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Review zu Just Before Dawn - An Army At Dawn - 1045 Hits
disc Band: Just Before Dawn
Album: An Army At Dawn
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 25.09.2020
Label: Raw Skull Recordz
Laufzeit: 52:20
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Nachdem mich 2018 "Tides Of Blood" dermaßen aus den Socken gehauen hat, war ich umso gespannter, als sich letztes Jahr ein neuer Just Before Dawn-Longplayer, ihr mittlerweile vierter, ankündigte :). Ende September 2020 war es dann auch endlich soweit und "An Army At Dawn" rollte gnadenlos über uns hinweg :)! Was für ein Fest, welches uns der (schwedische) Kern der Band, namentlich Anders Biazzi (Gitarre/Bass), Gustav Myrin (Gitarre) und Drummer Jon Rudin (Wombbath /JBD), da beschert hat :). Unterstützt durch eine lautstarke Kompanie an Gastsängern und solobeisteuernden Gastmusikern ist diese brachiale Todesbleimaschinerie nur auf eines getrimmt: Angriff! Veröffentlicht wurde diese Scheibe übrigens wieder durch den Maniac Rai Wolters und sein geiles Label Raw Skull Recordz :). Es erwartet euch also wieder bester Stoff in allen Belangen :).

Nach einem kurzem Intro geht der grandiose Spaß dann auch schon los, und Just Before Dawn lassen uns von Anfang an wissen, dass sie zurück sind, um alles zu zermalmen :). Dieser Eindruck wird auch vehement bis zum letzten Ton von "An Army At Dawn" voller Intensität und Leidenschaft und ohne Rücksicht auf Verluste verteidigt und untermauert :). Denjenigen von euch, die diese Band bisher noch nicht kannten, wird beim Hören sicherlich sofort ein musikalisches Merkmal auffallen, wofür Just Before Dawn von seinen Fans so abgefeiert wird. Genau, denn wer hier nicht voller Inbrunst und mit Freudentränen in den Augen "Bolt Throoooower!!!" ruft, ist entweder taub oder hört keinen Death Metal :)! Hier wird auch absolut kein Hehl daraus gemacht, wes Geistes Kind diese Band ist, unüberhörbar ist es sowieso. Es ist aber zu erwähnen, dass Just Before Dawn hier kein Riff-Recycling betreiben, sondern durch ihre Kreativität und Leidenschaft zu diesem Sound die Seele dieser Legende am Leben erhalten und voller Kraft grandios weiterführen :). Mir zimmert sich jedenfalls bei dieser Musik ein fettes Grinsen ins Gesicht, weil die Songs so klasse und mitreißend geworden sind :). Der von Just Before Dawn gefahrene Stil ist mit der Linie, die die Bolzenwerfer ab "The IVth Crusade" fuhren, eindeutig am besten zu beschreiben. Die schwedische Herkunft lässt sich zwar auch nicht verleugnen, aber das Epizentrum ihres Sounds ist eindeutig in Birmingham zu verorten :). Das Ergebnis ist auf alle Fälle bombastisch gut, brutal, voller Sprengkraft und mitreißender Energie :). Wer auf diese Art von Musik steht, kann eigentlich nur vor der eigenen Anlage knien und bedächtig und voller Freude diese Scheibe genießen :). Ob nun bedrohlich walzend, hymnisch groovend, doomig oder auf das Gaspedal gedrückt - das Hauptaugenmerk liegt im Midtempo, hier ist wirklich jeder Rhythmus ein Genuss :). Todesbleifanatiker*innen werden diesen Brocken lieben :). "An Army At Dawn" ist eine Scheibe, die ihr nicht missen möchtet :). Was ich auch so richtig geil finde, sind die gerne verwendeten Melodiebögen, deren Epik euch sofort packen wird und die den Songs noch mehr Wucht und Tiefe verleihen :). Genau wie die coolen Soli, die dieses Riff-Feuerwerk noch zusätzlich anfeuern :). Biazzi, Myrin und Rudin haben echt ein Killeralbum komponiert, das ich euch Lunatics einfach nur wärmstens empfehlen kann :).

Wie bereits zu Beginn erwähnt, haben sich Just Before Dawn wieder eine illustre Schar an Sängern eingeladen, u.a. Ralf Hauber (Revel In Flesh/Heads For The Dead), Matias Nastolin (Decaying), Jonny Pettersson (Wombbath /Gods Forsaken) oder David Nilsson von Feral, um nur einige zu nennen. Am Ende meines Reviews gibt es eine Liste aller Sänger, die auch für die jeweiligen Texte verantwortlich sind, damit es her jetzt nicht zu unübersichtlich wird. Auf alle Fälle waren sich alle zehn Sänger der Ernsthaftigkeit ihrer Mission bewusst und haben wirklich alles aus ihren Stimmen herausgeholt, denn ihre Marschroutenpläne sollen ja alle von uns verstanden werden. Egal ob tiefes Gegrunze, Gekeife, Schreie und oder derbes Geröhre, alle Beteiligten geben sich dem vorgegebenen deathmetallischen Pfad mit Wonne und Hingabe voller Inbrunst hin :). Herrlich intensive Brutalität :). Wer befürchtet, dass es durch die Vielzahl an Stimmen eventuell chaotisch werden könnte, irrt sich gewaltig. Auch hier ist alles im Fluss, jeder Gesang passt top zur Just Before Dawn-Dampfwalze und intensiviert diese auch noch :). Sauber :)!

Dies gelingt auch durch die sehr gelungene und fette Produktion :). Abgesehen von den Drums (Bristol Cave Studio) fanden die restlichen Aufnahmen im Riders On The Storm statt. Den dortigen Mix übernahm Gitarrist/Bassist Anders Biazzi, während das Mastering im Bristol Cave Studio durch den Drummer Jon Rudin vollzogen wurde, und das Ergebnis kann sich wirklich mehr als hören lassen :). Was für ein Brett! Da hat es sich bezahlt gemacht, dass die Produktion in die eigenen Händen genommen wurde. So konnte die Band ihren Sound genauso umsetzen, wie sie es wollte. Für mich persönlich vereint dieser Sound, wie auch schon beim Vorgänger, dieses fetzige, kratzige und voluminöse "Left Hand Path"-Feeling mit der Kraft, Brutalität und Wucht der beiden Bolt Thrower-Werke "The IVth Crusade" und "...For Victory" :)! Ihr wisst also, was das heißt :). Genau, es walzt euch ein mächtiger, heftiger und dichter Sound entgegen, der alles einem Gletscher gleich zermalmt :). Ich liebe diesen Sound und es einfach nur geil, wie adäquat die Kraft und Intensität der Songs sich in dieser voluminösen und erdigen Produktion wiederfindet :). Geile Songs... geiler Sound :).

Für das Artwork wurde wieder Benny Moberg rekrutiert, der schon für den Vorgänger "Tides Of Blood" gute Arbeit lieferte. Auch für "An Army At Dawn" hat er wieder ein thematisch adäquates Cover erschaffen. Zu sehen ist, dem Albumtitel entsprechend, eine Armee auf dem Weg zu ihrem Einsatz in der Schlacht inmitten einer leicht herbstlich wirkenden und abweisenden Ebene. Zwischen massiven Tiger-Panzern, einem Jeep und über ihren Köpfen dahinfliegenden Flugzeugen wirken die mitmarschierenden Soldaten schon fast etwas verloren. Da hilft auch nicht der entschlossene Fingerzeig des Kommandeurs aus dem Panzerturm nach vorne. Generell wirkt das Artwork trotz der martialischen und kraftvollen Ausstrahlung dieser Kriegsmaschinerie eher düster, trostlos und bedrückend, als wüssten alle, sich ihrem Schicksal hingebend, dass ihr Ende naht. Das liegt auch an dem leicht schroffen und stürmisch wirkenden Zeichenstil der Landschaft, welche die Armee umrahmt, und den eher kalten und düsteren Blautönen, die sich mit den vielen Schwarzschattierungen vermischen. Für das Layout aller Tonträgervarianten hat Rai natürlich wieder selbst Hand angelegt, soll heißen, dass auch in diesem Bereich alles wieder top ist :). Der Herr will halt nur beste Qualität über sein Label veröffentlichen. Ich fange mal mit der CD an. Hier verteilt sich das komplette Artwork über die Vorder- und Rückseite des Booklets und Teile davon sind auch der Rückseite des Hülleninlays zu sehen. Sieht echt gut aus. Top ist auch das Booklet an sich, denn neben Photos aller beteiligten Musiker, finden sich hier auch alle Texte. Diese sind zusammen mit den Photos und einer Flak auf schwarzem Untergrund von bläulichen, steinernen Rahmen eingefasst und wirken wie diese typischen steinernen Kriegsdenkmäler, die es in jeder Stadt zu sehen gibt. Passt also genauso zum Konzept der Band, und dank Rai ist das alles visuell angenehm präsentiert. Das Vinyl kommt als Gatefold, so dass ihr das Artwork, während ihr die Scheibe hört, in voller Pracht erfassen könnt. Aufgeklappt findet ihr in der Hülleninnenseite optisch dem CD-Booklet gleich alle Photos und Texte, nur dass sich hier die Photos an den Rändern und die Texte mittig befinden, während im Hintergrund die Flak zu erkennen ist. Sieht echt klasse aus :). Einziger Wermutstropfen sind zwei Songs weniger auf dem Rundling als bei der CD, dem Tape oder dem Download. Als Ausgleich gibt es das Vinyl neben der schwarzen Version (100 Stück) auch noch zu jeweils 100 Exemplaren in Hellblau und in einer blau-braunen Marmorierung. In Zusammenarbeit mit Into It Records gibt es dann auch noch ein limitiertes Tape (100 Stück), welches ich mein Eigen nenne. Aus Platzgründen ist zwar nur ein Teil des Artworks witzigerweise spiegelverkehrt zu sehen und es fehlen die Photos, aber ansonsten lässt diese Version absolut keine Wünsche offen, denn layouttechnisch ist auch hier alles geil, und vor allem das Tape an sich hat es echt in sich. Warum? Ihr könnt euch über das gesamte Tape verteilt einen Großteil des Covers angucken und es sieht wirklich hammergeil aus :)! Da sollte auf alle Fälle für alle Maniacs was dabei sein :).

Raw Skull Recordz werden sich wegen dieser Scheibe sicherlich tierisch einen abfreuen, denn Just Before Dawn haben auch mit ihrem vierten Album "An Army At Dawn" wieder absoluten Pflichtstoff abgeliefert, der jedes Old School Death Metal-Herz zu Glühen bringen wird :). Ein kraftvoller, brutaler, majestätischer und jederzeit total packender Kracher, der das Erbe von Bolt Thrower voller Herzblut, Energie und absolut überzeugenden Songs voller Stolz weiterführt :)!

Anti Air... Anti Tank... Anti Everything!... 10 Punkte!

Songs:

1. Intro: Paths Of Armor / To The Last Tiger 06:18
2. The Guns At Last Night 05:21
3. An Army At Dawn 05:33
4. Goliath Revived 04:42
5. Dance Of Katyusha 05:20
6. Belaya Smert 05:37
7. With Everything We Have 04:12
8. The Atlantic Wall (Bonus Track-CD/Tape/Digital) 05:58
9. Unless Victory Comes 04:50
10. Into The First Wave (Bonus Track-CD/Tape/Digital) 04:29

Spielzeit: 52:20 / 41:53 (LP)


Vocals by:

Ralf Hauber - (Revel in Flesh) Vocals on track 1
Matias Nastolin - (Decaying) Vocals on track 2
Jonny Pettersson - (Wombbath /Gods Forsaken /JBD) Vocals on track 3
Daimen Terry - (Envig) Vocals on track 4 and 6
Thomas Clifford - (Abscession) Vocals on track 5
Gustav Myrin - (Gods Forsaken / JBD) Vocals on track 5
David Nilsson - (Feral) Vocals on track 3, 7 and 9
Andreas Stenlund - (HarmDaud) Vocals on track 7
Mattias Parkkila - (Blood Mortized) Vocals on track 8
Robert Karlsson (Creeping Flesh) Vocals on track 10

Solos By:

Jacob Bjôrnfot - (Kvaen) solo on track 2
Gustav Myrin - (Gods Forsaken / JBD) solo on track 3 and 6
Matias Nastolin - (Decaying) solo on track 2
Anders Biazzi - solo on track 4
Daniel Gustavsson - (Demonical / Tormention) solo on track 5

// Rudi

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