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Review zu Conspiracy - Mirror of Aggressions - 838 Hits
disc Band: Conspiracy
Album: Mirror of Aggressions
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 08.10.2005
Label: Cryptic Productions
Laufzeit: 16 min
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Zum ersten mal in Kontakt mit "Conspiracy" kam ich auf dem diesjährigen Ragnarök 2 Festival, wo sie als Opener spielen durften, jedoch fehlten damals noch eindeutig die eigenen Songs (das Demo ist seit März frei auf mp3.de oder hier auf satan666.de downloadbar) . Die Pegnitzer (Oberfranken / Nordbayern) haben sich zwar von ihren Bassisten und Ragnarök-Veranstalter Ivo trennen müssen, jedoch sollte sie das nicht aufhalten nun ihre 1. richtige Platte auf den Markt zu werfen.
Das Intro "Sad World" dürfte schon viele Hörer zum Staunen bringen. Während sich viele etablierte Bands auf irgendwelche in 5min zusammengebastelten Synths verlassen, hört man hier ein wirklich gelungenes ruhiges, leicht melancholisches Gitarrenintro, was über die Länge von über einer Minute den Hörer auch mal zum Zuhören anregt.
Der Titelsong "Mirrors of Aggressions" konnte man schon in einer gekürzten Version auf Conspiracy's HP begutachten. Es wird sehr schnell klar, dass Conspiracy's Mischung aus Death, Thrash, Grindcore mit einer Priese Punk, den sie selbst als Deathcore bezeichnen, nun bei weitem abwechslungsreicher als auf der Demo klingt. Nach kurzem, schweren Riffs am Anfang, ertönt der schon früher sehr gute Grunzgesang. Naturtalent, Antrainiert oder Angesoffen? Eigentlich egal, schließlich passts einfach perfekt! Beim Refrain legen Conspiracy nochmal eine Schippe drauf, steigern das Tempo und kombinieren, dass mit einer dezenten Melodie. Ein ruhiges aber gewaltiges Brake mit klaren Gesang zeigt, dass sich Conspiracy mittlerweile stark weiter entwickelt haben und sie nun abwechslungsreicher denn je klingen.
"Shut Your Mouth" - Ein Schuss, ein Schrei - Grindcore! Natürlich darf man als Band auch nicht die musikalischen Wurzeln vergessen. Irgendwie hab ich beim Hören "Aborted" im Hinterkopf, was keineswegs von ungefähr kommt bei so einer Portion (Brutal) Death Metal. Dank der guten Produktion fehlt dem Titel auch der nötige Druck nicht und hinterlässt sofort eine tiefe Grube im Gehirn :)
Die EP hat es bereits mit 3 Titeln geschafft mich zu verblüffen, so dass mich "Flesh Ripping Desires" eigentlich kaum überraschen dürfte. Fast wie eine Art Zusammenfassung der vorherigen Titel werden hier eine leichte, jedoch bei Weitem nicht kitschige, Melodie, druckvolle Riffs, beeindruckende Growls und viele gute Ideen kombiniert. So kommt man gegen Ende von "Flesh Ripping Desires" wieder in den Genuss einer ruhigeren Passage mit epischen klaren Gesang, der sich ebenso wie die Growls sich auf dem Level von etablierten Acts bewegt, nach der sich die Angestaute Aggression voll entfaltet! Diese Mischung macht "Flesh Ripping Desires" zum besten Titel auf der EP.
Conspiracy schafft es mich wieder an meine Zeit in der Tanschule (I don't want to talk about it ^^) zu erinnern. Hätte ich damals jedoch zu "Blues of Terror" über das Parkett wirblen dürfen, es hätte erheblich mehr Spaß gemacht (mosh m/). Conspiracy schaffen es Deathcore mit Blues zu verbinden. Als letztes Leckerli wartet als HiddenTrack ne Liveversion (glaub ich mal) von "Run Amok" (Demo-CD) für den Hörer. Jetzt fehlt nurnoch die Live-DVD :rofl
Wirklich erstaunlich wie man sich als Band innerhalb eines guten halben Jahres weiterentwickeln kann. Klang das Demo noch ziemlich eintönig, so zeigen die Jungs von Conspiracy, dass sie sehr abwechslungsreiche Songs schreiben können. Größere Mängel sind für mich nicht erkennbar und es bleibt nur zu hoffen, dass es bald mehr Stoff gibt.
Wer sich für die Scheibe interessiert kann sie sich für gut investierte 3€ + Porto auf Conspiracy's Homepage besorgen.

// apO^-

 ec

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