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Review zu Dehuman Reign - Descending Upon The Oblivious - 188 Hits
disc Band: Dehuman Reign
Album: Descending Upon The Oblivious
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 13.11.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 42:02
Wertung: 10.0 / 10.0
 
Meine Güte, wie die Zeit vergeht! Ist es wirklich schon wieder so lange her, dass uns die Berliner Death Metal-Bastarde von Dehuman Reign mit einer Scheibe verzückt haben? Tatsächlich... ihr erster Longplayer "Ascending From Below", welcher mich immer noch sehr begeistert, ist im Mai 2016 erschienen! Dann wurde es aber wahrlich wieder Zeit, dass Alex (Gesang), Rouwen (Bass), Totte (Drums), Tesk (Gitarre) und Ulf (Gitarre) uns endlich mit neuen, saftigen Kadavern versorgen :)! Am 13.11. ist es dann auch so weit, und es erscheint über F.D.A. Records ihr zweiter Longplayer namens "Descending Upon The Oblivious" :). Falls über die Jahre die Band etwas von eurem Radar verschwunden sein sollte, dürfte sich dieser Zustand mit ihrer neuen Scheibe aber wieder fix ändern, denn das Todesbleiquintett hat in den letzten Jahren nichts an Intensität verloren und feuert aus allen Rohren :).

Die Jungs wollen nach der langen Zeitspanne keine weitere Minute verlieren und ziehen von Beginn an bis zu unserem bitteren Ende ein killermäßiges Old School-Brett vom Leder, das seine Einflüsse aus der leicht technisch angehauchten US-Szene der frühen 90er und davon inspirierten Bands bezieht und dies auch gar nicht verheimlichen will :)! Würde ich selber auch nicht wollen, denn Vergleiche mit early Suffocation, Vader, Sinister, Deicide, Cannibal Corpse, Morbid Angel oder Immolation und Death lassen natürlich jedes Todesbleiohr gleich aufhorchen und neugierig werden. Das auch zu Recht, denn Dehuman Reign brennen hier ein herrliches Höllenfeuer ab, das es wirklich in sich hat :)! Totales Todesbleigeballer :)! Dazu gibt es dann auch noch einen leichten Old School Thrash Metal-Flow, der sich echt hervorragend macht und zu keinem Moment deplatziert wirkt. Top! Als Leckerli gibt es dann dazu noch richtig geile METAL-Soli :). Ein Träumchen :). Aufgelockert wird dieser Spaß zusätzlich durch drei kleine Zwischenspiele, die eine zum Sound passende, morbide Atmosphäre verbreiten. Auch so ein schönes Old School-Element, das ich sehr schätze. Ihr merkt schon, dass ich von "Descending Upon The Oblivious" arg angetan bin, aber das werdet ihr auch sein, wenn dieser Knaller sich durch euren gammeligen Bregen sägt :). Wer sich eventuell von der Erwähnung der leicht technischen Komponente im Sound erschrecken lässt, denen sei gesagt, dass dieser Aspekt nie übertrieben und immer songdienlich eingesetzt wird und das uns hier dargebotenen Material noch spannender erscheinen lässt. Und die Energie, die diese Scheibe freisetzt ist, einfach nur herrlich und lädt meine ausgelaugten Batterien sofort wieder auf. Ich freue mich einfach nur tierisch über diesen mehr als gelungenen, klassischen und mitreißenden Todesbleibrecher :). Was für ein infernalischer Rausch :)! Die Jungs bringen mein Blut echt zum Kochen mit ihren mitreißenden Krachersongs. "Descending Upon The Oblivious" ist wahrlich ein Genuss :). Egal ob straight durchgeschreddert, langsam groovend oder gemächlich walzend, hier passt alles haargenau zusammen und wird genau zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, so dass diese akustische Detonationsdruckwelle nicht einen Hauch an Power und Intensität verliert. Ich finde die neuen Songs auch noch etwas abwechslungsreicher als ihr bisheriges Material, und für mich ist das hier ihr bisher bester Release, das könnt ihr mir glauben :). Fanatiker*innen der oben genannten Bands, die Dehuman Reign noch nicht kennen, sind hiermit verpflichtet, sich "Descending Upon The Oblivious" anzuhören, denn bereuen werden sie es absolut nicht :). Dehuman Reign lieben halt Death Metal und sind absolute Überzeugungstäter voller Herzblut und das ist den Songs auch jederzeit anzuhören :). Es ist auch arg beeindruckend, wie punktgenau und messerscharf die Band die Songs eingezimmert hat. Ob Ulfs und Tesks Gitarrenspiel, Rouwens coole Basslinien, die manchmal einen gewissen Steve DiGiorgio-Flow innehaben, oder Tottes wuchtiges, auch gerne mal verspieltes und effektives Drumming, alles ist mit Hingabe und Perfektion eingespielt worden, denn für ihre Musick gibt die Band alles. Hammergeiler Death Metal von Fans für Fans halt :).

Alex hat meinen Ohren nach auch noch mal seinen Höllengesang optimiert, und das Ergebnis ist wieder derbe und schön intensiv :). Sein tiefes Gegrunze, das garstige Keifen und seine fiesen Schreie sind echt brutal und heavy und herrlich old school :)! Wenn er grunzt, klingt es fast so, als würde seine Zunge unmenschlich anschwellen bis sie platzt und euch eine Flut an Eiter und dicker Maden entgegenspritzen :). Das kümmert ihn wenig, denn den Siff spült er mit einem Fass voller Säure herunter und wirft noch ein paar rostige Nägel hinterher, damit sein Keifen und Schreien auch noch weiterhin prächtig und fies klingt. Der Herr hat echt Power in seiner Stimme und reiht sich damit gekonnt in die explosive Druckwelle ein, die der Rest der Band erzeugt :).

Gleich beim ersten Hören der Promo fiel mir die sehr geile Produktion auf. Der Sound der Vorläufer war ja auch immer top, kann aber nicht mit dem aktuellen Klang mithalten! Was für eine Powerwand :)! Mehrere Sessions über das letzte Jahr verteilt und durch Ulf, Tobias Engl und The Magic Sixteen im Englsound Abyss und dem Studio B19 aufgenommen könnten eventuell die Vermutung entstehen lassen, dass nicht alles nach einem Guss klingt. Ich kenne die Rohversionen nicht, aber Ulf und Tobias sind schon zu alte Hasen im Geschäft, als dass das passieren könnte. Außerdem gibt es ja auch noch das Abmixen und das Mastern, und dafür wurde niemand Anderes als Alex Krull gewonnen, um "Descending Upon The Oblivious" im Mastersound Entertainment, wo er aufnahmetechnisch tätig ist, zu veredeln. Über Alex brauche ich sicherlich keine Worte zu verlieren, und dass er es, was Produktionen angeht, auch drauf hat, beweist er schon seit den frühen 90ern. Sei es mit seiner Band Atrocity, egal zu welcher musikalischen Phase, oder dem KlasSICKer "Cross The Styx" - der Sound ist immer top gewesen :). Jahrelange Erfahrung und eine Verwurzelung im Death Metal sind natürlich beste Voraussetzungen, um Dehuman Reigns neues Werk gekonnt abzurunden :). Es erwartet euch ein richtig fetter, feuriger, natürlicher, lebendiger Sound, der so richtig brutal aus euren Boxen ballern wird :)! Das Ganze klingt auch schön organisch und ausgeglichen, so dass alle Instrumente und der Gesang gleichwertig zu vernehmen sind, und alle Mitglieder ordentlich Benzin in das höllische Inferno gießen können. Ich mag es auch, dass dieser leicht thrashige Unterton des Riffings sich auch im Gitarrensound niederschlägt. Auf so etwas stehe ich ja :). Klingt vor allem bei den Soli killermäßig :). Aber auch der wummernde Bass und der furztrockene Drumsound sind sehr geil. Die Produktion ist echt absolut passend, da sie die Kraft und die Energie der Songs 1:1 einfangen konnte und umzusetzen weiß. Ich bin entzückt :).

Optisch geht es im Gegensatz zu den ersten beiden Veröffentlichungen dieses Mal farbig, aber nicht minder geil zu :). Dafür engagiert wurde Juanjo Castellano, was natürlich hohe Erwartungen an das Artwork setzt, die der Spanier aber mal wieder locker erfüllen konnte :). Ihr werdet eine Kreatur erblicken, die selbstbewusst und königlich triumphierend auf einem Thron seinen ihm gebührenden Platz einnahm und nicht nur Herr über seine anstürmende und kriegslüsternde Dämonenarmee ist, sondern auch Geisterwesen im wahrsten Sinne des Wortes in seiner Hand hat. Dieses bedrohliche Szenario findet in einem menschenfeindlichen Tal voller Blut und Schädeln statt! Yeah, genau so muss das sein :). Immerhin sind Dehuman Reign eine Death Metal-Band. Zeichnerisch ist das Bild natürlich wieder immer Premiumqualität und ein optischer Genuss :). Juanjos Detailreichtum ist mal wieder top und es macht echt Spaß, sich dieses Bild anzugucken. Er hat es auch sehr gut geschafft, das massive, brutale, bedrohliche und erschlagende Element in der Musik visuell umzusetzen, so dass ihr gleich erkennen könnt, dass euch auf "Descending Upon The Oblivious" fetter und heftiger Krawall erwarten wird. Was ich auch wieder so richtig geil finde, ist sein Händchen dafür, mit Farben eine sehr hohe Intensität zu erreichen. Schaut euch nur diese bestialisch guten Blautonvariationen an, die er gekonnt mit gelben und roten Elementen in Kontrast setzt, und alles dadurch zu strahlen anfängt :). Dazu das knallgelbe Old School-Siff-Bandlogo und fertig ist dieser Augenschmaus :). Das dürfte beim erhältlichen Vinyl sicherlich klasse aussehen :). Das Cover findet sich übrigens auch auf der CD und der Hülleninlayinnen- und Außenseite wieder. Im Booklet natürlich auch, aber mit einem eisigen Weiß überzogen. Macht auch Sinn, denn ihr wollt ja die Texte auch noch lesen. Dazu gibt es dann noch coole Einzelphotos der Bandmitglieder, geschossen von Obscura Photo Metalheads, Thomas Thor Wittlich und einer Dame namens Joanna. Das Layout haben Ulf und Tesk selber übernommen, und es kann sich echt sehen lassen. Zum Vinyl ist noch zu sagen, dass es den Rundling in Schwarz und marmoriertem Blau oder Gelb gibt. Die letzten beiden Varianten machen echt was her. Alle drei Farben sind übrigens strikt limitiert und ihr solltet euch beeilen, um noch ein Exemplar zu bekommen.

Es erwartet euch also wirklich geiler Stoff auf allen Ebenen, den ihr ranzigen Sickos auf keinen Fall verpassen solltet :).

Knapp 4,5 Jahre haben Dehuman Reign uns ausharren lassen, aber das lange Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn mit dem zweiten Longplayer "Descending Upon The Oblivious" beehren sie uns abermals mit einem virtuosen, brachialen und technisch präzisen Old School Death Metal-Feuer mit Heiße-Ohren-Garantie! Hellcome back!


10 Punkte!

Songs:

1. Perish Or Subdue 03:54
2. Kill To Live 03:43
3. Serenade To The Blood Moon 04:40
4. Prelude To Aberration 01:04
5. Obscure Affliction 04:12
6. Repay Your Debt In Blood 04:02
7. Interlude – Beyond The Looking Glass 00:34
8. Caputo 05:18
9. Eternity`s Embrace 05:27
10. The In Vitro Overture 00:58
11. Project G.E.C.U. 03:52
12. Self Induced Mass Extinction 06:18

Spielzeit: 42:02

// Rudi

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