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Review zu Path of Golconda - Destination: Downfall - 673 Hits
disc Band: Path of Golconda
Album: Destination: Downfall
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 2004
Label: Eigenproduktion
Laufzeit: 44 min
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Aufmerksam wurde ich auf Path of Golconda glücklicherweise durch einen Kumpel, der ein paar Mitglieder persönlich kennt. Daher war ich auch sehr gespannt, was mich nun erwarten sollte. Was ist Golconda eigentlich? Glücklicherweise findet sich auf der Bandhomepage eine Erklärung:
"Erschließt sich ursprünglich aus derselben Quelle, die auch Lilith als erste Frau Adams vorstellt: die Kabbala. Übertragen wurde das Bild dann ins Regelbuch für Vampire the Masquerade. Beschrieben als Zustand, in dem die Kreaturen der Finsternis ihrem Blutdurst und ihrem tobendem Herzen widerstehen können, bedeutet die Lossagung von ihren sinistren Trieben Ruhe und sogar Harmonie - letztlich, sein abgefucktes Leben im Griff zu haben."
Nach einem einminütigen recht interessanten, jedoch nicht außergewöhnlichen Intro, leiten PoG auf "Destination Downfall" nicht nur vom Titel ( "Uncreation" ) her den Weltuntergang ein: Mit Einflüssen aus Death, Grind, Black und einer Priese Hardcore überrollen sie den Hörer, ohne jedoch extrem geile auflockernde Soli zu vergessen. Wirklich abwechslungsreich wird es nach ungefähr 2 Minuten mit einer etwas melodischeren Passage mit exzellenten Grunz- / Schreiwechselgesang. "Degenerated to this life abortion- Back to this world of uncreation
We stand here, smiling, patient, waiting- watch the painful intential bleeding"!
Brachial metzeln Path of Golconda bei "Message in a Rifle" weiter und machen keine Gefangene. Auch hier findet sich ein für PoG typisches extrem großes metallisches Spektrum - von brutalen Blackmetalparts zu Melodic Death -Einflüssen ist alles zu finden - und trotzdem klingt das Gesamtpacket unheimlich selbstständig, woran "Calling The Tide" leider nicht nahtlos anschließt. Das ist jedoch keinesfalls als Kritik zu sehen: PoG zeigen, dass sie auch einmal über 5min den fleischklopfer auspacken können und machen bei Leibe keine Gefangene.
Beim folgenden "This Dead-End World" müssen die verwöhnten Ohren plötzlich sphärische Keyboards und allerlei Dinge aus dem Soundcomputer ertragen, ehe sich dann nach einiger Zeit wenigstens eine akustische Gitarre dazugesellt. Trotzdem sind die 4min Zwischenspiel eigentlich überflüssig. Die Idee zum brutalen "Calling The Tide" einen Kontrapunkt zu setzen war gut, jedoch hätte man das durchaus besser machen können!
Dafür entschädigt, der meiner Meinung nach beste Track des Albums, "Petriachor (the Parting of Hearts)" auf ganzer Linie! Was für ein Titel! Fantastisches Gitarrenintro, welches eines der Grundelemente dieses Titels ist, ehe schleppender, fast schon doomiger Gesang einsetzt, der schon bald eine gewaltige Durchschlagskraft besitzt. Der Gesang ist nahezu perfekt, klingt nach Verzweiflung und Selbstaufgabe, trotzdem aber auch nach Hoffnung und Kämpfen. Nach 5min plötzlich ein Break und man kann einfach nur genießen! Leicht melancholisch, jedoch voller energie. Der Songtext kann es am besten ausdrücken:
"Her opale eyes were burning tears and ravens darkened her // Lovelorn mares and gifted me the poison that we were"
Mit "A Cannibal Crusade" neigt sich die CD leider dem Ende zu, wartet jedoch mit noch 2 Krachern auf. "A Cannibal Crusade" wechselt sehr schön zwischen Mid- und Uptempo, was das Lied zu einem wahren Höllenritt macht. Einen Gegenpunkt dazu stellt "Devour Machine", welches schleppend beginnt und ein paar wirklich extrem geile Thrash-Metal-Einflüsse vorweisen kann. Auch beim letzten Track scheinen PoG glücklicherweise nicht die Ideen ausgegangen zu sein und liefern einen weiteren absoluten Killertitel ab, der vor Abwechslung strotzt, vor allem hinsichtlich dem Zusammenspiel von Instrumenten und Shouter Manuel, der mit Sicherheit einen riesigen Teil dazu beträgt, dass PoG so vielseitig sind. Sein Stimmorgan bietet Vocals von gewaltiger Tiefe und einem Spektrum, bei dem so mancher etablierter Frontmann vor Neid erblassen würde.
Perfektes abwechslungsreiches Songwriting, eine alles überragende Stimme und dazu eine für eine Eigenproduktion (mich wunderts, dass sich noch nirgendwo unter Vertrag stehen) verdammt druckvolle, perfekte Produktion - mir bleibt nichts anderes übrig als die CD allen Metalheads, die auf gepflegten abwechslungreichen und druckvollen Deathmetal stehen, wärmstens ans Herz zu legen. Zu erwerben für 10 Euro auf der Bandhomepage.

// apO^-

 ec

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