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Review zu Metal Inquisitor - Doomsday For The Heretic - 621 Hits
disc Band: Metal Inquisitor
Album: Doomsday For The Heretic
Genre: Heavy Metal
Rls. Datum: 05
Label: Hellion Records
Laufzeit: ca. 53 min
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Underground aus Koblenz…

Nicht nur die ewige Undergroundgröße Desaster sind aus dem Hellbangers Mosel-Franken Metal Fanclub hervorgegangen. Nein, wer sich ein wenig mit dem deutschem Underground auseinander gesetzt hat, wird mit Sicherheit auch mal von METAL INQUISITOR gehört haben. Wenn nicht, ist spätestens jetzt der beste Zeitpunkt dafür!

Drei Jahre nach dem Debüt "The Apparition" ist nun die neue Platte "DOOMSDAY FOR THE HERETIC" erschienen! Und man hätte sie auch gleich auf Stahl schmieden können, den hier ist jeder Ton reiner Stahl. HeavyMetal der aller besten Schule, direkt per Zeitmaschine aus den 80igern eingeflogen.

Soundmäßig stehen die Rheinländer klar in der Tradition der NWoBHM, auch bei den Songs können als grobe Richtung deutliche parallelen zu Bands wie Iron Maiden oder Saxon gezogen werden.

Das allein ist aber nicht ausreichend, um das Flair dieser Platte zu beschreiben, denn die Inquisitoren beschränken sich nicht darauf, diese eine Facette der Metal-Geschichte zu dokumentieren, vielmehr scheinen sie es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die komplette Bandbreite des Genres zu würdigen.

So könnte man beispielsweise "Thane Of Cowder" als das beste Running Wild-Lied seit Urzeiten bezeichnen, bei "Midnight Rider" höre ich Anleihen an Judas Priest's "Painkiller"-Phase, und das düster-epische "Infamia" erinnert atmosphärisch (musikalisch, nicht stimmlich) an die Frühphase von Mercyful Fate.

So ist der Eindruck, dass es sich bei dieser Scheibe irgendwie um ein Tributalbum mit Eigenkompositionen handelt, nicht ganz von der Hand zu weisen. Dass METAL INQUISITOR dabei trotzdem stets eine eigene Identität bewahren, liegt vor allem an Sänger El Rojo, der über ein absolut eigenständiges und unverwechselbares Organ verfügt, und so neben dem authentischen Gitarrenspiel von Hauptsongwriter Blumi als unverkennbares Markenzeichen der Koblenzer dient.

Abgesehen davon würde sogar jeder Metalcorerer merken das es sich bei der Band nicht um ein kommerzielles Projekt handelt, sondern das die Jungs Spaß an der Sache haben und in erster Linie einfach nur Metalfans sind!

So ist "Doomsday For The Heretic" ein absolut überzeugender Heavy Metal-Leckerbissen geworden, der von Ohrwürmern nur so wimmelt, die sich allerdings oft erst nach mehreren Durchläufen zur vollen Entfaltung entwickeln.

Als zusätzliche Kaufargumente können zudem eine weitere Judas Priest-Coverversion von "Invader" sowie der LEICHT an AC/DC erinnernde Bonustrack "Bad Boys Hardrock Police" dienen.

Fazit:
Unterm Strich haben METAL INQUISITOR hier ein Werk abgeliefert, das eigentlich für alle Oldschooler unverzichtbar ist – und für die, die es werden wollen.




// C'mon sing!

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