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Review zu Minas Morgul - Todesschwadron Ost - 950 Hits
disc Band: Minas Morgul
Album: Todesschwadron Ost
Genre: Pagan Black Metal
Rls. Datum: 2006
Label: Black Attakk
Laufzeit: 65:39 min
Wertung: 8.0 / 10.0
 
Es weiß wohl niemand mehr, wer sie erfunden hat, diese viel zu oft zutreffende Faustregel: „Wenn es aus Deutschland kommt und Black Metal ist, aber Pagan Metal genannt wird, ist es Nazimucke.“

Nun ist gerade der Black Metal nicht eben arm an zweifelhaften Gestalten, wenngleich die Meisten wohl einfach nur Musik machen wollen. Wie MINAS MORGUL, die mit 'Todesschwadron Ost' ihr drittes Album vorlegen, und die sich außerdem genötigt sahen, knapp 30 Seiten anzufügen, auf denen sowohl eine allgemeine Stellungnahme als auch ein ausführlicher Kommentar zu jedem einzelnen Text auf diesem Album zu finden sind.

Geboten wird auf 'Todesswadron Ost' ein Stilmix aus Black Metal mit einigen Thrash-Versatzstücken, ein wenig vielleicht in der Art wie ihn Bluttaufe spielen/spielten (kennt die eigentlich noch irgendwer). Insgesamt wird also ausgiebig gerockt, der Groove kommt fast nie zu kurz, wofür ich der Todesschwadron aus dem Osten sehr dankbar bin.

Die bittere Winterkälte anderer Black Metal Bands versprüht dieses Album zwar nicht, aber machen wir uns nichts vor: bei den allermeisten Bands kommt der klirrende Frost lediglich aus schlabbernden Saiten und miesem Sound. MINAS MORGUL hingegen klingen recht ordentlich, und das sie musikalisch dennoch überzeugen, spricht für sie.

Die Texte werden vom Sänger größtenteils in typisch schwarzmetallener Form intoniert, gekreischt nämlich. Dies Gekreisch passt einerseits hervorragend zur Musik, ist andererseits aber auch so kontrolliert, dass die Texte fast durchgehend verständlich bleiben. Alles andere wäre auch schade, da die meisten davon gut gelungen sind.
Mir persönlich sind einige Passagen doch ein wenig zu pathosgeladen, was vor allem in den Momenten mit klarem Gesang auffällt. Andererseits sind wir alle durch Manowar auf internationaler und Die Apokalyptischen Reiter auf nationaler Ebene abgehärtet, also sei´s drum.
Ein durchweg gutes und mutiges Album, dass sich jeder halbwegs an Black Metal interessierte Mensch mal geben sollte – Fans werden es vermutlich ohnehin längst im Schrank haben.

// untergangsmelder

 ec

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