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Review zu Abyssthrone - Death Bringer - 516 Hits
disc Band: Abyssthrone
Album: Death Bringer
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 28.05.2020
Label: None
Laufzeit: 15:32
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Da waren mein werter Nachbar Linse vom Twilight Magazin und meine Wenigkeit doch gleich aus dem Häuschen, als wir erfuhren, dass es endlich neues Kraftfutter des Todes aus unserer Heimat, dem Harz gibt :). Es geht um die famosen Abyssthrone, die nach der herrlich rottigen EP "Necropolis Inferno" von 2015 und einigen Besetzungsquerelen nun endlich wieder am Start sind :).
Die beiden ursprünglichen Goremets Bergner (Bass) und Slotahr (Gesang) und der später hinzu gestoßene Saitenhexer Hollstein, ursprünglich Zweitgitarrist und mittlerweile alleiniger Sechssaiter, und ihr neuer Mitstreiter Beutler (Drums) wurden anscheinend tief aus einer von Maden und Verwesung gezeichneten Leichengrube ausgehoben, denn ihre aktuelle EP "Death Bringer" ist ein wirklich prachtvoller Kadaver geworden :). Da haben sich doch die mitternächtlichen Sprünge über den Friedhofszaun hinein in den Siff gelohnt! Zu einem Quartett herangewachsen ging es für diese Ghoule auch gleich ans Komponieren, und als Ergebnis können wir uns nun vier neue Songs durch unsere modrigen Knochen ballern lassen :). Jaja, es geht natürlich mal wieder um Death Metal, und erfreut bin ich auch und das zu Recht bei dem, was Abyssthrone hier als Leichenschmaus auftischen :).

Was für Todesblei euch erwartet? Nun ja, wir haben im Harz so Einiges an Bäumen stehen, da bietet sich eine Kreissäge doch schon automatisch an ;-). Scherz beiseite, aber der Wink mit dem Baumpfahl bezüglich des Holzfällungsinstrumentes sollte euch schon auf den korrekten, linkshändigen Pfad führen ;-). Natürlich geht es um den von uns innig geliebten Svenska Dödsmetall und seine abgöttisch verehrten HM2-Kreissägen :). Das Quartett hat sich ganz und gar der alten Schwedenschule verpflichtet und ballert uns echt ein mörderisch intensives Brett entgegen. Als Einflüsse lassen sich Nihilist/early Entombed, Carnage/Dismember, Grave, Nirvana 2002, God Macabre, Traumatic, Utumno, Gorement und andere von uns geliebte Bands ausmachen :). Abyssthrone sind wie wir auch natürlich diesem herrlichen Sound verfallen und geben ihr ganzes Herzblut, um dieser Musik voller Passion Tribut zollen zu können :). Das ist diesen vier Songs auch total anzuhören, denn sie entfachen ein wahres HM2-Freudenfeuer, voll mitreißender Kraft und Energie. Die Jungs walzen echt alles platt und hinterlassen bei mir ein breites Grinsen :).
Kompositorisch sind Abyssthrone auch reif genug, um aus den Inspirationen ihre Kraft zu beziehen, ohne für ihren Grundsound kopieren oder klauen zu müssen :). An sich schon cool, aber dazu gesellt sich noch das eine oder andere Detail, welches nicht nur zusätzliche Abwechslung in die Songs bringt, sondern die Spannung noch anhebt und den Fluss des jeweiligen Songs auch nicht stört. Da gibt es z.B. im ersten Song ein schönes Akustikbreak, welches zum kurzen Ruhen einlädt, nur um uns danach mit einer gewissen "Blood, Fire, Death"-Epik zum Staunen zu bringen :). Geile Sache. Hätte ich so im Songkontext echt nicht erwartet. Genauso wie die darauf folgende black-metallische Raserei. Geil! Black Metal schimmert eh immer wieder mal in den Songs durch, sei es rasend, sperrig oder eher melodisch. Hätte mich aber eigentlich bei der gemeinsamen musikalischen Vergangenheit Slothars und Hollsteins bei Wolfswinter und Hollsteins anderer Band Daemonheim nicht überraschen sollen :). Ein leichter Hang zu Göteborg-Melodien im Stile von Alf Svensson machen meine Ohren dann mit Entzückung auch noch aus :). Genauso wie die geilen Gitarrensoli. Daraus entsteht ein fetter, delikater und verwesender Braten, welcher durch die gekonnte Würzung euch, meiner Meinung nach, einfach nur munden wird, während ihr ihn genüsslich auf der Zunge zergehen lassen werdet :). Und das schreibe ich jetzt nicht nur, weil die Band aus meiner Region stammt, das könnt ihr mir glauben :). Abyssthrone haben halt einfach ein sehr gutes Händchen dafür, sehr geilen Svenska Dödsmetall voller Feuer und Enthusiasmus zu schreiben :). Hier hat jemand Bock auf diese Musik und das ist ihr eindeutig anzuhören :). Death Metal von Fans für Fans halt :).

Dazu gesellt sich dann Slothar mit seinem intensiven Gegrunze :). Gar herrlich kehlig-rottig grunzt er die Texte voller Inbrunst aus sich heraus, so dass die geneigten Hörer*innen Angst haben müssen, dass ihnen gleich sein Brustkorb entgegen platzen wird :). Bei dem kraftvollem Gekotze keine allzu abwegige Überlegung :). Der Herr hat also ordentlich Power in der Stimme und scheint für seinen Kaffee Säure statt Wasser zum Aufkochen und schimmelige Friedhofserde statt Kaffeepulver zu nehmen :). Mir soll es recht sein, denn es klingt echt geil, derbe und schön brutal, so wie es sein muss :). Dazu gesellt sich zur Abrundung auch mal schwarzmetallisches Gekeife. Seine Verbalattacken ziehen also schön im Leichenwasserstrom der Instrumente mit. Top!

Dann geht es auch gleich weiter zur geilen Produktion. Aufgenommen im Rotten Waves Mhell und gemixt und gemastert von Hollstein persönlich, erwartet euch das total Svenska-Brett :)! Der Gitarrensound ist so was von HM2, dass ihr sofort eine lustvolle Gänsehaut bekommen werdet :)! Hammer! Der Bass wummert schön fett und die Drums klingen auch schön wuchtig :). Das Ganze ballert so richtig schön brutal, erdig und natürlich aus den Boxen und meine Trommelfelle jauchzen, da die Produktion so gelungen ist :). Der Gesamtsound ist auch angenehm roh, ohne breiig zu wirken, weshalb die Feinheiten und Akzentuierungen in den Songs schön herauszuhören sind und der aus der Mitte herausklingende Gesang nicht untergeht. Das tut der Dynamik und dem Feuer, welche den Songs innewohnen, sehr gut. Als Ergebnis gibt es puren Svenska Dödsmetall-Genuss voller Leben und Energie :).

Der namensgebende Todesbringer dieser EP zeigt sich auf dem Cover von Warg/Art in Form eines Bomberschützens, der konzentriert nach dem Feind Ausschau hält, angespannt darauf wartend, dass dieser in sein Sichtfeld gerät und er seine tödlichen Geschosse abfeuern kann. Dieses Szenario sieht an sich schon bedrohlich aus, aber durch den Kontrast aus Schwarz und glühendem Rot wird die Intensität noch gesteigert :). Dazu gibt es noch das von Warg/Art in einem leicht gelblichen Ton gehaltene, geile old schoolige Bandlogo. Ein echt gelungener Hingucker, wie ich finde :). Das Cover gibt es bei digitalen Download natürlich dazu. Aber es gibt auch noch ein einfaches, aber sehr schönes und gelungenes Digipack :). Auf der Front natürlich das geile Artwork und auf der Hüllenrückseite gibt es dann, meiner Meinung nach, eine Nahaufnahme eines Bereiches eines Panzers zu sehen. Das Ganze sieht recht dramatisch aus und wird durch den gleichen Schwarz/Rot-Kontrast auch hier zusätzlich verstärkt. Dazu gibt es die Songtitel in der Farbe des Bandlogos. Dieser Layoutstil zieht sich dann beim Aufklappen des Digipacks fort :). Die linke Innenseite präsentiert alle vier Songtexte unterlegt von einer vom Krieg stark gekennzeichneten Landschaft. Auch top. Wenn ihr dann die auf der rechten Seiten fixierte CD mit zum Rest passenden Aufdruck plus Bandlogo entfernt, gibt es neben den üblichen Credits dann auch noch ein gelungenes Bandphoto von Enne Schröder, das sich gut in das sich von der linken Seite her fortsetzende Szenario integriert. Eine echt runde Sache, die dann noch dadurch aufgewertet wird, dass das ganze Digipack einen Hochglanzdruck hat :): Die Band hat sich also auch hier echt Mühe geben ein geiles Endprodukt abzuliefern :). Auf der Bandcampseite habe ich jetzt nur den digitalen Download gesehen, aber wenn ihr die Band, wie mein werter Herr Nachbar, mal direkt anschreibt, werdet ihr die Hardwareversion sicherlich noch bekommen. So oder so - es erwartet euch echt geiler Death Metal :)!

Mit ihrer zweiten EP "Death Bringer" zeigen Abyssthrone fünf Jahre nach ihrem ersten Lebenszeichen, dass mit ihnen eindeutig noch sehr zu rechnen ist :). Es erwarten euch vier sehr geile Svenska Dödsmetall-Brecher voller Herzblut, Finesse, Energie und Brutalität! HM2-Liebhaber*innen müssen hier unbedingt zuschlagen und sich diesen Kracher besorgen. Ihr werdet es nicht bereuen und könnt einen weiteren Beweis für die hiesige starke Death Metal-Undergroundszene euer Eigen nennen :).


9 Punkte!


Songs:

1. Paid By The Reaper 04:27
2. Chapter II - Metropolis Inferno 03:30
3. Endless Stream Of Blood 04:01
4. Engraved Into Iron Heights 03:34

Spielzeit: 15:32

// Rudi

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