

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