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Review zu Parasitario - Afterlife Truth - 714 Hits
disc Band: Parasitario
Album: Afterlife Truth
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 03.07.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 18:20
Wertung: 8.5 / 10.0
 
Mit dem heutigen Review starte ich den ersten von vier Teilen einer sehr coolen Idee von F.D.A. Records, denn Rico hatte den famosen Einfall, vier vielversprechende Demos aus dem Jahre 2019 über sein Label als CD-Reihe unter das neugierige Volk zu bringen :). Eine sehr gute Idee, wie ich finde, denn so können sich eher kleine und unbekannte Bands einem größeren Publikum präsentieren :). Eine wirklich schöne Unterstützung des Undergrounds :).

Den Anfang macht eine Bands namens Parasitario, und ich hätte bei dem Namen doch eher auf Mittel- oder Südamerika, denn auf Japan getippt. Das steigerte natürlich meine Neugier, denn Japan ist ja immer wieder ein Garant für geilen Metal :). Die Band existiert seit 2018 und hat seitdem einige Demos und EPs rausgehauen. Ursprünglich ein Soloprojekt von Yuto Kotani, wird er seit diesem Jahr noch durch Yu Hamada am Bass unterstützt. Das jetzt zu besprechende Demo "Afterlife Truth", drei Songs plus ein Cover, ist von Dezember 2019 und wurde von Yuto dementsprechend noch alleine eingeholzt.

Also, rein mit der Scheibe in die Anlage und ab dafür! Bin ja gespannt. Ich werde nach dem ersten Reinhören auch nicht enttäuscht, denn Parasitarios Old School Death Metal-Stil ist doch recht ansprechend, sucht sich fix seinen Weg in mein rottiges Gehirn, um es sich dort schön gemütlich zu machen :). Die Band fährt einen schön 80er-Jahre mäßigen Todesbleisound, soll heißen, dass ihre Songs sehr straight und auf den Punkt gebracht nach vorne weggehen und diesen thrashigen Anteil noch innehaben. Sie ergreifen sofort von den Körpern der Zuhörer*innen Besitz und lassen sie ihre Airguitars umschnallen, um die messerscharfen Riffs nachzuspielen :). Kurz und knapp gesagt, erwartet euch ein Bastard aus alten Death, Possessed, Massacre, alte Pestilence, flotteren Asphyx, alten Sepultura und Bands neueren Datums, die von den eben genannten Bands beeinflusst sind. Eine leckere Mischung und Parasitario bereiten sich daraus auch ein akkurates Mahl, das prima mundet. Die drei Eigenkomposition auf "Afterlife Truth" gehen auch ordentlich nach vorne los, schreddern sich mit voller Kraft und Wonne durch die stinkige Friedhofserde und bringen die dortigen Skelette mit messerscharfen Rhythmen und ungestümer Metal-Lust prächtig in Wallung :). Natürlich gab es diesen Einflussmix auch schon vorher mehrfach, aber Parasitario lassen sich dadurch nicht beirren, denn ihnen geht es wie den anderen entsprechenden Bands einfach nur darum, geilen Old School Death Metal zu zocken und ihre Liebe zu diesem Knallersound zu frönen :). Die Spielfreude ist echt enorm und es ist auch zu spüren, dass hier mit viel Hingabe geschrieben und eingespielt wurde :). Wie schon erwähnt, springt der Funke auch sofort über und es ist schwierig, sich der Energie von "Afterlife Truth" zu entziehen :).
Dann komme ich zum Abschluss noch zum Coversong. Dieser ist nicht, wie vielleicht zu erwarten, von einer alten Band, wie z. B. den oben erwähnten, sondern von einer Gruppe, die aus den alten Helden ihre Inspiration zieht und sicherlich auch für viele Leute heutzutage selbst als Vorbild dient und Anlass dient, eine eigene Truppe zu gründen. Die Rede ist von den famosen Skeletal Remains, die bei Parasitario sicherlich zu Recht einen fetten Eindruck hinterlassen haben, denn das eigene Material geht doch sehr in entsprechende Richtung. Das Cover ist auch gelungen und es lässt sich zusätzlich noch ein Vergleich zu den Vorbildern erstellen. Die Japaner kommen kompositorisch noch nicht an Skeletal Remains heran, sind aber auf einem sehr guten Weg, wie ich finde. Sie sind auf alle Fälle bis in die Haarspitzen motiviert :). Mit der Band werden wir in Zukunft sicherlich noch viel Freude haben :).

Gesanglich haut das auch ordentlich in die Jeff Becerra-/Evil Chuck-/van Drunen-Ecke und Yuto macht seinen Job echt gut. Es fehlt für mich nur noch etwas Kraft in seinem coolen Geröhre, aber das macht er mit seinem Enthusiasmus locker wieder wett :). Er hat aber auch Bock, diesen intensiven und hysterischen, old schooligen-Death Metal-Vokillz-Stil zu fahren und sein Enthusiasmus ist wirklich ansteckend. Da haben meine Stimmbänder doch gleich Bock, mitzuröhren bis sie nur noch blutige Fetzen sind :). Ich mag diese Art von Gesang ohnehin sehr gerne, vor allem wenn er wie bei Parasitario so schön zum alten Flair der Songs passt.

Produktionstechnisch gibt es meiner Meinung nach nichts zu meckern, denn der Sound fängt den Spirit der alten Schule sehr gut ein. Es kratzt, röhrt und ballert ordentlich. Da kriegen die Songs gleich noch etwas mehr Schmackes und ich fange erfreut an zu grinsen :). Der ausgeglichene Gesamtsound ist auch schön natürlich und heavy und der Drumcomputer klingt auch recht lebendig, so dass sich das Death Metal-Feuer ordentlich entfachen kann und eure Ohren akkurat heiß laufen werden :). Da macht das Anhören doch echt Freude!

Optisch gibt es neben dem gelungenem Bandlogo eine sehr coole und rottige Siffzeichnung von Takehito Seki, von den ebenfalls japanischen Death Metallern Invictus. Dieser Schädel, aus dem etwas Krakiges zu bersten scheint, macht echt was her und passt auch gut zur Musik :). Wie auch die Songs selbst ohne große Firlefanz und auf den Punkt gebracht. Das gilt auch für das Gesamtlayout des kleinen Booklets und des Hülleninlays. Weniger ist ja oft mehr und mir gefällt diese schlichte Präsentation doch recht gut. So ist dann auch mehr Platz im Booklet für eine größere Version des siffigen Schädels :). Bezüglich der CD an sich hat sich F.D.A. Records für eine standardisierte Serienoptik entschieden. Weißer Druck plus Logo, Titel der Veröffentlichung und welcher Teil der Demoserie gerade in euren Händen ist.

Parasitario präsentieren auf "Afterlife Truth" coolen, simplen und effektiven Old School Death Metal, der eindeutig von den frühen Klassikern der zweiten Hälfte der 80er-Jahre inspiriert wurde. Zündet sofort!

Wie gesagt, macht die Band mit ihrem feurigen Sound echt Laune und ich denke, dass vielen von euch Freaks dieser Release echt munden sollte. Ich bin auch gespannt, wie sich die Band weiterentwickeln wird. Da wird sicherlich noch einiges Cooles auf uns zu kommen :).

8,5 Punkte


Songs:

1. Afterlife Truth 04:13
2. Tsukiyono 04:18
3. Shattered Times 05:35
4. Viral Hemorrhagic Pyrexia (Skeletal Remains-Cover) 04:14

Spielzeit: 18:20

// Rudi

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