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Review zu Thronehammer - Incantation Rites - 1244 Hits
disc Band: Thronehammer
Album: Incantation Rites
Genre: Doom Metal
Rls. Datum: 04.03.2021
Label: Supreme Chaos Records
Laufzeit: 75:16
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Sooo Leute, nachdem ich letztes Jahr mit Ankündigung auf ein zweites Album das Debüt dieser Doom Metal-Powerfaust besprach, ist es nun endlich soweit. Die grandiosen Thronehammer haben endlich ihr Zweitwerk namens "Incantation Rites" veröffentlicht und ziehen voller Zuversicht und Selbstbewusstsein in die Schlacht! Das auch zu Recht bei dem Album, das sie im Gepäck haben :). Das songwriterische Kerntrio Kat Shevil Gillham (Gesang), Stuart West aka Torsten Trautwein (Gitarre) und Tim "Hammersmith" Schmidt hat sich, nachdem sich Tim nun der zweiten Gitarre widmet, mittlerweile durch Markus Ströhlein (Drums) und Uwe Void (Bass) zum Quintett erweitert und bläst voller Kraft in die Kriegshörner... das Schicksal nimmt seinen Lauf :)!

"Epic Doom at its bleakest" und "Sludgiest Version of Epic Doom" sind Bezeichnungen, mit denen sich Thronehammer selber beschreiben, und dass sie damit Recht behalten sollten, werdet ihr die 75 Minuten Spielzeit mit Leib und Seele erfahren, wenn "Incantation Rites" mit all seiner intensiven, wuchtigen und betörenden Musik jede Zelle eures Körpers in freudige und kraftvolle Vibration versetzen wird :)! Doch zuerst werdet ihr passend zum Cover die ersten knapp 80 Sekunden mit einer im Hintergrund zu hörenden Schlacht eingestimmt, bevor das erste Riff eure Ohren mit kräftiger Wucht durchpustet. Hammer! Es ist auch sofort und die ganze Scheibe über zu hören, dass die Band keinen Millimeter von ihrer bisherigen Linie abweicht und die Intensität ihrer Musik sogar noch erhöht hat. Killer :). Wer Thronehammer noch nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen, denn ihre Mischung aus epischem Doom Metal als Kern ihrer Musik, early DoomDeath, Slugde und traditionellerem, rockigen Doom ist einfach unwiderstehlich, packend, ergreifend, total heavy und, wie gesagt, sogar noch prächtiger als auf ihrem Debüt :). Was für ein Genuss! Das kraftvolle, angenehm variable und noch fordernde Songwriting auf "Incantation Rites" ist echt grandios und herrlich auf den Punkt gebracht, weshalb die Songs für mich persönlich trotz ihrer Länge niemals langweilig oder fade wirken :). Schafft ja auch nicht jeder. Dazu gibt es dann immer wieder mal ruhigere Parts, dichte Keyboardteppiche und dissonante Rifffolgen, die gekonnt in den Ablauf integriert werden. Das Ergebnis ist wirklich ein beeindruckender, intensiver, aufwühlender, berauschender, ehrlicher, atmosphärischer dichter und sinnlicher musikalischer Trip, der direkt und tief in euch wirken wird. Hier wurden wahrlich mit Herzblut und Liebe zum Metal riffgewaltige Soundgebirge komponiert und eingespielt :). Und mal ehrlich, das sind doch genau die Eigenschaften, die wir bei dieser Musik haben, hören und fühlen wollen. Hier habt ihr sie, und diese Fusion aus epischer Dramatik, Tristesse, Wut und Kampfeslust wird euch wie eine gnadenlose, aus euren Boxen kriechende Walze immer und immer wieder überrollen, denn zu genial ist der zu hörende Sound, als dass ihr Liebhaber*innen dieser Variante des Heavy Metals ihn nicht immer wieder hören wolltet :).

Dazu dann wieder Kats grandioser Gesang! Wie auch schon beim Debüt hat sie mich sogleich beim ersten Einsetzen ihrer Stimme wieder sofort gepackt und lässt mich staunend und mit einem wohligen Gefühl zurück, während sich meine Hörsinneszellen genussvoll am Gesang laben :). Egal, ob episch-kraftvoll, elegisch, wütend oder deathmetallisch grunzend, Kat gibt sich mit ihrer flexiblen und intensiven Stimme dem Moment vollkommen hin, geht in ihm auf, lebt und atmet ihn in voller Inbrunst ein und aus und beschert uns dabei eine Gänsehaut :). Hier wird wie bei der Musik jeder gesungene Ton ihrer sehr gelungenen und passenden Texte eindringlich gelebt und voller Kraft und Gefühl zelebriert :). Das ist Metal! Kniet nieder, ihr Würmer, vor dieser stimmlichen Macht :)! Die Urgewalt Thronehammers basiert nicht nur auf der majestätischen Musik, sondern auch auf ihren grandiosen Gesangseinlagen :)! Beides zusammen ergibt eine gewaltige Kraft, der ihr euch nicht entziehen könnt und wollt, denn zu eindringlich und packend ist das euch entgegenschallende Ergebnis :). Einfach nur genial!

Fand ich beim Debüt den Sound für Thronehammers Musik schon sehr gelungen und passend, wird dieses auf "Incantations Rites" nochmal locker getoppt! Was für eine fette, natürliche und erdige Soundwand das hier doch ist :). Herrlich! So richtig schön heavy, lebendig und wuchtig :)! Die Produktion setzt die neuen Songs und ihre mächtige Ausstrahlung also 1A um, und ihr werdet diese mächtige und düstere Epik, die euch entgegenschallt, mit einem wohligen Lächeln im Gesicht empfangen und euch von dieser akustischen Woge erfassen und mitziehen lassen :). Schon genial, dieser Sound. Alle Instrumente haben mehr Kraft, Energie und Volumen erhalten, genauso wie der Gesang, welcher euch mitten aus diesem dichten und schön differenzierten Klang entgegenschallt :). Alles klingt wie aus einem Guss, als hätte die Band die Songs zusammen live eingehämmert. Das Gegenteil ist aber der Fall, umso erstaunlicher ist das Ergebnis. Kats Gesang wurde distanzbedingt wieder in England durch Neil Combstock im Rocking Horse Recording Studio aufgenommen. In den Würzburger Bismarck Style Studios wurde dieses Mal nur die Gitarre eingefangen, während der Bass im Dark Room Studio und die Drums in Nürnberg ihren Weg auf das Band fanden. Tolle Leistung :).

Genauso wie die optische Erscheinung, die wieder saucool ist, an "Usurper Of The Throne" anknüpft und den Faden nun weiterspinnt :). Die derzeit dort zu sehend, entschlossene und marschbereite Armee ist bei "Incantation Rites" nun endlich mit ihrem Anführer in die blutige Schlacht gezogen! Dieses Wesen, der "Kingslayer" ist eine wahrlich mächtige Erscheinung, die seine Armee durch seine Größe massiv überragt und das Cover nicht nur durch seine mittige Positionierung dominiert. Selbst die kreisenden und nach Gefallenen Ausschau haltenden Raben in luftiger Höhe über den Soldaten schwebend, schaffen es nicht, diesen kampfeslustigen und nach Blut gierenden Herrscher zu erreichen :). Bestückt mit einem wuchtigen Schwert und einem opulenten gehörnten Helm wirkt er durch seine schroffe und schwärzliche Erscheinung fast schon schemenhaft. Nur seine glühenden Augen blicken gestochen scharf auf uns herab. Dieses Szenario spielt sich inmitten eines infernalischen Sturmes voller Wolkengebirge ab, die sich beim Digipack (Usurper Records) und der Gatefold-2LP (Supreme Chaos Records) bis auf die Rückseite - inklusive Songtitel - erstrecken. Das Ganze wirkt durch seine düsteren Rottöne und schwarzen Schattierungen sehr brachial und erschlagend und passt dadurch wahrlich ausgezeichnet zu dem, was "Incantation Rites" ausmacht :). Dazu dann noch die fiesere, hier blutgetränkte, Logovariante, die es schon im Booklet des Debüts gab. Herrlich... das Cover schreit uns förmlich "Blood, Fire, Doom!" entgegen. Da hat das Bandmitglied "Hammersmith", der auch für das gelungene Layout verantwortlich ist, wirklich was Geiles kreiert :). Klappt ihr das Digipack auf, erwartet euch ein cooles, blutrotes Proberaumphoto, auf der die Gitarre fast schon wie ein Schwert wirkt. Beabsichtigt? Auf alle Fälle sehr passend für diese Scheibe :). Wenn ihr das Booklet vornehmt, erblickt ihr als erstes den gehörnten Schädel des "Kingslayer" in einer sehr coolen, blutigen und dynamischen Zeichnung. Das macht sich auf dem schwarzen Untergrund mit leichtem Rotstich, der auch für das restliche Booklet dient, optisch echt prima :). Die Rückseite wird von den Credits eingenommen, während sich die Texte im ersten und hinteren Teil des Booklets befinden, natürlich auch alles in Rot geschrieben. Mittig des Booklets verteilen sich dann über eine Doppelseite sehr geile Livephotos aller Bandmitglieder*innen, die jeweils alle die gleiche Umrandung haben, die mich an einen Grabstein erinnert. Dazu dann die massivere Version des Bandnamens, welche das Artwork des Debüts schmückte. Das sieht echt wuchtig aus und durch den tollen Rotton auch sehr intensiv. Wirklich top! Das führt mich zur Gatefold-2LP, bei der sich die gesamte optische Präsentation sicherlich noch mächtiger zeigt. Dazu gibt es ein stabiles Insert mit mattem Druck und einen Downloadcode. Sehr schön. Jedes Vinyl kommt als 180g-Kraftpaket, während sich die Hülle mit sattem Druck mit 350g präsentiert. Scheint ein gutes Gewicht zu haben, das Ganze. Passt aber auch wieder zur Musik :). Diesen Stoff gibt es jeweils zu 200 Stück in schwarzem oder rotem Vinyl. Es gibt diesen Spaß übrigens zusätzlich noch als Magnetband (50 Stück), auch von Supreme Chaos Records, mit knallrotem Tape :). Macht echt was her. Für alle Die Hard-Sammler*innen unter euch gibt es auch noch eine auf 100 Stück limitierte Holzbox mit rot-weißem Splattervinyl, dem Digipack, dem Tape und einem Logo-Shirt (Fairtrade)! Krasse Sache, mit der ihr euch auch noch sozial engagiert, denn ihr unterstützt dadurch noch die zum Label benachbarten "Ledder Werkstätten", in der Menschen mit Handicap u.a. auch die Holzboxen angefertigt haben. Echt eine klasse Aktion :). Ein herrliche Abrundung für dieses mächtige Album :).

Thronehammer zelebrieren auf ihrem Zweitwerk "Incantation Rites" ihren herrlich intensiven und wuchtigen Sound bis zum Anschlag mit Hingabe und Herzblut! Dieser Release wird definitiv einschlagen wie eine Bombe, denn hier wird Doom Metal mit jeder Note geatmet und gelebt, was diesem Killeralbum auch absolut anzuhören ist :). Wer von euch auf der Suche nach authentischen und mitreißenden METAL ist, kommt an dieser saugeilen Scheibe meiner Meinung nach nicht vorbei!


10 Punkte!!!


Songs:

1. Incantation Rites 14:09
2. Thy Blood 08:04
3. Eternal Thralldom 05:01
4. A Fading King 10:52
5. Beneath The Black Cloudmasses 11:17
6. Devouring Kingdoms 09:55
7. Of Mountaintops And Glacial Tombs 15:58

Spielzeit: 75:16

// Rudi

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