: Community

: Verein

: Action

: Schlachtbank

: Bandsuche

: Sonstiges

Review zu Pantokrator - Aurum - 707 Hits
disc Band: Pantokrator
Album: Aurum
Genre: Melodic Death Metal
Rls. Datum: 01.05.2007
Label: Whirlwind Records
Laufzeit: 50:08
Wertung: 6.5 / 10.0
 
Welch origineller Bandname. Neben den deutschen Jazz-Deathern und den bulgarischen Black-Metallern gibt es noch je eine venezuelanische und eine schwedische Christen-Death-Metal-Band mit diesem Namen. Letztgenannte haben mich nun mit ihrem zweiten Full-Length-Album beglückt.
Geboten wird satt produzierter Death-Metal in bester schwedischer Tradition: Treibende Double-Bass, fette Gitarren, rauer Gesang, zahlreiche Breaks und Tempo-Wechsel. Insgesamt schon melodisch, jedoch ohne in den derzeit leider arg angesagten Wikinger-Kitsch abzudriften, und gelegentlich mit ein paar Modern-Thrash-Gitarren angereichert. Hier etwas alte ENTOMBED, dort ein bisschen AMON AMARTH und zwischendurch ein paar GOREFEST-Mitte-der-Neunziger-Parts. Und als Rausschmeißer noch eine Nummer mit weiblichem Gastgesäusel. Nicht völlig unerträglich, aber auch nicht gerade ein Highlight.
So weit, so gut. (Oder zumindest ganz nett). Was mich allerdings nervt, ist, dass die Platte von vorne bis hinten konstruiert wirkt. Es werden immer der Reihe nach alle obligatorischen Versatzstücke aneinandergebastelt, diese dann zum Teil endlos lange wiederholt und schließlich von irgendwelchen Breaks beendet, die zum Teil völlig deplaziert wirken. Abgesehen davon gibt’s leider keinerlei songdienlichen Ecken und Kanten, keine wirklich markanten Passagen mit höherem Wiedererkennungswert, keinerlei Eigenständigkeit. Und leider überhaupt nicht Ansatzweise so etwas wie Aggressivität. Wer braucht denn eine Death-Metal-Platte, die kein bisschen weh tut?
Was mir darüber hinaus ganz gewaltig auf den Zünder geht ist der Drum-Sound. Was soll nur immer diese getriggerte Klicker-di-Klick-Double-Bass-Scheiße?! Klar, die ist schnell und präzise wie eine Nähmaschine, aber auch genau so brutal. Dafür klingt die Snare wie eine mit rostigen Nägeln gefüllte Waschtrommel.
Zu den Texten kann ich leider gar nichts sagen – die versteht man wohl nur als fleißiger Bibel-Leser.
Fazit: Eine nette Death-Metal-Scheibe, die man zum dezenten Warmtrinken im Hintergrund schön dudeln lassen kann, mehr aber auch nicht. Wenn es schon christlicher Death-Metal sein soll, gebe ich mir dann doch lieber die Frühwerke von MORTIFICATION.

Ganz bewußt subjektiv: 6.5 pt.

// Korgüll the Exterminator

 ec

: Rezeption Collapse

© hotel666 2006-2021 - All rights reserved
designed by EyeSeeRed.com
top