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Review zu Fleshsphere - Fleshsphere - 221 Hits
disc Band: Fleshsphere
Album: Fleshsphere
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 13.04.2020
Label: None
Laufzeit: 11:58
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Neulich beim Öffnen unseres Briefkastens sprang mir doch das versprochene Promopaket von Rayk vom grandiosen Krachmanifest-Zine erwartungsvoll entgegen :). Inhalt war neben vielen Flyern und einer zweiten CD das Machwerk einer Band namens Fleshsphere mit der Bitte, ein Review zu schreiben. Dieser Bitte komme ich doch gerne nach, vor allem wenn die Musik beim ersten Reinhören direkt vielversprechend klingt :). Erst mal zur die Band an sich! Gegründet 2017 im hessischen Heppenheim, präsentieren Maier (Gitarre), Mahoney (Gitarre), Matze (Bass), Tutter (Vocals) und Chris (Drums) hier ihr erstes musikalisches Lebenszeichen in Form von drei Songs, wahlweise digital oder als CD erhältlich, welche seit April darauf warten, von euch gehört zu werden. Verdient haben sie es auf alle Fälle :).

Grob gesagt erwartet euch ein fetter und packender Bastard aus europäischem und US-amerikanischem Old School Death Metal, der es echt in sich hat :). Fangen wir gleich mal mit dem ersten Song "Feeding The Cross" an. Nur knapp über zwei Minuten lang hat er doch schon Einiges zu bieten :). Groovig beginnend begibt er sich schnell auf den linkshändigen Pfad, um diesen immer wieder mit leichter Birmingham-Walze und leichtem D-Beat-Flair zu garnieren :). Sehr geile, brutale und auch sehr intensive Sache, die mit einer finalen Raserei beendet wird. Das war doch schon mal ein echt geiler Start, der zu packen weiß :). Der zweite Song "Conquering Their Shrines", mit 03:42 schon länger als der Einstand, setzt mehr auf fetten US-Groove, Florida-Riffberge und wuchtige, leicht melodiöse Gorefest-Walze. Ein klasse Song, der euch von Anfang an mit seiner Power und seinem mitreißenden, groovigen und schön auf den Punkt gebrachten Rhythmen zum Abgehen animieren wird :). Mundet mir, wie der erste Song auch, echt sehr gut und macht Appetit auf den letzten Song dieser EP. "Inner Burial" lautet sein Name und ist mit sechs Minuten nicht nur der längste Track, sondern für mich auch das Sahnehäubchen auf diesem Rundling :). Irgendwo eingenistet zwischen Asphyx, Bolt Thrower, britischen DoomDeath, early Therion, Grave und den alten Death- und Morgoth-Sachen hauen Fleshsphere hier echt einen richtig geilen Kracher raus :). Ich bin echt entzückt :). Was für brachialer und düsterer Song :). Ein würdiger Abschluss einer geilen EP, die eindeutig nach viel mehr schreit, denn die Band hat es echt raus, fette Old School Death Metal-Knaller zu schreiben :). Die Truppe hat richtig Bock, diesen Sound zu zocken, das ist den drei Songs eindeutig anzuhören. Hier wurde mit Hingabe komponiert, und das werden eure todesbleiernen Herzen sofort spüren und wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Es ist auch zu hören, dass Chris, Matze, Maier und Mahoney nicht erst seit gestern ihre Instrumente in den Händen haben und wie Tutter auch schon länger Musik machen. Das und ihre Passion zur alten Schule ergeben ein heißes Krematoriumsfeuer :).

Tutter hat auch ordentlich Schmackes in seinen Stimmbändern und bietet uns geiles, sehr kratziges Gegrunze, das trotz aller Heftigkeit sehr akzentuiert rüberkommt, so dass die Texte schon fast verständlich sind. Aber nur fast, denn die Worte bekommen durch das Gift und die Galle, die er auskotzt, noch eine delikate Ranzigkeit ab :). Zusätzlich gibt es wohl auch noch rostige Nägel und Rasierklingen zum Frühstück, die mit einer guten Ladung Natronlauge herunter gespült werden :). Der Herr hat außerdem ordentlich Power in seiner Stimme :). Als Resultat gibt es intensives Todesbleigeröhre. Damit aber nicht genug, denn beim letzten Song gibt es dann auch noch tiefen, warmen und leicht episch-melancholischen Klargesang! Ja ja, richtig gelesen, und geil klingt das Ganze dann auch noch :). Ich war echt überrascht, da ich damit nicht gerechnet hatte. Eine wirklich tolle Idee, die super mit dem Gegrunze harmoniert, sich auch top in den Song einfügt und noch einen Grund mehr darstellt, sich Fleshsphere mal anzuhören :).

Gemixt und gemastert von Florian Decher erwartet euch eine echt gelungene Produktion mit einem schön warmen und erdigen Old School Death Metal-Sound :). Weder verstaubt noch zahnlos oder zu steril im Klang schreddern sich die drei Songs akkurat aus den Boxen und zimmern schön druckvoll gegen eure Trommelfelle :). Ein fetter, gut zu hörender Bass, knallige Drums, wuchtige und kratzige Gitarren, alles gut aufeinander abgestimmt und angenehm räumlich abgemischt, so dass die Kraft und Energie der Kompositionen nicht in einem kleinen Flämmchen verpufft, sondern ordentlich lodert :). Mitten in diesem Feuer heizt der gut auf den Rest abgestimmte Gesang jenes weiter ordentlich an :). In diesem Sound gebettet macht das Demo wirklich was her, und es macht einfach nur Bock, die Songs zu hören :). Also auch soundtechnisch ein gelungener Einstieg :).

Verpackt ist der Silberling in einem schlichten Pappschuber, der auf der Vorderseite das coole Bandlogo auf schwarzem Hintergrund präsentiert, während sich auf der Rückseite Songtitel, Credits und Kontaktdaten in einem einfachen, aber angenehmen S/W-Layout präsentieren. Die CD an sich ist schwarz mit weißem Bandlogo. Alles schlicht, aber visuell ansprechend und für ein erstes Bemustern und Beschnuppern auch vollkommen ausreichend.

Mit ihrer ersten und leider viel zu kurzen EP veröffentlichen Fleshsphere einen echt gelungenen Einstand im Death Metal-Underground, den ihr euch wirklich zu Gemüte führen solltet :). Cooler Todesblei der alten Schule, welcher Freund*innen dieses herrlichen Sounds sofort gefallen wird, denn diese drei hier zu hörenden Songs haben echt Feuer :)!


8,5 Punkte


Songs:

1. Feeding The Cross 02:15
2. Conquering Their Shrines 03:42
3. Inner Burial 06:01

Spielzeit: 11:58


The source of DEATH:

https://fleshsphere.bandcamp.com/releases

// Rudi

 ec

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