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Review zu Legion Of The Damned - Feel The Blade - 921 Hits
disc Band: Legion Of The Damned
Album: Feel The Blade
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: 04.01.2008
Label: Massacre Records
Laufzeit: 51:43
Wertung: 8.0 / 10.0
 
Komisches Cover. Was soll denn diese riesige abgetrennte Hand auf dem Fußboden? Auch die Fotos im durchaus aufwendig gestalteten Digipack sind etwas infantil. Wen will Sänger Maurice denn bloß mit seiner Rosenschere trimmen? Und dann so heitere Aphorismen wie „As I caress my blade, I know I could kill a new.“ - Weiß einer, was „Jungs, habt Ihr so ’ne Kinderkacke noch nötig?“ auf holländisch heißt? Oder noch besser: „Jungs, das habt Ihr nicht nötig.“ Denn die Mucke klatscht ganz gewaltig.

Originell oder innovativ ist hier rein gar nichts. Ganz im Gegenteil. De facto handelt es sich bei „Feel the Blade“ um ein leicht modifiziertes Re-Release von „Elegy of the Weak“ – also jener Scheibe, die man 2003 noch unter dem Bandnamen OCCULT veröffentlichte. Hier also das gleiche noch mal mit neuem Cover, dem LotD-Logo, ein paar Extra-Tracks und für Frühaufsteher sogar mit einer gediegenen Bonus-DVD.

Letztlich ist es aber völlig egal, ob mal „Feel the Blade“ nun als alte OCCULT-Scheibe oder lieber als neue LotD-CD bezeichnet. Denn so was wie musikalische Weiterentwicklung scheint es bei dieser Band ohnehin nicht zu geben – und das ist verdammt gut so.

Gibt es tatsächlich noch einen Old-School-Fanatiker, an dem der Wirbel um die Kapelle tatsächlich komplett vorbeigegangen ist? Sollte dem so sein, würde ich mal sagen: Wer auf Kapellen wie SODOM, PROTECTOR oder BOLT THROWER steht, muss hier einfach mal ein Ohr riskieren. Typisches Thrash-Metal Riffing, meistens eher simpel (bisweilen auch etwas arg simpel) gehalten, straighter Songaufbau und vor allem richtig geile Breaks und Tempowechsel. All ihr Möchtegern-Frickler und selbsternannten Art- bzw. Prog-Metaller: So macht man das. Hier gibt’s kein Break um des Breaks willen, sondern weil es für den richtigen Arschtritt sorgt.

Für den Sound ist – wenn ich richtig informiert bin – kein geringerer als Andy Classen zuständig. Sprich: fett, satt und druckvoll – ziemlich modern eben. Für meinen Geschmack klingen die Drums zwar etwas steril, aber so macht man das heute nun mal leider...

Schwachpunkte? Klar, gibt es auch. Wie gesagt, manchmal geht man doch etwas arg simpel zu Werke, so dass der eine oder andere Song auf Dauer vielleicht an Magie verlieren dürfte (anders gesagt: langweilig wird). Das Instrumental „Expire“ ist schlichtweg überflüssig und hier und da würde ich mir mal ein schönes knackiges Gitarrensolo wünschen.

Tja, und dann der Gesang. Ganz ehrlich, ich mag dieses heisere Krächz-Gebelle... aber etwas mehr Variabilität wäre schon schön. Der gute Maurice wirkt streckenweise doch ein wenig limitiert. Sowohl, was den Stimmumfang betrifft, als auch hinsichtlich seiner Phrasierungen.

Nichts desto trotz: Ein derbes Stück Stahl für all jene, die auf butterweiches Opern-Gesäusel ebenso verzichten können wie auf durchgestylte Metal-Core-Industrieware.


// Korgüll the Exterminator

 ec

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