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Review zu Dark Fortress - Profane Genocidal Creations - 1945 Hits
disc Band: Dark Fortress
Album: Profane Genocidal Creations
Genre: Melodic Black Metal
Rls. Datum: 2003
Label: Red Stream Records
Laufzeit: 68 min
Wertung: 7.5 / 10.0
 
Dass es im Bereich des melodischen Black Metal nicht leicht ist, aus der Fülle der alteingesessenen Bands hervorzustechen, ist nichts Neues. Ebenso, wie es schwer ist, musikalisch noch auf schwarzmetallischen, wenn auch melodiösen Pfaden zu bleiben, ohne derart in einen Genre-Mischmasch abzugleiten, wie beispielsweise Dimmu Borgir oder Cradle of Filth, die mit Black Metal nichts mehr gemein haben – doch die deutsche Formation Dark Fortress weiß dennoch, einen eigenen Stil zu finden, sich von den Genregrößen abzusetzen und doch absolut überzeugen zu können.

Lässt man das 1996er Demo „Rebirth of the Dark Age“, die 1997 erschienene Split-CD mit Barad Dür und das Beisteuern eines Tracks zum Sampler „From the mystic Forest Part II“ aus, so handelt es sich nach dem im Jahre 2001 unter der Red Stream Records-Flagge veröffentlichten Album „Tales from eternal Dusk“ um das zweite Album der sechs Warpaint-Träger.

„Profane Genocidal Creations“ beeindruckt vor allem durch die ausserordentlich gute, druckvolle, dreckig und düster anmutende Stimmung, ein simples und dennoch hochwertiges Riffing und einige sehr atmosphärisch anmutende Keyboardsequenzen, die sehr stimmig wirken und dem Sound des Silberlings einen ordentlichen Schub geben, um die Scheibe etwas abzurunden. Auch gezupfte Akustik-Parts sind vorzufinden. Von der Headbanger-Hymne „Battles Rage In The Infernal Depth“ bis hin zur beklemmend düsteren Suizid-Ballade „Passage to Extinction“ ist alles dabei, wonach der düster-metallische Fan verlangt.

Wer bei dieser zärtlich-mystischen Frauenstimme die letzteren Song begleitet nicht in Wallung gerät, sollte dringend die Ohren vom Festival-Staub des Sommers bereinigen, denn hier handelt es sich nicht um handelsübliches Operngejaule oder das Gezeter einer Hyäne, sondern beweist in bester Satyricon-Manier, dass es auch anders – eben besser – geht. Wo gerade von Satyricon die Rede ist: Neben Dissection scheinen Satyr und Frost bei den „true Dark Fortress“ wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.

In jedem Song gibt es Passagen, die scheinbar als Hommage an die beiden skandinavischen Kultbands fungieren und sei es nur das Gejammer der Gitarren, mit dem man „Nemesis Divina“ Tribut zollt. Doch auch eine gewaltige Prise Eigenständigkeit ist noch immer heraus zu hören. Eingespielt wurde dieses Brecheisen in den Grieghallen zu Bergen, wo bereits Emperor ihre Meisterwerke eintrümmerten. Für die „true“-Fraktion definitiv zu melodisch und sauber in der Produktion, für musikalisch offenere Metalheads hingegen eine absolute Empfehlung und mit zehn überdurchschnittlich langen Titeln durchaus eine gerechtfertigte Empfehlung, die man gehört haben sollte.

// Hünengrab

 ec

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