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Review zu Slaughterday - Ancient Death Triumph - 1092 Hits
disc Band: Slaughterday
Album: Ancient Death Triumph
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 27.11.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 40:48
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Moin Moin! Das bärtige, ostfriesische Kuttenträgerduo des Todes ist endlich zurück! Genau, ihr habt richtig gelesen: Slaughterday wollen uns, wie immer über F.D.A. Records, mal wieder bestens verwöhnen! Bernd Reiners (Gesang/Drums) und sein Brother Of Steel Jens Finger (Gitarren/Bass) haben diese pandemonischen Zeiten perfekt genutzt und konnten sich, der Duokonstellation sei Dank, ohne Weiteres jederzeit in ihrer "Chamber Of Ages", a.k.a Proberaum, verschanzen, an ihren neuen Songs weiter basteln und sie im Sommer aufnehmen, um euch nun diese rottigen Prachtstücke um eure Ohren zu ballern :). "Ancient Death Triumph" nennen sie ihren mittlerweile dritten Longplayer ganz selbstbewusst und das absolut zu Recht, denn mit diesem Killeralbum brauchen sie sich wahrlich nicht hinterm Grabstein verstecken :).

Los geht es mit einem epischen Instrumental, welches uns schon das Gefühl gibt, dass es gleich richtig geil werden wird, und das Intro verspricht wahrlich nicht zu viel :). Die Gitarren des Songs erinnert mich leicht an melodiöse Carcass-Parts, was ich so von der Band nicht kenne, ihnen aber echt gut zu Gesicht steht :). Das dachten sie sich anscheinend selber auch, denn ein gewisser Liverpool-Flow schimmert auf der ganzen Scheibe öfter mal durch. Akkurat eingestimmt bricht danach mal wieder das absolute Old School Death Metal-Inferno über uns herein - und was für ein megageiler und betörender Rausch das doch wieder geworden ist! Ich bin einfach nur hin und weg und grinse permanent wie ein verwesendes Honigkuchenpferd debil vor mich hin, da Slaughterdays neue Attacken mal wieder genau meinen Geschmack treffen! Es ist einfach nur purer Genuss, in diesen glühenden und von reinem Herzblut angetriebenen Todesbleistrom einzutauchen und mich glückselig treiben zu lassen :). Bernd und Jens schöpfen weiter ihre Inspiration aus Bands wie drn Urgesteinen Autopsy, Death, Possessed, Repulsion, Massacre, Incantation und alten Morgoth oder schwedischem Kult wie Nihilist/Entombed oder Carnage und Dismember :). Manches erinnert auch an die flotteren Sachen von Cianide oder Coffins. Dass die beiden auch Fans des early Suomi-Death Metals sind, wissen wir nicht nur seit ihrer letzten EP "Abbatoir", sondern hören das auch wieder an diversen düsteren Melodiebögen, die für mich ein saugeilen "Yeah"/"The Karelian Isthmus"-Spirit verbreiten. Und es passt so gut zu ihrem Stil, genauso wie diese immer wieder genutzte wuchtige Doom-Epik im Stil von Candlemass oder Trouble, deren Dramatik, welche sich nicht nur in mitreißenden Gitarrenleads äußert, den Songs noch mehr Tiefe verleiht :). Schnellere, an Celtic Frost angelehnte Riffs erfreuen mich natürlich auch mächtig. Genauso dieses Faible für rohen Thrash-/Speed Metal im Sinne von z.B. "Hell Awaits", "Torment In Fire", "Persecution Mania", frühe Kreator oder "Tales Of Terror", welches das Höllenfeuer noch zusätzlich mit Benzin versorgt :). Alles für sich schon affengeil, aber im ostfriesischen Schmelzofen vermengt es sich zu einem brachialen Ungeheuer :). Die Intensität, Brutalität und morbide Atmosphäre auf "Ancient Death Triumph" ist wahrlich beeindruckend :). Slaughterdays neuer Longplayer ist tatsächlich noch packender, ausgefeilter und variabler im Songwriting geworden. Alles ist noch etwas mehr Uuuuuaaaarrrgh!!! als bei den bisherigen Releases, die ja alle schon saugeiler Stoff waren :). Herr Finger und Herr Reiners sind halt Death Metal-Überzeugungstäter durch und durch, deren Liebe zu diesem Sound sie immer weiter antreibt, das Beste aus ihren modrigen Herzen herauszuholen und sich immer weiter zu steigern :). Hier sitzt jedes Riff, jedes der herrlich klassischen Metal-Soli, jeder Drumbeat, jeder Rhythmus und jeder Gesangspart, so dass die die Herzen aller rottigen Todesbleifanatiker*innen vor Freude rasen werden, bis sie glühen :). Wer als Fan der alten Schule bei diesen Songs hier unberührt bleibt, kann wirklich nur tot sein!

Natürlich gibt es auch wieder einen obligatorischen Coversong, bei dem sich Slaughterday ja gerne mal an alte Klassiker wagen. Dieses Mal ist es die kanadische Legende Anvil, die mir damals durch Benediction und ihrem "Forged In Fire"-Cover näher gebracht wurden. Selber Fans dieser Kombo, konnten es sich die beiden nicht nehmen lassen, die Gunst der Stunde beim Schopfe zu packen als die Band im Soundlogde verweilte und Chris Robertson von Anvil persönlich zu fragen, ob er nicht bei ihrem Cover des Songs "Thumb Hang" mitmachen wollte, was er coolerweise dann auch tat. Der Song ist ein Bonustrack vom 2007er-Album "This Is Thirteen", hatte zu dem Zeitpunkt auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und ist ein mächtiger Power-Groover und wie geschaffen für Slaughterday. Schön brutal und episch walzend geleitet uns dieser sehr gelungene Coversong an das Ende einer Scheibe, mit der sich das Duo mal wieder selbst übertroffen hat :).

Bernds Stimme hat meiner Meinung nach auch nochmal eine akkurate Schaufel an Friedhofserde dazu gelegt. Was für ein fettes und derbes Gegrunze! Sein herrlich tiefes, rottiges, aber niemals undefiniertes Gekotze hat genauso viel Kraft wie die MuSICK an sich. Durch den sich dadurch aufbauenden Druck muss er schon echt aufpassen, dass sich der madenzerfressene Strom der Verwesung seinen Weg nicht schon über seinen durch das Singen geplatzten Brustkorb über uns ergießt, anstatt sich durch den Schädel zu bahnen, um uns genüsslich anzuspeien :). Killer! Da öffne ich doch gerne meine Schnute, um diesen stinkigen Schwall genussvoll aufzunehmen, während die Saiteninstrumente und die Drums meine Ohren bearbeiten :). Auch hier regiert die Lust auf Death Metal in vollen Zügen und es ist eindeutig zu hören, mit welcher Freude und Hingabe er das Mikro besudelte, damit "Ancient Death Triumph" auch bei den Vokillz voll durchstartet :). Was Anderes habe ich aber auch nicht vermutet :). Ab und zu ist auch Jens' Gekeife als Background zu vernehmen. Da hat wohl jemand bei Temple Of Dread Blut geleckt?

Dann gleich mal weiter zum Sound, und dieser ist wahrlich mächtig geworden! Das war aber auch nicht anders zu erwarten, denn es ging natürlich wieder in die Soundlogde Studios von Jörg Uken, was immer eine äußerst gelungene und individuelle Produktion verspricht. Da Jörg bis vor kurzem sogar noch der Livedrummer von Slaughterday war und somit weiß, wie die Band zu klingen hat und klingen will, hat das Duo natürlich noch einen zusätzlichen Vorteil und das Ergebnis ist der Knaller. Der musikalische Höllensturm wurde zu 100% perfekt eingefangen und wird, einem pyroklastischem Strom gleich, alles um sich herum gnadenlos zermalmen! Da macht es bei der Produktion gleich noch mehr Spaß als so schon, sich in Raserei und Entzücken versetzen lassen, da Slaughterdays Death Metal-Liebe durch Jörgs Hände noch mehr intensiviert wurde! Es erwartet euch ein sehr elektrisierender, düsterer, lebendiger, kraftvoller, wuchtiger, ausgewogener und natürlicher Gesamtsound, der ohne irgendwelchen Firlefanz, den die Band auch nicht nötig hat, schön brutal und differenziert aus eurer Anlage ballern wird und euren muffeligen Todesbleikörper in einem Zustand der inneren Zufriedenheit zurücklässt :). Mir geht es jedenfalls so, wenn dieser akustische und produktionstechnische Balsam, der gekonnt den Spirit der 80er und frühen 90er einfängt, sich durch meine Hörgänge bahnt :).

Jetzt muss dieser Prachtkadaver nur noch optisch entsprechend präsentiert werden und das ist für mich persönlich mehr als gelungen :). Mir haben die bisherigen Artworks der Band ja ohnehin schon immer sehr gefallen, aber das, was uns hier für "Ancient Death Triumph" dargeboten wird, ist schon kolossal im wahrsten Sinne des Wortes geworden :). Verantwortlich dafür ist Adam Burke von Nightjar Illustration, der u.a. auch schon für Bands wie Gatecreeper, Hooded Menace, Angelwitch, Vektor, Horrified, Hällas, Hexvessel oder Eternal Champion gearbeitet und wirklich sehr beeindruckende Landschaften kreiert hat. So auch hier, denn das schon klassizistische Motiv einer antiken Ruine inmitten einer schroffen Gebirgslandschaft ist schon sehr cool geworden und wird durch das todesbleierne Element, welches er diesem wuchtigen Szenario hinzufügte, noch geiler. Ganz dem Titel entsprechend marschieren vier Schnitter voller Stolz und Siegessicherheit durch den Torbogen in die Ruinen herein und werden dort euphorisch von heraneilenden Skeletten begrüßt :). Das auch zu Recht, denn wenn sich der Tod in so einer musikalischen Pracht wie auf "Ancient Death Triumph" ankündigt, ist dieser frenetische Totentanz wahrlich das Mindeste :). So viel zum Motiv an sich, denn über Adams Malstil müssen auch noch unbedingt Worte verloren werden, da durch diesen die Gesamtkomposition seine endgültige und wuchtige Dramatik gewinnt:). Leicht schroff, aber trotzdem detailreich mit einem leichten Hang zur holländischen Landschaftsmalerei wird uns das Motiv durch kontrastreiches Farb- und Lichtspiel düster und wuchtig dargeboten :). Dazu noch das Bandlogo von Thomas Westphal (Necromaniac Artworks) und fertig ist das grandiose Cover :). Im Booklet könnt ihr dann noch ausgewählte vergrößerte Details des Artworks genauer bestaunen, die dank des Layouts von Marc Niederhagemann (ArtWars-Mediadesign) schön zur Geltung kommen und sich nicht mit den Texten, den Credits und dem coolen Bandphoto von Wiebke Reiners beißen. Top! Genauso top finde ich, dass es die Scheibe auch noch als schickes Digipack und als Gatefold-LP gibt. Gerade letzteres dürfte bei dem Artwork der absolute Knaller sein! Natürlich war auch hier Marc für das Layout verantwortlich. Das Vinyl gibt es übrigens nicht nur in Schwarz (200 Stück), sondern auch zu jeweils 100 Stück in Rot, Gelb und Blau. Letzteres ist, glaube ich, sogar schon ausverkauft. Es ist also Eile geboten :)! Übrigens auch beim auf 100 Stück limitierten Magnetband, welches durch das geile Undergroundlabel Raw Skull Recordz veröffentlicht wird und optisch echt edel ist! Dafür hat natürlich wie immer der Die Hard-Freak Rai gesorgt :). Alleine schon der beidseitige Komplettdruck des Artworks auf der Kassette ist ein Grund, sich die Kassette zu ergattern :)! Herrlich :)! Ihr habt also die Qual der Wahl :).

Mit ihrem dritten Longplayer "Ancient Death Triumph" haben die Recken von Slaughterday nicht nur ihr bisher bestes Werk abgeliefert und zelebrieren hier hammergeilen und mitreißenden Old School Death Metal voller Hingabe und Herzblut, sondern mischen nun endgültig in der ersten Liga mit! Euch erwartet also nichts Anderes als Premium East Frisian Metal Of DEATH! Mächtig gewaltig!


10 Punkte!

Songs:

1. Decarnation (Intro) 01:20
2. Ancient Death Triumph 04:21
3. Expulsed From Decay 05:56
4. Impenitent Agony 04:38
5. Spawn Of The Incubus 04:29
6. Apocalyptic Dreams 05:04
7. Malformed Assimilation 04:31
8. Discarnate Forces 04:59
9. Thumb Hang (Anvil-Cover) 05:30

Spielzeit: 40:48

// Rudi

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