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Review zu Moribund Scum / Exilent - Renewal - 939 Hits
disc Band: Moribund Scum / Exilent
Album: Renewal
Genre: Crust
Rls. Datum: 19.01.2018
Label: None
Laufzeit: 39:20
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Soooo die Damen und Herren, es ist mal wieder Zeit, leckere Kruste zu genießen :). Braunschweigs Zuckerschnutenrabauken von Moribund Scum geben sich wieder die Ehre. Dieses Mal in Form einer Split mit ihren Freunden und Freundinnen von Exilent aus Hannover. Dass beide Bands nicht nur die musikalische Ausrichtung vereint, ist auf der Innenseite der Gatefold-LP nachzulesen. Da kann eine gemeinsame musikalische Veröffentlichung nur die logische Folge sein, die es echt in sich hat!
Den Anfang auf dieser leckeren Split machen Moribund Scum und legen sofort mit voller Power los und schreddern sich durch ihre fünf Songs mit einer mitreißenden Energie und Wut, dass mein Grinsen immer breiter wird :). Toootal geiler Stoff, der euch echt voller Verzückung zucken lassen wird :). Schon vom ersten Ton werdet ihr feststellen können, dass sich bei den Herren musikalisch zum Glück nichts groß verändert hat und das ist auch gut so :). Die Band feuert immer noch ein hammerhartes Crust-Brett mit Einflüssen alten Thrash- und Death Metals ab, wobei meinen Ohren nach, sich der Thrash-Einfluss erhöht hat und sich durch eine Menge fettes Abgeh-Stakkatoriffing bemerkbar macht. Das dadurch entstehende Crossover-Feeling lädt auch eindeutig zum Abgehen ein :). Das Energielevel der Songs ist sowieso wieder sehr hoch und wird euch sofort elektrisieren :)! Ich liebe ja diese einfach gehaltenen, aber umso effektiveren Songstrukturen beim Crust, da sie mich immer vom ersten Moment an packen. Durch den Zusatz feinsten Old School-Thrashs und einer schönen Kelle alten, schwedischen Todesbleis gewinnt der uns hier dargebotene Stoff auch noch einen fetten Extrakick :). Einfach nur Hammer und Ros, Monsing, Felix und Cody haben sich echt Mühe gegeben uns geile und packende Songs zu servieren :)!
Ros kotzt und schreit sich dazu wieder voller Zorn seine Texte aus dem Leib. Der Herr hat echt ordentlich Wut auf dem Kessel, denn anders ist das Aggressionspotential seines Gesangs nicht zu erklären. Jedenfalls ist es so richtig schön räudig und brutal und passt somit perfekt zur Musik. Zu meiner großen Freude schwingt auch wieder dieses gewisse, alte L.G. Petrov-Timbre in seiner Stimme mit. Diese Mischung aus crustigem Gebelle und Gekeife und dem Flair alten Schwedentods ist wirklich hinreißend und feuert die Songs noch zusätzlich an:).
Dargeboten wird uns dieses Brett mit einem richtig geilen Sound, der euch eure Gehörgänge zersägen wird :). Während ihr euch noch daran erfreut, wie schön natürlich und brutal die Produktion ist, fangen eure Ohren auch schon ordentlich an zu bluten. Die Saiteninstrumente habe wieder diesen geilen, thrashigen Sound, der sich wie eine Kreissäge durch eure Boxenmembranen schreddern wird :). Herrlich :)! Die Drums hämmern auch schön mit erdigem Sound und der Gesang steht mitten zwischen den Instrumenten. Soll heißen, dass alles sehr räumlich und gut ausbalanciert klingt. Top :). Die düstere Ausstrahlung des Crusts und des auch vorhandenen Death Metals kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz :). Wie ihr seht, kriegt ihr also die volle Packung auf´s Maul :).
Dann hüpfen wir auch gleich rüber zu Exilent. Ich frage mich ja schon die ganze Zeit, ob ich die Band schon mal im Nexus gesehen habe... mein Gedächtnis... hahahaha. Aber das tut ja hier jetzt nicht wirklich was zur Sache. Was zählt ist die Musik und die ist echt ein Kracher. Auffällig ist, dass Exilent im Gegensatz zu Moribund Scum meiner Meinung nach keine Metal-Einflüsse in ihrem Sound haben. Das Quintett ist dafür um einiges tiefer in der Welt des Crusts und des D-Beats verwurzelt. Soll mir Recht sein, denn so etwas ist auch immer geil. Hier auch? Absolut! Die Band tritt euch von Anfang gekonnt in eure Allerweertesten und freut sich dabei sicherlich tierisch. Euch wird es aber auch nicht anders ergehen, denn die uns hier dargebotenen sechs Songs sind einfach nur famos. Ich muss mir echt mal die anderen Veröffentlichungen der Band anhören. Kann ja nur geil sein.
Der Sound geht, wie eben schon in den Musikrichtungen erwähnt, stark in die Richtung der ganzen Dis-Bands oder Bands wie Extreme Noise Terror, Doom, Driller Killer, Nausea (NYC), Recharge, Accion Mutante oder Tragedy. Aber auch deutsche HC-Punkbands wie Vorkriegsjugend, Zerstörte Jugend, alte Chaos Z, Boskops oder Inferno sind meiner Meinung und meinen Ohren nach in Exilents Sound herauszuhören. Richtig derber Stoff also, der einfach nur nach vorne abgeht :). Nico und Lisa an den Gitarren, Matze am Bass und Trecker an den Drums hämmern wie aus einem Guss einen geilen Song nach dem anderen heraus und lassen uns nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Exilent haben es echt raus packende, mitreißende und Aggro-Song voller Energie zu schreiben. Wirklich hammergeil! Wer hier nicht anfängt abzugehen, sollte echt mal einen Gehörcheck machen, jawoll :). Hasserfüllte Musick de Luxe :).
Garniert wird dieses feine Inferno mit Inis Gesang, der schön krass ist. Wie eine heisere und arg angepisste Krähe, die eben noch ein paar rostige Nägel mit Säure gegurgelt hat, keift, schreit, kotzt und schimpft sie sich durch ihre Texte, dass es mir eine wahre Freude ist. Wäre das nicht schon fett genug, haut, soweit ich informiert bin, die Gitarristin Lisa auch noch ein paar richtig derbe Grunzer dazu, die echt Power haben. Top :). Der Gesang passt zur Musik wahrlich wie der Deckel zum Topf.
Dann komme ich mal zur Produktion, welche sich von den Braunschweigern etwas unterscheidet. Der Gesamtsound ist nämlich um einiges räudiger, aber auch nicht minder brutal! Scheissen aggressiv und enorm angepisst scheppert es euch auf der B-Seite entgegen. Hammer :)! So richtig schön rotzig und natürlich wird euren Ohren arg zugesetzt, während der Sound euch ganz nebenbei noch locker das Fleisch von den Knochen zieht :). Geil :). Das passt echt perfekt zu den Punkgranaten, die Exilent hier loshauen und dessen Aggroattitüde enorm verstärkt wird. Yeah :).
Ich muss sagen, dass sich hier echt zwei Bands gefunden haben und sich gegenseitig grandios zu Höchstleistungen anspornen.
Dazu gibt es dann auch noch eine richtig geile Aufmachung :). Wie bereits zu Beginn zu lesen, ist die Split in einem schönen Gatefold verpackt :). Als erstes springt uns natürlich das tolle Artwork entgegen. Erschaffen wurde dieses arg coole S/W-Cover von Anja Apatheia (anjaapatheia.tumblr.com), die für diesen Release wirklich fetten Stoff gezeichnet hat. Organe und Würmer schmecken visuell natürlich nicht jedem, aber ich finde dieses sehr ansprechend und ästhetisch :). Vor allem in Kombination mit Motten und Pflanzenranken macht das echt was her und strahlt eine tolle, düstere Schönheit aus :). Arrangiert wurde dieses Bild dann von Wörn. Zum Glück gibt es die Scheibe als LP, denn ein CD-Format hätte das Artwork wirklich nicht verdient, welches es dann auch noch als ein schön großes S/W-Poster dazu gibt :). Erste Sahne wie ich finde :). Fragmente bzw. Abwandlungen einzelner Motive finden sich dann auch an anderen Stellen der Hülle wieder. So ein Gatefold-Format lässt dann auch viel Platz für ein schönes Layout zu. Die Bands haben das auch genutzt und neben allen gut lesbaren Texten, Credits, Danksagungen und der zu Anfang erwähnten Geschichte, die beide Bands verbindet, auch noch ein feines Gruppenphoto, geschossen von Teona, dazu gepackt, welches beide Kombos in einem schön großen Format präsentiert. Wie ihr seht haben Moribund Scum und Exilent sich echt Mühe gegeben, auch visuell ein Schmankerl zu präsentieren :). So muss das sein!
Es erwartet euch also eine absolute Prachtperle in allen Belangen, die euch einfach nur Freude bringen wird und dafür sorgt, dass euch beide Bands nicht mehr so schnell aus euren Köpfen gehen werden, jawoll :). Wer hier nicht zugreift, ist selber Schuld! Das Ganze ist als Hardware nur als schwarzes Gold zu bekommen und sollte für Leute, die keinen Plattenspieler besitzen endlich mal ein wirklich triftiger Grund sein, sich einen zu kaufen, denn sonst geht ihnen ein echter Powerknaller durch die Lappen! Schwarzgoldabspielgerätbesitzer/-innen, die nach diesem Review Blut leckten, müssen sich aber mit dem Erwerb beeilen, denn es gibt nur 1000 dieser Rundlinge zu ergaunern! Am Ende des Reviews findet ihr eine Liste der Labels und Distributoren, wo ihr die Split bekommen könnt. Oder ihr holt sie euch auf einem Konzert der Bands. Viel Glück :).


9,5 Punkte :D


Songs:

A1. Moribund Scum - Privileged 03:47
A2. Moribund Scum - Riding The Filthtrain 04:34
A3. Moribund Scum - Nothing 04:18
A4. Moribund Scum - Nature 04:01
A5. Moribund Scum - The Inner Master 05:13

B1. Exilent - Outsourcing Torture 03:20
B2. Exilent - Rid Gold Standard 03:19
B3. Exilent - No Way Policy 02:12
B4. Exilent - House Of Violence 02:33
B5. Exilent - Last Walk 02:21
B6. Exilent - Next Door's Destiny 03:42

Spielzeit: 39:20


MORIBUND SCUM:
Ros: Guitar/Vocals, Monsing: Bass, Cody: Drums, Felix: Guitar

https://moribundscum.bandcamp.com/

EXILENT:
Ini: Vocals, Nico: Guitar, Lisa: Guitar, Matze: Bass, Trecker: Drums

exilent.bandcamp.com // exilentdispunk@gmx.de


Released on January 19th 2018 via:

Break The Silence Records (GER)
Eskaramuza Distro (CHL)
Up The Punx Records (PL)
Heavy Metal Vomit Party (SK)
Potato Records (BLR)
Dis-Sröt Records (CZ)
Halvfabrikat Records (SWE)
Fallen Crow Records (GER)
Missing The Point Distro (UK)
Deviance Records (FR)
Nuclear Chaos Records (IT)
Bomb-All Records (GER)
Totalpunk Records (RUS)
United By Chaos Records (FIN)
Distro Rakkos (JPN)

// Rudi

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