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Review zu Gravestone - Sickening - 578 Hits
disc Band: Gravestone
Album: Sickening
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 31.01.2018
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 33:39
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Wieder eine Band, die ich bis vor kurzem noch nicht kannte und mich schon vom ersten Hören an zu begeistern weiß. Gravestone ist der Name dieser 2013 gegründeten Truppe, die nach ihrer 2017er-EP "Rotten Kill" nun im Januar ihren ersten Longplayer "Sickening" beim holländischen Label Raw Skull Recordz veröffentlichte. Kenner wissen nun eigentlich schon, was sie erwartet. Allen anderen sei der Leitspruch des Labels zu empfehlen, Licht in die Sache zu bringen: "Dedicated TO OSDM" :). Ich hoffe, euch läuft dann jetzt auch der Sabber aus euren Mündern :).
Wenn nicht, wird das auf alle Fälle beim Erklingen der ersten Töne dieser Scheibe passieren, denn das was da in eure Ohren rauscht ist sowas von astreiner Svenska Dödsmetall, dass ihr auf das Releasedatum von "Sickening" gucken müsst. Nein, diese Scheibe ist nicht aus dem Zeitraum 1989-93. Ich würde es aber auch denken, wenn ich nicht wüsste, dass sie erst Anfang des Jahres rauskam. Die Einflüsse sind offensichtlich und ich wette, wenn die Band diese angeben müsste, wären es sicherlich Nihilist/Entombed, Carnage/Dismember, Nirvana 2002, Grave, God Macabre, Utumno, Excruciate, Epitaph oder Sorcery. Erzählen würden es Jonatan (Bass), Magnus (Gitarre), Tomas (Drums) und Penki (Gitarre/Gesang), der auch bei Entrails tätig ist, mit Stolz. Genauso von ihrer Vorliebe für D-Beat und primitiven, aber äußerst effektiven Bands wie Hellhammer oder Slaughter (Can). Ihr Stolz rührt daher, dass sie es schaffen aus diesen hörbaren Einflüssen, absolute Todesbleismasher zu komponieren. Songs, die das Rad natürlich nicht neu erfinden, was die Band für mein Empfinden aber auch gar nicht will und auch wirklich nicht muss, denn ihre Musik spricht eindeutig für sich :).
Aus diesem Talent heraus entsteht astreiner und brutaler HM2-Stoff voller Energie, knallhartem Groove und Frische, der euch einfach nur mitreißt. Der Begriff Svenska Dödsmetall wird dabei wie ein Wirbelwind durch euer Hirn brettern und massig Endorphine ausschütten :). Die Jungs haben auch echt Bock darauf diesen Sound zu zocken und sind auch spieltechnisch eindeutig in der Lage dazu, ihre Ideen gekonnt umzusetzen :). So muss das doch sein... allererste Sahne :).
Die Texte liegen mir leider nicht vor, aber anhand der Songtitel wurde mir gleich bewusst, dass auch keine Kompromisse eingegangen werden, genau wie beim Gesang :). Auch hier sind die Einflüsse hörbar und werden astrein genutzt, um grandioses Todesgegrunze und -gekeife in die Welt zu spucken, welches euch sehr erfreuen wird :). Einem Matti Kärki, Per Boder oder einem jungen L.G. Petrov gleich, arbeitet sich Penki so voller Eifer durch die Songs, dass euer stinkiges Herz vor Wonne anfängt zu glühen :).
In Kombination mit der Musik werdet ihr abermals glauben, dass euch ein unentdecktes, schwedisches Juwel mittels einer Zeitmaschine überreicht wurde :). Mission gelungen, kann ich da nur sagen :). Mich persönlich weiß dieser Release sehr zu begeistern und wird selbstverständlich auch noch in Zukunft die eine oder andere Runde drehen, denn das ist der Stoff, der mich befriedigt :). Euch Old School-Freaks sollte es nicht anders ergehen :).
Dann komme ich mal zur Produktion. Ihr dürft dreimal raten, was für ein Sound zu erwarten ist, hehehehe :). Ich glaube hier braucht noch nicht mal geraten werden, was uns klangtechnisch entgegen schallt. Es ist selbstverständlich der allseits beliebte HM2-Sound durch und durch. Was anderes würde für mich persönlich hier auch gar nicht in Frage kommen. Neben diesem typischen Grundsound schwingt aber auch noch etwas anderes mit. Ich musste etwas überlegen, woran es mich erinnert, aber als mir einer der oben erwähnten Einflüsse in Form eines Riffs auffiel, kam es mir dann in den Sinn :). Na klar! Slaughters zeitloser Klassiker "Strappado" ist es, mit seinem fetten, düsteren und kratzigen Gesamtsound, welcher auch für die frühe Szene in Schweden relevant war. Geile Sache :). Genau wie der Sound an sich. Abgesehen von den Drums, die in den Bloodshed Studios von Jimmy Lundqvist (Entrails) aufgenommen wurden, geht der Rest der Aufnahme, das Mixen und Mastern auf die Kappe von Penki, der dafür die Tombthrasher Studios nutzte. Es lässt sich also sagen, dass wir es hier mit einer DIY-Produktion zu tun haben und zwar mit einer, die einen Topsound auf internationalem Niveau erschaffen hat. Der Klang ist so richtig schön fett, kratzig, natürlich und sorgt durch seine Brutalität für ein paar ordentliche Kicks in eure Magengegend :). Herrlich, so kommen die Songs auf "Sickening" richtig schön zur Geltung und erhalten das, was sie verdient haben. Nämlich das akustische Äquivalent zu einer Kreissäge zu sein, die euch gerade in Stücke schreddert :).
Passend zu dieser tödlichen Leckerei servieren uns Gravestone auch noch ein schönes Artwork vom mir unbekannten Patrik Tegnander (Chainsaw Design). Der Typ hat echt Talent und für "Sickenig" ein saugeiles und der Musick adäquates Cover erschaffen, das mit einem leckeren Old School-Flair aufwarten kann. Der vom Verwesungshauch und dicken Spinnenweben überzogene, dem Verfall preisgegebene Friedhof, welcher fest im Griff eines Strudels des Todes ist, sieht echt sehr geil aus, verbreitet eine schön morbide Atmosphäre und könnte wirklich direkt aus den frühen 90ern stammen. Die Band bemüht sich also auch visuell sehr um das Einfangen des Geistes der alten Schule und das ist ihnen und dem Künstler wirklich ausgezeichnet gelungen :). Dazu gibt es dann noch ein echt fettes Bandlogo :). Ich denke mal, dass sich Fans härterer Musick beim Anblick, ohne die Band zu kennen, sicherlich gleich sehr angesprochen fühlen werden :).
Ihre Erwartungen dürften auch nicht enttäuscht werden, denn Gravestone haben mit ihrem Debüt "Sickening" ein wirklich kraftvolles Svenska Dödsmetall-Kleinod in die Welt geschickt, an dem die HM2-Freaks ihre helle Freude haben werden. Alte Schule von Fans für Fans :).


9 Grabsteine


Songs:

1. Tombthrasher 03:13
2. Fucking Your Corpse in Hell 03:25
3. Murderous Intentions 03:54
4. Behead The Bastard 02:02
5. In The Valleys Of Coffins 03:28
6. Rotten Kill 04:48
7. Necromaniac 02:23
8. Unholy Mess 03:26
9. Rest In Piss 03:06
10. By The Knife 03:54

Spielzeit: 33:39

// Rudi

 ec

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