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Review zu Annihilator - Metal - 866 Hits
disc Band: Annihilator
Album: Metal
Genre: Speed Metal
Rls. Datum: 16.04.2007
Label: SPV
Laufzeit: 54:58
Wertung: 6.0 / 10.0
 
Ich kann mich wohl mit Fug und Recht als ANNIHILATOR-Fan der ersten Stunde bezeichnen, und als solcher bin ich durchaus so manche Eskapade von Herrn Waters gewohnt. Aber was er sich bei diesem Output gedacht hat, will sich mir nicht so recht erschließen. Schon das Cover ist ja reichlich einfallslos - zumal seine Landsleute von EXCITER bereits 1988 ein recht ähnliches am Start hatten. Gut, das Booklet ist da schon etwas gediegener - wenn man mal davon absieht, dass es zu sieben zwanzigstel aus Reklame für die jeweiligen Endorcer besteht.
Doch was zählt, ist nun mal die Musik, im Falle ANNIHILATOR kann das nur heißen: Gitarren, Gitarren, Gitarren! Und weil’s so schön ist, wird noch jeder Song durch Gastmusiker wie Jeff Loomis, Lips oder Alexei Laiho aufgemotzt. Wo ist also das Problem? Ganz einfach: Es steht hinter’m Mikro. Ich frage mich, wie ein Mann wie Jeff Waters, dessen zweitliebstes Hobby es zu sein scheint, Musiker zu feuern, ausgerechnet an dieser Gurke festhält. Dave Padden (schon der Name gähnt ja den Odem verwöhnter Nu Metal-Klischees!) schafft es, fast jeden Song mit seinem uninspiriertem Genösel zu versauen! Sorry, aber seine Versuche, melodisch zu singen scheitern an seinem dürren Organ und seiner Ideenlosigkeit, während sein Bemühen, aggressiv oder angepisst zu klingen über weite Strecken völlig aufgesetzt wirkt.
Dann der Sound: Sauber, glatt und transparent. So wünscht man sich die Begleit-CD zu Peter Burschs Gitarren-Lehrbuch. Aber eine Metal-Scheibe?! Die Drums klingen so steril, dass ich mich langsam frage, ob man auch Trigger triggern kann.
Und sonst? Viele coole Riffs, vieles, was man schon mal auf einer anderen ANNIHILATOR-Scheibe gehört hat („Operation Annihilation“ ist ein Abklatsch von „Set the World On Fire“), „Detonation“ klingt wie „Date with Poverty“ (METAL CHURCH) auf Valium, und mit „Chasing the High“ gibt es wenigstens einen echten Killersong !
Fazit: All jene, die sich ANNIHILATOR-Platten ohnehin nur zulegen, um dem Meister konzentriert zu lauschen, können bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten lieber erst mal reinhören !


// Korgüll the Exterminator

 ec

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