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Review zu Endstille - Navigator - 740 Hits
disc Band: Endstille
Album: Navigator
Genre: Black Metal
Rls. Datum: 01.08.2005
Label: Twilight
Laufzeit: 43 min
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Mit der Macht einer ganzen Panzerdivision, Doublebassdrum und Blastbeats mit der Feuerrate eines MG42 und natürlich wieder mit einem (zum ersten Mal leicht farbigen) Kriegsmotiv auf dem Cover meldeten sich Anfang August das deutsche Blackmetal-Kommando um Mayhemic Destructor eindrucksvoll zurück. Nach "Operation Wintersturm", "Frühlingserwachen" und "Dominanz", folgt nun "Navigator".
Nach einem 4-sekündigen Ortunssignal erwatet den Hörer gewohnt eiskalter, klirrender Black-Metal der alten Schule ohne elektrische Spielereien. So wird schon bei "I bless you...god" - zugegebener Weise ein für mich gewöhnungsbedürftiger Name für einen BM-Titel - klar in welche richtung navigiert wird! Es folgt der Titeltrack "Navigator" mit gewohnt exzellentem Kreischgesang und pfeilschnellen klirrenden Riffing, was auch bei "Above The Fault in Heaven" - nicht zuletzt wegen der satten Produktion - weiter in Perfektion ausgeführt wird.
Kalt, mahlend, monoton und dreckig setzt sich die Black-Metal-Maschinerie auf dem meiner Meinung nach stärksten Titel "Bastard" in Bewegung. Nach 2 Minuten ohne Gesang mit bedrückender Stimmung, entfaltet "Bastard" seine wahre Zerstörungskraft und macht keine Gefangenen. Wirklich einer der abwechslungsreichsten Titel auf dem gesamten Album, bei dem Endstille aus der gesamten Waffenkammer schöpft, der mich teilweise an Immortal erinnert. Jedoch kupfern Endstille keinesfalls ab, sondern finden ihren eigenen herrlich brutalen Stil.
"Monotonus II" knüpft daran an, womit auf "Dominanz" aufgehört wurde und macht seinem Namen glücklicherweise keine Ehre. Angeführt von donnernder Artillerie (endstillisch für Schlagzeug) und einem Sturmgeschütz (Gitarre) schlagen die Blackmetal-Soldaten ein weiteres Mal eiskalt zu. Dahinter muss sich das nun folgende "Nameless" in keinster Weise verstecken und zeigt wiederum, warum Endstille wohl die skandinavischste aller deutschen Black-Metal-Kommandos sind. Innerhalb von 3min walzen Endstille alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt.
Leider fallen dem gegenüber "Let There Be Heaven" und "Disillusioned Victory" leicht ab, da ihnen etwas Durchschlagskraft fehlt. Der Rausschmeißer "Endstille (Leichnahm)" wartet als Kontrast zum brachialen BM-Sperrfeuer mit doomigeren Klängen auf und erzeugt nocheinmal eine düstere, kalte und unwirkliche Atmosphäre.

Fazit:
Endstille liefern erneut ein erwartet gnadenlos brutales und militantes, was keinesfalls als Kritik gelten soll, Album ab. Im Vergleich zu den Vorgängern scheint es diesesmal noch facettenreicher, denn die wahre Vernichtungskraft des Albums entfaltet sich erst nach mehrmaligen durchhören. So bleibt an diesem Album bis auf 2 Titel, die ganz leicht die nötige Durchschlagskraft vermissen lassen, nichts zu kritisieren übrig. "Deutschland brauchte eine Black-Metal Band!", heißt es auf der Bandhomepage. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

// apO^-

 ec

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