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Review zu Melechesh - Emissaries - 1053 Hits
disc Band: Melechesh
Album: Emissaries
Genre: Black Metal
Rls. Datum: 26.10.2006
Label: Osmose Productions
Laufzeit: 55:27 min
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Mesopotamian Metal, was zum Geier soll das denn sein? Die 1993 in Jerusalem gegründeten MELECHESH haben sich einer besonderen Spielart des Metal verschrieben und dabei etwas einzigartiges geschaffen. Black Metal mit orientalischen Melodien und Rhythmen – das mag vielen zunächst seltsam vorkommen. So klangen die ersten Gehversuche dann auch mehr nach typischem pechschwarzen Geschrote. Nach einer Demo und einer 7“ EP sowie etlichen Konzerten und außerdem Problemen mit den Autoritäten in Jerusalem und Bethlehem wanderte schließlich die gesamte Band aus, um von Holland und Frankreich aus ihre Ziele weiter zu verfolgen. EMISSARIES ist nun ihr viertes „richtiges“ Album und es zeigt überdeutlich, das MELECHESH ihren Stil perfektioniert haben. Die Melodien, die anfangs manchmal noch ein wenig unbeholfen über dem Gesamtbild lagen, sind mittlerweile derart perfekt integriert, dass man sich beim Hören kaum vorstellen kann, wie es anders klingen könnte.
Während beispielsweise ORPHANED LAND viel von ihrem orientalischen Flair aus den Gesängen und dem Keyboard ziehen, dominieren bei MELECHESH die Gitarren.
In den meisten Songs verschmilzt ein Fundament aus Thrash-Riffs nahtlos mit den Skalen, die MELECHESH so besonders machen. Die Schlagzeugarbeit ist abwechslungsreich und interessant, aber immer ausgeprochen songdienlich. Das einzige was hier normalen Konventionen folgt und ausgesprochen unoriginell daherkommt, ist der Gesang. Ein heiseres Krächzen, meist irgendwo zwischen typischem 80er Thrash und Black Metal angesiedelt. Mich persönlich erinnert er zum Teil an Satyr Wongravens Werk auf der aktuellen Satyricon.
Somit ist der Ausdruckskraft mit der die oftmals von sumerischer Mythologie inspirierten Texte intoniert werden, natürlich Grenzen gesetzt. Aber wer braucht bittesehr großes Pathos, wenn die CD von vorne bis hinten rockt wie ein angesengelter Djinn? Genau das ist nämlich der Fall, sieht man von ein zwei sehr gelungenen Verschnauf-Instrumentals ab. Man kann nur hoffen, dass diese Band endlich mal durchstartet und sich in einen Tourbus setzt.
Pflicht für jeden aufgeschlossenen Headbanger!

// untergangsmelder

 ec

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