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Review zu Rapture - Malevolent Demise Incarnation - 1429 Hits
disc Band: Rapture
Album: Malevolent Demise Incarnation
Genre: Death/Thrash
Rls. Datum: 26.03.2021
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 43:50
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Heute gibt es mal wieder ein Review einer Band, die mir bis zum Erhalt der Promo nicht bekannt war, was sich aber dank Rico und seinem Label F.D.A. Records zum Glück geändert hat, denn Rapture, so der Name der Band, sind totaler Knaller :)! Hatte ich bei dem Label jetzt auch nicht anders erwartet :). Für alle, die die die Band, wie ich vorher, auch nicht kennen: Rapture stammen aus Griechenland, wurden 2012 gegründet und haben bisher jeweils zwei Demos, EPs und Longplayer veröffentlicht, plus eine Split. Stamatis Petrou (Bass), Nikitas Melios (Gitarre), Apostolos Papadimitriou (Gitarre/Gesang) und Giorgos Melios (Drums) scheinen mir recht fleißig zu sein. Der letzte Longplayer "Paroxysm Of Hatred" kam übrigens bei Memento Mori heraus, was ja auch schon mal für die Qualität der Band spricht. Die Neugier war also groß, als ich ihre aktuelle und dritte Scheibe namens "Malevolent Demise Incarnation" startete, und ich sollte wahrlich nicht enttäuscht werden :). Hossa, da hat Rico sich aber echt mal wieder was Saugeiles geangelt :).

Wer sich, wie ich, gefragt hat, was die Band wohl für einen Sound zockt, weiß dieses schon nach wenigen Sekunden, denn die Band fackelt nicht lange, legt sofort wie von der Tarantel gestochen los und ballert von der ersten bis zur letzten Sekunde dieser Scheibe ein mörderisches Death/Thrash-Inferno ab! Mir wird dabei aber nicht Angst und Bange, sondern genau das Gegenteil ist der Fall, denn meine Begeisterung ist wirklich enorm, und ich bin von dieser Aggro-Attacke total angetan. Was für ein Killer :)! Inferno! Hass pur! Dieser arg geile und sehr düstere Knallerstoff hat mich echt vom ersten Moment an gepackt und prügelt mich die kommenden knapp 44 Minuten mit einer heftigen Vehemenz an die Wand, die es echt in sich hat. Aber das nehme ich ich mit Freude hin, so lange ich die Starttaste meines CD-Players drücken kann, um mir diese Scheibe gleich wieder anhören zu können :). Meine Güte, die Band scheint diese muSICk echt mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, so authentisch klingt ihr Stoff. Ich hätte ohne mein Hintergrundwissen wirklich auf eine Scheibe von damals getippt! Stellt euch einen absolut verführerischen und frischen Cocktail aus Solstice (US), Demolition Hammer, Dark Angel, Dead Head, Sepultura, Malevolent Creation, alte Kreator, early Massacra, Agressor, Sepultura, Deicide, Epidemic, Morbid Saint, Sadus, Protector, Morbid Angel, Monstrosity, Sadus und Sinister vor und ihr wisst, was euch erwartet :). Dieser Drink wird noch, während er euren Rachen hinunter läuft, jenen heftig zum Brennen bringen und ihr werdet sofort Nachschlag verlangen, denn ihr wollt, dass dieses Feuer nicht erlöschen soll :). Die Songs sind aber auch saugeil, Leute :). Eine brutale, intensive, explosive, mitreißende und virtuose Rifforgie wird gnadenlos und mit derber Wucht auf euch herabprasseln, und das enorm hohe Level an heftiger Brutalität bleibt echt ohne Unterbrechung auf diesem Niveau :). Grandios! Und nicht nur das, denn hier wird nicht einfach stumpf drauflos geprügelt, da das Ganze nicht nur schön abwechslungsreich dargeboten wird, sondern auch vom technischen Aspekt her einiges zu bieten hat, ohne dabei in fiese Frickelei zu verfallen oder den Fluss der Songs zu stören :). Klasse :). Hier wird echt auf einem hohen Level ein bestialisch gutes Höllenfeuer entfacht, das ich euch einfach nur empfehlen kann. Ihr werdet an dieser Scheibe genauso viel Freude haben wie die Band selber, als sie "Malevolent Demise Incarnation" voller Präzision und Herzblut komponierte und einspielte :).

Was passt besser dazu, als permanent angepisstes und hasserfülltes Geschreie, Straßenköter-Geshoute und tiefes Gekotze? Genau, nichts, und das dachte sich auch Apostolos so und quält seinen Rachen und seine Stimmenbänder bis aufs Äußerste! Meine Güte, hat der Mann eine Wut im Bauch. Das Brutalitätslevel ist auch hier sehr hoch und genauso will ich es auch haben :). Was gibt es Besseres als total heftig zusammengebrüllt zu werden, während mich die Instrumentenfraktion zu Brei verarbeitet :). Ich bin entzückt und befriedigt, da meine Ohren auch beim Gesang zum Glühen gebracht werden :).

Dann kommen wir auch gleich mal zum Sound, das Zünglein an der Waage, das aus so einem Riffgewitter auch mal ganz schnell ein laues Sommerlüftchen machen kann. Das dem zum Glück so nicht ist, dürftet ihr euch aber sicherlich schon gedacht haben, denn sonst wäre meine Euphorie, trotz des brachialen und absolut überzeugenden Songwritings wahrlich nicht so euphorisch ausgefallen. Es erwartet uns also genau der passende Sound für diesen Stoff :). Verantwortlich für diese prächtige Produktion voller Höllenfeuer und heftiger Sprengkraft ist ein Herr namens Haris Vougiatzis, der zusammen mit Rapture in den Eleventh Tower Studios (Aufnahme/Mix) und den Ignite Studios (Mastering) wirklich alles aus den Aufnahmen herausgekitzelt hat. Ich stehe ja total auf den Sound dieser Scheibe, der so herrlich räudig, aber gleichzeitig differenziert, erdig, brutal, natürlich und furztrocken aus meinen Boxen ballert. Am geilsten finde ich an der ganzen Sache, dass die Produktion total nach Scheiben mit entsprechender muSICK klingt, die so Ende der 80er und Anfang der 90er veröffentlicht wurden :). Also auch hier wurde das entsprechende Feeling dieses Stils, ohne altbacken zu klingen, perfekt eingefangen, wie ich ich finde. Herrlich! Da wird mir ja ganz warm ums Herz :).

Das Artwork, basierend auf einem Konzept der Band, wurde von Chaostouched realisiert und sieht echt cool aus :). Während in einer antik anmutenden Stätte gewaltige Ströme Verstorbener in die finalen Abgründe ohne Wiederkehr hinabgezogen werden, sitzt der Tod, dessen Kopf nicht zu sehen ist, in dämonenhafter und erschreckender Gestalt triumphierend auf seinem steinernen Thron, der aus der kläglichen Felsenlandschaft der Totenwelt entspringt. Verzweifelnd und um Erlösung bittend kriechen einige Tote, die den Strömen entfliehen konnten, am Tod empor. Ihre Mühe aber wird, wie bereits einige Skelette zeigen, erfolglos bleiben, denn der Tod kennt keine Gnade. Jener wirkt durch seine kralligen Hände und Füße und vor allem durch seinen blassen und ausgemergelten Oberkörper wahrlich abstoßend :). Nicht nur das Motiv an sich überzeugt, denn die Farbwahl an sich versprüht bei diesem geil gemalten Bild eine recht düstere und kränkliche Atmosphäre :). Dazu dann noch ein passendes Logo. Geile Sache! Im Booklet gibt es dann noch "Nahaufnahmen" des Covers zu bestaunen, genau wie beim CD-Hülleninlay, und natürlich alle Texte und Credits und auf der Rückseite ein zur Musik passendes Bandphoto von Giannis Kaminakis. Dazu ein längerer, düsterer Text, bei dem ich auf das Konzept tippe, das dem Artwork zugrunde liegt. Optisch ist dank Artwars-Mediadesign auch alles wieder top. Den ganzen Spaß gibt es dann auch noch auf Vinyl, und zwar in Schwarz (200 Stück) und jeweils zu 100 Stück in leuchtendem Grün oder Rot :). Beim farbigen Vinyl gibt es übrigens auch noch ein Poster dazu. Coole Sache, und bei dem Cover auch eine feine Idee. Diejenigen von euch, denen das Artwork im Vinylformat noch nicht genug ist, wissen also, was zu tun ist :). Exklusiv über Defying Danger Records gibt es dann noch ein auf 100 Stück limitiertes, klares Vinyl plus Patch :). Alle Vinylvarianten beinhalten generell übrigens auch ein dem CD-Booklet adäquates Inlay und einen Downloadcode. Dann mal ran an den ranzigen Speck, Leute :)!

Raptures Drittwerk "Malevolent Demise Incarnation" wird euch mit seinem technischen, brachialen und old schooligen Death/Thrash mit offenen Mündern staunend und begeistert zurücklassen, denn die Truppe haut hier ein derbes Riffmassaker heraus, das es echt in sich hat. Killer! Wer darauf steht, musikalisch heftig, aber mit Finesse, verprügelt zu werden, weiß was zu tun ist!


9 Punkte!


Songs:

1. Malevolent Demise Incarnation 04:56
2. Inanimate Frigidity 05:06
3. Predatory Menace 04:12
4. After Your Eternity 06:25
5. I Am Become Death 05:06
6. Birthrape Leftovers, Praise The Maggots 05:25
7. Herald Of Defiance 04:20
8. Requiem For A Woeful Dynasty (Memento Mori) 08:20

Spielzeit: 43:50

// Rudi

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