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Review zu Wilt - Regorged - 317 Hits
disc Band: Wilt
Album: Regorged
Genre: Death Metal
Rls. Datum: 06.2020
Label: None
Laufzeit: 10:40
Wertung: 9.0 / 10.0
 
Heute gibt es mal wieder aus dem hiesigen Death Metal-Untergrund was Feines auf die gammelige Rübe :). Die Rede ist von Matze (Vocals,Bass), Marko (Gitarre), Sascha (Gitarre) und Börgy (Drums), vielen von euch sicherlich bekannt unter dem Namen Wilt, einer sehr geilen Old School Death Metal-Band aus der Region Herford/Bielefeld. Nach ihrem coolen Debüt "Faces Of The Grave" von 2018 hat die Band ausgiebig die Bühnen des Landes zerlegt, weshalb die Truppe unter euch Todesblei-Sickos wirklich nicht ganz unbekannt sein sollte. Falls ihr Wilt tatsächlich noch nicht kennen solltet, bitte ich euch, das ganz fix zu ändern :). Die Jungs waren seit dem Debüt natürlich fleißig, schreiben kontinuierlich an neuen Songs und bis es soweit ist, sie uns zu präsentieren, überbrücken Wilt die Zeit mit dieser in Eigenregie veröffentlichten EP namens "Regorged" :). Ich muss ja gestehen, dass ich zuerst dachte, es handele sich hier um neue Songs, da ich die Anpreisung für diese EP anscheinend im Halbschlaf gelesen hatte und mich dann wunderte, dass mir dir Songtitel bekannt vorkamen :). Nach kurzer Recherche war ich dann auch wieder klüger, denn die Songs auf "Regorged" stammen alle vom 2014er Demo "The Welking Age". Diese wurden für diese EP, da sie laut Sascha immer noch Bestandteil ihrer Konzerte sind, quasi auf aktuellen Stand gebracht, so wie ihre Kollegen von Carnal Tomb neulich schon sehr erfolgreich mit alten Demosongs verfahren sind. Ich war auch echt auf das Ergebnis gespannt, da "The Welking Age" nicht schlecht war, ich aber dem Debüt eindeutig den Vorzug gebe. Voller Neugier starte ich also diesen Release...

... und mir klappt wirklich sofort meine Kinnlade komplett runter! Sind das wirklich die Songs, die ich schon kannte?!? Meine Fresse, ist das geil :)! Nochmal nachgeguckt... ja, sie sind es tatsächlich! Meine Güte, da liegen ja Welten zwischen den alten und neuen Versionen :). Ich habe mir zum Vergleich auch von jedem einzelnen Song die alte und die neue Version angehört, und es ist grandios, was Wilt aus ihren Rohfassungen, so möchte ich es mal nennen, gemacht haben :). Es ist schon interessant, was ein besserer Sound (zu dem komme ich später noch) und vor allem eine besser getaktete und an ihren Instrumenten versiertere Band so ausmachen können. Ich freue mich echt total über diese Neueinspielungen, denn ihr Energiepotential ist jetzt so hoch, dass alles in der Nähe Feuer fängt. Etwaige Überreste werden dann noch von der enorm gesteigerten Brutalität zu Staub zermalmt und von der Wucht der Songs zu Grabsteinen gepresst :). Ich bin echt jedes Mal aufs Neue entzückt, was Wilt hier auf "Regorged" aus ihren alten Songs gemacht haben :). Herrlich :). Wilt standen bereits zu Beginn für straighten, stark schwedisch angehauchten Old School Death Metal ohne viel Schnickschnack, aber dafür voll auf die Fresse und stehen somit in der Tradition von Bands wie Grave oder Traumatic. Etwas rockiger Groove im Sinne von Furbowl und Entombed gesellt sich dann auch noch dazu sowie eine englische Prise early Benediction :). Ihr werdet also ohne große Hetze genüsslich am lebendigen Leibe durch den Fleischwolf gedreht und ihr könnt mir glauben, dass nicht nur Wilt selber, sondern auch ihr während der Prozedur eure helle Freude an eurer Zermalmung haben werdet :). Kaum als Fleischbrei geendet, schreit ihr aber auch gleich nach einer Wiederholung, da dieses intensive Zerhacken euch so viel Wonne bereitet. Es macht auch wirklich Bock, den Jungs zuzuhören, welche Freude sie dabei haben, wenn sie ihre Songs zocken und ihre Dödesmetall-Leidenschaft ausleben können. Der Groove, die Brutalität, diese präzise Darbietung ihrer Kompositionen ... hier kann eigentlich kein Körper ruhig bleiben, dessen Gehirn von Todesblei durchzogen ist :). Egal, ob ihr "The Welking Age" schon besitzt oder nicht, an "Regorged" führt für euch Freaks meiner Meinung nach kein Weg vorbei! Gebt euch also diesem herrlichen Totentanz hin - niemand von euch wird es bereuen :).

Gesanglich hat Matze im Vergleich zu "Faces Of Grave", bei "The Welking Age" sang noch Susch, auch noch mal ordentlich einen drauf gelegt! Gab es schon eine auffällige Entwicklung zwischen den beiden eben genannten Releases, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass er auf "Regorged" seine bisher beste Leistung abgeliefert hat :). Meine Fresse, was für ein brutales Gekotze und Gegrunze mir da doch entgegen schwappt! Ein Meer aus rottigem, eitrigem Fleisch, auf dem die Maden vor Freude eine fette Party feiern :)! Scheinbar mühelos entlockt er seinem Leib die düstersten und heftigsten Töne, ohne aber dabei in einen undefinierten Brei zu verfallen. Daraus ergibt sich dann herrlich derber, sehr kraftvoller und akzentuierter Death Metal-Gesang mit hohem Brutalitätsfaktor, der einfach nur hammergeil ist und super zur muSICK passt :). Toll!

Wie schon erwähnt, ist der Sound im Vergleich zu "The Welking Age" Welten besser und es ist wirklich ein Genuss, mir diese Powerwand durch meine versifften Ohren ballern zu lassen :)! Meine Fresse ... was für ein HM2-Inferno :). Verantwortlich für diesen soundtechnischen Frontalangriff sind zwei Personen. Einmal Marko selber, der im Studio That Basement für die Aufnahme zuständig war, und Laurent Teubl, der in den Sculpt Sound Studios den Mix und das Mastering übernommen hat. Letzterer hat nicht nur Bands wie z.B. Carnal Tomb, Morast, Nekrovault, Resonare oder The Fog veredelt, sondern ist auch Sänger/Gitarrist bei den grandiosen Chapel Of Disease, für die er auch exzellente Produktionen erschaffen hat. Da kann auch echt nichts schief gehen, wenn ein Bandmitglied mit Erfahrung als Audio Engineer und ein Death Metal-Musiker mit Studioproduktionserfahrungen bei "Regorged" für den Sound verantwortlich sind. Das Ergebnis spricht für sich, denn mit dieser EP haben Wilt ihre bisherigen Releases wirklich locker getoppt :). Ein herrlich lebendiger, fetter, brutaler, düsterer, erdiger und natürlicher Gesamtsound, der meiner Meinung nach keine Wünsche übrig lässt, das Maximum aus den Songs herausholt und aus ihnen wahre Ungetüme macht, die euch locker und ohne Gnade zerschmettern werden :). Was für eine Wand ... pure Svenska-Power :). Ein Gesamtsound, mit dem Wilt sich absolut nicht vor den großen Vorbildern verstecken braucht und muss! Die Zeichen stehen auf Sturm und ich bin schon sehr gespannt, wie die hoffentlich bald erscheinenden Songs mit so einer klasse Produktion klingen werden.

Optisch haben sich die Jungs aber auch nicht lumpen lassen und sich für das Cover niemand Anderen als Dedy Badic (Dedy Badic Art) geangelt, der auch schon für Revel In Flesh, Graceless oder Fleshcrawl seine Leichenkünste zur Verfügung gestellt hat. Das Artwork, welches auch dem digitalen Download beiwohnt, ist, wie nicht anders zu erwarten, der totale Knaller geworden und rundet diese Todesbleiattacke wirklich sahnemäßig ab :). Badics Zeichenstil ist erstklassig, was bei dieser phänomenalen Skulls'n'Bones-S/W-Zeichnung in bester Death Metal-Manier auch wieder bestens zu sehen ist :). Schaut euch nur diese Deathtails und die Räumlichkeit des Bildes an! Einfach herrlich :). Ich bin wirklich begeistert von diesem geilen Cover und ich kann mir vorstellen, dass die Band echt aus dem Häuschen war, als sie das Endergebnis sah, und das auch zu Recht, denn das hier ist beste Todesbleikunst :)! Dazu dann noch das echt geile Bandlogo und fertig ist dieser absolute Hingucker, den ihr übrigens bei der Band auch als Shirt ergaunern könnt ;-). Wer sich von euch das Tape gönnt, kann sich neben dem Killerartwork auch auf ein kleines, aber feines Booklet freuen, das alle Texte, Credits und ein geiles S/W-Bandphoto von Lys og Skyggen beinhaltet :). Dann komme ich mal zum Tape selber, denn da haben sich die Jungs noch was einfallen lassen :). Es gibt den Stoff, aus dem die nekrophile Träume sind, einmal in "skull fragment white" (50 Stück) und dann noch in "gut meat pink" (50 Stück) inklusive eines Wilt-Patches, der echt edel aussieht :). Wenn ihr eine dieser herrlichen Versionen ergattern wollt, solltet ihr euch aber dringend beeilen, denn dieser Leichenschmaus geh weg wie warme Semmeln, wie ich mitbekommen habe :). Egal, ob als Tape oder digital, hier könnt ihr wirklich nichts falsch machen :). Falls ihr kein Tape mehr bekommen solltet, wird es in ja vielleicht auch noch mal eine Neuauflage geben - und nicht nur als Kassette :). Das wäre auf alle Fälle sehr zu begrüßen, wie ich finde :).

Wilt zeigen auf "Regorged", dass bereits im Material ihrer Anfangstage ein großes Potential steckte, das nur herausgekitzelt werden musste. Auf dieser EP ist das durch das besser eingespielte und mittlerweile auch technisch versiertere Team und einer arschgeilen Produktion auch absolut gelungen! Ich will gar nicht wissen, was da noch Geiles auf uns zukommen wird, bei dem, was mir gerade entgegenbrettert. Doch! Ich will es natürlich wissen und bis dahin werde ich mich an diesem herrlichen muSICkalischen und auch optischen Prachtkadaver namens "Regorged" laben. Und ihr Old Skull-Freaks solltet dies auch dringend tun! Support DIY!


There's Life At The Graveyard And They Slowly Draw Near... 9 Punkte!


Songs:

1. The Servants 02:47
2. Abrams 120 02:48
3. The Welking Age 02:57
4. Life? 03:08

Spielzeit: 10:40


Into the pit of rotting flesh:

https://wiltingmusic.bandcamp.com/music

// Rudi

 ec

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