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Review zu Goregast - Covered In Skin - 684 Hits
disc Band: Goregast
Album: Covered In Skin
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 23.03.2018
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 14:07
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Lang, lang ist es her, dass ich für diese Scheibe schon mal ein Review schrieb. September 2013 kam "Covered In Skin", damals nur als 7", heraus und wusste mich arg zu begeistern. Nach dieser Mini sollte ja eigentlich ein ganzes Album folgen, was traurigerweise nie geschah. Goregast an sich liegt leider auch schon länger auf Eis. Für Rico aber kein Grund, seine Band den Leuten wieder in Erinnerung zu rufen. Ein Rerelease dieser geilen Kurzweiligkeit ist da eine gute Idee, denn die Songs sind wie vor ein paar Jahren immer noch sehr geil und absolut überzeugend :).
Für euch, die diese Scheibe noch nicht kennen, fange ich gleich mal mit dem Titelsong an. Eröffnet wird dieser durch einen phänomenalen, an Asphyx erinnernden, Midtempopart, dessen Groove einen gleich einnimmt, anschließend in eine feine, crustige Death Metal-Keule übergeht, deren wirklich mitreißende Energie euch sofort zu einer ordentlichen Runde good friendly violent fun einlädt. Sehr geil :). Die schnellen Passagen werden immer wieder durch fette Midtempo-Moshparts, die euch die Füße vom Boden reißen werden, aufgelockert und gehen zum Ende des Liedes, nach einem doomigen Part, in einen wunderbaren, groovigen und leicht an alte At The Gates erinnernden Ausklang über. Wirklich umwerfend! Und der Song hat echt nichts von seiner Magie verloren, was sehr für ihn spricht :). Total cool :). Famos geht es dann auch mit dem zweiten Song "Mindcreeper" weiter. Im groovigen Stakkato beginnend, gibt es in "Mindcreeper" dann kurz einen auf die Mütze, um danach wieder herrlich intensiv und voller Wucht im Midtempo zu metzeln. Dazu gesellt sich dann eine Melodie, welche in diesem Song später immer wieder auftaucht, und mich an die Songs "Blood Ritual" und "Shadows In The Deep" erinnert. Diese Melodie hat es für mich persönlich echt in sich, da sie sehr grandios, betörend und ein Genuss ist, sie zu hören :). Nach einem Break wird es dann herrlich aggressiv-hymnisch. Da ist wieder diese Melodie:). Intensiviert wird das Ganze dann noch durch fette Groove- und Ballerattacken. All das türmt sich dann zum Ende des Songs hin immer mehr auf und lässt in mir ein fettes Grinsen zurück :). Genial :). Auch dieser Song hat in den Jahren nichts an seiner Kraft und Intensität verloren.
Ihr seht, diese 7“ strotzt nur so von Abwechslung, welche an den Instrumenten durch Rico Krause und Steve Kleinert (beide Gitarre), Ronnie Thiel (Bass) und Max Pela an den Drums souverän umgesetzt wird und so die Kraft der Songs nicht verloren geht. Die Stärke der Band liegt echt darin, diese Abwechslung in packende Musick voller Härte, Power, überzeugendes Songwriting, das die Zeit übersteht, zu gießen. Es ist wirklich jammerschade, dass von Goregast erst einmal nichts neues zu erwarten ist. Aber wir haben ja zum Glück "Covered In Skin" und ihre vorherigen Releases :).
Als Bonus gibt es dieses Mal dann auch noch einen Coversong und zwar handelt es sich um Graves Klassiker "Soulless" :). Ein wirklich geiler Song, der natürlich auch hier super gut knallt. Goregast haben meiner Meinung nach das Riffing des Songs noch etwas grooviger bzw. stakkatohafter als im Original eingespielt, was wirklich cool klingt. Ich denke mal, dass das auch ein guter Kaufanreiz für Besitzer der 7" sein sollte, da diese Version hier echt geil umgesetzt wurde :).
Rico Unglaubes Gesang hat es mir auch sehr angetan, denn er grunzt, kotzt und schreit sich mit einer Intensität durch die Texte, dass es einfach nur geil ist. So muss das sein :). Diese kraftvolle Stimme passt wirklich optimal zu der gnadenlosen Wand, die die Musick produziert und ergibt in Union mit dieser einen fetten Kick gegen euren Brustkorb. Da wächst echt die Lust in mir die Texte ordentlich mitzuschreien und abzubangen, da die Energie einen so mitreißt :).
Richtig Arsch tritt auch immer noch die Produktion. Fett, warm, kratzig, furztrocken und natürlich, so dass ihr Death Metal-Goremets und Plastiksound-Ablehner nichts zu meckern habt :). Die Produktion, aufgenommen im Musicflash Studio in Berlin, ist echt brutal und knallt noch genauso wie zum ursprünglichen Releasedate. Das spricht wahrlich absolut für Andreas Hilbert von Golem und seine Produktionsfähigkeiten.
Das geniale Artwork von Dedy (Badic Art) und das supercoole und damals neue Logo blieben zum Glück unverändert :). Lediglich das Weiß wurde durch ein blutiges Rot ersetzt und lässt das Cover schön düster erscheinen :). Die morbide Atmosphäre, die das Artwork vermittelt, passt damals wie heute immer noch 1A zu Goregasts Musick und kranken Texten, so dass hier wirklich von einer gelungen Umsetzung gesprochen werden kann :). Layouttechnisch wurde abermals dieses herrliche Motiv, welches es auch wieder als Shirt gibt, von Marc Niederhagemann (ArtWars-Mediadesign) gekonnt für das Booklet genutzt. Die damals schon von ihm angewandte Marmorierung wurde dieses Mal dann noch farblich verändert, so dass das Ganze dadurch echt spooky aussieht und noch etwas cooler als beim Original aussieht :).
Wie ihr seht, ist dieser Release damals wie heute ein absoluter Leckerbissen, der zu jedem Zeitpunkt überzeugt und meine Gliedmaßen nach wie vor ordentlich abgehen lässt :).

"Covered In Skin" ist also immer noch echt klasse und voll mit geilem, rottigem und intensivem Death Metal, der auch nach all den Jahren immer noch absolut überzeugend ist. Diese Mini sollte wirklich in keiner Sammlung fehlen, weshalb hier ein Rerelease auch angebracht ist.


9 Punkte!

Songs:
1. Covered In Skin 05:31
2. Mindcreeper 05:30
3. Soulless (Grave-Cover) 03:06

Spielzeit: 14:07

// Rudi

 ec

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