: Community

: Verein

: Action

: Schlachtbank

: Bandsuche

: Sonstiges

Review zu Task Force Beer - Blastbeat Hangover Commando - 415 Hits
disc Band: Task Force Beer
Album: Blastbeat Hangover Commando
Genre: Death Grind
Rls. Datum: 29.05.2020
Label: F.D.A. Records
Laufzeit: 33:49
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Huch, was war hier denn gerade los?!? Eben noch völlig entspannt die Scheibe angeworfen, und nun ist die Wohnung zertrümmert und ich liege völlig deformiert in der Ecke und habe den Drang, da meine Anlage interessanterweise überlebte, die Musik, die ich wohl gerade hörte, trotz aller Umstände unbedingt wieder anmachen zu müssen! Ich weiß noch, dass ich mich freute, dass nach drei Jahren endlich, abermals über lecker F.D.A. Records, der zweite Longplayer von Task Force Beer herauskommt, da mir das Debüt damals doch gut reinging :). Der neue Longplayer scheint wohl bombenmäßig zu sein, wenn ich mir die Folgen des Anhörens desselbigen so ansehe :). Dann mal wieder zurechtgerenkt, die Anlage fix in den bombensicheren Bunker geschleppt, mich fest am Boden fixiert und "Blastbeat Hangover Commando", so der Name der neuen Scheibe, erneut gestartet :).

Nach dem Intro weiß ich dann auch gleich, warum nach dem Hören alles derangiert war :). Bei dem krassen und megaexplosiven Stoff bleibt den Hörer*innen wirklich nichts Anderes übrig, als volle Möhre auszurasten! Meine Fresse, ist die Mucke auf dieser Scheibe hier klasse :). Task Force Beer ballern euch mit ihrem Zweitwerk echt ein Hölleninferno um eure stinkigen kleinen Ohren und toppen für mich das Debüt locker :). Wer von euch die Band schon kennt, weiß also, was zu erwarten ist :). Dem Rest von euch sei gesagt, dass diese Herren wirklich affengeilen Death/Grind zaubern, mit dem Hauptaugenmerk auf Grind, der erst eure Ohren und dann euren Bregen zum Kochen bringen wird :). Stellt euch vor, ruppiger Death Metal und hektische Bolt Thrower zu "Realm Of Chaos"-Zeiten werden von Napalm Death, Assück, Terrorizer, Nasum, Gadget, Rotten Sound, Flagitious Idiosyncrasy In The Dilapidation oder Magrudergrind aufgesaugt, mit Thrash Metal, Crust, geilem Groove und hyperaktivem Hardcore der Marke Wehrmacht, Cryptic Slaughter, Ripcord, Heresy oder Septic Death kombiniert und zu einem saubrutalen und herrlichem Cocktail vermischt :). So würde ich dieses famose Geschredder mal grob umschreiben :). Es ist auch zu sagen, dass Task Force Beer nicht stumpf durch die Gegend bollern, sondern ihre Songs recht abwechslungsreich und technisch anspruchsvoll gestalten. Das Ganze wird in einer Präzision runterzimmert, dass euch die Kinnlade runterklappt. Unfassbar, wie gut das bei den ganzen Tempowechseln und der hohen Geschwindigkeit an sich eingespielt wurde. Die Jungs gehen dabei mit einer enormen Spielfreude ans Werk und es ist nicht zu überhören, welchen Spaß es ihnen bereitet, diesen akustischen Presslufthammer einzutrümmern :). Die brachiale und glühend heiße Energie der hammergeilen Songs wird auch sofort auf euch überspringen und ihr werdet beim Hören mindestens genauso viel Spaß haben wie die Band beim Spielen selber. Davon bin ich fest überzeugt, denn "Blastbeat Hangover Commando" ist ein musickalisches Freudenfeuer :). Abgeschlossen wird dieser herrliche Spaß durch den längsten Song der Scheibe, der sich sich als saugeiler StonerRock-beeinflusster Track entpuppt und echt Laune macht :).

So dynamisch wie die Musik ist dann auch der Gesang. Unterstützt durch Backingvocals von Matze und Oos grunzen, schreien, keifen, giften, shouten und kotzen sich Mario und Daniel durch diese Scheibe, dass es eine wahre Freude ist, den beiden Herren bei ihren Stimmbandexzessen zuzuhören :). Gesanglich stehen sie der hohen Intensität, Dynamik und Heftigkeit der Musik nämlich in nichts nach und servieren uns Vokillz, die es echt in sich haben. Dieses Brutaloduo fühlt sich wahrlich sauwohl bei demm was sie tun, wohlwissend, dass sie das Öl sind, welches das bisherige beeindruckende Feuer noch mehr lodern lässt :). Sie wissen auch ganz genau, welche Stimmlage wann besten passt, wie sie sich am besten ergänzen und wie sie zu wirken haben, auf dass ihre Gesangslinien kein störendes Element sind, sondern mit den Kompositionen Hand in Hand auf euch einprügeln :).

Bezüglich des Sounds konnte die Band auch nochmal ordentlich zulegen, denn das, was durch die Aufnahme im Proberaum (Beer Factory Trier) und den anschließenden Mix und das Mastern (Ear We Go/Blackout Studio) entstand, ist wirklich ein absoluter Knaller! Was für eine geile, fetzige, hochexplosive und brutale Produktion das hier doch ist :). Ich bin echt begeistert :). Das Debüt klang auch cool, aber das hier ist viel besser und repräsentiert viel mehr das, was Task Force Beers Songs ausmacht. Dieser hochexplosive, arg mitreißende Ballercocktail voller Energie und intensiver Leidenschaft wurde durch diesen natürlichen, druckvollen und brutalen Sound, der alle beteiligten Musiker gekonnt zur Geltung bringt, perfekt eingefangen, wie ich finde. Also richtig, richtig geil und absolut passend für diesen musikalischen Tornado :). Voll aufs Maul, so wie wir es brauchen :)!

Optisch wird dieser Tornado hervorragend durch die Zeichnung von Huere Artworks zur Geltung gebracht - und wer möchte bei der geilen Musik nicht auch Teil dieses bierseeligen Wirbelsturms sein, der uns auf dem Cover entgegenspringt :)? Der ganze Spaß ist wirklich sehr cool gezeichnet. Die Dynamik und die Energie der Songs werden durch den Zeichenstil top eingefangen und repräsentiert :). Die Scheibe gibt es übrigens auch auf Vinyl, dort könnt ihr die geile Zeichnung nochmal in Groß genießen :). Im Booklet gibt es dann neben allen Texte noch diverse Photos der Band bzw. der einzelnen Bandmitglieder, eingefangen durch Phil Theiss. Gerade die Livebilder halte ich für sehr gelungen, da sie einen guten Eindruck davon vermitteln, was wir beim Hören der Scheibe zu erwarten haben :).

Ich kann diesen versierten und herrlich berauschenden Wutklumpen wirklich allen Freund*innen des gepflegten und akkurat eure Birne abschraubenden Death-/Grind-Abrisses wirklich wärmstens empfehlen :). Wer hier nicht zugreift, ist selber schuld.

Ihr wollt totales Inferno, das sich aber nicht nur stumpf und dumpf in Brutalität ertränkt, sondern euch tight wie Sau und mit griffigem Songs locker atomisiert? Dann solltet ihr euch unbedingt das Zweitwerk "Blastbeat Hangover Commando" der Trümmertruppe Task Force Beer besorgen und euch von dieser Energie, die besser wirkt als Kaffee, anstecken lassen!


9 Punkte!



Songs:

1 Intro 00:55
2. Iron Ingo 02:01
3. Rasva Apina 01:08
4. Apina Nuijan Kanssa 01:03
5. Thrash Yourself 01:43
6. I Don´t Care 01:31
7. Blast Away 01:36
8. Bright Side 01:49
9. Asshole Next Door 02:07
10. Cancerhorse 01:57
11. Dancing King 02:19
12. Hausmeister Schlund 00:26
13. Broken Dreams 02:01
14. BxHxC 01:50
15. Fear 01:55
16. CxC 01:15
17. Beerhead 01:33
18.Outro 02:54
19. Barfightblues 03:46

Spielzeit: 33:49

// Rudi

 ec

: Rezeption Collapse

© hotel666 2006-2020 - All rights reserved
designed by EyeSeeRed.com
top