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Review zu Grotesque Ceremonium - Sanctum Of Demoniac Deviance - 350 Hits
disc Band: Grotesque Ceremonium
Album: Sanctum Of Demoniac Deviance
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 25.09.2020
Label: Neckbreaker Records
Laufzeit: 44:03
Wertung: 9.5 / 10.0
 
Heute verschlägt es uns dank des famosen Underground-Labels Neckbreaker Records in die Türkei zu einer mir zuvor noch unbekannten Band namens Grotesque Ceremonium. 2014 ursprünglich als Ein-Mann-Projekt von Batu Çetin (Gesang/Gitarre/Bass) gegründet, das bisher eine EP und einen Longplayer veröffentlicht hatte, schickt sich dieser Herr nun mit Unterstützung des Drummers Kerem Kaan an, uns den zweiten Longplayer namens "Sanctum Of Demoniac Deviance" zu präsentieren. Auch wenn Martin Quast, Inhaber der Labels, bisher immer saugeilen Death Metal auf uns los gelassen hatte, war ich dieses Mal zuerst etwas skeptisch. Woran liegt es? An meinem Musikgeschmack :)! Ich hatte nämlich gelesen, dass Batu auch bei den türkischen Cenotaph tätig ist, und mit der Band kann ich nicht so wirklich was anfangen. Die Neugier, das Artwork und das Vertrauen in Martins gutes Händchen für coole Bands siegten dann aber natürlich, als der erste Track zum Reinschnuppern vorgestellt wurde :). Und was soll ich sagen? Meine Skepsis war schnell weggeblasen und ich wusste, dass im Neckbreaker Records-Stall das nächste mächtige Todesross seinen Platz gefunden hat :)!
Nach einem sehr düsteren und klassischem Intro geht der Spaß mit dem Song, den es vorab zu hören gab, dann auch schon los :). Erst zäh kriechend, dann sich langsam und diabolisch aufbauend gibt es voll auf die Zwölf, und mir schwirrte beim Hören sofort ein bestimmter Name im Kopf herum, und zwar die phänomenalen Incantation :)! Dass diese Band eventuell ein Einfluss sein könnte, dürfte dann spätestens bei den Songtiteln auffallen :). Meine Güte, ist der erste Song ein bösartiges Brett, und das geht auch die ganze Scheibe so weiter :). Neben den eben genannten Incantation dürften auch Truppen wie Unausprechlichen Kulten, Immolation, Dominus Xul, Grave Miasma, Dead Congregation, Disma, Funebrarum, Autopsy ("Mental Funeral"/"Acts Of The Unspeakable"), Vital Remains, aber auch Stoff wie Belphegor oder Purgatory zu den Favoriten gehören. Es stinkt also nach heftig nach Schwefel und Zerfall in dieser düsteren Nekropole namens "Sanctum Of Demoniac Deviance" :)! Hier herrscht wahrlich das absolut Böse mit eisiger und todbringender Hand. Diabolischer Old School Death Metal, gespenstisch, brachial, blasphemisch und saubrutal. Da werden beim Deibel nicht nur die Nippel steif, wenn er das hier hören kann :). Technisch dann auch noch 1A dargeboten erwartet euch ein herrliches und ergreifendes Höllenfeuer, das durch sein gelungenes und packendes Songwriting Freund*innen des düsteren und morbiden Todesbleis sofort an ihren Gedärmen packen sollte :). Ich bin von dieser Scheibe echt angetan, habe sie mittlerweile schon zigfach gehört und bisher spüre ich noch keinerlei Ermüdungserscheinungen diesbezüglich :). Dafür ist die muSICK auch einfach zu gut geworden. Martin sich echt einen fetten Brocken ins Haus geholt :). Egal ob fies kriechend und schleifend, alles zerquetschendes Midtempo oder heftiger Frontalangriff, Grotesque Ceremonium haben die Zügel jederzeit fest in der Hand und peitschen euch gnadenlos und voller deathmetallischer Inbrunst durch ihre Songs, wechseln innerhalb dieser immer wieder gekonnt und abwechslungsreich das Tempo, so dass ihr vor Wonne anfangen werdet zu zucken! "Sanctum Of Demoniac Deviance" ist nichts für Leute, die es locker-flockig mögen, sondern für diejenigen, welche die mit Blut und Schwefel verkrusteten Tore zur Hölle mit aller Wucht um ihre Ohren gezimmert haben wollen. Grotesque Ceremonium verbreiten echt eine unheilvolle und alles erdrückende Atmosphäre, deren Energie euch ordentlich durchschüttelt. Vor dem gelungenen Outro wird diese Scheibe auch noch mit einem Cover eines Death Metal-Klassikers garniert, nämlich mit "Before The Creation Of Time", das sich gut in den Gesamtsound integriert :). Danach geleitet euch das Outro in aller Ruhe in die Freiheit. Jene tauscht ihr aber gleich wieder gegen den düsteren Griff der Band ein, da ihr die Scheibe von neuem startet :).
Inmitten dieser Hölle grunzt Batu seine Hasstiraden von der zweckentfremdeten Kanzel mit einer solchen Inbrunst herunter, dass jede sich in der Nähe stattfindende Eucharistie entweiht wird und der Altar Risse kriegt. Der Mann hat echt eine sehr kraftvolle und saubrutale Stimme, die abartig tief röhrt und sich einem Alb gleich auf eure Brust legt :). Sein teils mit Hall unterlegtes Gegrunze und Schreien klingt echt unmenschlich :). Ein Gesang wie geschaffen für diese Musik. Als würden sich Dämonen in seiner Brust sammeln, bis diese berstet und all das Unheil wie eine Flutwelle über euch herüber schwappt. Dieser unheilvolle Strom verschmilzt mit der Musik zu einer herrlichen Bösartigkeit, die die Death Metal-Freaks anlocken wird wie die Fliegen das Licht :). Diabolisch gut :)!
Genauso wie die Produktion! Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde im mir unbekannten Deadhouse Studio, welches einen formidablen Job gemacht hat und das blasphemische und schwefelige Höllenfeuer ausgezeichnet einfangen konnte :). Was für ein brutaler, fetter, düsterer und bitterböser Horrorsound mir hier entgegen schallt :). Diese vertonte Gotteslästerung klingt enorm druckvoll und heavy, was die Wucht der Kompositionen schön überträgt. Der Sound ist auch sehr dicht und lässt die morbide Atmosphäre der Stücke wie einen unheilvollen Nebel auf euch herabsinken, der euch gekonnt umgarnen wird. Der Klang der Instrumente, vor allem des Schlagzeugs, sind angenehm natürlich und kein Soundmatsch, was der der Dynamik und Energie der Songs sehr gut tut :). Es erwartet euch also heftige und bestialische Death Metal-Power, die dafür sorgen wird, dass eure Ohren, nachdem eure Boxen gesprengt wurden, diese Druckwellen voller Genuss aufnehmen werden :).

Dann kommen wir mal zum optischen Gesamtpaket :). Warum Gesamtpaket? Wir haben es hier immerhin mit Neckbreaker Records zu tun, und es sollte bekannt sein, dass der Jäger- und Sammlerfreak Martin Quast für seine Releases ordentlich auffährt, so dass kein Death Metal-Lunatic enttäuscht sein kann! Frei nach dem Motto:"Ich veröffentliche meine Bands nur so, dass ich die Produkte selber als Fan sofort kaufen würde/muss/will!". Als Fan der Bands seines Labels wird er sicherlich ohnehin alle Variationen in seinem Kämmerchen des Todes lagern :). So, genug geschnattert, kommen wir gleich mal zum Cover von Jenglot Hitam Artwork, denn das ist richtig krasser Shit :)! Dieses vertonte Höllenfeuer hat nämlich genau das bekommen, was es verdient. Beste, optische Blasphemie :)! Mit leichten Chris Moyen-Anleihen übernimmt in dieser mächtigen S/W-Zeichnung ein Baphomet, ausgestattet mit mehreren Brüsten, Armen und einem Tentakelunterleib bestehend aus Schlangen, den Hirtenstab, lässt den Teufel in den Priester und die Nonnen einfahren und zelebriert mit ihnen eine schwarze Messe, die es in sich hat :). Dieser Ort ist nun wahrlich auf ewig verflucht. Da hilft selbst Weihwasser in der Menge des Bodensees nicht mehr :)! Dazu noch das geile Bandlogo ... herrlich :). Wirklich beachtlich ist der Detailreichtum dieser Zeichnung, der mich echt staunen lässt :). Genauer könnt ihr dies im Booklet, auf der Hüllenrückseite und im Inlay unterhalb der mit dem Baphomet bedruckten CD finden. Dort präsentiert sich der Priester nochmal persönlich etwas näher :). Im Booklet gibt es neben den Texten, den Credits und einem Bandphoto noch eine weitere, grandiose Zeichnung von Jenglot Hitam Artwork :). Auf grauem Untergrund und wieder enorm detailreich nimmt der werte Herr Ziegenbock zwei vom Deibel besessene Pfaffenzombies unter seine Fittiche und lässt sie genüsslich in idyllischer Natur ein Baby opfern :)! Die CD ist übrigens auf 500 Stück limitiert. Dann mal schnell zur Gatefold-LP :)! Natürlich perfekt für die Zeichnungen :). Klappt ihr die Hülle auf, präsentieren sich euch auch hier alle Texte, Credits, Bandphoto und die Zombiepfaffen-Szene auf grauem Hintergrund. Das Bildmaterial dazu sieht auf alle Fälle sehr vielversprechend aus, da das Layout von Ozan Yildrim, auch für die CD zuständig, sehr gelungen ist :). Den Rundling an sich gibt es dann nicht nur 111 mal in Schwarz, sondern es gibt auch noch 222 Stück in "black white with dark grey Swirl" :)! Sieht mega aus :). Dazu gibt es dann noch geile Shirts und Longsleeves in Schwarz mit weißem Druck mit einem beeindruckendem Pentagramm-Motiv und einem Artworkausschnitt als Rückendruck. Die Longsleeves haben auch noch beide Ärmel fett bedruckt und das Shirt gibt es zusätzlich auch noch in Grün mit gelben Druck :). Der Süßigkeitenladen ist eröffnet, also ran an den Mäusespeck, Leute :). Hier sollten Sammler*innen wirklich glücklich werden :).

Wenn ihr auf urwüchsigen, brutalen, heftigen, düsteren und blasphemischen Death Metal steht, der eure Trommelfelle gnadenlos bearbeitet bis sie Feuer fangen, und das Ganze auch noch in sehr gelungener Verpackung bevorzugt, kommt an dem Zweitwerk "Sanctum Of Demoniac Deviance" von Grotesque Ceremonium aus dem Hause Neckbreaker Records absolut nicht vorbei :)! Holt euch diesen akustischen Friedhofshorror - ihr werdet es nicht bereuen :).

9,5 Punkte!


Songs:

1. Entering The Atavistic Caves Of Lunacy (Intro) 01:14
2. Incinerated Flesh of Gods 04:02
3. Salvation in Damnation 03:27
4. Diabolical Portraits of Misery 05:22
5. Venomous Chalice Of Apophis 03:59
6. Infinite Dismemberment Of Angelic Solemnity 04:32
7. Disembodied Shadows Upon The Heavenly 05:03
8. Perished Believers In Eternal Flames of Hell 04:46
9. Infernal Blood Of Unholy Lord 04:56
10. Profound Parallels To Succubus 03:17
11. Before The Creation Of Time (Unleashed-Cover) 04:08
12. Into Infinite Obscurity (Outro) 01:17

Spielzeit: 44:03

// Rudi

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