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Review zu Finntroll - Ur Jordens Djup - 715 Hits
disc Band: Finntroll
Album: Ur Jordens Djup
Genre: Folk Black Metal
Rls. Datum: März 2007
Label: Spikefarm
Laufzeit: 55:51 min
Wertung: 5.0 / 10.0
 
Jahrelang habe ich mich gefragt, was mit diesen verdammten Finnen nicht stimmt. Krankheitsbedingter Ausstieg des ersten Sängers Katla, Selbstmord des Gitarristen Somnium, dann nach kurzer Zeit Zoff mit Sänger Wilska.
Insgesamt also mehr als genug Probleme, die einer Band die Laune gründlich vermiesen können.
Woher FINNTROLL also seit Jahren ihre ansteckende gute Laune in der Musik nehmen, ich weiß es nicht.
Diese Zeiten scheinen nun freilich vorbei. 'Ur Jordens Djup', dass erste Album mit dem neuen Sänger Vreth, scheint allen Scheissdreck zusammenzufassen, der FINNTROLL je widerfahren ist.
So sind zwar alle typischen Elemente des Finntroll-Sounds erhalten geblieben, an lustigen Humppa-Rhythmen wird dieses mal jedoch gespart.
Die Keyboards, bisher immer tragendes Element der guten Laune, kommen relativ gedämpft daher und sind oft weit in den Hintergrund gerückt. Stattdessen dominieren die Gitarren mit harten, düsteren Riffs.
Vreths Gebrüll und Gekreische ist zwar mehr als anständig, trägt jedoch meiner Meinung nach sehr zum unpassend düsteren Klang der Scheibe bei. Ihm fehlt einfach bisher das gewissen Augenzwinkern in seinem Gekeif, das Katla und vor allem auch Wilska immer hatten.
Es ist schwer in Worte zu fassen, aber auf diesem Album fehlt einfach die Leichtigkeit und der Spaß, der FINNTROLL bisher immer ausgemacht hat. Auch die penetranten Ohrwürmer kommen diesmal – für FINNTROLL-Verhältnisse – viel zu kurz, bei mir ist nach sieben, acht Durchläufen bisher lediglich 'En mäktig här' hängengeblieben.
Bei allem Verständnis für schlechte Laune – gerade im FINNTROLL-Kontext funktioniert sie leider nicht.


// untergangsmelder

 ec

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