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Review zu Deathswarm - Forward Into Oblivion - 982 Hits
disc Band: Deathswarm
Album: Forward Into Oblivion
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 16.04.2021
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 49:54
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Und da haben wir schon den nächsten Kracher aus dem Hause F.D.A. Records am Start :)! Deathswarm nennt sich die mir zuvor unbekannte Kombo aus Schweden, und ich war natürlich sehr neugierig, was Rico denn dieses Mal so Feines auf Lager hat. Er schafft es ja immer wieder, geile Bands unter Vertrag zu kriegen, die mir sehr gut zusagen :). Natürlich wollte ich mich gleich mal über die Band informieren, und Metal-Archives verriet mir, dass 3/5 der Besetzung auch bei Sarcasm tätig sind. Geilo, denn jene Truppe zockt sehr geilen Death Metal. Nun war ich natürlich umso gespannter, die Musik von Alvaro Svanerö (Drums), Anders Eriksson (Gitarre), Heval Bozarslan (Gesang), Nicklas Gelotte (Bass) und Johan Haag (Gitarre) zu hören, und ich wurde absolut nicht enttäuscht :). "Forward Into Oblivion", so der Name des zweiten Longplayers dieser seit 2017 existierenden Band, ist nämlich echt eine Knallerscheibe geworden :).

Dann will ich auch mal nicht lange herumschnattern, denn ihr wollt ja sicherlich was über die Musik auf diesem Release wissen und vor allem, was die Band für Musik zockt :). Geht es in die gleiche, melodische Richtung wie Sarcasm? Nope, Melodien gibt es hier auch, aber anderer Natur. Hier wird mit rottiger Wonne ganz und gar dem Svenska Dödsmetall gefröhnt, wie er zuerst bekannt wurde :)! Deathswarm ziehen also ihre Energie und Inspiration aus den klassischen Killerbands wie z.B. Entombed, Carnage, Dismember, Grave oder God Macabre :). Aber auch Stoff wie Crypt Of Kerberos und vor allem auch Gorement mit ihrer grandiosen Scheibe "The Ending Quest" sind mit bei diesem famosen Verwesungsprozess beteiligt :). Hach, da wird mir schon beim Lesen dieser Namen ganz warm ums rottige Herz, und die HM2-Abteilung in meinem Schädel sabbert schon derbe dahin! Beim Hören des ersten Songs wird euch auch gleich ein weiterer Einfluss förmlich ins Ohr springen und euch sofort "Bolt Thrower!" rufen lassen :). Zusätzlich hören meine Lauscher auch noch einen leckeren Suomi-Einschlag heraus, der mich z.B. an Demigod und das Amorphis-Debüt denken lässt :). Das klingt doch bestialisch gut, oder? Ist es auch absolut, denn die Schweden kreieren hier einen absolut mitreißenden Todesbleiknaller, der euch einfach nur gefallen wird, da hier mit absoluter Old School-Hingabe an den Songs gearbeitet wurde, und das Ergebnis spricht wahrlich für sich :). Eine "aktuellere" Scheibe, die ich da mal als groben Vergleich und Orientierung aus meinem nicht vorhandenen Zauberhut ziehen möchte, ist "Chalices Of Ages" von den genialen Deathevokation. In puncto brachialer Kraft, Düsternis, Atmosphäre und Melodieführung ist der einzige Longplayer dieser Band (unbedingt anchecken, falls nicht bekannt!) meiner Meinung nach eine gute Annäherung an den hier zu hörenden Sound, nur dass "Forward Into Oblivion" von Deathswarm eindeutig um Einiges schwedischer klingt. Es ist aber auch umwerfend, was uns hier für ein geiler Longplayer serviert wird. Diese heftige Intensität und die morbide Stimmung sind einfach Todesblei pur! Das variable Songwriting ist genau auf den Punkt gebracht und wirkt sofort :). Es macht auch echt einfach nur enorm viel Spaß, sich diese einen erschlagende Walze reinzuziehen und sich von der Spielfreude der Band und der Liebe zum Svenska Dödsmetall ordentlich einheizen zu lassen :). Testet es, ihr Death Metal-Freaks... ihr werdet nicht enttäuscht sein :).

Wer von euch Sarcasm kennt, wird sich sicherlich schon gefragt haben, wie Heval wohl bei Deathswarm so klingt, da er sich bei erstgenannter Band, wie es im MeloDeath oft üblich ist, dem Schreien widmet, was er auch ausgesprochen gut, überzeugend und mit Hingabe zelebriert :). Da bei Deathswarm ja die derbe Seite des skandivanischen Todesbleis das Zepter in der Hand hält, gibt es hier absolut passend so richtig herrlich heftiges und düsteres Gegrunze und Gekotze :). Auch hier gibt er alles, was seine rottigen Stimmbänder so hergeben und malträtiert unsere Ohren mit brutaler und derber Kraft, die so richtig schön wuchtig aus ihm herausplatzt! Dazu gibt es dann immer wieder mal kerniges Schreien und fieses Geknurre :). Der Mann hat echt ordentlich Power in seiner markerschütternden Stimme und röhrt herrlich morbide in der Gegend herum. Einfach nur geil, und in meinem Gesicht macht sich deswegen ein fettes Grinsen breit, da es so gut zum Sound passt :).

Soundtechnisch geht es auf "Forward Into Oblivion" der Musik entsprechend natürlich auch schön derbe zu, und ich muss sagen, dass die Produktion wirklich sehr gelungen ist und euch Old Skull-Sickos sicherlich sofort ansprechend wird :). Unter der Mitarbeit von Philip Borg und den HSH Studios wurde die Scheibe vom Bandmitglied Alvaro Svanerö selber aufgenommen und anschließend durch Johan Ericson in den Dead Dog Farm Studios gemixt und gemastert, und das Ergebnis kann sich echt hören lassen :). Mich persönlich spricht die Produktion auf alle Fälle echt an :). Ein fetter, derber, düsterer, alles zermalmender und brutaler HM2-Sound, der mich am ehesten an eine zeitgemäße "Sumerian Cry"/"Left Hand Path"/Dark Recollections"-Version erinnert, welche auch hier eine unheilige Allianz mit "The Chalice Of Ages" von Deathevokation eingeht, um uns mit allen Mitten der Kunst mit bester morbider Death Metal-Atmosphäre zu verwöhnen :)! Was für eine wuchtige Soundwand! Als würde euch ein fetter Grabstein gegen eure Brust gezimmert werden. Das knallt nicht nur ordentlich, sondern nimmt euch auch die Luft zum Atmen! Grandios :). Wie schon zu erahnen, kommt die gruftige Friedhofsstimmung auf diesem saugeilen Werk auch nicht zu kurz und wurde atmosphärisch schön umgesetzt :). Die brachiale Intensität der Songs bleibt natürlich auch nicht auf der Strecke und der Sound, der aus euren Boxen zimmert, wird einen akkuraten Höllensturm in euren stinkigen Schädeln entfachen :).

Dann mal auf zur Optik dieser Scheibe. Hier gibt es auch eine kleine Zeitreise, aber nicht in die 90er, sondern in das erste Jahrzehnt dieses Jahrtausends, wie ich finde. Das Ganze erinnert mich nämlich stark an die damals auftauchenden Bilder, als sich die entsprechenden Designprogramme stark verbesserten und etablierten. Vielleicht ist es jetzt nicht ganz so old school, wie es manche gerne hätten, aber cool sieht es meiner Meinung trotzdem aus :). Auf dem Cover präsentiert sich euch der Bischof von Rom, der in traditioneller Kreuzigungspose von den vier Reitern der Apokalypse abgeholt und von ihnen in seine ewige Verdammnis begleitet wird! Das auch zu Recht, und wer genau hinguckt, sieht, dass der Papst auch nur ein Wolf im Schafspelz ist, denn im feurigen Rauch ist ein Teufelsschwanz zu sehen, der keck unter seiner Robe hervorlugt. Warum weiß ich, dass es eigentlich der Papst ist? Nun ja, der Rauch, der unsere fünf Protagonisten auf Bodenhöhe umweht, stammt aus dem vom Höllenfeuer zerfressenen Petersplatz, und erstreckt sich unheilvoll über diesen. Ein wahrlich blasphemisches Inferno, welches doch ausgezeichnet zu dieser Scheibe passt. Dazu gibt es dann noch ein sehr geiles gelbes, kultig-old schooliges Bandlogo, das ihr euch auf der Rückseite des CD-Booklets auch noch mal genauer angucken könnt. Verantwortlich für diesen blasphemischen Spaß sind übrigens Emerging Death Designs, die das Artwork mitsamt dem Layout kreierten. Im Booklet an sich findet ihr dann alle Texte, Credits und ein Bandphoto von Susanne Thorgren, alles schon feurig mit Nahaufnahmen des Covers unterlegt. Auf der CD an sich gibt es dann noch mal den alten Pfaffen zu sehen. Gleiches gilt für die Hüllenrückseite, wo es auch noch einmal das Bandphoto, die Songtitel und ein Teil der Credits zu erblicken gibt. Plus das "Death Metal" in unseren Lieblingsbuchstaben, yeah :)! Vinyl, inklusive Download-Code, gibt es natürlich auch, und das Cover macht in einem größeren Format bestimmt auch so Einiges her :). Das CD-Booklet findet sich bei der LP-Version in Form eines schicken Inlays wieder. Der Rundling an sich präsentiert sich 200 mal in Schwarz und je zu 100 Stück in Rot, Gold und Gelb :). Sieht echt gut aus, und ihr Vinylmaniacs solltet euch sicher beeilen, da dieser Kracher bestimmt ordentlich Absatz finden wird.

Wer wie ich vom guten, alten Svenska Dödsmetall einfach nicht genug kriegen kann, dem empfehle ich Deathswarm und ihre neue Scheibe "Forward Into Oblivion" wärmstens. Ein düsterer, brutaler und erdrückender HM2-Brocken mit einem gewissen Faible für Finnland und England, der euch auf eine intensive und sehr überzeugende Premium-Zeitreise einlädt!


9,5 Punkte!


01. We Still Burn 05:52
02. Unshackle The Jackal 05:19
03. Where Death Is Recrowned 06:22
04. Army of Shadows 06:02
05. Unblessed Be Catharsis 04:44
06. The Poet And The Meat Cleaver 04:44
07. Deus Ex Nihilo 05:25
08. The Eating Blood 05:55
09. In The Wells They Await 05:33

Spielzeit: 49:54

// Rudi

 ec

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