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Review zu Crucifier - Cursed Cross - 921 Hits
disc Band: Crucifier
Album: Cursed Cross
Genre: Thrash Metal
Rls. Datum: Okt. 2006
Label: ./.
Laufzeit: xx min
Wertung: 7.0 / 10.0
 
Achtung: Hier geht’s jetzt nicht um das skurrile Krawall-Kollektiv aus Amiland, sondern um die griechischen Thrasher CRUCIFIER. Seit gut einem Jahr wirbelt deren aktuelle Longplayer im Underground so einiges an Staub auf, höchste Zeit also, dass dieser auch seitens des Hotels gewürdigt wird.
Wenn ich sage, Thrasher, dann meine ich auch Thrasher. Sprich: Old School Thrash Metal, der tief in den Achtzigern verwurzelt ist. Also kein überproduzierter Neo-, Nu- oder sonst-was-Müll, sondern raues derbes Zeug, bei dem die Songs straight, kurz und dreckig zuschlagen und nicht erst dann zuende sind, wenn der gesamte Parcours an High-Tech-Effektgeräten mindestens zweimal abgetrabt worden ist.
Das schöne an solchen Platten ist ja, dass auch noch mittelmäßige Scheiben einfach Spaß machen, und dass man einem halbwegs informierten Thrasher (und nur für diese Klientel wurde „Cursed Cross“ eingetrümmert) mit wenigen Sätzen erklären kann, was ihn hier erwartet: In diesem Fall schnellen Thrash, der sich zu aller erst mal am Ruhrpott-Sound der Achtziger orientiert. Respektive an den Heroen der Frankfurter Schule, sprich TANKARD und ganz besonders die legendären EXUMER! Die Vocals erinnern mich verdammt stark an das kultige Gebelle von Ventor. (Für alle, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben: Der KREATOR-Drummer hat früher auch diverse Songs eingesungen!) Das Drumming rumpelt schön DARKNESS-mäßig daher (nicht THE DARKNESS!) und das eine oder andere Riff habe ich so oder so ähnlich schon mal bei DARK ANGEL gehört.
Das Intro von „Drive Intense“ ist ungefähr auf dem selben Peinlichkeits-Level wie das von „Nothing for my Mum“ (HOLY MOSES) und „Thrash till the Death“ ist KEIN ONSLAUGHT-Cover.
Musikalischer Tiefpunkt ist meines Erachtens „Crucifier“, dem man einfach anmerkt, dass er noch aus den Anfangstagen der Band stammt (und schon mal auf dem 2002er Demo „Innocent World“ veröffentlicht wurde); sorry, das Riffing ist vermaßen banal und monoton, dass der Song spätestens nach dem dritten Durchlauf nur noch nervt.
Die Produktion ist nichts für Soundfetischisten. Die Scheibe klingt schon etwas dünn und kratzig, aber so darf eine Retro-Underground-Old-School-Scherbe von mir aus auch klingen (auch wenn die Drums – vor allem das China-Becken – selbst mir mit der Zeit auf die Nüsse gehen).
Alles in allem eine solide „Special Interest“-CD, lohnt sich, mal anzuchecken.


// Korgüll the Exterminator

 ec

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