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Review zu Tribes Of Cain - Retaliation - 1205 Hits
disc Band: Tribes Of Cain
Album: Retaliation
Genre: Melodic Black Metal
Rls. Datum: 01.11.2007
Label: Fastbeat
Laufzeit: 59:59
Wertung: 3.0 / 10.0
 
Es ist schon abenteuerlich, was sich manche Plattenfirmen aus den gierigen Fingern saugen, um ihre Kapellen dem gutgläubigen Headbanger unterzujubeln. So behauptet man im Presse-Info doch ganz frech, TRIBES OF CAIN erschaffen eine „einzigartige und intensive Symbiose aus Black, Death und Thrash Metal“. Hä? Habe ich da etwa die falsche CD eingeworfen? Sorry Jungs, aber das hier hat mit Thrash Metal definitiv gar nichts (!) zu tun. Death Metal? Na ja, der Shouter erinnert bisweilen an Marc Grewe (MORGOTH, POWER OF EXPRESSION) zu „Odium“-Zeiten, kann diesem aber weder in Punkto Intensität noch vom Feeling her auch nur ansatzweise das Wasser reichen. Und Black Metal? Zugegeben, manchmal rasen die Drums schön schnell und eintönig vor sich hin, aber ansonsten?
Mal weiterlesen. „Nach über drei Jahren passionierten Songwritings und intensivem Proben...blablabla“. Wie bitte? Die wollen mir doch nicht erzählen, dass die Klampfer schon seit drei Jahren Gitarre spielen? Das, was die Herrschaften da vor sich hin dudeln ist schlichtweg erbärmlich.
Weiter im Text: „durchdachtes grafisches Konzept“. Wie soll denn dann bitte schön ein nicht-durchdachtes grafisches Konzept aussehen? Das hier sieht jedenfalls aus, als hätte ein Affe mit ’ner halben Kartoffel bewaffnet ein Glas Nutella auf einer Leinwand verschmiert.
Und dann stand da ja auch noch was von „ausgefeilten Texten“. Beispiel gefällig? „Oh Haupt erlauchter Stämme, weisend marschierst Du und voran, Sieger aller Schlachten, erstürme sie!“ Hut ab. Sorry Jungs, aber bei so viel Pathos muss ich leider ganz gewaltig kotzen!

Jetzt wissen wir also schon mal, was „Retaliation“ alles NICHT ist. Was bleibt also übrig? Blödes Gitarrengeschrammel, dass ich noch nicht mal als Riffing bezeichnen mag. Rhythmik, Dynamik, Feeling? Komplette Fehlanzeige. Wenn der eine Ton bis zum Erbrechen wiederholt wurde, wird der nächste der selben Prozedur unterzogen. Das soll dann glaub ich melodisch sein.

Wenn das ganze jetzt wenigstens ein kleines Bisschen aggressiv rüberkäme. Aber selbst die schnellen Drum-Parts werden mit dieser Gitarren-Seier-Sauce dermaßen eingelullt, dass da gar nichts mehr rüberkommt.

Referenzen? Vielleicht die schlechtesten BATHORY-Sachen...

Ich gebe mal einen Punkt dafür, dass der Gesang nicht völlig unerträglich ist, einen für die Fanfreundlichkeit der Band (die ersten beiden CDs kann man sich gratis von der Homepage runterladen) und einen für den lustigen Namen des Drummers: Dave Schlumpf!


So, und jetzt werde ich mir mal wieder die „Retaliation“ von CARNIVORE reinziehen.


// Korgüll the Exterminator

 ec
Karnov
04.01.08, 01:52
Ich weiss ja nicht, nach welche Kriterien eure Reviews zustande kommen. Offenbar scheint es sich hier um eine persönliche Fehde zu handeln, andererseits kann ich mir diese hirnverbrannten Assoziationen nicht erklären. ToC mit Bathory zu vergleichen ist nun wirklich völlig an den Haaren vorbeigezogen, ich frage mich ob der Herr Kritiker schon mal Bathory gehört hat. Die Gitarrenarbeit von ToC übertrifft die von z. Bsp der Band des Reviewers um Äonen. Der Bezug zu Naziliedern ist genauso verleumderisch wie die Unterstellungen an das "gierige" und "freche" Label. In jeder anderen (gedruckten) Zeitschrift wär so eine Kritik ein Kündigungsgrund. Offenbar liest sich der Herr Kritiker gerne selber. Na dann, well done Dude, into the Reactor with you!
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