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Review zu Cyphonism - Obsidian Nothingness - 634 Hits
disc Band: Cyphonism
Album: Obsidian Nothingness
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 06.05.2016
Label: None
Laufzeit: 49:28
Wertung: 6.0 / 10.0
 
Konservativismus hinterlässt ja nicht selten einen faden Beigeschmack. Und nicht selten wird mir eben dieser Konservativismus als Metaller vorgeworfen. Es stimmt, ich habe manches Mal so meine Probleme mit den modernen Spielarten.
Dass das nicht immer angebracht ist, zeigen Cyphonism mit ihrem ersten Album „Obsidian Nothingness".
Gefallen muss mir das ja nicht, aber was die drei Musikanten aus Wolfsburg da veranstaltet haben, ist bei aller Moderne und Hochglanz doch nicht gleich schlecht.

Cyphonism machen Death Metal. Heißt der Gesang grölt, nicht abwechslungsreich, aber konsequent herum, die Gitarren bieten das notwendige Maß an Verzerrung und sind auch nicht gar so schlecht abgemischt. Was mir zuallererst auffiel, war das wirklich nicht sehr virtuose Schlagzeugspiel. Das mag nicht zuletzt am mangelnden Spielgefühl des Drumcomputers liegen, denn sowohl Drummer als auch Bassist verließen die Kapelle kurz vor Beginn der Arbeiten am Album. So klingen einige Songs, speziell der Opener „Hullbreach" zeitweilig doch arg klinisch steril. Die Abwechslung schleicht sich im Fortverlauf des Albums dann doch immer mal wieder ein, z. B. in Form kleinerer Gitarrenspielereien oder, wie bei „Dwelling In Deep Trenches", durch eingeschobene Samples.
Insgesamt lassen sich zwischen nicht sehr eingängigen und oft recht technisch anmutenden Abschnitten immer wieder ganz nette Groove-Riffs finden, bei denen ich mich gelegentlich sogar beim Mitnicken erwischen durfte. Größtenteils bewegen sich Cyphonism hier aber zwischen ganz schnell mit Blastbeats und Midtempo, immer wieder durchzogen von eben erwähntem technischen Gefrickel.
Was man dem Album wahrlich nicht vorwerfen kann, ist mangelnde Konsequenz. Die Band zieht ihr Geballer schon ziemlich stringent durch, ohne zwischendrin großartig weich zu werden, einzig „Grinding To A Halt" hat auffällige Harmonien zu bieten, aber danach ist das Album auch vorbei, es wird also nicht schlimmer.

Es ist kein großartiges Werk, aber ganz objektiv gesehen ein doch recht ambitionierter Beitrag zur modernen Death Metal-Kultur, wobei Freunde des klassischen Todesstahls, wie ich einer bin, weniger Gewinn aus „Obsidian Nothingness" ziehen können dürften. Insgesamt fehlt es dem Werk ein bisschen an Charakter.

6/10

// Johnny Klaue

 ec

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