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Review zu Mortal Incarnation - Lunar Radiant Dawn - 225 Hits
disc Band: Mortal Incarnation
Album: Lunar Radiant Dawn
Genre: Death/Doom
Rls. Datum: 03.07.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 16:36
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Heute kommen wir zum vierten und letzten Teil der bisher sehr gelungenen F.D.A. Records-Demo-Serie. Ich war also gespannt, was uns Rico zum Abschluss so Feines servieren würde :). Zum Finale gibt es es eine japanische, 2018 gegründete Band namens Mortal Incarnation, die letztes Jahr ihr erstes Demo namens "Lunar Radiant Dawn" aus den Untiefen der Finsternis in unsere Welt erbrach. Das Quartett war mir bisher unbekannt, weshalb ich schnell erfahren wollte, was denn Septic Necrovoid (Gesang/Gitarre), Goatlord (Gitarre), R$Y (Bass) und Miasma Vortex (Drums) wohl so drauf haben. Zwei Songs in knapp 17 Minuten lassen mich schon erahnen, wohin die Reise gehen könnte :).

Der erste Höreindruck bestätigt meine Vermutung, aber es ist noch viel geiler als ich dachte :). Was für grandioser Stoff :)! Ich bin echt hin und weg und sehr begeistert über diesen Höllenlärm, der mir da entgegenwalzt :). Bezüglich der langen Spielzeit bei nur zwei Songs werden sicherlich viele, wie ich auch, auf DoomDeath, Funeral Doom oder diabolischen, pechschwarzen Death Metal, der auch gerne mal schleichend daherkommt, tippen - und so ist es dann auch :). In meinem moderigen Schädel schwirren beim Hören Namen wie Thergothon, Skepticism, Incantation, Sonne Adam, Necros Christos, Grave Miasma, Spectral Voice, Blood Incantation oder Eternal Darkness herum :). Als wäre das nicht genug, scheinen Mortal Incarnation sehr große Fans der Kultkombo Disembowelment und den Nachfolgern Inverloch zu sein :)! Ja ja, richtig gelesen :). Aus all dem ergibt sich ein mächtiges Ungetüm, dessen kakophonische Klänge euch sofort einlullen und auf eine intensive und mitreißende Reise ins Nichts entführen :). Ich weiß nicht, ob die Musiker vorher schon in anderen Bands tätig waren, aber diese beiden Songs hier klingen so, als hätten sie nie etwas Anderes gemacht oder machen wollen, als brachiale, düstere und atmosphärische Musik zu erschaffen :). Alles klingt wie aus einem Guss und euer Hörzentrum wird gekonnt mit hammergeilem Material verwöhnt :). Dieses Zusammenspiel aus schleifender Qual, düsterer Death Metal-Urgewalt, zähen, pechschwarzen und diabolischen Alpträumen und dem sphärischen Wahnsinn im Stil der beiden oben genannten australischen Bands ist wirklich betörend und sollte all jenen von euch, die mit den genannten Einflüssen etwas anfangen können, sofort zusagen. Ich war jedenfalls gleich hin und weg von Mortal Incarnation :).

Mitten aus diesem kalten, gnadenlosen und finsteren Universum bricht dann die Stimme des Sängers über uns herein. Abartig tiefes, düsteres und garstiges Gegrunze, das im Einklang mit den Instrumenten schwingt und wirklich bösartig und erschlagend klingt :). Sehr geil! Der Gesang, gewürzt durch fieses Gekeife, klingt echt unmenschlich, brutal und wirkt wie ein tiefes, verstörendes Röhren aus dem Abyssos. Für meinen Geschmack genau das Richtige, um die geilen Songs noch geiler und mitreißender zu gestalten :). Herrlich intensiv :). Als würde ein schwarzer Nebel, euch langsam einlullen und eure Lungen mit Pech verkleben. Es gibt kein Entkommen aus diesen beiden Songs!

Bezüglich der Produktion gibt es für mich auch keinen Grund zur Beschwerde :). Ein schwerer, sehr natürlicher, ausgewogener, kratziger und zermalmender Klang, der die Wucht, Heftigkeit, Intensität, Düsternis und die sphärische Komponente des Sounds dieser Band sehr gut transportiert :). Ein richtig geiler, lebendiger und schön brutaler Death Metal-Grundsound, der keine Gnade kennt, den Horror der beiden Songs wuchtig in den Raum trägt und wie ein schwarzer Monolith auf eurer Brust lasten wird :). Die Räumlichkeit der Produktion gibt den beiden Songs auch ein gewisses Extra, da meiner Meinung nach ein Gefühl vermittelt wird, sich mitten in einem kosmischen Chaos des Entstehens und des Vergehens zu befinden.

Das Cover des Inlays wird durch ein sphärisches,wolkiges und gespenstisch wirkendes Szenario gestaltet, welches etwas an die Nahaufnahme einer Sonneneruption erinnert :). Der Titel, genauso wie der Bandname, halten sich auf dem Cover eher im Hintergrund, so dass sich das in Weiß, Grau und Schwarz gehaltene Bild besser entfalten kann. Ich mag das Bild, da es angenehm entrückt, aber auch kraftvoll wirkt, zu den Klängen von Mortal Incarnation sehr gut passt, und ihr euch beim Genuss der beiden Songs so richtig schön darin verlieren könnt :). Zu dieser gelungen Optik gesellen sich dann noch zwei sehr geile, atmosphärische Bandphotos, eines auf der Inlayrückseite und das andere auf der Hüllenrückseite. Ich finde diese beiden etwas unscharfen S/W-Photos wirklich sehr gelungen, da sie sehr düster und abweisend wirken und eine morbide Atmosphäre versprühen :). Besser geht es für diese MuSICK gar nicht :). Eine wirklich herrliche Abrundung für diesen grandiosen Knaller :)!

Ich persönlich bin von diesem Release sehr angetan und hoffe wirklich, dass Mortal Incarnation uns nicht zu lange auf eine komplette Scheibe warten lassen, denn ein ganzer Longplayer in der Qualität dieses Demos dürfte wahrlich brachial werden :).

Mit "Lunar Radiant Dawn" von Mortal Incarnation beweist der Tree of Life and Death, dass er auch in Japan erfolgreich seine alles verzehrende und seelenquälende Saat verteilen konnte. Total Death/Doom-Insanity!


9 Punkte!

Songs:

1. Infinite Consciousness Unchained From The Mortal Incarnation 06:22
2. A Dismal Propagation Into Decay 10:14

Spielzeit: 16:36

// Rudi

 ec

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