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Review zu Warbringer - War Without End - 710 Hits
disc Band: Warbringer
Album: War Without End
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 05.02.2008
Label: Century Media
Laufzeit: 39:26
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Was soll man bloß von einer Kapelle halten, die sich 2004 unter dem Namen ONSLAUGHT zusammenrottet, um Old School Thrash Metal zu zocken? Hallo, in der Schule gepennt oder was? Na ja, die offenbar von der Ungnade der späten Geburt gestraften Kalifornier haben dann doch gemerkt, dass ein paar Briten zu diesem Zeitpunkt bereits 3 LPs, 4 Singles und 7 Demos veröffentlicht hatten. Also eben einen Blick ins Lexikon der blöden Bandnamen geworfen, festgestellt, dass von A bis V schon alles vergeben war und ZACK! nennt man sich von nun an WARBRINGER. Dass etwa zeitgleich ein paar jodelnde Italiener die selbe glorreiche Idee hatten, gehört wohl zur Ironie der Geschichte.

Zur Gegenwart: Anno 2008 erscheint nun der erste Longplayer. Knapp die Hälfte der hierauf vertretenen Songs war zwar schon auf der 2006er EP „One by One, the Wicked fall“ zu hören, aber die dürfte ja ohnehin nicht allzu bekannt sein...

Das Cover von „War Without End“ sieht in etwa so aus, als ob der debile Halbbruder von Edward Repka versucht hat, das Cover der ersten ASSASSIN-Platte (The Upcoming Terror, ’86) mit ein paar Buntstiften aus dem Tchibo-Shop nachzumalen... (Kollege Monsing wird es lieben, da bin ich mir sicher...) Und die Lyrics? „Ja, wir haben hier beides: MORD und TODSCHLAG!“

Was noch? Ach ja: Die Musik.
Fuckin’ Hell! Old School Thrash Metal at it’s best! Schon der Opener „Total War“ klatsch dermaßen auf die Zwölf, dass mir die Suppe die Arschritze hochkocht! Das ist Thrash Metal! Schön aggressiv, meistens pfeilschnell, gelegentlich ein paar melodische Gitarren-Leads, geile Soli (ja, ich liebe Tappings!) und dazu ein Shouter, der sich anhört wie ein widerwärtiger Bastard aus Tom Araya, Billy Milano und John Tardy. Herrlich! Wer meint, dass KREATOR ihre besten Platten zwischen 1987 und 1990 eingekloppt haben, wird diese Platte lieben! Ansonsten halt die üblichen Reminiszenzen an EXODUS und TESTAMENT, und bisweilen ein paar Anleihen bei den ersten beiden ANNIHILATOR-Scheiben dieses Jahrtausends. Soundmäßig von keinem geringeren in Szene gesetzt als Producer-Legende Bill Metoyer!

Klar, nicht alle Songs sind gleich gut, und mit knapp vierzig Minuten Spielzeit scheint man auch noch nicht so ganz im CD-Zeitalter angekommen zu sein, aber was soll’s? Ich geb’ dafür mal einen Punkt Abzug, und einen weiteren halben Punkt für diverse Peinlichkeiten jenseits der Musik; bleiben 8.5 fette Punkte. Mehr davon!!


// Korgüll the Exterminator

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